Warum du eine Löffelliste erstellen solltest

Weißt du, was eine Löffelliste ist? Ich wusste es bis vor kurzem auch nicht, aber ich finde sie ganz toll! Denn …

„…eine Löffelliste ist jene Liste, auf die du all deine Wünsche und Vorhaben aufschreibst, die du noch in die Tat umsetzen möchtest, bevor du den Löffel abgibst.“ Klingt nicht sehr romantisch, zumindest nicht der letzte Teil des Satzes…

Naja, vielleicht hast du noch so einiges in deinem Leben vor, vielleicht richtest du es gerade neu aus, vielleicht hast du gerade eine Trennung oder eine sonstige heftige Veränderung hinter dir, vielleicht ziehen die Kinder demnächst aus, vielleicht hast du etwas geerbt oder vielleicht schaust du mal endlich mehr auf dich selbst.

Wie so eine Löffelliste (engl.: bucketlist) aussehen könnte? Ganz ehrlich, mir fällt es gerade schwer, eine zu erstellen, aber hier ist mal der Anfang (die Listen mancher Menschen umfassen bis zu 100 Aufzählungen):

  • Ein paar Monate in der Toskana leben
  • Ein paar Monate in Südfrankreich leben
  • Ein soziales Frauenprojekt planen und in die Tat umsetzen
  • Endlich meine geplante Podcast-Reihe starten
  • Ein internationales Online-Projekt starten
  • usw.

Warum eine Löffelliste so wichtig sein kann? Sie motiviert uns, an unsere Wünsche und Träume zu glauben. Sie trägt uns durch die schwierigen Abschnitte unseres Lebens. Sie bringt uns dazu, uns weiter zu entwickeln und innere bzw. äußere Hürden zu überwinden. Sie hilft uns, das Wesentliche vom Unwesentlichen unterscheiden zu lernen und noch vieles mehr.

Falls du Lust auf eine Löffelliste bekommen hast, dann setz dich einfach hin und schreib alles auf, was dir dazu einfällt, egal wie realistisch oder unrealistisch, wie wichtig oder unwichtig dir deine Wünsche erscheinen mögen. Schreib sie einfach auf!

Frauenbewusstsein Frauenfreuden

Beziehung aus. Herz zerbrochen? 10 Überlebenstipps (Teil 1)

Hast du gerade eine Trennung durchlebt? Ist dein Traum von einer glücklichen Beziehung geplatzt? Ist dein Partner einfach gegangen? Sitzt du jetzt alleine da und weißt nicht, was du mit deinem Leben anfangen sollst? Ist dein Herz zerbrochen?

Ich weiß, dass Ratschläge in solchen Situationen wie „Schläge“ empfunden werden können… und dennoch möchte ich dir ein paar Impulse zum Nachdenken anbieten:

  1. Nimm Rücksicht auf dich und deine Situation und erledige nur das Allernötigste. Erlaube dir diesen Ausnahmezustand und schäme dich nicht dafür. Wer das in deinem Umfeld nicht akzeptieren kann, zählt womöglich nicht zu deinen wirklichen Freunden.
  2. Erwarte oder verlange nicht von dir, dass die Trennung spurlos an dir vorübergeht. Dein Leben hat sich verändert und es braucht Zeit für eine Neuausrichtung. Alles andere wäre Verdrängen und damit kontraproduktiv.
  3. Nimm dir in der nächsten Zeit keine großen und alles verändernden Entscheidungen vor. Du könntest aus Wut, Trotz oder Panik handeln, da dir im Augenblick die Kraft für wohlüberlegte Weichenstellungen fehlt.
  4. Mache einen Rundgang durch die Wohnung und packe alles in einen Karton, was dich an deinen Ex-Partner erinnert. Dazu gehören Fotos, Urlaubssouvenirs sowie alle Geschenke von ihm. Stelle den Karton in den Keller oder in den hintersten Winkel deines Schranks.
  5. Vermeide alle Kontakte mit ihm, so gut es geht (außer ihr habt gemeinsame Kinder).
  6. Weise ihn in seine Selbstverantwortung zurück, falls er von dir etwas ausleihen möchte oder du ihm die Wäsche machen sollst, weil er keine Waschmaschine, kein Bügeleisen oder keine Erfahrung damit hat. Es gibt auch Wäschereien!
  7. Hör auf ihn zu bemuttern oder zu bemitleiden, weil es ihm so schlecht geht. Du brauchst jetzt alle Kraft für dich!
  8. Lass dich nicht von seiner Mutter trösten, selbst wenn sie deine beste Freundin ist. Erkläre ihr, dass du eure Freundschaft nicht beenden wirst, aber dass ein Kontakt mit ihr im Moment sehr schmerzhaft für dich ist, da sie dich ständig an ihren Sohn erinnert und du nicht zur Ruhe kommen kannst. Vereinbare mit ihr, nach welcher Zeit ihr euch wiedersehen werdet und halte das auch ein.
  9. Betäube dich nicht über Tage und Wochen mit Alkohol oder Medikamenten. Suche besser eine therapeutische oder energetische Begleitung durch diese schwierige Zeit. Es gibt aber auch pflanzliche Stimmungsaufheller, die nicht süchtig machen, frag mal in deiner ganzheitlich ausgerichteten Apotheke danach. Alternativ oder zusätzlich könntest du auch Homöopathie, Bachblüten oder meine Engel-Notfallstropfen verwenden.
  10. Bewege dich so viel und so oft du kannst. Gehe laufen, häng dir einen Boxsack in die Wohnung, mach Gartenarbeit, verabrede dich mit Freundinnen im Fitness-Studio oder mach lange Spaziergänge in der Natur. Bewegung kann dir helfen, belastende Emotionen, wie z. B. Wut oder Zorn, abzubauen.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Zuversicht!

