Warum Gott Vater eine „Göttin Mutter“ an seiner Seite braucht

Eines gleich vorweg: Das hier ist kein religiöser Beitrag, denn ich wäre gar nicht die Richtige dafür. Aber man macht sich halt so seine eigenen Gedanken, wenn immer wieder von Gott Vater oder vom „lieben Gott“ die Rede ist und man nie etwas von einer Frau an seiner Seite hört.

Eigentlich wäre es nur logisch und entspräche dem dualistischen Denken der Menschheit, dass es von einem männlich dargestellten Gott auch eine weibliche Version gibt. Für die Menschen der Antike, wie beispielsweise die Griechen und Römer, war es eine Selbstverständlichkeit, dass es neben den Göttern auch Göttinnen gab. Doch heute denken viele Menschen an esoterische Fantasiegestalten, wenn sie das Wort „Göttinnen“ hören.

Die große Göttin wird vom Thron gestoßen

Bevor die patriarchalisch ausgerichteten Religionen die alten Heiligtümer und Bräuche der Mütter-Religionen verdrängten, wurde in ganz Europa und in großen Teilen Asiens die dreieinige Große Mutter als zentrale Gottheit verehrt. Sie war Liebes-, Fruchtbarkeits- & Todesgöttin in einer Person. Ihre Blütezeit war in etwa zwischen 10.000 und 2.000 v. Chr. Riesige Monumente, Tempel und tempelähnliche Anlagen, Steinkreise, Hügelaufschüttungen, Höhlenzeichnungen, geschnitzte und aus Ton gebrannte Figuren mit den charakteristischen Fruchtbarkeitsmerkmalen zeugten von einer weit verbreiteten Verehrung der Großen Göttin.

Gegen Ende dieser Zeitepoche geschah dann das Unfassbare. Kriegerische Horden von Männern fielen über die friedlichen Völker her, töteten Männer, Knaben und Alte und nahmen die Frauen und Mädchen als Beute mit. Sie unterwarfen die Menschen und setzten sich als Herrscher auf den neu errichteten Thron. Das war der Anfang vom Ende der Mutterreligionen.

Ausgerechnet in unserer modernen und aufgeklärten Zeit, in der das religiöse Leben stark an Bedeutung verloren hat, wenden sich immer mehr Frauen wieder der Großen Göttin zu. Dabei brauchen wir keine neue Religionsausrichtung, um das Göttlich-Weibliche in uns wieder neu zu entdecken, zu erkennen und ins tägliche Leben zu integrieren. Indem wir unsere weibliche Urkraft oder Urnatur in unseren Alltag einfließen lassen, verbinden wir uns über das morphologische Feld[1] mit allen Frauen dieser Welt. Und damit auch den Göttinnen-Aspekten, die jede Frau in sich trägt.

Die Große Göttin ist in uns

Vielen Frauen, die in einer patriarchalisch ausgerichteten Religionsgemeinschaft aufgewachsen sind, fällt es schwer, sich plötzlich eine Frau als Gott vorzustellen und sich einer weiblichen Göttlichen Quelle anzuvertrauen. Doch darum geht es auch gar nicht. Ich persönlich glaube nicht an einen lieben Gott im Himmel und werde auch nicht an eine Göttin im Himmel glauben. Denn beim Wiederbeleben des Glaubens an die Große Göttin ist mir ein Aspekt besonders wichtig: Das Göttliche ist in uns und nicht außerhalb von uns. Deshalb ist auch die Große Göttin ein Teilaspekt unserer Weiblichkeit.

Dazu möchte ich eine Metapher zitieren, mit der uns KRYON/Lee Carroll im Buch „Hinter dem Schleier“[2] zum Nachdenken anregen will:

Die gängige Vorstellung von Gott

„Stellt euch einmal kurz vor, auf der ganzen Erde gäbe es nichts als Hunde. Und stellt euch vor, die Hunde hätten eure Intelligenz. Die Evolution wäre irgendwie anders verlaufen, und es würden intelligente Hunde die Welt regieren, genau wie ihr es jetzt tut. Sie hätten auch ihre Probleme, genau wie ihr heute. Und die Hunde würden sich genau wie ihr spirituell ihre eigenen Gedanken dazu machen, wie Gott wohl sein muss, und natürlich hätten sie eine Religion. Sie würden beten und sich Gedanken machen und intellektuelle Ideen haben, genau wie ihr.

Lasst euch also bildlich gesprochen einmal zu diesem Ort entführen, wo diese intelligenten Hunde und ihre Zivilisation leben. Und lasst mich euch beschreiben, wie ihre Religion aussehen würde. Zunächst einmal wäre Gott ein Hund! Und jede Hunderasse hätte ein Foto von Gott, auf dem er natürlich als Angehöriger ihrer eigenen Rasse dargestellt wäre. Die Engel wären allesamt Hunde mit Flügeln, und sie würden zum Beispiel ständig aneinander herumschnüffeln! Wie weit soll ich das noch ausführen? … Ein anderes Bewusstsein haben sie (die Hunde) ja nicht. Sie kennen es nicht anders. Wie sie selbst sind, muss in ihrer Vorstellung auch Gott sein. Sie können nicht über das höchste Bewusstsein hinausdenken, das sie verstehen, und das ihr eigenes ist.“

Deshalb, ihr lieben Frauen, sucht nicht die Göttin als weibliches Gegenstück zum „lieben Gott“ im Außen, sondern in euch selbst. Nur dort werdet ihr sie finden können! Genauso wie Yin ohne Yang und Yang ohne Yin unvollkommen wären, braucht es einen männlichen und einen weiblichen Gottesaspekt. Zweiteren tragen wir Frauen alle in uns, wir müssen ihn nur wiederentdecken und ganz bewusst leben!

[1] Energetisches Feld des Massenbewusstseins

[2] Carroll, Lee: Kryon. Hinter dem Schleier, Burgrain 2007, S. 74 ff.

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„Zieh’ dir seine Schuhe an!“ – Wie eine Lebensliebe gelingen kann

Das Thema Beziehung scheint auf den ersten Blick ein sehr widersprüchliches zu sein. Denn einerseits haben noch nie so viele Menschen die Liebe zu einem Lebenspartner so ernst genommen wie heute. Auch das Bedürfnis nach Stabilität und Geborgenheit in der Beziehung war schon lange nicht mehr so groß wie in unserer Zeit. Aber andererseits gehen so viele Beziehungen in die Brüche wie nie zuvor. Was läuft da falsch?

