Ich lass’ mich nicht mehr um den Finger wickeln

Wie oft sagen wir JA, obwohl wir NEIN sagen möchten? Und warum tun wir dann doch, was wir eigentlich gar nicht wollen? Weil wir unseren Frieden haben wollen, uns nicht ärgern möchten oder keine Kraft für endlos scheinende Diskussionen haben? Weil wir keinen Streit vom Zaun brechen wollen? Weil wir Angst davor haben, den anderen zu vergraulen oder gar zu verlieren?

Dass Frauen – bedingt durch die noch immer weit verbreitete Erziehung zum Stillhalten und zum Schweigen – nicht immer das aussprechen, was sie denken oder fühlen, ist längst kein Geheimnis mehr. Doch oft steckt echte Angst, Hilflosigkeit oder Ohnmacht dahinter.

KENNST DU DAS AUS EIGENER ERFAHRUNG?

_ Gehen andere davon aus, dass du in Diskussionen ohnehin nachgeben wirst?

_ Stellen andere immer noch mehr Forderungen an dich, egal, wie viel du ihnen schon gegeben oder für sie getan hast?

_ Drohen dir nahestehende Menschen, dir das Leben schwer zu machen, wenn du nicht tust, was sie von dir wollen?

_ Übersehen oder missachten andere deine Gefühle oder Bedürfnisse?

_ Wird dir öfters etwas versprochen, was dann nicht eingehalten wird?

_ Droht dir jemand damit, dass er dich verlassen wird, wenn du nicht auf seine Wünsche eingehst?

_ Wirst du von anderen als egoistisch, gefühlskalt, neidig, gierig oder schlecht bezeichnet, wenn du nicht auf ihre Forderungen reagierst?

_ Droht jemand mit Selbstmord, wenn du nicht seine Wünsche befriedigen wirst?

Es ist sicherlich nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen, wann die Grenze zu emotionaler Manipulation überschritten wird. Denn häufig sind es nahestehende Menschen, die du liebst und nicht verletzen möchtest, die dich um den Finger wickeln oder gar unter Druck setzen. Oder nette Nachbarn, mit denen du gut auskommen willst. Oder Eltern, die ohne deine Hilfe und Unterstützung nicht mehr alleine zurecht kommen.

DREI FRAGEN, DIE DU DIR STELLEN SOLLTEST:

Bevor du deine Beziehung zu jemandem unter diesem Aspekt unter die Lupe nehmen möchtest, solltest du dir folgende Fragen gut merken:

_ Wie viel kann ich für den anderen tun oder von mir geben, ohne dass ich hinterher auf ihn (eigentlich auf mich!) sauer, wütend oder traurig bin?

_ Verleugne ich mich und meine Bedürfnisse, wenn ich dem anderen immer wieder nachgebe?

_ In welchen Situationen bin ich vielleicht wirklich egoistisch – und wann ziehe ich einfach meine Grenzen, um meinen Raum, meine Kraft, meine Energie und meine Lebensfreude zu bewahren?

Welche Anzeichen du erkennen solltest, damit du Manipulation und Grenzüberschreibung durch andere sofort erkennen kannst, darüber schreibe ich in meinem nächsten Blog dieser Reihe.

 Zum Thema „Lass’ dich nicht um den Finger wickeln!“ plane ich ein eSeminar, dass du dann jederzeit von zu Hause aus mitmachen kannst. Nähere Infos folgen.

 Weiterführende Literatur zum Thema:

Thieme, Dörte: Trau keinem, der dein Bestes will: Emotionale Erpressung erkennen – durchschauen – beenden.

Forward, Susan; Frazier, Donna: Emotionale Erpressung. Wenn andere mit Gefühlen drohen.

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DIE WOLFSFRAU: Warum das Auf und Ab in der Liebe ein Teil unseres Lebens ist

Viele Frauen hängen der romantischen Vorstellung nach, dass ihre Beziehungen – und insbesondere ihre Liebesbeziehungen – auf immer und ewig glücklich und harmonisch sein müssen. Dabei vergessen oder verdrängen sie, dass das Auf und Ab des Lebens ein essenzieller Teil ihres Beziehungslebens ist. Sie empfinden es vielleicht sogar als Strafe oder als ungerechtes Schicksal, wenn es nach einem Hoch in der Liebe wieder eine Weile geradeaus oder gar abwärts zu gehen scheint. Dabei unterstützt sie ihre angeborene weibliche „Instinktnatur“, die ihnen hilft, alle positiven wie negativen Erfahrungen in sich zu integrieren und auch schwierige Situationen auszuhalten. Theoretisch jedenfalls.

Die partnerschaftliche Liebe im Wandel unseres Lebens

Denken wir einmal an die verschiedenen Wachstumsphasen in der Natur. Ein Same fällt auf fruchtbaren Boden, keimt, wächst, bildet Stängel, Blätter bzw. Blüten und zieht sich im Herbst und im Winter wieder zurück, um im nächsten Frühling erneut aus der Erde hervorzukommen und sich im bevorstehenden Vegetationszyklus kraftvoll zu entfalten.

Ähnlich der Natur gibt es auch in der Liebe Phasen des Entstehens, des Wachsens, des Vergehens und des Neuwerdens. Dabei fällt es uns oft schwer, das Abklingen einer Liebe auszuhalten, weil wir oft nicht wissen, ob das Ende einer Partnerschaft gekommen ist oder ob es weitergehen wird. Oder ob es überhaupt noch Sinn macht, an der Beziehung festzuhalten. Oder ob wir an den Fortbestand unserer Partnerschaft glauben dürfen und deshalb an ihr arbeiten sollen. Was aber, wenn die Beziehung wirklich tot ist, oder wir so sehr verletzt wurden, dass wir einfach nicht mehr weitermachen wollen?

