Wenn junge Frauen die Welt verändern: Schultaschen mit Licht für afrikanische Kinder

Thato ist erst 24, doch ihr soziales Start-up- Projekt RETHAKA kann sich wirklich sehen lassen! Mehr als 10.000 Kinder in den ländlichen Regionen Afrikas tragen dank ihr Schultaschen mit Solar-Paneelen, damit sie auf dem Schulweg auch im Dunklen unterwegs sein können.

Sie war noch Studentin, als ihr vor drei Jahren eine geniale Idee in den Sinn kam: Eine Schultasche zu entwerfen, deren Verschluss mit einem Solar-Paneel besetzt ist und damit zur Lampe wird. Aufgewachsen in einer behütenden Familie, lernte sie früh das schwere Los anderer Kinder kennen. Deshalb war es ihr so wichtig, ihre Idee sofort in die Tat umzusetzen und in die dafür gegründete Firma überwiegend arbeitslose Frauen aufzunehmen.

Heute kümmert sich Thato gemeinsam mit ihnen um Sponsoren und näht die Schultaschen, deren Material aus entsorgten Plastiktaschen stammt. Die Taschen werden von Sponsoren gekauft und hilfsbedürftigen Kindern gespendet. Die junge Frau, die gerade ihren Bachelor in Marken-Management abgeschlossen hat, will ihr Geschäftsmodell in 24 weiteren afrikanischen Ländern etablieren.

Sogar Bill Gates wurde bereits auf sie aufmerksam und twitterte schon über Thato’s Projekt. Auch die Zeitschrift „Forbes Woman Africa“ brachte sie mit einem Foto auf die Titelseite. Doch damit nicht genug: Eben hat sie eine zweite Firma gegründet, die anderen zeigt, wie aus einer einzigartigen Idee ein erfolgreiches Unternehmen werden kann.

Übrigens: RETHAKA heißt übersetzt „Wir sind Freunde“ und deshalb überrascht es nicht, dass der Leitspruch von Thato lautet: „Wenn wir als Freunde gemeinsam an etwas arbeiten, erreichen wir Großes“.

Quelle: BRIGITTE 06/2017, Foto: lionessesofafrica.com 

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Wie viel von Göttin Hera steckt in dir?

„In allererster Linie repräsentiert der Hera-Archetypus die Sehnsucht einer Frau nach dem Status der Ehefrau“[1], las ich neulich in einem Buch. „Wie unzeitgemäß ist das denn?“, höre ich gleich einige meiner weiblichen Geschlechtsgenossinnen fragen. Denn die Anzahl der Frauen, die die Ehe für ein überholtes Konzept halten, ist in den letzten Jahren deutlich angestiegen.

Die Psychologin Jean Shinoda Bolen kennt jedoch das Leiden vieler „Hera“-Frauen, die in ihrem Leben keinen Mann finden, der für sie eine wichtige Rolle spielt und die sehr unter diesem Umstand leiden. Ja, manche von ihnen schämen sich sogar dafür. Denn sie haben den starken Drang nach einer festen Beziehung, der sie in den Stand der Ehefrau „erhebt“ und ihnen das Prestige und die Ehre einer verheirateten Frau vermittelt. Nur mit jemandem zusammenzuleben ist ihnen viel zu wenig.

Wie du in meinen Blogbeiträgen nachlesen kannst, trägt jede Frau nicht nur einen, sondern mehrere weibliche Archetypen in sich. Deshalb gibt es den einen klassischen Typus natürlich nicht. Denn auch die typischste „Hera“-Frau trägt Anteile von Aphrodite, Artemis, Demeter oder Persephone in sich, und das macht sie dann so einzigartig.

Um uns und unsere Verhaltensmuster besser zu verstehen, hat Jean Shinoda Bolen die verschiedenen weiblichen Persönlichkeitsaspekte nach Göttinnen benannt und in ihrem Buch „Göttinnen in jeder Frau. Psychologie einer neuen Weiblichkeit“ portraitiert. Und nicht nur die weiblichen Aspekte, sondern auch die männlichen. Nachzulesen in ihrem Buch „Götter in jedem Mann: Besser verstehen, wie Männer leben und lieben“.