 

Frauenherzen

Wenn Essen zum Thema wird

Besonders wir Frauen haben oft ein ganz eigenes Verhältnis zur Badezimmerwaage… und damit auch zu unserer Figur. Mal fühlen wir uns zu dick, zu unproportioniert, zu rund an den falschen Stellen. Nur die wenigsten fühlen sich zu dünn.

Dass die Medien, die Modeindustrie und die Celebrities diesen Trend verstärken, wenn nicht sogar bewusst schüren, ist längst bekannt. Doch wer noch tiefer gräbt, wird bemerken, dass die eigentlichen Probleme, die sich hinter den Essstörungen verstecken, in der Psyche der Menschen zu finden sind.

Meine Tochter Carmen, Psychotherapeutin in Ausbildung, begleitet einige Frauen, die unter Essproblemen leiden und beschäftigt sich deshalb berufsbedingt mit dieser Problematik.

Carmen, wenn Essen zum Thema wird, dann kann sich das auf verschiedene Arten zeigen. Wie bemerken Betroffene oder Angehörige, dass eine Essstörung vorliegt?

Zuerst einmal möchte ich darauf hinweisen, dass es nicht DIE Essstörung gibt, sondern dass es mehrere Arten von Essstörungen gibt, die unterschiedlich ausgeprägt sein können.

Ganz allgemein könnte man so sagen: Menschen, die unter Essstörungen leiden, befassen sich übermäßig intensiv, ja obsessiv mit dem Thema Essen. In ihrem Leben dreht sich alles nur noch um Kalorien, Kleidergrößen, das eigene Körpergewicht. Die Betroffenen betrachten sich oft im Spiegel, gefolgt von massiven Selbstabwertungen.

Viele betreiben exzessiv Sport, oder es werden andere Strategien eingesetzt, um abzunehmen bzw. einer Gewichtszunahme entgegenzuwirken. Essenseinladungen können große Ängste auslösen und werden häufig vermieden.

Spätestens dann, wenn sich das Gewicht drastisch verändert, besonders im Rahmen einer Anorexie, wo sich der Gewichtsverlust ab einem gewissen Stadium nicht mehr verbergen lässt, wird die Essstörung auch für das Umfeld sichtbar. Vieles spielt sich allerdings im Verborgenen ab. Man könnte sagen, die Betroffenen führen eine Art Doppelleben.

Warum stehen so viele Frauen und Mädchen mit ihrem Körper auf Kriegsfuß?

Ich denke, es ist weithin bekannt, dass Frauen mehr als Männer aufgrund ihres Äußeren beurteilt werden. Frauen gelten als das „schöne Geschlecht“ und was schön ist, wird immer noch durch die Industrie und die Medien vorgegeben.

Besonders in den sozialen Medien wird das Bild des „perfekten Frauenkörpers“ verbreitet, und viele Frauen und Mädchen weltweit haben heutzutage dazu Zugang. Da naturgemäß nur sehr wenige Frauen diesem Pseudo-Ideal entsprechen, es aber als für jede Frau erreichbar propagiert wird, fühlen sich viele Frauen unwohl in ihrem eigenen Körper.