Clarissa Pinkola-Estés hat in ihrem Weltbestseller „Die Wolfsfrau“ zu dieser Thematik eine Erzählung aufgeschrieben, die zu meinen Lieblingsgeschichten zählt. Sie mag auf den ersten Blick vielleicht ein wenig gruselig anmuten, denn sie erzählt von einer bedingungslosen Liebe zwischen einem jungen Fischer und einer Skelettfrau, die er durch seine Liebe wieder zum Leben erweckt. Hier ist eine Kurzfassung der Geschichte:

Die Erzählung

Ein Vater stößt seine Tochter wegen eines Vergehens von einer Klippe ins Eismeer. Sie ertrinkt und die Fische nagen sie völlig ab, bis nur mehr ihr Skelett übrig bleibt. Eines Tages zieht ein junger Fischer ins Land und geht nichtsahnend in die Bucht zum Fischen. Aber es ist kein riesiger Fisch, sondern das Skelett des Mädchens, das er aus dem Wasser zieht. Er rennt davon, aber das Skelett bleibt an der Angelleine hängen und will sich nicht abschütteln lassen. In seinem Iglu angekommen fällt er vor Erschöpfung in einen tiefen Schlaf. Als er aufwacht, entdeckt er den Skeletthaufen neben sich liegen. Nach einigem Zögern ordnet er die halbe Nacht lang das Gerippe der Frau, wickelt sich danach in ein warmes Fell und schläft wieder ein. Während er da liegt und träumt, läuft eine helle Träne über seine Wange. Das sieht die Skelettfrau und kriecht heimlich an seine Seite, bringt ihren Mund an seine Wange und trinkt die Träne. Dann beginnt die Skelettfrau über dem Herzen des Mannes auf seiner Brust mit ihren kalten Knochenhänden zu trommeln und zu singen. Da setzen sich Fleisch und Haut an ihren Knochen an, Haare, Augen, Nase, Ohren, breite Hüften, große Brüste, starke Hände und viele Fettpolster. Sie singt ihm die Kleidung von seinem Leib und kriecht unter seine Decke. Von diesem Tag an bleiben sie zusammen und leiden nie mehr Mangel, da sie von den Freunden der Frau, den Geschöpfen des Wassers, bis an ihr Lebensende mit Nahrung versorgt werden.

Die tiefere Bedeutung

Die Kernaussage dieses Märchens ist das Auf und Ab in der Liebe, denn sie benötigt viel Weisheit sowie die Akzeptanz der Leben-Tod-Leben-Natur einer Beziehung. Das bedeutet nicht, dass jemand sterben muss, sondern dass Beziehungen immer wieder unterschiedlichen Zyklen unterliegen. Wir sollten uns bewusst machen, dass dauerhafte Bindungen oft viele kleine unvermeidliche „Tode“ und überraschende „Wiedergeburten“ beinhalten können.

Das Entwirren der Knochen ist die Arbeit, um die es in einer Beziehung geht. Erst wenn die Partner erkennen, dass Leidenschaft nicht etwas ist, das man sich „holt“, sondern etwas, das in Zyklen kommt, verstehen sie, dass sich Beziehungsarbeit lohnt. Und dass die Skelettfrau mit dem Fischer schläft, steht symbolisch dafür, dass im Leben zweier Menschen – auch nach schwierigen Situationen – immer wieder Liebe und Hingabe entstehen oder weiherhin bestehen können.

Womit gehst du in Resonanz?

Lies meine Fragen durch und beobachte, welche Gefühle in dir hochkommen? Vielleicht magst du dazu auch deine Gedanken aufschreiben:

_ An welchem Punkt in deiner Beziehung stehst du gerade?

_ Wie realitätsnah ist deine Erwartung an eine Beziehung?

_ Träumst du noch vom Märchenprinzen oder hast du erkannt, dass er bereits da ist, obwohl er auf den ersten Blick nicht als solcher zu erkennen war?

_ Wie siehst du deine Rolle als Märchenprinzessin an der Seite deines Partners? Erfüllst du sie?

_ Hast du schon einmal eine Beziehung beendet, weil du dachtest, nach dem „Tod“ der Beziehung gäbe es keine Neugeburt mehr?

_ Bist du schon einmal zu früh aus einer Beziehung ausgestiegen und hast es anschließend bereut?

_ Bist du in einer Beziehung, die tot ist, in der sich aber keine Neugeburt mehr abzeichnet?

_ Bist du bereit, für deine Beziehung die Knochen aufzusammeln, zu sortieren und wiederzubeleben?

Überwindung des toten Punktes

Die Voraussetzung für eine dauerhafte Liebe ist die Akzeptanz einer unsichtbaren Dritten. Die „Skelettfrau“ oder „Frau Tod“ ist im Märchen die symbolhafte Verkörperung unserer Leben-Tod-Leben-Natur. Sie begleitet uns durch das ganze Leben in unterschiedlichen Bereichen, nicht nur in unserer Beziehung. Denn wenn wir an einem toten Punkt angekommen sind oder das Vertrauen in die Beziehung verloren ging, dann brauchen wir die „Skelettfrau“. Sie muss eingeladen, willkommen geheißen und umarmt werden, damit die Liebe wieder zurückkehren und von Dauer sein kann. Dann geht es darum, die „Knochen unserer Beziehung“ mit viel Weisheit vor uns auszubreiten, zu sortieren und schließlich mit neuer Haut, Fleisch, Muskeln, Haaren und Augen zu versehen. Nicht immer schaffen wir das alleine, doch dafür gibt es Menschen, die uns begleiten und unterstützen können.