Doch nun schauen wir einmal, wie sich die Hera-Persönlichkeitsaspekte in uns Frauen zeigen können. Achte jedoch darauf, dass du bei deinen Überlegungen, welche Göttinnen-Aspekte du in dir trägst, nicht in eine Bewertung oder in ein klischeehaftes Denken hineinrutschst. Meine Angaben sollen dir nur als Anregung dienen.

HERA-SEELENASPEKTE: EINE KURZBESCHREIBUNG IM TELEGRAMMSTIL

Frauen mit besonders typischen Hera-Aspekten: z. B. Nancy Reagan, die sich ausdrücklich als Ehefrau von Ronald Reagan definierte, sowie zahlreiche andere Frauen aus verschiedenen Gesellschaftsschichten und Zeitepochen

Typisch für die Hera-Frau: Ausbildung ist zweitrangig – lebenslange Suche nach dem Idealmann – definiert sich über den Ehemann – stellt sich in der Beziehung/ in der Familie in den Hintergrund – verzichtet auf Beruf/Karriere zugunsten der Ehe – hält am Idealbild ihrer Ehe/ihres Mannes um jeden Preis fest – Mann ist unumstrittener Lebensmittelpunk – Sexualität kann zur Pflichterfüllung werden – hält an der Ehe fest, auch wenn diese gescheitert ist

Schattenseiten: Verdrängung eigener Bedürfnisse – Unselbstständigkeit – wenig oder keine Eigenverantwortung – Entscheidungsunfähigkeit – Anpassung – Unterwürfigkeit – wenig eigene Interessen – steckt in Opferrolle fest – fordert und manipuliert im Verborgenen – lebt ihre Schattenseiten sehr verdeckt aus

In einem meiner nächsten Blog-Beiträge werde ich dir die Göttinnen-Aspekte von Athene vorstellen.

[1] Vgl. dazu: Murray Stein „Hera“, Spring 1977, S. 108

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Sanftheit und Toleranz haben nichts mit Schwäche und Naivität zu tun

Auf den ersten Blick möchte man meinen, die Menschen seien in den letzten Jahrzehnten egoistischer und selbstverliebter geworden. Auf den zweiten Blick kann man jedoch erkennen, dass sich viele Machtstrukturen innerhalb der Gesellschaft drastisch verändert haben. Das geschah und geschieht durch eine weltweit zu beobachtende Bewusstseinsveränderung bzw. durch eine persönliche und oft auch spirituelle Weiterentwicklung, die in vielen Fällen aufgrund ganz persönlicher Krisen ausgelöst wird.

Ja, die Veränderungen, die unsere Zeit mit sich bringt, sind bereits so offensichtlich geworden, dass sie auch von verschiedenen Wissenschaften, wie beispielsweise der Medizin oder Philosophie, wahrgenommen werden. Und so verknüpft auch die Sozialwissenschafterin Barbara Marx Hubbard in ihren Büchern wissenschaftliches Denken mit spirituellen Erkenntnissen.

Sie schreibt[1], dass wir die erste und einzige Generation der menschlichen Geschichte seien, die miterlebt, dass etwas Neues, noch nie da Gewesenes, entstünde. Gemeinsam mit uns dürfen viele Seelen, die in diesen Jahren und Jahrzehnten inkarnieren, bei der „Geburt des Universellen Menschen“ dabei sein. Es seien jene erwachten Seelen – auch Meisterseelen genannt –, die einen großen Teil ihres langen Entwicklungsprozesses bereits hinter sich gebracht haben und ihrer Vollendung entgegengehen.

 Der Universelle Mensch ist durch sein Herz mit der Gesamtheit des Lebens verbunden. Er fühlt sich dazu berufen, seine Fähigkeiten zur positiven Entwicklung der Menschheit und der Welt einzusetzen, wobei er gleichzeitig seinen eigenen, individuellen Weg beschreitet, um am großen Veränderungs- und Schöpfungsprozess teilzunehmen. Er hat erkannt, dass die Lebensbedingungen der Erde an einem Punkt angelangt sind, an dem die Menschheit mittels ihres Intellekts und ihrer technischen Entwicklungen entweder alles zerstören oder sich und die Welt in eine unermesslich positive Zukunft hineintransformieren kann. Diesen Prozess nennt man auch den Prozess der Co-Kreation, der Mit-Schöpfung oder Transformationsprozess.