In der Folge versuchen viele davon, diesem Ideal nachzueifern. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass bei jeder Frau, die schon einmal eine Diät gemacht hat, eine Essstörung vorliegt. Die Gründe für Essstörungen liegen tiefer. Es handelt sich um einen innerpsychischen Konflikt, der auf diese selbstschädigende Weise zutage tritt.

Was kann ein erster Schritt sein, um einen Weg aus der Essstörung zu finden?

Der erste und wichtigste Schritt ist das Selbsteingeständnis, dass man ein Problem mit dem Essen hat. Das ist gar nicht selbstverständlich bei Essstörungen. Dieses Selbsteingeständnis bildet die Basis für eine erfolgreiche Psychotherapie, in der die dahinterliegenden Ursachen aufdeckt und behandelt werden.

Carmen Auer ist Psychotherapeutin in Ausbildung unter Supervision und praktiziert in Wien.

Allgemein Frauenkoerper

Wir sollten wieder viel bewusster genießen!

Bevor ich jetzt mit dem Schreiben loslege, gehe ich noch in die Küche, um mir ein Stück Kuchen zu holen. Ich zähle ja auch zu jenen, die manchmal sehr streng zu sich selbst sein können, wenn es ums Genießen geht. Deshalb praktiziere ich jetzt am besten gleich das, worüber ich nun schreiben werde: Bewusstes Genießen!

Wie oft haben wir ein schlechtes Gewissen, wenn wir uns etwas zum Naschen, zum Schlemmen oder einfach nur Auszeit vom Alltag genehmigen! Wenn wir verreisen, uns etwas Schönes kaufen, faulenzen, länger im Bett bleiben, uns selbst einen Blumenstrauß schenken oder einfach den „lieben Gott einen guten Mann sein lassen“ und in den Tag hinein leben. Klar, das sind meist Ausnahmesituationen und prägen nicht unser Leben. Aber gerade deshalb ist es so wichtig, solche Momente ganz bewusst zu erleben.

Genuss braucht Zeit. Um etwas zu genießen, brauchst du zumindest ein wenig Zeit, selbst wenn es nur ein paar Minuten sind: Ein Sonnenuntergang, ein Lieblingssong, ein kurzer Spaziergang, eine wohltuende Dusche… sie alle bringen Genuss in dein Leben!

Genuss muss erlaubt sein. Wenn du eine Tafel Schokolade verspeist und wegen der Kalorien ein schlechtes Gewissen hast, dann lass es besser gleich sein. Denn schlechtes Gewissen killt jeden Genuss. Stell dir lieber die Frage, woher dieses Verhaltensmuster stammt und lege es ab.

Genuss funktioniert nicht nebenbei. Genuss lässt sich nur im Augenblick erleben, denn sobald er zur Nebensache wird, verliert er an Intensität und Qualität. In Zeiten von Hektik und Stress solltest du dir deshalb Auszeiten bewusst genehmigen, um sie zu genießen. Und seien sie noch so kurz.

Weniger ist mehr. Wenn du zu einer Tasse Tee oder Kaffee eine Handvoll Kekse genüsslich isst, anstatt den ganzen Tag in die Keksschachtel zu greifen, hast du viel mehr davon. Denn es kommt nicht auf die Menge an, sondern auf das, was du beim Essen empfindest.

Genuss ist alltäglich. Es ist wichtig, Genuss ganz bewusst in deinen Alltag zu integrieren. Wenn du immer nur auf außergewöhnliche Ereignisse wartest, zu denen du dir Genuss erlaubst, verschenkst du sehr viel Lebensqualität. Gehe bewusst durchs Leben und werde dir der sinnlichen Genüsse bewusst, die dich täglich umgeben, wie z. B. der Duft von frisch gemahlenem Kaffee oder frisch gebackenem Brot.

In diesem Sinne: Genieße dein Leben!

Inspirationsquelle: E. Koppenhöfe. Kleine Schule des Genießens (Internet)

Frauenbewusstsein

Eine Geschichte von Liebe, Kraft und Freiheit

Ihre Eltern haben sie nicht verkauft und auch ihre 6 Schwestern nicht, obwohl es bis heute in ihrem Heimatland Afghanistan als Schmach gilt, wenn eine Familie nur Töchter hat.  Doch Mahbuba Maqsoodi hatte Glück, denn ihr Vater, ein strenggläubiger Moslem, widersetzte sich dieser alten Tradition. Im Gegenteil: Er gründete eine Mädchenschule, damit seine Töchter eine gute Bildung bekamen. Mahbuba, was Deutsch übersetzt „Die Geliebte“ bedeutet, musste auch keinen Schleier tragen und sie durfte sogar ihren Mann frei wählen.