 

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Beziehung aus. Herz zerbrochen? 10 Überlebenstipps (Teil 2)

„Seien Sie nicht zu schüchtern und zögerlich in Ihren Handlungen. Das ganze Leben ist ein Experiment. Je mehr Sie experimentieren, desto besser.“ (Ralph Waldo Emerson)

Wer nichts wagt, gewinnt nichts! Das ist keine neue Erkenntnis, sondern die vergebene Chance auf inspirierende Erfahrungen, auf notwendige Veränderungen oder auf wichtige Schritte nach vorne.

Ein Leben – ohne Mut zum kalkulierbaren Risiko – bleibt lau wie eine fade, wässrige Suppe. Und es könnte sogar sein, dass das bunte Leben an einem vorbeizieht, während man vor lauter Zweifel und Mutlosigkeit keine Entscheidungen trifft.

Wo stehst du eigentlich in deinem Leben?

Vielleicht warten auch in deinem Leben ein paar mutige Schritte auf dich? Wie wäre es mit folgenden Fragen für eine kurze Selbstreflexion:

  • Empfindest du dein Leben als einen Hindernisparcours?
  • Stehst du vor einer Entscheidung und hast Angst, dich festzulegen?
  • Setzt du deine Wünsche und Träume in die Tat um?
  • Handelst du zu impulsiv, weil dir gründliche Überlegungen Angst machen?
  • Träumst du von Abenteuern, die du nie verwirklichst?
  • Überlässt du anderen Menschen wichtige Entscheidungen über dich und dein Leben?
  • Neigst du zum Schwarzmalen?

Es ist wichtig, bei Entscheidungen immer auf deine Gefühle zu hören, doch sei dir dabei bewusst, wie sehr dein Bauchgefühl durch künstlich geschürte Ängste beeinflusst werden kann.

Auch Äußerungen von Mitmenschen, die selber unter Mutlosigkeit leiden und dich energetisch „hinunterziehen“, können dich verunsichern. Vielleicht möchten sie nicht, dass du entschlossen deinen Weg weitergehst und mutig deine Entscheidungen triffst, weil sie selber dabei versagen.

Lass dich nicht davon beirren! Mut kann man trainieren, so wie man sich Muskeln antrainieren kann!

So kommst du wieder aus der Mutlosigkeits-Falle heraus:

  • Triff Entscheidungen auf der rationalen Ebene, wenn du emotional unsicher bist, ob sie richtig sind oder nicht.
  • Informiere dich ausreichend, bevor du in deinem Leben etwas Entscheidendes veränderst.
  • Nutze Gelegenheiten für Veränderungen, die dir das Leben anbietet, und lasse sie nicht an dir vorüberziehen.
  • Lege dir nicht nur Plan A zurecht, sondern auch Plan B (oder sogar Plan C).
  • Mache kleine Schritte, um deinem Ziel näher zu kommen, wenn du dich unsicher fühlst.
  • Lerne, rationale von irrationalen Gedanken zu unterscheiden, die deinen
  • Entscheidungsprozess negativ beeinflussen könnten.
  • Mach dir klar, dass es ein Leben ohne Risiken nicht gibt – außer du verbringst den Rest deines Lebens im Bett (und selbst dort könnte dir immer noch die Decke auf den Kopf fallen).

Wer nichts wagt, gewinnt nichts, aber wenn du mutig bist, dann wirst du Schritt für Schritt selbstbewusster, leidest weniger unter mentalem Stress, wirst deine Ziele klarer sehen und sie letztendlich durch mehr Willenskraft auch erreichen. Und eines Tages wirst du ganz darauf vergessen haben, wovor du dich einmal gefürchtet hattest.

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Beziehung aus. Herz zerbrochen? 10 Überlebenstipps (Teil 1)

Hast du gerade eine Trennung durchlebt? Ist dein Traum von einer glücklichen Beziehung geplatzt? Ist dein Partner einfach gegangen? Sitzt du jetzt alleine da und weißt nicht, was du mit deinem Leben anfangen sollst? Ist dein Herz zerbrochen?

Ich weiß, dass Ratschläge in solchen Situationen wie „Schläge“ empfunden werden können… und dennoch möchte ich dir ein paar Impulse zum Nachdenken anbieten:

  1. Nimm Rücksicht auf dich und deine Situation und erledige nur das Allernötigste. Erlaube dir diesen Ausnahmezustand und schäme dich nicht dafür. Wer das in deinem Umfeld nicht akzeptieren kann, zählt womöglich nicht zu deinen wirklichen Freunden.
  2. Erwarte oder verlange nicht von dir, dass die Trennung spurlos an dir vorübergeht. Dein Leben hat sich verändert und es braucht Zeit für eine Neuausrichtung. Alles andere wäre Verdrängen und damit kontraproduktiv.
  3. Nimm dir in der nächsten Zeit keine großen und alles verändernden Entscheidungen vor. Du könntest aus Wut, Trotz oder Panik handeln, da dir im Augenblick die Kraft für wohlüberlegte Weichenstellungen fehlt.
  4. Mache einen Rundgang durch die Wohnung und packe alles in einen Karton, was dich an deinen Ex-Partner erinnert. Dazu gehören Fotos, Urlaubssouvenirs sowie alle Geschenke von ihm. Stelle den Karton in den Keller oder in den hintersten Winkel deines Schranks.
  5. Vermeide alle Kontakte mit ihm, so gut es geht (außer ihr habt gemeinsame Kinder).
  6. Weise ihn in seine Selbstverantwortung zurück, falls er von dir etwas ausleihen möchte oder du ihm die Wäsche machen sollst, weil er keine Waschmaschine, kein Bügeleisen oder keine Erfahrung damit hat. Es gibt auch Wäschereien!
  7. Hör auf ihn zu bemuttern oder zu bemitleiden, weil es ihm so schlecht geht. Du brauchst jetzt alle Kraft für dich!
  8. Lass dich nicht von seiner Mutter trösten, selbst wenn sie deine beste Freundin ist. Erkläre ihr, dass du eure Freundschaft nicht beenden wirst, aber dass ein Kontakt mit ihr im Moment sehr schmerzhaft für dich ist, da sie dich ständig an ihren Sohn erinnert und du nicht zur Ruhe kommen kannst. Vereinbare mit ihr, nach welcher Zeit ihr euch wiedersehen werdet und halte das auch ein.
  9. Betäube dich nicht über Tage und Wochen mit Alkohol oder Medikamenten. Suche besser eine therapeutische oder energetische Begleitung durch diese schwierige Zeit. Es gibt aber auch pflanzliche Stimmungsaufheller, die nicht süchtig machen, frag mal in deiner ganzheitlich ausgerichteten Apotheke danach. Alternativ oder zusätzlich könntest du auch Homöopathie, Bachblüten oder meine Engel-Notfallstropfen verwenden.
  10. Bewege dich so viel und so oft du kannst. Gehe laufen, häng dir einen Boxsack in die Wohnung, mach Gartenarbeit, verabrede dich mit Freundinnen im Fitness-Studio oder mach lange Spaziergänge in der Natur. Bewegung kann dir helfen, belastende Emotionen, wie z. B. Wut oder Zorn, abzubauen.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Zuversicht!

 

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Wie du erkennen kannst, dass man dich unterkriegen möchte

Bewusst oder unbewusst setzen wir uns täglich dem Willen einer oder mehreren Personen aus, die erreichen möchten, dass wir etwas kaufen (was wir vielleicht gar nicht brauchen), wir uns an sie anpassen (obwohl wir das eigentlich gar nicht wollen) oder wir uns ihren Wünschen entsprechend verhalten (obwohl uns das eigentlich gegen den Strich geht).

Doch so lange wir nicht erkennen, auf welche Art und Weise manipuliert oder gar emotional erpresst werden, tappen wir immer wieder in dieselbe Falle hinein. Die folgenden 4 typischen Verhaltensweisen aus deinem Umfeld kommen dir vielleicht bekannt vor:

1) Das Wort im Mund verdrehen

Eine Frau sucht das Gespräch mit ihrem Mann, weil sie sich von ihm aufgrund einer falschen Beschuldigung von ihm verletzt fühlt. Sie möchte dieses Missverständnis mit ihm klären und bereinigen. Ihr Partner fühlt sich jedoch von ihr angegriffen und macht einen verbalen Rundumschlag. Er ist rhetorisch besser als seine Frau und dreht ihr im Gespräch das Wort im Mund um und stellt sich wie ein armes Opfer und seine Frau wie eine „Täterin“ dar. Sie aber fühlt sie sich gegenüber den ungerechtfertigten Vorwürfen und der Wut ihres Mannes so hilflos, dass sie schließlich klein beigibt. Schlussendlich weiß sich nicht mehr anders zu helfen, als sich bei ihm zu entschuldigen.

2) Sich mit Verbündeten zusammentun

Emotionale Manipulation kann aber auch ganz anders ablaufen. Stell dir einmal vor, du besprichst mit deinem Partner das bevorstehende Wochenende. Du würdest gerne eine Radtour mit ihm und seinem Bruder samt dessen Frau machen, aber dein Partner hat keine Lust darauf. Anstatt dir das auf eine freundliche Art und Weise mitzuteilen, lehnt er deinen Vorschlag kategorisch ab und erwähnt nebenbei, dass auch sein Bruder darauf keine Lust hat. Du wunderst dich darüber, musst aber letztendlich feststellen, dass dein Partner die anderen schon im Vorfeld dahingehend negativ beeinflusst hat, sodass die Radtour wirklich nicht zustande kommt.

3) Negatives Vergleichen

Diese Art der Manipulation ist eine weit verbreitete und sie beginnt schon in der Kindheit: „Deine Freundin hat viel bessere Mathe-Noten als du!“ oder „Warum kannst du nicht so musikalisch sein wie deine Schwester?“ oder „Dein Bruder räumt das Zimmer ordentlicher auf als du!“ Negative Vergleiche erzeugen aber nicht nur in Partnerschaften oder Familien einen enormen Druck oder eine explosive Stimmung, sondern auch am Arbeitsplatz. Manche Firmenchefs beschließen, ihre Mitarbeiter gegeneinander so auszuspielen, damit sie untereinander in Konkurrenz treten und dadurch das Leistungsniveau steigt. Wie kontraproduktiv dieses Vorgehen ist, wird oft sehr viel später bewusst. Nämlich dann, wenn die Mitarbeiter ihre Loyalität zur Firma aufgeben, unter Burnout leiden, aufgrund von psychischen Erkrankungen kündigen oder die Firma verlassen.