Eine lang andauernde Liebesbeziehung mit deinem Partner kannst du nur dann erfahren, wenn es euch beiden gleichermaßen gelingt, eure Beziehung so befriedigend wie möglich zu gestalten. Denn nur dann ist gewährleistet, dass ihr beide freiwillig und dauerhaft darin verbleiben wollt.

Verliebtsein macht blind

Zu Beginn deiner Liebesbeziehung hattest du vielleicht das intensive Gefühl, deinen Partner schon ewig zu kennen. Denn eure anfängliche Verliebtheit bewirkte, dass ihr einander in der Tiefe eurer Herzen begegnet seid. Ihr seid nicht nur auf der körperlichen, sondern auch auf der seelischen Ebene miteinander verschmolzen. Und falls dir auch der Reinkarnationsgedanken vertraut sein sollte: Ja, es gibt oft eine Wiederbegegnung oder ein Wiedererkennen zweier Seelen, die schon in früheren Leben tiefgreifende Erfahrungen miteinander machen durften. Aber diese Wiederbegegnungen finden nicht immer auf eine so romantische Art und Weise statt, wie in verklärt geschriebenen Büchern über Seelengefährten und Dualseelen geschrieben steht. Doch das ist eine andere Geschichte …

Im täglichen Zusammenleben stellt sich nach einiger Zeit dann wirklich heraus, wie tief und dauerhaft eure Liebe ist. Am Anfang eurer Beziehung kannst du über das, was euch nicht verbindet, sondern trennt, noch locker hinwegschauen. Doch mit zunehmender Dauer fällt dir das immer schwerer. Möglicherweise empfindest du irgendwann deinen Partner sogar als fremd und seine Eigenschaften beginnen dich auf einmal zu stören. Diese Erfahrung bringt vielleicht die erste Enttäuschung mit sich und könnte schlimmstenfalls vielleicht auch das Ende deiner Beziehung einläuten. Was also ist zu tun?

„Ziehe dir seine Schuhe an!“

_ Beginne den Partner, seine Welt und seine Denkweise zu erforschen und zu verstehen. Verabschiede dich dabei von dem Gedanken, dass er genauso ist oder sein sollte wie du.

_ Wann immer du das Bedürfnis hast, erzähle deinem Partner von dir, von deinen Empfindungen, Gefühlen, Gedanken und von deiner persönlichen Lebensgeschichte.

_ Sei offen und ehrlich neugierig, wenn dein Partner von sich erzählt. Was immer dir an ihm befremdlich vorkommen mag: Sprich es an! Es ist besser ihn zu verstehen als ihn später einmal dafür zu kritisieren.

_ Gib deinem Partner das Gefühl, dass du sein So-Sein respektierst und achtest, auch wenn du anders denkst, fühlst und handelst als er.

_ Fühle dich in ihn hinein und versuche, das Leben mit seinen Augen und mit seinem familiären/gesellschaftlichen Hintergrund zu sehen und zu verstehen. Versuche die Welt vorübergehend nicht mehr aus deiner, sondern aus seiner Perspektive zu betrachten. Zieh dir sozusagen „seine Schuhe“ an.

_ Akzeptiere sein Anderssein als wichtige Erfahrung und wertvolle Bereicherung für deine Sichtweise und deine Lebensphilosophie. Du musst deshalb keinen seiner Werte übernehmen, wenn sie für dich nicht stimmig sind, aber sei zumindest offen dafür!

_ Empfinde ehrliches und aufrichtiges Interesse für deinen Partner, auch wenn du meinst, ihn schon in- und auswendig zu kennen. Und versuche, deinen Partner immer wieder aufs Neue für dich zu entdecken!

 

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Mütter & Töchter

Sie lieben einander.
Sie lieben und brauchen einander.
Sie lieben und unterstützen einander.
Sie lieben und ignorieren einander.
Sie lieben und nerven einander.
Sie lieben und hassen einander.
Sie lieben und bekämpfen einander.

Kaum eine andere emotionale Verbindung zwischen zwei Menschen kann so stark polarisieren wie die zwischen Müttern und Töchtern. Söhne beginnen bereits in ihrer frühen Kindheit, sich von ihren Müttern abzugrenzen und sich dem Vater oder anderen männlichen Bezugspersonen als Vorbild zuzuwenden. Meist wird das von den Müttern gut akzeptiert, da sie ja selber möchten, dass aus ihren kleinen Söhnen eines Tages große, unabhängige und starke Männer werden.

Anders verhält es sich bei ihren Töchtern

Für Töchter stellen Mütter von klein auf den Inbegriff des weiblichen Seins dar. Viele Mädchen identifizieren sich mit ihren Müttern, nehmen sie als Vorbild, ahmen sie nach – oder lehnen sie aufgrund von Enttäuschungen oder körperlichen/seelischen Verletzungen vollkommen ab.

Mütter nähren ihre Töchter: Sie schenken ihnen Nestwärme, Trost, Zuspruch, Verständnis und sind ihre engsten Vertrauten. In den Augen kleiner Mädchen wissen Mütter alles, glätten die Wogen, zaubern in der Küche und sind erfolgreich im Beruf.

Mütter bestärken ihre Töchter darin, in die von ihnen vorgelebte Frauenrolle zu schlüpfen, weil sie sich damit auskennen und identifizieren können. Doch irgendwann, spätestens in den Jahren der Pubertät, verändert sich das einstmals so innige Verhältnis.

Töchter lösen sich von ihren Müttern und liefern ihnen oft erbitterte Ablöse-Kämpfe. Der Loslass-Prozess, den ihre Brüder schon von klein auf Schritt für Schritt immer wieder wie selbstverständlich durchlebten, kommt auf Mütter und Töchter erst in der Pubertät zu. Manchen Frauen jedoch gelingt es bis ins hohe Erwachsenenalter nicht, sich von ihren Müttern ohne verletzende Emotionen und ohne Schuldgefühle zu entkoppeln.