Es ist nicht zu übersehen, dass wir Frauen einen wesentlichen Anteil an diesem Bewusstseinswandel haben, denn viele finden immer mehr zu den ur-weiblichen Qualitäten wie Mitgefühl, Verständnis, Vergebung, Bedingungslosigkeit und Hingabe zurück und leben sie auch im Alltag. Sie haben längst erkannt, dass Sanftheit nichts mit Schwäche und Toleranz nichts mit Naivität zu tun haben. Es handelt sich vielmehr um genau die Qualitäten, die unsere Menschheit für eine positive Neuausrichtung am meisten benötigt.

[1] Marx Hubbard, Barbara. Vom Ego zur Essenz. Burgrain 2003, S. 24 ff.

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Manchmal „braucht“ es einen lauten Weckruf

„Viele Menschen fühlen sich instinktiv und magisch vom falschen Partner angezogen. Sie suchen Ergänzung – aber meist finden sie eine Ergänzung des Mangels, in der sich die Mängel potenzieren. Zwei Einbeinige kommen zusammen ja nicht schneller voran. Deshalb gehen so viele Beziehungen schief. Unrealistische Partner-Bilder kursieren zuhauf in einer Gesellschaft, die schneller urteilt, als sie denken kann, … die Gefühle mit Sentimentalität und Wirklichkeit mit Fiktion verwechselt.“[1]

Uns Frauen hat die Natur mit der großen Gabe der intuitiven Vorahnung ausgestattet, doch die schlummert sehr oft nur vor sich hin. Das „feminine Wahrnehmungsteleskop“, wie Clarissa Pinkola-Estés es nennt, ist nicht ganz präzise ausgerichtet und die Schärfenadjustierung noch nicht auf Weitsicht eingestellt. Deshalb nehmen wir das Verborgene und Hintergründige in einem potenziellen Partner anfangs oft nur sehr verschwommen wahr. Und drücken diese innere Stimme weg, die mit unseren weiblichen Urinstinkten verbunden ist und uns vor möglichen Beziehungsfallen warnt.

Doch manchmal „braucht“ es einen lauten Weckruf, und der fällt nicht immer angenehm aus. Nämlich dann nicht, wenn wir beispielsweise nach jahrelangem unscharfen Hinschauen unsanft wachgerüttelt und gezwungen werden, ganz genau zu erkennen, an wessen Seite wir unser Leben eingerichtet haben. Manchmal ist diese Erkenntnis mit sehr viel Schmerz und Federn-Lassen verbunden und manchmal kommen wir noch mit dem Schrecken davon.

Deshalb ist es wichtig, dass wir Frauen die in uns angelegte Urnatur mit aller Kraft wiederbeleben, und zwar möglichst schon VOR einem schmerzhaften Weckruf. Egal, wie sehr wir in unseren Kulturen oder Familien daran gehindert wurden, unsere weibliche Urnatur zu leben: Eine Frau, die den tiefen Kontakt zu ihrer weiblichen Seele vorübergehend verloren hat, kann ihn jederzeit wieder aktivieren. Letztendlich geht es um die Entwicklung unseres spirituellen und persönlichen Bewusstseins. Denn diese innere Kraft unterstützt uns immer wieder, uns aus den tiefsten Tiefen unseres Lebens emporzuheben um den Gipfel des Glücks und der Zufriedenheit zu ersteigen.

[1] Zitat aus dem Buch „Der letzte Scheißkerl“ von Roman Maria Koidl

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NIMM DIR ZEIT FÜR DEINE WEIBLICHKEIT. Zu dir selbst zurückfinden

Hast du schon mal überlegt, wie viele verschiedene Rollen du in deinem Leben als Frau eigentlich ausfüllst? Die der Tochter, Schwester, Mutter, Freundin, Ehefrau, Weggefährtin, Kollegin, Chefin, Geliebten, … Du lebst täglich in mehreren Welten und switchst zwischen ihnen hin und her, wahrscheinlich sogar mit dem Anspruch, es ja allen recht zu machen.