4) Dem anderen einreden, dass er abnormal/verrückt/psychisch krank ist

Die wohl schlimmste Form der emotionalen Manipulation, die nichts mehr mit „Um-den-Finger-Wickeln“ zu tun hat, ist die so genannte Pathologisierung. Das bedeutet, dass man das Verhalten eines anderen Menschen als krankhaft darstellt. Dazu ein Beispiel: Ein Mann verlangt von seiner Frau das Einverständnis, dass seine kranke Mutter zu ihnen zieht und dass sie sich um seine Mutter kümmern soll, obwohl sie berufstätig ist. Sie fühlt sich jedoch mit der Vorstellung nicht wohl, und versucht ihm das zu erklären. Sie hat Bedenken, dass sie der zusätzlichen Arbeitsbelastung nicht gewachsen ist und befürchtet, dass sie beides, den Job und die Pflege der Schwiegermutter, nicht schaffen kann. Er geht jedoch auf ihre Bedenken nicht ein. Im Gegenteil: Er erklärt seiner Frau, dass sie sich von einem Arzt untersuchen und sich Tabletten verschreiben lassen soll, weil sie alle Anzeichen von Burnout hat.

 Weiterführende Literatur zum Thema:

Thieme, Dörte: Trau keinem, der dein Bestes will: Emotionale Erpressung erkennen – durchschauen – beenden.

Forward, Susan; Frazier, Donna: Emotionale Erpressung. Wenn andere mit Gefühlen drohen.

 

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4 Hinweise darauf, dass du gerade manipuliert wirst

Wie oft lassen wir uns manipulieren, ohne dass es uns überhaupt auffällt? Diese Spielchen beginnen schon in unserer frühen Kindheit und werden uns von den Erwachsenen vorgelebt. Je nach Persönlichkeit nutzen wir dann früher oder später selber dieselben Instrumente, um das zu bekommen, was wir von anderen haben wollen. Weil wir nicht ehrlich sagen können oder möchten, welche Bedürfnisse uns wichtig sind oder weil wir einfach Angst vor einem NEIN des anderen haben.

Kleine Manipulationen im Alltag sind jedoch kein großes Thema, solange sie nicht wirklich ausufern. Gehen wir aber manipulativen Menschen immer wieder auf den Leim oder sind wir möglicherweise sogar mit ihnen verwandt oder verheiratet, dann wird es Zeit, die Muster zu erkennen, zu durchschauen und sie abzuwehren bzw. sich der Manipulation der anderen zu entziehen.

Bevor wir aber auf einen „lieben“ Mitmenschen so richtig wütend werden, sollten wir uns mal mit folgenden Fragen auseinandersetzen.

  • Was macht einen Manipulierer überhaupt aus?
  • Welche Arten von Manipulation gibt es?
  • Wie erkennt man ganz schnell, dass man manipuliert wird?

Die 4 wichtigsten Erkennungsmerkmale dafür, dass du gerade Manipuliert wirst

Psychologen unterscheiden zwischen vier verschiedenen Verhaltensmustern, die einer emotionale Erpressung voran gehen. Aber aufgepasst: Manche Menschen wenden nicht nur eine, sondern gleich mehrere gleichzeitig an, um ihren Willen durchzusetzen. Dennoch ist es erst einmal wichtig zu wissen, wie du die vier Verhaltensweisen sofort erkennen kannst:

Erstes Beispiel für eine typische aussage: „Ich werde krank, wenn du nicht für mich sorgst!“ (Der Selbstbestrafer)

Wer das zu dir sagt, macht dir unmissverständlich klar, dass er darunter zu leiden hat, wenn du auf seine Wünsche oder Forderungen nur teilweise oder gar nicht eingehst. Damit will er eigentlich zum Ausdruck bringen, dass dein Verhalten für seine Gesundheit oder zumindest für sein Wohlbefinden verantwortlich ist und dass sich das auf ihn negativ auswirken wird.

Zweites Beispiel für eine typische Aussage: „Ich werde leiden, wenn du mit deinen Freundinnen auf Urlaub fährst.“ (Der Leidende)

Menschen, die auf ihr Leid hinweisen, weil du auf ihre Forderungen nicht eingehst, nennt man Selbst-Bemitleider. Mit ihrer Leidensmiene verderben sie dir die gute Laune und erzeugen Schuldgefühle in dir. Sie möchten dir weismachen, dass du so wichtig für sie bist, dass sie ohne dich nicht glücklich sind oder gar ohne dich nicht leben können. In Wirklichkeit manipulieren sie dich damit nach Strich und Faden.

Drittes Beispiel für eine typische Aussage: „Ich werde wütend/ungehalten/ärgerlich/zornig, wenn du nicht tust, was ich von dir erwarte!“ (Der Bestrafende)

Diese und ähnliche Aussagen hörst du von Menschen, die dich emotional oder physisch bestrafen wollen. Dabei kannst du zwischen dem aktiven Bestrafenden (er wird wütend oder aggressiv) und dem passiven Bestrafenden (er schmollt und entzieht sich dir) unterscheiden.

Viertes Beispiel für eine typische Aussage: „Ich schenke dir …. , wenn du das für mich tust!“ (Der Schmeichler)

Man könnte sie auch Bestecher nennen, die dir etwas Gutes tun wollen, aber nur, wenn du spurst und zuvor genau das tust, was sie von dir erwarten. Diese Art der subtilen Manipulation kommt wahrscheinlich deshalb so häufig vor, weil viele Geschenke den Beschenkten nachsichtig, großzügig oder versöhnlich stimmen sollen, ohne dass das Grundproblem zur Sprache kommt, weil es unter die Decke gekehrt werden soll.