Bereits zu diesem Zeitpunkt sind die Weichen in der Erziehung der Mädchen gestellt. Sie ist prägend für ein ganzes Leben. Ob Mütter das Frausein ihrer Töchter bestärken oder schwächen, beflügeln oder beschneiden, entscheidet sich bereits in den ersten Lebensjahren. Wie sehr frau mit diesen Prägungen umgehen lernt oder sie eines Tages ganz ablegen kann, hängt ganz individuell von jeder einzelnen ab.

Hast du dir schon einmal die folgenden Fragen gestellt?

Wer ist meine Mutter eigentlich?
Warum ist sie so, wie sie ist?
Worin hat sie mich enttäuscht?
Worin habe ich sie enttäuscht?
Worunter leidet sie?
Habe ich eine Wunschvorstellung von meiner Mutter?
Idealisiere ich sie?

Wenn du die Beziehung zu deiner Mutter besser verstehen, verändern, festigen, heilen oder lösen möchtest, dann hast du die Möglichkeit, an meinem eWorkshop „Meine Mutter & Ich“ teilzunehmen, an dem ich gerade arbeite. Alle Details dazu findest du in den kommenden Frauen-Newsletter.

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Bewusstseinsveränderung fängt schon beim Kochlöffel an

Das Frauen-Interview mit ALEXANDRA RAMPITSCH

Alexandra, du bist heute hauptberuflich als Ernährungsberaterin tätig. Was war der Auslöser dafür? Ich war in meinem Marketingjob unzufrieden und unterfordert. Außerdem war ich neugierig, ob ich mit mir selber als meine eigene Chefin gut auskommen würde und ob meine kaufmännische Ausbildung mir bei meiner Buchhaltung helfen kann. Da ich durch Ernährungsumstellung an mir selber positive körperliche Erfahrungen gemacht habe, wollte ich dieses Wissen öffentlich weitergeben und nicht mehr nur im privaten Kreis. Und da die Energien, die frau aussendet, ja ihresgleichen suchen und finden, funktioniert das mit der Ernährungsberatung recht gut. Über meinen eigenen Entwicklungsweg bin ich im Zusammenhang mit Ernährung auch zu Frauenthemen gekommen.

Bemerkst du, wenn es um Fragen der Ernährung geht, einen Unterschied zwischen den verschiedenen Generationen? Ja, die Unterschiede sind schon da. Das Ernährungsbewusstsein ist besonders bei Schwangeren sehr stark ausgeprägt und meist ändert eine Jungmama selbst ihr Essverhalten, sobald sie ihrem Baby Beikost zu füttern beginnt. Damit erleichtert sie nicht nur ihrem Kind, sondern auch sich selbst den Umgang mit gesundem Essen. Andererseits beobachte ich, dass Frauen, die kurz vor der Menopause stehen, auch sehr veränderungswillig sind, was ihre individuelle Ernährung betrifft. Denn es ist ihnen ab einem gewissen Zeitpunkt einfach wichtig, sich mit sich selbst näher zu beschäftigen und sich selber noch mehr wertzuschätzen. Dazu gehört auch bewusste Ernährung, die sie in ihre persönliche Prioritätenliste ganz weit oben stellen. Und wir Frauen wissen, dass die Signale, die unser Körper uns sendet (z. B. Kopfweh, Regelschmerzen, nächtliches Wachwerden, spontanes Schwitzen etc.) eine Veränderung fordern, die oft mit der Ernährungsumstellung beginnt und in neuen Denkweisen mündet.

Was ist dein persönliches Anliegen im Zusammenhang mit Ernährung? Ernährung ist sehr individuell. Jede von uns ist auch in ihrer Ernährung einzigartig. Da dürfen wir ruhig auf unser Bauchgefühl vertrauen, sofern wir gut in unserer Mitte verankert sind. Unser Körper spricht ja laufend mit uns, zeigt uns deutlich, wo wir mal genauer hinschauen sollten. Ein Beispiel dazu: Wenn mir kalt ist, esse ich gekochte, wärmende Speisen, um meinem Körper Wärme zuzufügen, und keinen kühlenden Salat, rohes Obst oder Joghurt, auf das wir in der kühlen Jahreszeit sowieso keinen Gusto haben.

Was kochst du für dich am liebsten und warum? Am allerliebsten koche und esse ich meine KRAFTsuppen. Da kann ich beim Gemüseschnipseln so richtig gut entspannen und brauche an nichts zu denken. Das Umrühren im Kochtopf ist für mich oft die einzige Auszeit am Tag, die ich mir gönne. Das erdet mich gut. Und wenn die Gewürze dann zu duften beginnen, freu ich mich schon auf das gemeinsame Essen mit meiner Familie. So ein Kraftsüppchen gibt mir ein angenehm wohliges Gefühl in meiner Mitte und viel Energie an anstrengenden Tagen.

Alexandra Rampitsch lebt in Kärnten (Österreich), ist diplomierte Ernährungsberaterin nach der Traditionellen Chinesischen Medizin in ihrer eigenen Praxis sowie online tätig (eSeminare, Webinare). Sie hat sich in ihrer Arbeit auf Frauenthemen spezialisiert und berät ernährungstechnisch z. B. bei Zyklusunregelmäßigkeiten, bei schmerzhafter Menstruation, bei unerfülltem Kinderwunsch, in der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Fragen zur Beikost für Babys oder in den Wechseljahren. Alexandra ist nach eigenen Worten Mama eines 3-jährigen „Herzensöffner-Buben“ und verheiratet mit dem „geduldigsten aller Männer“. In ihrer Freizeit ist sie in ihrem Bauerngarten und als Kräuterhexe leidenschaftlich tätig (www.apfelbaum.cc).

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Kommunikation: Männer sind anders, wir Frauen auch

Wenn es um die Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Eigenschaften geht, dann stoßen wir meist auf typische Klischees. Doch darum geht es in meinem Beitrag nicht. Vielmehr möchte ich uns Frauen bewusst machen, dass es soziologische Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt, die uns im Beziehungsalltag bewusst sein sollten. Damit kann es uns leichter gelingen, unsere Männer (noch) besser zu verstehen.