Doch wann findest du zu dir selbst zurück?Wann nimmst du dir die Zeit und den Raum, um in die Tiefe deiner Seele abzutauchen und um „heimzukommen“?

Ob du eine Stunde oder ein paar Tage für das Auftanken in deiner „inneren Heimat“ benötigst, spielt dabei keine Rolle. Aber wenn du darauf wartest, bis alle anderen versorgt bzw. damit einverstanden sind, dass du dich von Zeit zu Zeit zurückziehst, wirst du lange auf den geeigneten Zeitpunkt warten. Doch wenn dein Rückzug keinen fixen Platz in deinem Leben einnimmt, gerätst du in große Gefahr, eines Tages innerlich auszutrocknen und deine Lebensfreude zu verlieren.

Falls du um jedes bisschen Freiheit und Freizeit kämpfen musst, dann solltest du dich fragen, was du an deinen zwischenmenschlichen Beziehungen ändern solltest. Umgib nur dich mit Menschen, die dich wirklich lieben und die verstehen, dass du regelmäßig zu dir selber zurückkehren und in deiner inneren Heimat auftanken musst.

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4 Hinweise darauf, dass du gerade manipuliert wirst

Wie oft lassen wir uns manipulieren, ohne dass es uns überhaupt auffällt? Diese Spielchen beginnen schon in unserer frühen Kindheit und werden uns von den Erwachsenen vorgelebt. Je nach Persönlichkeit nutzen wir dann früher oder später selber dieselben Instrumente, um das zu bekommen, was wir von anderen haben wollen. Weil wir nicht ehrlich sagen können oder möchten, welche Bedürfnisse uns wichtig sind oder weil wir einfach Angst vor einem NEIN des anderen haben.

Kleine Manipulationen im Alltag sind jedoch kein großes Thema, solange sie nicht wirklich ausufern. Gehen wir aber manipulativen Menschen immer wieder auf den Leim oder sind wir möglicherweise sogar mit ihnen verwandt oder verheiratet, dann wird es Zeit, die Muster zu erkennen, zu durchschauen und sie abzuwehren bzw. sich der Manipulation der anderen zu entziehen.

Bevor wir aber auf einen „lieben“ Mitmenschen so richtig wütend werden, sollten wir uns mal mit folgenden Fragen auseinandersetzen.

  • Was macht einen Manipulierer überhaupt aus?
  • Welche Arten von Manipulation gibt es?
  • Wie erkennt man ganz schnell, dass man manipuliert wird?

Die 4 wichtigsten Erkennungsmerkmale dafür, dass du gerade Manipuliert wirst

Psychologen unterscheiden zwischen vier verschiedenen Verhaltensmustern, die einer emotionale Erpressung voran gehen. Aber aufgepasst: Manche Menschen wenden nicht nur eine, sondern gleich mehrere gleichzeitig an, um ihren Willen durchzusetzen. Dennoch ist es erst einmal wichtig zu wissen, wie du die vier Verhaltensweisen sofort erkennen kannst:

Erstes Beispiel für eine typische aussage: „Ich werde krank, wenn du nicht für mich sorgst!“ (Der Selbstbestrafer)

Wer das zu dir sagt, macht dir unmissverständlich klar, dass er darunter zu leiden hat, wenn du auf seine Wünsche oder Forderungen nur teilweise oder gar nicht eingehst. Damit will er eigentlich zum Ausdruck bringen, dass dein Verhalten für seine Gesundheit oder zumindest für sein Wohlbefinden verantwortlich ist und dass sich das auf ihn negativ auswirken wird.

Zweites Beispiel für eine typische Aussage: „Ich werde leiden, wenn du mit deinen Freundinnen auf Urlaub fährst.“ (Der Leidende)

Menschen, die auf ihr Leid hinweisen, weil du auf ihre Forderungen nicht eingehst, nennt man Selbst-Bemitleider. Mit ihrer Leidensmiene verderben sie dir die gute Laune und erzeugen Schuldgefühle in dir. Sie möchten dir weismachen, dass du so wichtig für sie bist, dass sie ohne dich nicht glücklich sind oder gar ohne dich nicht leben können. In Wirklichkeit manipulieren sie dich damit nach Strich und Faden.