Im nächsten Beitrag zu dieser Blogserie werde ich darüber schreiben, warum es Manipulierer so leicht haben, auf die Knöpfe unserer Schuldgefühle und Ängste zu drücken um ihre Wünsche zu erfüllen.

Zum Thema „Lass’ dich nicht mehr um den Finger wickeln!“ plane ich ein eSeminar, dass du dann jederzeit von zu Hause aus mitmachen kannst. Nähere Infos folgen!

Weiterführende Literatur zum Thema:

Thieme, Dörte: Trau keinem, der dein Bestes will: Emotionale Erpressung erkennen – durchschauen – beenden.

Forward, Susan; Frazier, Donna: Emotionale Erpressung. Wenn andere mit Gefühlen drohen.

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Es gibt sie, die glücklichen Single-Frauen!

Hast du schon mal vom Domtreppenfegen gehört? Das ist ein alter Brauch in Deutschland, bei dem ein Single-Mann an seinem 30. Geburtstag „so lange eine öffentliche Treppe fegen muss, bis ihn eine Jungfrau küsst und ihn damit von seiner Aufgabe entbindet“. Diesen Brauch gibt es übrigens auch für 30-jährige Single-Frauen, die zwar nicht Domtreppen fegen, sondern stattdessen die Klinken an den Domtüren putzen müssen. Auch sie können von einer männlichen Jungfrau erlöst werden. Doch seit einiger Zeit werden in beiden Fällen auch Jungfrau-Geborene akzeptiert, falls sich keine jungfräulichen Zeitgenossen finden sollten. 😉

Viele von uns kennen jene Abschnitte in ihrem Leben, in denen sie – freiwillig oder unfreiwillig – eine Zeit lang als Single verbrachten. Andere wiederum haben sich ganz bewusst für ein Single-Leben entschieden. Für beide Arten von Singles gilt:

Alleine zu leben bedeutet nicht zwangsweise, einsam und unglücklich zu sein

Ich möchte ganz besonders jene Single-Frauen ansprechen, deren Wunsch es niemals war, alleine zu leben. Vielleicht hatten sie aufgrund einer Trennung, einer Scheidung oder nach dem Ableben ihres Partners gar keine andere Wahl. Vielleicht haben sie sogar eine solch schlimme Beziehung hinter sich, dass sie sich schworen, niemals mehr ihr Leben mit einem Partner teilen zu wollen.

Häufig braucht es Monate oder Jahre, bis sich Singles mit ihrem neuen Leben arrangieren. Und oft erkennen sie die Vorteile nicht, die ein Single-Dasein mit sich bringen kann. Denn nach einer Trennung oder einem Todesfall nehmen Wut, Trauer oder Enttäuschung sehr viel Raum in ihrem Leben ein. Doch mit der Zeit können Singles ihrem Alleinsein durchaus sehr positive Seiten abgewinnen.

Das Märchen vom großen Glück in der Paarbeziehung

Viele Mädchen wachsen mit der Vorstellung auf, dass es als Erwachsene unbedingt eine Paarbeziehung braucht, um glücklich zu sein. Dabei erkennen sie (noch) nicht, dass Partnerschaften von der Gesellschaft viel zu häufig idealisiert oder überbewertet werden. Denn sehr viele Frauen leben mit einem anderen Menschen zusammen und fühlen sich dennoch unglaublich einsam. Leider entwickeln sich viele Ehen im Laufe der Jahre zu reinen Zweckgemeinschaften, weil das Haus abbezahlt, die Kinder großgezogen oder der äußere Schein bewahrt werden muss.

Ich wage sogar zu behaupten, dass es weitaus weniger „tote“ Partnerschaften gäbe, wenn jeder junge Mensch – egal ob Mann oder Frau – nach seiner Ausbildung zumindest zwei Jahre lang als Single leben würde. Weil er oder sie früh genug lernen würde, auch alleine glücklich zu sein. Deshalb bin ich auch davon überzeugt, dass es insgesamt weniger Trennungen gäbe, weil bereits junge Menschen lernen würden, auf eigenen Beinen zu stehen, für sich die Verantwortung zu übernehmen und mit sich alleine etwas anzufangen wüssten.

Doch die meisten Menschen, die ich kenne, haben niemals gelernt, alleine zu leben und auf sich gestellt zu sein, ohne diesen Umstand als großes Manko oder als Ungerechtigkeit des Schicksals zu empfinden. Sehr viel lieber wohnen sie im Hotel Mama, in einer WG, in einem Studentenheim oder mit einem Partner, der sie unglücklich macht.

Singles befinden sich nicht im Dauer-Katastrophenzustand

Singles haben es in unserer Gesellschaft nicht immer einfach. Denn die meisten Zeitgenossen gehen davon aus, dass Zweisamkeit die Norm und Single-Sein ein bedauernswerter oder zumindest bedenklicher Zustand ist. Sie nehmen an, dass sich Singles permanent im Dauer-Katastrophenzustand befinden, da sie es „bisher nicht geschafft haben, eine richtige Beziehung zu führen“. Und sie vermuten, dass mit Singles etwas überhaupt nicht stimmen kann.

Auch wenn Singles gerne Singles sind, werden andere immer wieder Argumente finden, die gegen ein Leben alleine sprechen. Und nicht nur das: Singles werden manchmal sogar als Menschen zweiter Klasse behandelt.