Der Soziobiologe Leonard Benson stellte fest, dass Mädchen mehr personenbezogen und Jungen eher sachbezogen ausgerichtet sind. Das bleibt auch im Erwachsenenalter so: Viele Männer sprechen gerne über Job, Finanzen, Autos, Sport oder Politik – also über sachbezogene Themen. Wir Frauen hingegen reden meist lieber über Dinge, die andere Menschen betreffen. Wie gesagt, ich will hier kein Klischee bedienen, aber wir Frauen dürfen uns nicht wundern, dass wir mit Männern nicht immer gleich eine gemeinsame Gesprächsbasis haben.

Frauen kommunizieren anders und über andere Themen als Männer

Die Sprachforscherin Robin Lakoff[1] konnte u. a. folgende typische Unterschiede feststellen:

_ Frauen stellen öfter Fragen, damit ein Gespräch im Fluss bleibt; Männer verstehen Fragen eher als eine konkrete Bitte um weitere Informationen

_ Frauen gehen im Gespräch mit anderen stärker auf ihr Gegenüber ein als Männer, die sich in der Kommunikation eher durchsetzen möchten

_ Frauen verwenden mehr bekräftigende Wörter als Männer, wie beispielsweise „super!“, „schön!“, „wunderbar!“ oder „unglaublich!“

_ „Artikel (in Frauenzeitschriften) haben in fast allen Bereichen, von Sex bis Geld bis Ernährung, irgendwie immer einen psychologischen Bezug. In Zeitschriften für Männer geht es vor allem um Leistung – sexuell, beruflich und sportlich.“ – Joyce Brothers, Psychologin

_ „Zahlen kommen bei Männergesprächen häufig vor. Männer – sogar solche, die bei einem Mathe-Eignungstest für die Uni schlechter abschneiden als ruandische Silberrücken-Gorillas – schätzen die Sicherheit, die Zahlen vermitteln.“ – Colin McEnroe in der Zeitschrift „Mirabella“

„Und die Moral von der Geschicht’…“

Wenn Männer und Frauen eine bessere Kommunikation mit dem jeweils anderen Geschlecht entwickeln möchten, dann sollten Männer mehr über Menschen und Frauen mehr über Sachthemen sprechen. Vielleicht empfinden Männer persönliche Themen nicht besonders interessant und Frauen finden Sachthemen eher nüchtern. Aber sobald sie sich des Unterschieds einmal bewusst sind, können sie zumindest die Verschiedenartigkeit des Kommunikationsbedürfnisses besser verstehen, leichter akzeptieren und deshalb optimaler darauf eingehen.

Eine Blog-Reihe für Frauen, die uns helfen kann, Männer mit neuen Augen zu sehen um sie (noch besser) zu verstehen. Wenn du mehr zu diesem Thema wissen möchtest, empfiehlt sich das Buch „Du kannst mich einfach nicht verstehen: Warum Männer und Frauen aneinander vorbeireden von Deborah Tannen

[1] Lakoff, Robin Tolmach: Talking Power, 1990

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SOPHIE SLATER. Wenn junge Frauen die Welt verändern

Sie ist eine (kleine) Rebellin. Und das ist gut so! Die Rede ist von der Britin Sophie Slater, die in Manchester Geschichte zu studieren begann und sich für Frauenrechte engagierte. Irgendwann hatte sie genug davon, dass die Modebranche Frauen besonders schlecht behandelt. Sie überlegte: Kann Mode überhaupt feministisch sein? Wird bei der Herstellung von Kleidung auf Frauenrechte geachtet und bei der Vermarktung auf Klischees verzichtet? Gewollt wird das ja schon seit vielen Jahren. Und es gab immer wieder Initiativen für bessere Arbeitsbedingungen in Textilfabriken, Kampagnen gegen dünne Models und sexistische Werbung. Doch Sophie dauerte das alles viel zu lang.

Das Frauenbild in der Modeszene ist erschreckend einseitig

Deshalb gründete die britische Studentin 2014 mit zwei Kolleginnen das Unternehmen Birdsong: Einen Internetshop, der ausschließlich Kleider und Accessoires verkauft, die von Frauen in Hilfsprojekten auf der ganzen Welt hergestellt werden. Kleider und Stil faszinierten Sophie schon immer und als Kind verkleidete sie sich vor dem Spiegel. Während ihrer Schulzeit im Nordosten Englands arbeitete sie als Verkäuferin und Model für die US-Firma „American Apparel“. Die warb zwar damit, keine Kleidung in Ausbeuterbetrieben produzieren zu lassen; das Frauenbild des Firmengründers Dov Charney war trotzdem erschreckend einseitig, erinnert sich die junge Frau: „Bei meiner Arbeit war ich ständig umgeben von Postern, die Frauenhintern zeigten.“ Als dann bekannt wurde, dass Charney Mitarbeiterinnen jahrelang sexuell belästigt haben soll, wurde ihr klar: Der Blick vieler Modebetriebe auf die Frauen stimmt noch immer nicht.

Internetshop für Londoner Frauenprojekte

Sophie arbeitete für eine Notrufhotline für Vergewaltigungsopfer, betreute Frauen in einer Obdachloseneinrichtung. Und sah, wie schwer es Frauenprojekte haben, wenn Fördergelder gekürzt werden. Als sie bei dem Aufbaustudiengang „Social Innovation“ in London schließlich Sarah Beckett und Ruba Huleihel traf, zwei junge Frauen mit ähnlichen Interessen und Erfahrungen, konnten sich die drei schnell auf ein Studienprojekt einigen: Sie entwickelten einen Internetshop, der die selbst gemachte Mode einiger Londoner Frauenprojekte anbot. Die Kleider fotografierten sie in einem Park, eine Freundin war Model. Als sie online gingen, waren im Shop knapp 30 Produkte zu finden. Tags darauf waren fast alle verkauft.

Heute arbeitet Birdsong mit 16 Frauenprojekten zusammen, dazu gehören neben sechs Organisationen in England auch eine Nähgruppe von israelischen und palästinensischen Frauen, ein Sozialunternehmen in Südafrika, das Ketten und Ringe aus recycelten Magazinen herstellt, und ehemalige Prostituierte in Thailand, die ihr Geld mit selbst gemachtem Schmuck verdienen.

No Sweatshops – no Photoshops!