Drittes Beispiel für eine typische Aussage: „Ich werde wütend/ungehalten/ärgerlich/zornig, wenn du nicht tust, was ich von dir erwarte!“ (Der Bestrafende)

Diese und ähnliche Aussagen hörst du von Menschen, die dich emotional oder physisch bestrafen wollen. Dabei kannst du zwischen dem aktiven Bestrafenden (er wird wütend oder aggressiv) und dem passiven Bestrafenden (er schmollt und entzieht sich dir) unterscheiden.

Viertes Beispiel für eine typische Aussage: „Ich schenke dir …. , wenn du das für mich tust!“ (Der Schmeichler)

Man könnte sie auch Bestecher nennen, die dir etwas Gutes tun wollen, aber nur, wenn du spurst und zuvor genau das tust, was sie von dir erwarten. Diese Art der subtilen Manipulation kommt wahrscheinlich deshalb so häufig vor, weil viele Geschenke den Beschenkten nachsichtig, großzügig oder versöhnlich stimmen sollen, ohne dass das Grundproblem zur Sprache kommt, weil es unter die Decke gekehrt werden soll.

Im nächsten Beitrag zu dieser Blogserie werde ich darüber schreiben, warum es Manipulierer so leicht haben, auf die Knöpfe unserer Schuldgefühle und Ängste zu drücken um ihre Wünsche zu erfüllen.

Zum Thema „Lass’ dich nicht mehr um den Finger wickeln!“ plane ich ein eSeminar, dass du dann jederzeit von zu Hause aus mitmachen kannst. Nähere Infos folgen!

Weiterführende Literatur zum Thema:

Thieme, Dörte: Trau keinem, der dein Bestes will: Emotionale Erpressung erkennen – durchschauen – beenden.

Forward, Susan; Frazier, Donna: Emotionale Erpressung. Wenn andere mit Gefühlen drohen.

Frauenblog Frauenherzen

Was der weibliche Weg für mich bedeutet

„Ingrid, was bedeutet eigentlich der ‚weibliche Weg‘?“ wurde ich erst vor kurzem von einer lieben Freundin gefragt. Nun, ich kann den weiblichen Weg natürlich nur so erklären, wie ich ihn verstehe und empfinde. Aber um die Frage besser zu beantworten, möchte ich anhand der YIN-YANG-Symbolik[1] aufzeigen, welche drei Arten von Weiblichkeit von uns Frauen hauptsächlich gelebt werden:

 Die „Mehr-YANG-als-YIN“-Frauen

Jede Frau trägt neben ihren weiblichen Energien in einem gewissen Ausmaß auch männliche in sich, genauso wie Männer auch einen weiblichen Anteil in sich tragen. Doch in den letzten Jahrzehnten (wahrscheinlich sogar Jahrhunderten) haben wir Frauen uns so viele männliche Eigenschaften und Qualitäten antrainiert bzw. von unserer patriarchal geprägten Gesellschaft übernommen, dass uns gar nicht mehr bewusst ist, dass wir viel mehr männliche YANG-Energie (in meiner Abbildung in Mintgrün dargestellt) leben, als uns eigentlich gut tut.

Und so werden wir wohl noch eine ganze Weile damit beschäftigt sein, unseren männlichen YANG-Anteil wieder auf ein natürliches Maß zu reduzieren, um unserem YIN-Anteil (in der Abbildung in Rosa) wieder mehr Raum zu verschaffen.

Die „YIN-YIN“-Frauen

Beautiful blonde bride in pink dress. Wedding. Just married

Die herausgeputzten Püppchen und sich hilflos gebärdenden Weibchen, die ohne Mann das eigene Leben nicht stemmen können, gibt es erstaunlicherweise immer noch. Lieber begeben sie sich in eine männliche Abhängigkeit, als die Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Sie richten sich als schmückendes Beiwerk ihrer Männer her und definieren sich und ihre Persönlichkeit über die soziale Position und die Höhe deren Bankkonten. Deshalb ist auch der männliche YANG-Anteil dieser Frauen kaum vorhanden und auf eine unnatürliche Größe zusammengeschrumpft.