Ihr behütetes Leben geriet jedoch ins Wanken, als eine ihrer Schwestern von einem Terroristen erschossen wurde. Mit ihrem Mann, einem Kunstlehrer, zog Mahbuba als Kunststudentin nach Leningrad, später nach München. Heute ist sie eine international anerkannte Expertin für Glasmalerei und auf Kirchenfenster spezialisiert. Deshalb kennt sie viele katholische Heilige besser als so mancher Priester. Doch Frömmigkeit bedeutet ihr nichts, umso mehr aber Humanität und Warmherzigkeit.

Seit 2003 unterstützt Mahbuba mit ihrem Verein „Afghanische Frauen in München“ zahlreiche Frauen und Mädchen, um ihnen beim Erlernen der deutschen Sprache, im Job, in der Kinderziehung aber auch im schwierigen Umgang mit dem islamischen Glauben in der westlichen Welt zu helfen. Dabei kommen noch immer sehr viele von ihnen mit mittelalterlichen Gedanken zu ihr, was ihr sehr weht tut. Über ihr Leben zwischen Afghanistan, Russland und Deutschland hat sie ein ungewöhnliches Buch mit dem Titel „Der Tropfen weiß nichts vom Meer“ geschrieben. Eine inspirierende Lebensgeschichte … poetisch, ergreifend und kraftvoll – und sich für die Rechte der Frau einsetzend.

Bildquelle goo.gl/r6unrn

Frauenseele

Der Unterschied zwischen Alleinsein und Einsamkeit

Viele Frauen stecken jahrelang in „toten Beziehungen“ fest, weil sie Angst vor dem Alleinsein haben. Dabei es ist ihnen nicht bewusst, wie einsam sie eigentlich in ihrer Partnerschaft sind.

Was der Unterschied zwischen Alleinsein und Einsamkeit ist

Die folgende kurze Erklärung weist schon auf den Unterschied hin:

Alleinsein findet auf der physisch-körperlichen Ebene statt,

Einsamkeit auf der emotionalen.

 Viele einsame Frauen leben nicht alleine. Sie sind verheiratet, haben eine eigene Familie oder sind den ganzen Tag unter Menschen. Und dennoch fühlen sie sich einsam. Denn sie haben niemanden, mit dem sie sich austauschen können, der sie versteht und sie liebevoll annimmt, so wie sie sind.

Hingegen leben viele Single-Frauen zwar alleine, fühlen sich dennoch nicht einsam. Denn sie führen gute zwischenmenschliche Beziehungen, ein sinnerfülltes Leben, haben Träume und Ziele und wissen mit sich und ihrer Zeit etwas anzufangen.

Was braucht frau um aus der Einsamkeit heraus und in ein sinnerfülltes Alleinsein zu wechseln?

Zu Hause sitzen und Trübsal blasen bringt gar nichts, das ist klar. Sobald eine gewisse Lethargie oder auch ein Portiönchen Selbstmitleid überwunden sind, dann geht es los. Folgende Impulse sind der erste Schritt, um aus der Einsamkeit in einen glücklichen Alleinsein-Modus zu wechseln:

  • Gib deinem Leben einen (neuen) Sinn
  • Suche Gleichgesinnte
  • Verwöhne dich selbst
  • Anerkenne deinen Lebensumstand
  • Wertschätze dich selbst
  • Begegne dir selbst in Meditationen
  • Versuch es mit Yoga
  • Plane Unternehmungen
  • Akzeptiere und wertschätze dein Alleinsein

 

 

Frauenseele

NIMM DIR ZEIT FÜR DEINE WEIBLICHKEIT und kleide dich weiblich(er)

Nein, nix Püppchen, nix Tussi und nix Vamp. Das meine ich nicht, wenn ich von weiblicher Kleidung spreche. Habe auch ich mich jahrelang in praktische Hosen gequetscht, ist seit gut einem halben Jahr endgültig Schluss damit!