Bis zu 80 Prozent des Erlöses fließen zurück an die Produzentinnen, doch die Idee von Birdsong geht über den Vertrieb hinaus. „Wir wollen den männlichen Blick aus der Mode entfernen“, sagt Sophie. Deshalb lautet das Motto auf der Website „No sweatshops, no photoshops“ – keine Ausbeuterbetriebe, keine digital veränderten Models. Die junge Frau engagiert ausschließlich Fotografinnen und die Models haben unterschiedlichste kulturelle Hintergründe. Einige tragen Achselhaar, manche sind 86 Jahre alt oder Transfrauen.

Ein bisschen Sexismus spielt noch immer mit

Schwarze Zahlen schreibt Birdsong noch nicht, die Firma wird von privaten Investoren und staatlichen Fördergeldern unterstützt. Sophie braucht daher neben ihrer Arbeit für Birdsong drei weitere Jobs – an einer Schule, in der Frauenberatungsstelle für Vergewaltigungsopfer und als Journalistin –, um ihre Miete zu zahlen. Doch das bremst sie nicht. Schließlich merkt sie bei Gesprächen mit potenziellen Investoren immer wieder, wie chauvinistisch nicht nur die Modebranche, sondern auch die Szene der Sozialunternehmen ist: Wenn sie bei möglichen Geldgebern vorspricht, wird sie oft für die Praktikantin gehalten. „Es spielt immer ein bisschen Sexismus mit. Die wenigsten Investoren trauen einer jungen Frau zu, ein Unternehmen zu gründen. Aber jedes Kleid, das wir verkaufen, trägt dazu bei, dass sich das ändert.“

Zur Person: Die Britin Sophie Slater, 25, ist Mitbegründerin von Birdsong (birdsong.london), einer Internetplattform für Mode, die nach feministischen Richtlinien produziert und vertrieben wird. Geboren wurde sie in Sheffield als Tochter einer Lehrerin und eines Verwaltungsbeamten des Königshauses. Neben ihrem Job bei Birdsong hält sie Feminismus-Workshop an Schulen ab, arbeitet in einer sozialen Beratungsstelle und als Journalistin. Hier findest du ein Interview mit Sophie Slater in englischer Sprache.

Diesen Bericht von Sarah Levy entdeckte ich in der Zeitschrift BRIGITTE 18/2016. Er hat mir so gut gefallen, dass ich den größten Teil davon für euch abgetippt habe. Ich gehe davon aus, dass das sowohl für die Autorin als auch für den Verlag in Ordnung ist, da ich auf meine Anfrage zur Abdruckerlaubnis nie eine Antwort erhalten habe…

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Stressbewältigung: Männer sind anders, wir Frauen auch

Wissenschaftler haben festgestellt, dass der weibliche Körper Stress rascher und umfassender abbaut als der männliche. Die in der Studie untersuchten Frauen produzierten weniger Cortisol (Stresshormone) und weniger Adrenalin als die Männer, die sich denselben Tests unterzogen. Auch die Herzfrequenz und der Blutdruck stiegen vergleichsweise weniger stark an.

Die Natur hat es außerdem so eingerichtet, dass der männliche Körper mehr Testosteron als der weibliche produziert, das in Stresssituationen den Neurorezeptoren „befiehlt“, alles fallen zu lassen und blitzschnell auf eine bedrohliche oder emotional eskalierende Situation zu reagieren. Während dies bei den Höhlenmenschen überlebenswichtig war, mündet dieser Testosteronschub heutzutage oft in Stressreaktionen oder gar Aggression. Männer sind deshalb auch stärker Herzinfarkt gefährdet als Frauen.

Männer sind auf emotionalem Rückzug

Wenn sich Männer sehr unter Druck gesetzt fühlen, machen sie innerlich zu und verschließen sich. Sie versuchen meist, ihren Stress oder ihre Gefühle mit sich selber auszumachen. Meist widerstrebt es ihnen auch, andere um Hilfe zu bitten bzw. neigen sie dazu, die Schuld für ihren Stress/ihre Situation bei anderen zu suchen.

Frauen öffnen sich emotional

Wenn Frauen unter Stress stehen, gehen sie meist auf andere (Frauen) zu und möchten über ihre Gefühle reden. Sie reagieren emotional oder holen sich von außen Hilfe. Das kann Unterstützung von FreundInnen oder aber auch von TherapeutInnen sein. Frauen neigen jedoch eher dazu, die Schuld für ein Problem oder eine Stresssituation bei sich zu suchen. Sie sind aber auch anfälliger für Depressionen (lt. Studien doppelt so häufig wie Männer).

„Und die Moral von der Geschicht’…“

Wenn wir verstehen, dass Männer schon aufgrund ihrer Hormone auf emotionale oder stressige Belastungen ganz anders reagieren als wir Frauen, dann können wir viel besser verstehen und auch leichter akzeptieren, dass sie nicht über ihre Probleme sprechen, vieles mit sich alleine ausmachen bzw. keine professionelle Hilfe aufsuchen wollen. Ob und wie wir dennoch in Gesprächen herausfinden können, was unseren Liebsten bedrückt, bedarf unserer weiblichen Feinfühligkeit und unseres Einfühlungsvermögens.

Eine Blog-Reihe für uns Frauen, die uns helfen kann, unsere Männer mit neuen Augen zu sehen, um sie (noch besser) zu verstehen.

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Warum ich zur Vegetarierin wurde

Zehn Jahre lang haben sich meine Eltern redlich bemüht, aus mir einen ernährungstechnisch normalen Menschen zu machen. Denn ich verweigerte in meinem ersten Lebensjahrzehnt jegliches Fleisch sowie alle Milch- und Milchprodukte. Und bis heute mag ich keine Zwiebeln, keinen Knoblauch und keine Lauchgewächse. Und das ist noch nicht alles 😉 .

Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich als 8-Jährige ganz langsam und mühsam zu lernen begann, Käse zu essen. Und das, obwohl mein Vater eine leitende Funktion in einer großen Molkerei innehatte. Ein Butterbrot zu essen war für mich kein Problem, deshalb vermischte meine Mutter milden Streichkäse mit ganz viel Butter, damit ich mich an den Käsegeschmack gewöhnte. Als ich dieses Etappenziel erreicht hatte, aß ich in den kommenden Wochen immer mal ein dick bestrichenes Butterbrot, belegt mit haudünnen und fast geschmacklosen Weichkäsescheiben. Als das für mich kein Problem mehr war, wechselte ich dann allmählich zu kräftigeren Käsesorten, bis ich schließlich auch „Stinkekäse“ essen konnte. Alle waren damals so stolz auf mich!