Die „Mehr-YIN-als-YANG“-Frauen

Beautiful woman

Die wieder erwachende Weiblichkeit in unserer Zeit bewirkt, dass wir Frauen unserem lange verdrängten und nur schwach ausgeprägten YIN-Anteil endlich wieder mehr Raum, Aufmerksamkeit und Bewusstsein schenken. Wir lassen uns wieder mehr von unserer weiblichen Intuition führen und lieben es, ganz bewusst Frau zu sein. Dabei darf freilich auch der natürliche YANG-Anteil bewusst gelebt werden, denn Weiblichkeit schließt YANG-betonte Qualitäten, wie beispielsweise zielgerichtetes Handeln oder Logik, nicht aus.

Manche Frauen haben Angst, dass sie vor lauter Fokussierung auf ihre Weiblichkeit ihre männlichen Qualitäten ganz verlieren könnten. Diese Angst kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. Im Gegenteil! Wir Frauen haben uns in den letzten Jahrzehnten so viel männliche Energien und Verhaltensmuster antrainiert, dass uns gar nicht mehr bewusst ist, wie sehr wir von diesen männlichen YANG-Energien geprägt sind.

Der weibliche Weg

… ist eine bewusste Entscheidung und Entwicklung wieder zu mehr YIN-Energie, als sie derzeit von uns Frauen gelebt wird. Es bedarf eines weiblichen Bewusstwerdungsprozesses und einer Neuausrichtung, die ihren Ursprung im Herzen hat, um nicht Gefahr zu laufen, erneut allzu sehr YANG-geprägt zu sein. Worauf es auf diesem weiblichen Weg ankommt, das kannst du in einem meiner nächsten Blogbeiträge lesen.

[1] Yin und Yang sind zwei Begriffe der chinesischen Philosophie und stehen für polar einander entgegengesetzte und dennoch aufeinander bezogene Kräfte oder Prinzipien. Ein weit verbreitetes Symbol dafür ist das Taijitu, in dem das weiße Yang (hell, hart, heiß, männlich, aktiv, Bewegung) und das schwarze Yin (dunkel, weich, kalt, weiblich, passiv, Ruhe) gegenüberstehend dargestellt werden (Quelle: Wikipedia).

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NIMM DIR ZEIT FÜR DEINE WEIBLICHKEIT. Verbinde dich mit deinen Ahninnen!

„Was gehen mich meine Vorfahren an, ich lebe doch Hier und Jetzt?“ Diese Frage mag auf den ersten Blick vielleicht ihre Berechtigung haben. Aber nur so lange, bis dir bewusst ist, dass alles mit allem und jeder mit jedem energetisch verbunden ist, der zu deiner Ursprungsfamilie gehört.

Du nimmst einen Platz in deiner Ahnenreihe ein, wie eine einzelne Perle auf einer langen Perlenschnur. Deshalb bist du auch Teil des Energiefeldes deiner weiblichen Vorfahrinnen.

Die Verbindung mit diesen Frauen – egal, ob du sie persönlich kennst oder nicht – beinhaltet immer ein großes Potenzial an Heilung. Und zwar für das gesamte weibliche Energiefeld deiner Familie. Dabei brauchst du nicht einmal zu wissen, welche der Frauen welches Leben führte oder mit welchen Herausforderungen zu kämpfen hatte, oder ob sie eine starke oder eher schwache Persönlichkeit war. Denn es geht in erster Linie darum, dass weibliche Feld deiner Familie neu auszurichten.

Nimm dir deshalb Zeit für deine weibliche Ahnenreihe und verbinde dich gedanklich mit ihr. Schicke positive und liebevolle Gedanken an jene Frauen, die vor dir ihren Weg gegangen sind und baue bewusst eine wertschätzende Verbindung zu ihnen auf. Du kannst dafür meine energetisierten Symbolkarten zur Hilfe nehmen oder ein eigenes Ritual mit Kristallen, Blumen oder Kerzen gestalten. Wie das aussehen könnte, das wird dir deine weibliche Intuition zeigen. Lass dich einfach von ihr führen!

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Frauen, steht zu eurer Figur und eurem Körper!