Was lässt sich also dagegen tun? Falls du davon betroffen bist, dann lass die folgenden Impulse ein wenig auf dich wirken:

  • Umgib dich nur mit Menschen, die dir wirklich wichtig sind, denen du vertrauen kannst und die du wertschätzt
  • Sprich ganz offen über die Vor- und Nachteile deines Alleinseins
  • Gib unmissverständlich zu verstehen, dass dich Fragen nach deinem Single-Dasein nerven
  • Erzähle ehrlich, warum es mit der Liebe nicht geklappt hat oder warum du keinen Partner möchtest
  • Sag ganz unverblümt, dass dich Vorurteile im Zusammenhang mit deinem Single-Dasein verletzen

Aber achte auch darauf, dass du nicht in eine Rechtfertigungsfalle tappst! Wenn jemand dich und dein Single-Dasein nicht verstehen kann oder will, dann nützen auch die besten Erklärungen nichts.

Und wenn du selber mal wieder einen deiner Singles-Blues-Tage hast, dann denk daran: Single-Sein bedeutet Freiheit, Unabhängigkeit und Selbstbestimmung. Wie viele unglückliche Nicht-Singles beneiden dich insgeheim darum, auch wenn sie es niemals zugeben würden!

Falls du deine Erfahrungen zu diesem Thema mit mir und anderen teilen möchtest, dann schreib einfach einen Kommentar darunter. Vielen Dank!

 

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Mütter & Töchter

Sie lieben einander.
Sie lieben und brauchen einander.
Sie lieben und unterstützen einander.
Sie lieben und ignorieren einander.
Sie lieben und nerven einander.
Sie lieben und hassen einander.
Sie lieben und bekämpfen einander.

Kaum eine andere emotionale Verbindung zwischen zwei Menschen kann so stark polarisieren wie die zwischen Müttern und Töchtern. Söhne beginnen bereits in ihrer frühen Kindheit, sich von ihren Müttern abzugrenzen und sich dem Vater oder anderen männlichen Bezugspersonen als Vorbild zuzuwenden. Meist wird das von den Müttern gut akzeptiert, da sie ja selber möchten, dass aus ihren kleinen Söhnen eines Tages große, unabhängige und starke Männer werden.

Anders verhält es sich bei ihren Töchtern

Für Töchter stellen Mütter von klein auf den Inbegriff des weiblichen Seins dar. Viele Mädchen identifizieren sich mit ihren Müttern, nehmen sie als Vorbild, ahmen sie nach – oder lehnen sie aufgrund von Enttäuschungen oder körperlichen/seelischen Verletzungen vollkommen ab.

Mütter nähren ihre Töchter: Sie schenken ihnen Nestwärme, Trost, Zuspruch, Verständnis und sind ihre engsten Vertrauten. In den Augen kleiner Mädchen wissen Mütter alles, glätten die Wogen, zaubern in der Küche und sind erfolgreich im Beruf.

Mütter bestärken ihre Töchter darin, in die von ihnen vorgelebte Frauenrolle zu schlüpfen, weil sie sich damit auskennen und identifizieren können. Doch irgendwann, spätestens in den Jahren der Pubertät, verändert sich das einstmals so innige Verhältnis.

Töchter lösen sich von ihren Müttern und liefern ihnen oft erbitterte Ablöse-Kämpfe. Der Loslass-Prozess, den ihre Brüder schon von klein auf Schritt für Schritt immer wieder wie selbstverständlich durchlebten, kommt auf Mütter und Töchter erst in der Pubertät zu. Manchen Frauen jedoch gelingt es bis ins hohe Erwachsenenalter nicht, sich von ihren Müttern ohne verletzende Emotionen und ohne Schuldgefühle zu entkoppeln.

Bereits zu diesem Zeitpunkt sind die Weichen in der Erziehung der Mädchen gestellt. Sie ist prägend für ein ganzes Leben. Ob Mütter das Frausein ihrer Töchter bestärken oder schwächen, beflügeln oder beschneiden, entscheidet sich bereits in den ersten Lebensjahren. Wie sehr frau mit diesen Prägungen umgehen lernt oder sie eines Tages ganz ablegen kann, hängt ganz individuell von jeder einzelnen ab.

Hast du dir schon einmal die folgenden Fragen gestellt?

Wer ist meine Mutter eigentlich?
Warum ist sie so, wie sie ist?
Worin hat sie mich enttäuscht?
Worin habe ich sie enttäuscht?
Worunter leidet sie?
Habe ich eine Wunschvorstellung von meiner Mutter?
Idealisiere ich sie?

Wenn du die Beziehung zu deiner Mutter besser verstehen, verändern, festigen, heilen oder lösen möchtest, dann hast du die Möglichkeit, an meinem eWorkshop „Meine Mutter & Ich“ teilzunehmen, an dem ich gerade arbeite. Alle Details dazu findest du in den kommenden Frauen-Newsletter.

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Wie du emotionale Manipulation schon von weitem erkennen kannst

Wir alle lassen uns mehr oder weniger von anderen emotional manipulieren oder um den Finger wickeln. Aber auch umgekehrt wissen wir genau, wie es geht, wenn wir etwas durchsetzen wollen, was der andere nicht unbedingt will. Denn das konnten wir schon, als wir noch ganz klein waren. Denk einmal an die Zeit, als du noch ein Mädchen warst. Du hast doch sicherlich genau gewusst, was du anstellen musstest, um ein zweites Eis zu bekommen oder am Abend länger als eigentlich vorgesehen aufzubleiben.

Schon damals hast du dich unbewusst einiger Mechanismen bedient, die so wirkungsvoll waren, dass die Erwachsenen deinen Wünschen nachgaben. Umso erstaunlicher ist es, dass wir im Erwachsenenalter oft gar nicht durchschauen, wann uns jemand anderer seinen Willen aufzwingen will. Denn das geschieht dann oft so subtil, dass es uns erst im Nachhinein, wenn überhaupt, auffällt.