Als Kind ekelte ich mich vor Wurst

Auch Würste fand ich ekelhaft! Aber das ist eine eigene Geschichte. Heute, einige Jahrzehnte später, ist mir bewusst, dass ich damals schon als Beinahe-Veganerin zur Welt gekommen war, aber dem damals vorherrschenden Gepflogenheiten der Gesellschaft, in der ich aufwuchs, überhaupt nicht entsprach. Viele Kinder haben einen natürlichen Instinkt und spüren genau, was ihnen gut tut und was nicht. Ich habe in meiner Zeit als Kinesiologin sehr oft die Erfahrung gemacht, dass Kinder Allergien und Unverträglichkeiten auf genau jene Nahrungsmittel haben, die sie ursprünglich eigentlich gar nicht essen wollten (und häufig dazu gezwungen wurden).

Seit einigen Jahren bin ich aus ethischen Gründen Vegetarierin und bewege mich in Richtung Veganerin. Mich interessieren keine Fakten und Statistiken, wonach Fleischessen ungesund sein soll. Nein, ich mag kein Fleisch mehr, weil ich keine toten Tiere essen mag. Und da gehören für mich auch Fische und Meerstiere dazu.

Warum wir Hunde lieben und Schweine essen

Ich finde es immer ganz erstaunlich, dass liebevolle und fürsorgliche Pferde-, Hunde-, Katzen-, Hamster- oder Meerschweinchenhalter ohne mit der Wimper zu zucken ein blutiges Steak verdrücken können. Zu diesem Thema hat übrigens die amerikanische Sozialpsychologin Melanie Joy ein sehr interessantes Buch geschrieben: „Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen“. Daraus ein Auszug:

„Versetzen Sie sich für einen Moment in folgende Szene: Sie sind bei Freunden zu einem festlichen Abendessen eingeladen. Gemeinsam mit den anderen Gästen sitzen Sie an einem stilvoll gedeckten Tisch. Der Raum ist angenehm warm, das Kerzenlicht spiegelt sich in den Kristallgläsern mit Wein und man unterhält sich ganz entspannt. Aus der Küche duftet es verführerisch nach reichhaltigen Speisen. Sie haben den ganzen Tag nichts gegessen und Ihr Magen knurrt. Nach einiger Zeit –es kommt Ihnen wie Stunden vor –erscheint die Gastgeberin und bringt aus der Küche eine appetitlich dampfende Schüssel mit Geschnetzeltem.

 Der Wohlgeruch von Fleisch, Gewürzen und Gemüse durchzieht den Raum. Sie nehmen sich eine kräftige Portion, und nachdem Sie von dem zarten Fleisch einige Bissen gekostet haben, fragen Sie die Gastgeberin nach dem Rezept. „Das gebe ich dir gerne“, antwortet sie. „Als Erstes nimmst du fünf Pfund Golden-Retriever-Fleisch, gut mariniert, und dann …“ Golden Retriever? Wahrscheinlich werden Sie mitten im Kauen erstarren, als Ihnen klar wird: Das Fleisch in Ihrem Mund stammt von einem Hund . Und jetzt? Essen Sie weiter? Oder stößt Sie der Gedanke ab, dass auf Ihrem Teller Golden Retriever liegt und dass Sie gerade davon gegessen haben?“

Verdrängung hält manche von fleischlosem Essen ab

Was läuft hier ab? Wenn wir an einen Golden Retriever denken, sehen wir vor unserem geistigen Auge einen Hund, wie er mit einem Ball durch den Garten tollt, mit Kindern spielt, entspannt vor dem Kamin döst oder neben einem Jogger herläuft. Und diese Gefühle lösen in uns Mitgefühl oder Mitleid für den getöteten Hund aus und Ekel bei der Vorstellung, dieses Tier zu essen. Wenn wir es jedoch mit Rindfleisch zu tun haben, überspringen wir diesen Teil des Wahrnehmungsprozesses, der in unserem Kopf die Verbindung zwischen Fleisch und und einer Kuh herstellt.

Ich selbst zähle mich nicht zu den militanten VegetarierInnen, die andere verurteilen, weil sie gerne Fleisch essen. Denn Menschen haben verschiedene Gründe, warum sie sich nicht ausschließlich von Gemüse, Getreide und Obst ernähren möchten.

Warum ich diesen Bericht ausgerechnet in meinem Frauenblog veröffentliche? Weil es meiner Erfahrung nach insbesondere wir Frauen sind, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ernährungsgewohnheiten  unserer Familien und somit auch indirekt auf unsere Gesellschaft haben. Es sind jedoch immer häufiger unsere Kinder und Jugendlichen, die uns Erwachsenen nachhaltig dahingehend beeinflussen, auf Fleischkonsum zu verzichten, weil sie schlichtweg das Essen von Tieren aus ethischen Gründen ablehnen.

 

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Warum es sich lohnt, hinter die Kulissen des Lebens zu blicken

Nein, es ist kein Zufall, dass ich im Internet über die so genannten „vier indischen Gesetze der Spiritualität“ gestolpert bin. Denn – wie so viele von euch – glaube auch ich schon lange Zeit nicht mehr an Zufälle. Eher sehe ich jetzt diesen „Zufall“ als einen dezenten Hinweis von oben, die spirituellen Gesetzmäßigkeiten auf meinem Blog zu veröffentlichen und sie vielen zugängig zu machen. Hier sind sie also:

Erstes Gesetz: Die Person, die dir begegnet, ist (immer) die richtige

„Wie bitte? Soll das ein Witz sein?“, höre ich einige von euch fragen. „Mein Ex-Mann, der keine Alimente zahlen will? Die Schwester meiner Freundin, die ihr den Mann ausgespannt hat? Mein chauvinistischer Chef, die die Frauen verachtet und sie dementsprechend behandelt? Das mit der richtigen Begegnung ist jetzt nicht wahr, oder?“

Wenn wir die vertraute menschliche Denkebene verlassen und von oben auf unser Leben schauen, glauben wir dann immer noch, dass unser Leben von Zufällen bestimmt wird? Was wäre dann mit unserem freien Willen? Mit unserer inneren Freiheit? Mit einem höheren Plan, dem wir vor langer, langer Zeit – als wir noch als Seelen auf einer anderen Ebene weilten – zugestimmt haben?