Sie modelte schon mit 12 und ist heute eines der bekanntesten und sympathischsten „Curvy Models“ der Welt. Ashley Graham, die heute 29-Jährige aus Nebraska (USA), hatte es aufgrund ihrer Figur (sie trägt Größe 44) nicht immer leicht, so akzeptiert zu werden, wie sie ist.

„Eigentlich bist du ganz hübsch für eine Dicke!“ oder „Du könntest viel mehr Geld verdienen, wenn du abnimmst!“ Sätze wie diese machten sie wütend und verletzten sie. Doch sie verwandelte diese Verletzungen in Stärke und schaffte es auf den internationalen Laufsteg. Diesen Weg ging sie aber nicht nur für sich selbst, sondern stellvertretend für viele andere Frauen, die mit ihrem Körper unzufrieden sind, weil er nicht dem gängigen Schönheitsideal entspricht.

Ashleys Entwicklung geschah natürlich auch nicht über Nacht. Denn sie zweifelte lange Zeit an ihrem Aussehen und wurde sich selbst beinahe untreu, weil sie immer wieder von andern Menschen verunsichert wurde. Auch ihr Ex-Partner respektierte sie nicht so, wie sie war.

Ashley überwand diese Krise mit Hilfe von Freunden und ihrer Mutter, die ihr immer wieder sagten, welch wertvoller Mensch sie sei, und dass sie alles schaffen könne, was sie sich vorgenommen habe. Auch ihr jetziger Mann bestärkte sie darin, sie selbst zu sein und sich so zu anzunehmen und zu lieben, wie sie ist.

DIE WELT WAR BISHER NOCH NICHT REIF FÜR KURVIGE FRAUEN

Heute ist Ashley klar, warum es mit ihrer Karriere so lange dauern sollte und erst relativ spät von Modefotografen und Illustrieren wahrgenommen und als Plus-Size-Model gebucht wurde. Die Welt war noch nicht reif für starke Frauen so wie sie (im doppelten positiven Sinn gemeint).

Erst in den letzten Jahren – und auch das nur aufgrund von Social Media – begannen sich Modefirmen für Shootings mit Ashley zu interessieren. Sie repräsentiert dabei jene große Gruppe von Frauen, die von Designern bisher als potenzielle Kundinnen übersehen wurde. Denn starke Frauen passten bisher einfach nicht in die viel zu eng gesteckten Vorstellungen, die die Modebranche von „idealen“ Körpergrößen und -formen hatte.

GEGEN DEN SCHLANKHEITSWAHN UND FÜR EIN NEUES KÖRPERGEFÜHL

Deshalb steht Ashley für eine neue Art von Emanzipation, die Frauen weg vom Schlankheitswahn und hin zu einem positiven Körpergefühl führen möchte. Dass sie damit sehr erfolgreich ist, bestätigen ihr viele Frauen. Ashley bekommt sehr viele dankbare Rückmeldungen von ihnen, weil sie ihnen Mut macht, zu sich selbst und ihren Kurven zu stehen und weil diese Frauen aufgrund von Ashleys Vorbildwirkung erstmals wagen, trotz Plus-Size in der Öffentlichkeit einen Bikini zu tragen.

Ashley: „Schönheit ist Einstellungssache! Ich sehe mich nicht nur als Model, sondern auch als body activist. Und dabei geht es ja nicht nur um Größen! Ich will dass jede Frau, egal welcher Hautfarbe, egal welche Probleme sie hat, weiß: Da draußen gibt es viele, denen es genauso geht wie dir. Also zeig, was du hast!“

Quelle: myself 4/2017, Photo:telemundo.com

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Warum Weiblichkeit und Feminismus zwei Paar Schuhe sind

Uns Frauen wird ja immer mal wieder vorgeworfen, dass wir alle Feministinnen oder Emanzen seien, nur weil wir uns in den letzten Jahren und Jahrzehnten noch klarer zu unserer Weiblichkeit bekannt haben. Ja, wir leben unser Frausein viel bewusster als noch vor wenigen Jahren und sind gerade dabei, die weiblichen kollektiven Verletzungen der letzten Jahrtausende aufzuarbeiten und zu heilen.