Denn ich habe meine große Liebe zu Kleidern und Röcken (wieder)entdeckt. Während es in den letzten Jahren fast nur Miniröcke zu kaufen gibt, für die man die passende Figur haben muss, gibt es nun endlich wieder eine schöne Auswahl an Kleidern und Röcken. Ich liebe sie, weil

  • sie meine Weiblichkeit unterstreichen
  • ich fließende Stoffe mag
  • sie mich nicht im Bund zwicken
  • ich mich in keine Jeans mehr hineinquetschen muss
  • ich mit Kleidern immer gut angezogen bin
  • ich mich damit von der breiten Masse der weiblichen Hosenträgerinnen abheben kann.

90 % der Bevölkerung laufen mit Hosen herum, ich sicherlich nicht mehr. Vielleicht hab ich dir auch Lust auf Röcke und Kleider gemacht? Es lohnt sich, zumindest darüber nachzudenken.

Frauenbewusstsein

Wie Zhenya die Narben häuslicher Gewalt in Kunstwerke verwandelt

Tattoos sind nicht jedermanns Geschmack und über „Kunstsinn“ lässt sich ja bekanntlich streiten. Doch der Bericht über Zhenya aus Russland lies mich aufhorchen: Die 33-jährige Russin tätowiert seit 2016 immer mehr Frauen, um deren Narben – entstanden durch häusliche Gewalt – zum Verschwinden zu bringen.

Dabei geht es ihr nicht darum, physische Übergriffe auf Frauen vergessen zu lassen oder zu beschönigen. Im Gegenteil! Als ausgebildete Psychologin weiß sie nur zu gut, dass es vielen Frauen schwer fällt, mit ihren Narben weiterzuleben, weil sie immer wieder an die schrecklichen Übergriffe und Verletzungen durch ihre Freunde, Männer, Ex-Männer oder Väter erinnern. Meist sind es Motive wie Vögel, Blütenranken, Schmetterlinge oder Wölfe, die sich die Frauen für ihre Tattoos selber aussuchen.

Nachdem Zhenya vor Jahren einen Artikel über die brasilianische Künstlerin Flavia Carvalho gelesen hatte, bot sie ihre Arbeit kostenlos in sozialen Netzwerken an. Alleine im ersten Jahr nutzten 200 Frauen Zhenyas Angebot. Während sie unter der Nadel liegen, erzählen die Frauen, wie sie zu ihren Narben kamen. Nicht selten sind Alkohol, Drogen oder Arbeitslosigkeit der Grund für die tätlichen Übergriffe. Deshalb studiert Zhenya nun auch noch Rechtswissenschaften, damit sie nicht nur die grausamen seelischen und körperlichen Folgen der Verbrechen, sondern auch die dahinter liegenden seelischen Ursachen bekämpfen kann.

(Die Fotos hat Zhenya auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht)

 

Frauenkoerper

Wie viel von Göttin Hestia steckt in dir?

Wer ist Hestia? Hab ich im Unterricht zu wenig aufgepasst? Diese Fragen blitzten in mir auf, als ich den Namen der griechischen Göttin las. Wie viel von Hestia trage ich in mir und welchen weiblichen Aspekt verkörpert sie in uns Frauen?

Der siebente weibliche Archetypus in meiner Blogreihe ist Hestia gewidmet, die wahrscheinlich nicht so bekannt wie Aphrodite oder Athene ist, weil sie für Weisheit, Zurückgezogenheit, Stille und Kontemplation steht. Also alles Qualitäten, mit denen sich die moderne Frau von heute in der hektischen und schnelllebigen Zeit nicht oder nur teilweise identifizieren kann.

Die weiblichen Archetypen, auch „Göttinnen“ genannt, symbolisieren seit jeher die verschiedenen Aspekte der weiblichen Seele. Und alle Göttinnen-Archetypen zusammen, also Aphrodite, Artemis, Athene, Demeter, Hestia, Hera und Persephone, beschreiben die verschiedenen Seeleneigenschaften einer Frau. Deshalb trägt eine jede von uns auch Hestia-Anteile in sich, und seien sie noch so klein.

Die amerikanische Psychologin Jean Shinoda Bolen ist seit vielen Jahren der weiblichen Seele auf der Spur und veröffentlichte ihre Erkenntnisse in ihrem Weltbestseller „Göttinnen in jeder Frau. Psychologie einer neuen Weiblichkeit“. Durch ihre Beobachtungen konnte sie ihren Leserinnen und natürlich auch ihren Klientinnen helfen, sich selber besser kennenzulernen und ihre unerlösten wie auch ihr erlösten Seelenaspekte zu verstehen.