Niemand kommt zufällig in dein Leben. Jeder Mensch hat eine Botschaft, eine Lernerfahrung oder eine sonstige Bereicherung für dich. Dass das nicht immer nur angenehme sind, hängt mit uns Menschen zusammen. Denn, seien wir doch ehrlich: Brauchen wir nicht hin und wieder vom Leben einen Tritt in den Po, um uns weiterzubewegen, um unsere Komfortzone zu verlassen und ein paar Schritte auf unserem Entwicklungsweg voranzukommen.

Zweites Gesetz: Das, was passiert, ist das Einzige, was passieren konnte

Hast du dir schon einmal gedacht: „Hätte ich mich nur nicht auf diesen Mann eingelassen!“ oder „Hätte ich nur besser verhütet!“ oder „Hätte ich doch schon früher Frieden mit meiner Familie geschlossen!“…?

Vergiss es gleich wieder! Alles ist gut, so wie es ist! Nein, das ist keine Beschönigung, sondern eine Betrachtungsweise, für die man die menschliche Sichtweise beiseite schieben und auf eine spirituelle oder zumindest ganzheitliche umschalten sollte.

Ja, es war gut und richtig, dass du dich genau auf diesen Mann eingelassen hast, denn nur durch ihn konntest du genau die Erfahrungen machen, die wichtig für dich waren. Vielleicht hat es länger gedauert, bis du das erkannt hast. Vielleicht brauchte es mehrere Männer, die dir nicht gut getan haben, um die eine – für dich so wichtige – Erfahrung zu machen. Aber all das brachte dich auf deinen Weg, machte dich stark, zäh und vielleicht ein Stückchen unabhängiger. Wir lernen freiwillig – aber noch viel häufiger unfreiwillig. Deshalb seien wir dankbar, dass immer genau das in unser Leben tritt, was wirklich wichtig für uns und unsere Entwicklung ist.

Drittes Gesetz. Jeder Moment, in dem etwas beginnt, ist der richtige Moment

Früher konnte jedes Kind selbst entscheiden, wann es zur Welt kommen wollte. Es gab keinen Kaiserschnitt und keine Wehenverstärker. Es kam, als die Zeit genau richtig dafür war, als seine Seele sagte: „Go!“

Heute wollen wir alles planen: Den richtigen Zeitpunkt zum Kinderkriegen, zum Heiraten, zum Karrieremachen, zum … Klar, unser heutiges Leben ist sehr komplex und wir wollen nichts „Freund Zufall“ überlassen. Aber haben wir schon einmal darüber nachgedacht, die Zügel unseres Lebens ein wenig mehr zu lockern, spontane Entscheidungen zu treffen oder das Leben auf uns zukommen zu lassen? Wir haben keine Ahnung davon, was wir alles schon versäumt haben, weil wir dem Leben immer mal wieder durch unsere Planungen hineingepfuscht haben.

Deshalb: Locker lassen, entspannen, zurücklehnen und im Vertrauen bleiben, dass alles zum richtigen Zeitpunkt auf uns zukommen wird, was wichtig für uns ist! Wenn es uns gelingt, unserem Ego ein kleines Pflaster über den Mund zu kleben, damit es sich ein wenig leiser bemerkbar macht, wird uns das Fließenlassen leichter gelingen.

Viertes Gesetz: Was zu Ende ist, ist zu Ende

Wenn eine Packung Milch abgelaufen und der Inhalt sauer ist, dann ist es mit der Milch vorbei. Dann kannst du machen, was du willst, die Milch wird nicht mehr frisch. Wenn deine Partnerschaft zu Ende bzw. eure Liebe füreinander erloschen ist, dann kannst du ebenfalls machen, was du willst. Sie hat aufgehört zu existieren. Vielleicht schaffst du es, die Beziehung in eine Freundschaft umzuwandeln. Oder aber du hältst im Außen an der Beziehung fest, weil eine Trennung für dich nicht in Frage kommt. Aber im Herzen ist die liebevolle und beglückende Beziehung tot. Aus die Maus!

Ja, das kann sehr traurig sein, und viele von uns knabbern sehr lange daran. Es fällt ihnen schwer, ihre Vorstellungen und Erwartungen, ihre Wünsche und ihre Träume loszulassen. Schon wieder dieses Wort „Loslassen“. Wer kann das überhaupt noch hören?

Die Kunst des Loslassens sollte uns ein Leben lang begleiten, denn es besteht ja eigentlich aus einer Aneinanderreihung von längeren oder kürzeren Lebensabschnitten. Und wenn wir die nicht verabschieden können, entwickeln wir uns nicht weiter. Was aber nicht bedeutet, dass wir uns alle paar Jahre von jemandem trennen sollten. Denn auch die Weiterentwicklung unserer Liebe und unserer Partnerschaft ist ein Prozess des Loslassens. Wir verabschieden uns dabei jeweils von jenem Menschen, der wir selber über einen langen Zeitraum waren, und entdecken uns  dabei wieder vollkommen neu. Sobald wir jedoch Ende und Neubeginn, Transformation und Veränderung ganz bewusst in unser Leben lassen, dann wird es ein erfülltes und sehr glückliches werden. Davon bin ich aus tiefstem Herzen überzeugt!

PS: Übrigens, ich müsste jetzt ganz weit ausholen um ausführlicher zu erklären, warum ich vor vielen Jahren aufgehört habe, an Zufälle zu glauben. Tatsache ist für mich, dass es hinter den vordergründigen Blicken auf unser Leben noch viele bedeutsame spirituelle Gesetzmäßigkeiten gibt, mit denen wir Menschenseelen untrennbar verbunden sind. Sozusagen mit einer höheren spirituellen Ordnung. Doch – wie gesagt – das ist eine andere Geschichte. Vielleicht schreib ich mal darüber.