Doch auch unter uns Frauen herrscht immer noch große Verunsicherung, wenn es darum geht, Weiblichkeit, Feminismus und Emanzipation zu unterschieden.

Weiblichkeit

Weiblichkeit hat für mich ganz klar mit dieser weiblichen Urkraft zu tun, die in uns Frauen steckt und die wir nur mit dem Herzen erfahren und erspüren können. Denn Weiblichkeit wird nicht vom Kopf oder vom Verstand gesteuert, sie existiert einfach in uns. Manche nennen es „das Göttlich-Weibliche in jeder Frau“.

Weiblichkeit hat viel mit innerer Weisheit, mit weiblicher Kraft und Stärke zu tun und muss nicht extra antrainiert werden. Allerdings wurde sie über Jahrtausende hinweg so stark von unserer patriarchalen Gesellschaft unterdrückt, dass sie wieder neu belebt werden muss. Denn es ist uns Frauen nicht immer bewusst, wie stark wir noch von noch männlichen Verhaltensmustern geprägt sind, was nicht verwundert, da viele von uns Frauen täglich in einem patriarchalen Umfeld (über)leben müssen.

Feminismus

Es sollte bis März 1971 dauern, dass die Schweizer Frauen erstmals ein Stimm- und Wahlrecht erhielten, dass sie sich jahrelang hart erkämpfen mussten. Und es sollte noch weitere 19 Jahre dauern, bis ihnen dieses Frauenstimmrecht in allen Kantonen tatsächlich auch gewährt wurde! Es brauchte also viel feministischen Kampfgeist, um diese Grundrechte auch für die weibliche Bevölkerung durchzusetzen.

Schon im 18. und 19. Jahrhundert war einigen Frauen klar, dass sie um Akzeptanz und Gleichberechtigung in der Gesellschaft kämpfen mussten. Und seither gehen Feminismus und Emanzipation – also die Befreiung von Unterdrückung – Hand in Hand, um sich für die Würde und die Selbstbestimmung von Frauen einzusetzen.

Wie viel weiblichen Kampfgeist brauchen wir wirklich?

Während Weiblichkeit dem Herzen entspringt, wird Feminismus vom Kopf gesteuert. Beides ist grundsätzlich gut, denn wir brauchen das Herz ebenso wie den Verstand zum (Über-)Leben.

Aber ist es nicht so, dass wir diesen intellektuell geprägten Kampfgeist mehr und mehr in weibliche Weisheit, in weibliche Stärke und in weibliche Gelassenheit umwandeln sollten?

Ist es nicht so, dass wir uns daran erinnern sollten, welch enorme weibliche Urkraft in uns Frauen steckt?

Müssen wir wirklich kämpfen?

Müssen wir wirklich noch um unsere Rechte in der herkömmlichen, männlich geprägten Art und Weise kämpfen? Oder sollten wir uns besser darauf besinnen, dass die innere Neuausrichtung der Frauen und die damit einhergehende Wiederentdeckung der Weiblichkeit sehr viel effizienter, authentischer und kraftvoller sind als jeder Kampf?

Solange wir Frauen an unseren männlich geprägten Verhaltensmustern festhalten, solange wir uns nicht unserer wahren Weiblichkeit besinnen, solange wir den Kampf um Gleichberechtigung als einzige Chance erkennen – um uns durchzusetzen und uns zu behaupten – wird Weiblichkeit nur ein Lippenbekenntnis bleiben.

Es braucht nicht den Kampf, sondern vielmehr weibliche Weisheit, Kraft und Stärke

Glücklicherweise ist schon seit längerer Zeit überall auf der Welt ein verstärktes kollektives Rückerinnern an unsere weibliche Urkraft zu bemerken, auch wenn sie teilweise noch von feministischen Zügen überlagert wird. Denn es haben sich bereits sehr viele Frauen auf den Weg gemacht, ihre eigenen Verletzungen und die im weiblichen Kollektiv zu heilen.

In der Zeit der großen Transformation, in der wir leben, können immer mehr Frauen erkennen, dass es nicht den Kampf, sondern die Weisheit, die Kraft und die Stärke der Frauen braucht, um die Welt in eine Balance zwischen Männlich und Weiblich und damit in eine positive Neuausrichtung zu bringen.

 

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