WIE VIEL VON HESTIA STECKT IN DIR?

Wenn du dich selber besser kennenlernen willst, dann fühle in dich hinein, was von Hestia in dir steckt. Achte darauf, dass du bei deinen Überlegungen, welche Göttinnen-Aspekte von Hestia du in dir trägst, nicht in eine Bewertung oder in ein klischeehaftes Denken hineinrutschst. Meine Angaben sollen dir nur als Inspiration dienen.

HESTIA-SEELENASPEKTE: EINE KURZBESCHREIBUNG IM TELEGRAMMSTIL

Frauen mit typischen Hestia-Aspekten sind beispielsweise: Mutter Theresa – Hildegard von Bingen – Amma – Klosterfrauen bzw. alle spirituellen Weisheitslehrerinnen und Heiligen

Typische Themen der Hestia-Frau: Einzelgängerin – „gute“ Ehefrau – hohes Sozialengagement – Herzenswärme – Güte – Abgeklärtheit – innere Weisheit – Spiritualität

Typisch für die Hestia-Frau: „bequeme Kind“ für Erzieher – Bescheidenheit – Zurückgezogenheit – Zurückstehen – Anpassung – Ordnungssinn – frühreif (auf der geistigen Ebene) – „überspringt“ Pubertät – Ehrgeiz – Zuverlässigkeit

Schattenseiten: unfreiwillige Einsamkeit und Isolation – Unverständnis und Nichtakzeptanz durch andere – lebensfremd – auf sich zu wenig achtend – Körperfeindlichkeit

 

Frauenseele

Wie drei kleine Dinge dein Leben täglich positiv verändern können

Ich weiß, dass ich jedes Mal aufs Glatteis tanzen gehe, wenn ich in meinem Blog über Promifrauen schreibe. Denn viele von ihnen stehen nicht nur im Scheinwerferlicht der Gesellschaft, sondern ebenso häufig auch im Hagel der Kritik. Aber egal, ich schreibe trotzdem weiter.

Sheryl Sandberg, Facebook-Chefin, Bestsellerautorin, Gründerin von „Lean In“, einem weltweiten Netzwerk von karrierewilligen Frauen, zählt zu den mächtigsten der Welt. 2015 verlor sie während eines Kurzurlaubs in Mexico völlig unerwartet ihren Mann. Verstorben an einem Herzleiden.

In den darauffolgenden Wochen und Monaten war ihre größte Angst, dass ihre Kinder keine glückliche Kindheit mehr haben würden. Sie waren erst sieben und zehn Jahre jung, als ihr Vater starb. Doch die beiden entwickelten sich stärker und widerstandskräftiger als sie befürchtet hatte. Und auch Sheryl machte eine wichtige Erfahrung.

Resilienz – davon ist sie überzeugt – ist eine seelische Widerstandskraft, die uns Menschen hilft, Krisen auszuhalten und zu durchstehen. Man kann Resilienz nicht willentlich herbeiführen, aber wenn man Unterstützung durch andere bekommt, wenn man an sich selber arbeitet, dann ist Resilienz wie ein Muskel, den man trainieren kann.

In ihrem Buch Option B geht es um ihre persönlichen Erfahrungen, aber auch um den Umgang mit Trauer. Sie, die toughe Managerin, erzählt in diesem Buch, mit welchen Strategien aus einem schweren Verlust persönliches Wachstum entstehen kann. Ihr Werk, das sie gemeinsam mit einem Psychologen geschrieben hat, wechselt zwischen ihren eigenen Erfahrungen und fundiertem psychologischem Wissen.

Auf die Frage, wie sie ihre Stärke wiedererlangt habe, antwortete sie: „Mit einer einfachen Methode. Ich begann damit, jeden Abend drei Dinge aufzuschreiben, die mir am Tag gelungen waren, banale Dinge, wie: Ich habe heute einen guten Cappuccino gemacht. Das habe ich acht Monate lang getan. … Seither schreibe ich jeden Abend drei Momente auf, in denen ich tagsüber froh war. Wenn man sich darauf fokussiert, wird das Leben zwar nicht perfekt, aber es hilft.“

Resilienz hat viele Gesichter und kann mit nur drei kleinen Dingen pro Tag zu einer inneren Kraftquelle heranwachsen. Es liegt an uns, ob und wann wir damit beginnen. Auch wenn wir gerade in keiner Krise stecken.

 

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