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Wie du emotionale Manipulation schon von weitem erkennen kannst

Wir alle lassen uns mehr oder weniger von anderen emotional manipulieren oder um den Finger wickeln. Aber auch umgekehrt wissen wir genau, wie es geht, wenn wir etwas durchsetzen wollen, was der andere nicht unbedingt will. Denn das konnten wir schon, als wir noch ganz klein waren. Denk einmal an die Zeit, als du noch ein Mädchen warst. Du hast doch sicherlich genau gewusst, was du anstellen musstest, um ein zweites Eis zu bekommen oder am Abend länger als eigentlich vorgesehen aufzubleiben.

Schon damals hast du dich unbewusst einiger Mechanismen bedient, die so wirkungsvoll waren, dass die Erwachsenen deinen Wünschen nachgaben. Umso erstaunlicher ist es, dass wir im Erwachsenenalter oft gar nicht durchschauen, wann uns jemand anderer seinen Willen aufzwingen will. Denn das geschieht dann oft so subtil, dass es uns erst im Nachhinein, wenn überhaupt, auffällt.

ES FÄNGT MEIST ALLES GANZ HARMLOS AN, ABER DANN…

Als Kind so lange zu betteln oder den Vater mit kleinmädchenhaftem Charme so lange zu umgarnen, bis wir das bekommen, was eigentlich nicht vorgesehen war, ist eine Sache. Aber dabei bleibt es im Erwachsenenleben meistens nicht, denn da geht es dann nicht mehr nur um Schokolade, sondern um den Druck auf jemand anderen.

Emotionale Manipulation ist ein schleichender Prozess, der uns anfangs gar nicht bewusst ist. Erst dann, wenn wir uns schlecht fühlen, weil andere auf die emotionale Tränendrüse drücken, drohen, schreien oder uns Liebe entziehen, merken wir, dass etwas mit uns nicht stimmt. Genau: Wir glauben, mit UNS stimmt etwas nicht. Doch meist sind es die anderen, die uns um den Daumen wickeln und unsere Grenzen überschreiten.

Je schwächer der Selbstwert, desto leichter sind wir zu manipulieren. Desto größer unser schlechtes Gewissen, wenn wir den Erwartungen des anderen nicht entsprechen. Und desto intensiver sind auch unsere Bemühungen, alles besser zu machen und den anderen nicht zu enttäuschen.

SO KANNST DU EMOTIONALE MANIPULATION ERKENNEN

Es gibt ganz klare Anzeichen und Hinweise dafür, dass dich jemand emotional manipuliert – und das manchmal nicht einmal bewusst. Denn meist ist es ein erlerntes Manipulationsverhalten, das uns bereits im Elternhaus vorgelebt wurde und das wir 1:1 übernommen haben. Weil es damals so normal war und wir uns bis heute keine Gedanken darüber machten.

Es ist erwiesen, dass wir Frauen uns mehr manipulieren lassen als die Männer. Über Jahrhunderte hinweg waren Frauen den gesellschaftlichen Zwängen und auch den Launen ihrer männlichen Geschlechtsgenosssen ausgeliefert. Wehe, sie erfüllten nicht die Ansprüche der männlich dominierten Gesellschaft. Auch wenn wir heute im 20. Jahrhundert die alten Muster durchschaut haben und uns gleichberechtigt fühlen, fallen wir immer wieder in die angeborenen oder anerzogenen Verhaltensweisen unserer Mütter und Großmütter zurück. Wahrscheinlich auch deshalb, weil diese Verhaltensweisen auch auf der genetischen Ebene von Frauengeneration zu Frauengeneration weitergegeben wurden. Und auf der energetischen, über das morphologische Feld.

SO ERKENNST DU, DASS DICH JEMAND UM DEN FINGER WICKELN WILL

Nun kommen wir zu den 6 typischen Merkmalen emotionaler Manipulation, die gemeinsam einen zusammenhängenden Handlungsablauf bilden:

  • Es werden FORDERUNGEN gestellt, die bisweilen sehr verschleiert formuliert werden, wie z. B. „Du könntest mir doch dein Auto leihen!“
  • Der Forderung wird anfangs noch ein NEIN oder ein WIDERSTAND entgegengesetzt, z. B. „Ich möchte mein Auto nicht verleihen, an niemanden!“
  • Das Nein wird nicht akzeptiert und deshalb wird jetzt DRUCK gemacht. Das könnte folgendermaßen lauten: „Du liebst mich doch, oder etwa nicht? Warum kann ich nicht dein Auto benutzen?“
  • Wenn das alles nichts hilft, wird der Druck verstärkt und kann in weiterer Folge sogar in eine DROHUNG ausarten. Das könnte sich in unserem Beispiel folgendermaßen anhören: „Wenn du mir so eine Kleinigkeit, wie das Leihen deines Autos, verweigerst, sehe ich mich gezwungen, ernsthaft über eine Fortsetzung unserer Beziehung nachzudenken!“
  • Je nach Persönlichkeit ist nun entweder Schluss mit dem Unter-Druck-Setzen und der Manipulierer muss erkennen, dass er damit nicht weiterkommt –  oder aber es geht in die nächste Runde, wo der Erpresste keine andere Möglichkeit mehr sieht, als KLEIN BEIZUGEBEN. „Na gut, wenn du unbedingt meinst, dann nimm halt mein Auto. Ich möchte mit dir eine harmonische Beziehung führen, das ist mir am Allerwichtigsten.“
  • Mit Nachgeben wird  der Grundstein für die WIEDERHOLUNG der Manipulation gelegt. Wenn der Manipulierte nichts dagegen unternimmt, wird diese Verhaltensweise in verschiedenen Lebensbereichen weitergehen. So lange, bis der Manipulierte sein Verhalten ändert und den Manipulierer damit zwingt, seine manipulative Verhaltensweise zu ändern bzw. bis die Beziehung vielleicht sogar beendet wird.

Im nächsten Blogbeitrag aus dieser Serie werde ich darauf eingehen, wie man einen Menschen erkennen kann, der andere immer wieder erfolgreich manipuliert.

Zum Thema „Lass’ dich nicht um den Finger wickeln!“ plane ich ein eSeminar, dass du dann jederzeit von zu Hause aus mitmachen kannst. 

 Weiterführende Literatur zum Thema:

Thieme, Dörte: Trau keinem, der dein Bestes will: Emotionale Erpressung erkennen – durchschauen – beenden.

Forward, Susan; Frazier, Donna: Emotionale Erpressung. Wenn andere mit Gefühlen drohen.

 

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