ES FÄNGT MEIST ALLES GANZ HARMLOS AN, ABER DANN…

Als Kind so lange zu betteln oder den Vater mit kleinmädchenhaftem Charme so lange zu umgarnen, bis wir das bekommen, was eigentlich nicht vorgesehen war, ist eine Sache. Aber dabei bleibt es im Erwachsenenleben meistens nicht, denn da geht es dann nicht mehr nur um Schokolade, sondern um den Druck auf jemand anderen.

Emotionale Manipulation ist ein schleichender Prozess, der uns anfangs gar nicht bewusst ist. Erst dann, wenn wir uns schlecht fühlen, weil andere auf die emotionale Tränendrüse drücken, drohen, schreien oder uns Liebe entziehen, merken wir, dass etwas mit uns nicht stimmt. Genau: Wir glauben, mit UNS stimmt etwas nicht. Doch meist sind es die anderen, die uns um den Daumen wickeln und unsere Grenzen überschreiten.

Je schwächer der Selbstwert, desto leichter sind wir zu manipulieren. Desto größer unser schlechtes Gewissen, wenn wir den Erwartungen des anderen nicht entsprechen. Und desto intensiver sind auch unsere Bemühungen, alles besser zu machen und den anderen nicht zu enttäuschen.

SO KANNST DU EMOTIONALE MANIPULATION ERKENNEN

Es gibt ganz klare Anzeichen und Hinweise dafür, dass dich jemand emotional manipuliert – und das manchmal nicht einmal bewusst. Denn meist ist es ein erlerntes Manipulationsverhalten, das uns bereits im Elternhaus vorgelebt wurde und das wir 1:1 übernommen haben. Weil es damals so normal war und wir uns bis heute keine Gedanken darüber machten.

Es ist erwiesen, dass wir Frauen uns mehr manipulieren lassen als die Männer. Über Jahrhunderte hinweg waren Frauen den gesellschaftlichen Zwängen und auch den Launen ihrer männlichen Geschlechtsgenosssen ausgeliefert. Wehe, sie erfüllten nicht die Ansprüche der männlich dominierten Gesellschaft. Auch wenn wir heute im 20. Jahrhundert die alten Muster durchschaut haben und uns gleichberechtigt fühlen, fallen wir immer wieder in die angeborenen oder anerzogenen Verhaltensweisen unserer Mütter und Großmütter zurück. Wahrscheinlich auch deshalb, weil diese Verhaltensweisen auch auf der genetischen Ebene von Frauengeneration zu Frauengeneration weitergegeben wurden. Und auf der energetischen, über das morphologische Feld.

SO ERKENNST DU, DASS DICH JEMAND UM DEN FINGER WICKELN WILL

Nun kommen wir zu den 6 typischen Merkmalen emotionaler Manipulation, die gemeinsam einen zusammenhängenden Handlungsablauf bilden:

  • Es werden FORDERUNGEN gestellt, die bisweilen sehr verschleiert formuliert werden, wie z. B. „Du könntest mir doch dein Auto leihen!“
  • Der Forderung wird anfangs noch ein NEIN oder ein WIDERSTAND entgegengesetzt, z. B. „Ich möchte mein Auto nicht verleihen, an niemanden!“
  • Das Nein wird nicht akzeptiert und deshalb wird jetzt DRUCK gemacht. Das könnte folgendermaßen lauten: „Du liebst mich doch, oder etwa nicht? Warum kann ich nicht dein Auto benutzen?“
  • Wenn das alles nichts hilft, wird der Druck verstärkt und kann in weiterer Folge sogar in eine DROHUNG ausarten. Das könnte sich in unserem Beispiel folgendermaßen anhören: „Wenn du mir so eine Kleinigkeit, wie das Leihen deines Autos, verweigerst, sehe ich mich gezwungen, ernsthaft über eine Fortsetzung unserer Beziehung nachzudenken!“
  • Je nach Persönlichkeit ist nun entweder Schluss mit dem Unter-Druck-Setzen und der Manipulierer muss erkennen, dass er damit nicht weiterkommt –  oder aber es geht in die nächste Runde, wo der Erpresste keine andere Möglichkeit mehr sieht, als KLEIN BEIZUGEBEN. „Na gut, wenn du unbedingt meinst, dann nimm halt mein Auto. Ich möchte mit dir eine harmonische Beziehung führen, das ist mir am Allerwichtigsten.“
  • Mit Nachgeben wird  der Grundstein für die WIEDERHOLUNG der Manipulation gelegt. Wenn der Manipulierte nichts dagegen unternimmt, wird diese Verhaltensweise in verschiedenen Lebensbereichen weitergehen. So lange, bis der Manipulierte sein Verhalten ändert und den Manipulierer damit zwingt, seine manipulative Verhaltensweise zu ändern bzw. bis die Beziehung vielleicht sogar beendet wird.

Im nächsten Blogbeitrag aus dieser Serie werde ich darauf eingehen, wie man einen Menschen erkennen kann, der andere immer wieder erfolgreich manipuliert.

Zum Thema „Lass’ dich nicht um den Finger wickeln!“ plane ich ein eSeminar, dass du dann jederzeit von zu Hause aus mitmachen kannst. 

 Weiterführende Literatur zum Thema:

Thieme, Dörte: Trau keinem, der dein Bestes will: Emotionale Erpressung erkennen – durchschauen – beenden.

Forward, Susan; Frazier, Donna: Emotionale Erpressung. Wenn andere mit Gefühlen drohen.

 

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