Artikelserie: Was dir die Welt gerade zeigen will
Es gibt Tage, an denen du morgens aufwachst und bereits weißt, noch bevor du die Augen richtig geöffnet hast, dass es heute irgendwie schwerer wird. Eine Unruhe, die sich nicht klar benennen lässt. Etwa eine innere Enge, die keinen konkreten Anlass hat oder ein Gefühl, als würde etwas Unsichtbares auf deinen Schultern lasten. Du hast zwar gut geschlafen, und dein Leben ist gerade nicht besonders belastend, und trotzdem ist da diese Schwere.
Oder du liest kurz in die Nachrichten, nur ein paar Minuten, und spürst, wie sich etwas in deinem Inneren zusammenzieht. Wie dein Atem flacher wird. Wie eine Unruhe entsteht, die sich durch den ganzen Tag zieht und die du nicht wirklich loswerden kannst, egal was du versuchst.
Als (hoch)sensibler Mensch nimmst du das kollektive Angstfeld wahr, das gerade außergewöhnlich dicht und aufgewühlt ist, und dein Energiesystem reagiert darauf, wie es eben reagiert, wenn es sehr sensitiv ist und sich sehr weit ausdehnt.
Was das kollektive Angstfeld ist
Das kollektive Angstfeld ist keine abstrakte spirituelle Idee, sondern eine sehr reale energetische Realität. Es ist die Summe aller Ängste, Sorgen, unverarbeiteten Traumata und kollektiven Spannungen, die gerade im Bewusstseinsfeld der Menschheit schwingen, und es wird gerade von mehreren Seiten gleichzeitig gespeist.
Da sind die konkreten Ereignisse im Außen, also Konflikte, die sich ausweiten, wirtschaftliche Unsicherheiten, die wachsen, und politische Spannungen, die sich entladen. Da sind die jahrtausendealten kollektiven Endzeitbilder, die durch diese Ereignisse wieder aktiviert werden und das Feld mit uralter Angstenergie aufladen. Und da ist die moderne Nachrichtenmaschinerie, die rund um die Uhr dafür sorgt, dass diese Energie immer weiter zirkuliert, verstärkt und in immer mehr Menschen hineingetragen wird.

Warum mehr Nachrichten nicht hilft
Es gibt einen Reflex, der bei vielen Menschen einsetzt, wenn sie sich unwohl fühlen und nicht genau wissen, warum, und dieser Reflex ist das Suchen nach Erklärungen. Man liest mehr, analysiert mehr, versucht zu verstehen, was gerade passiert, in der Hoffnung, dass das bessere Verstehen die Unruhe auflöst.
Aber bei kollektiven Angstfeldern funktioniert das nicht, denn mehr Nachrichten bedeuten mehr Kontakt mit genau jenem Feld, das die Unruhe erzeugt. Es ist, als würde man versuchen, einen aufgewühlten See zu beruhigen, indem man immer mehr Steine hineinwirft. Was wirklich hilft, ist das Gegenteil dessen, was der erste Reflex nahelegt: je lauter es draußen wird, desto mehr ist es an der Zeit, nach innen zu gehen. Und das nicht als Flucht vor der Realität, sondern als bewusste energetische Entscheidung.

Was du konkret tun kannst
Es gibt einige Dinge, die mir in meiner eigenen Praxis und in der Arbeit mit hochsensiblen Menschen immer wieder als besonders wirksam aufgefallen sind, wenn das kollektive Angstfeld besonders dicht ist.
Das Erste und Grundlegendste ist die Frage: Ist das, was ich gerade fühle, wirklich meins? Diese Frage, selbstreflektiert und ehrlich gestellt, schafft sofort einen kleinen Abstand zwischen dir und dem, was du wahrnimmst, und dieser Abstand ist bereits ein erster Schritt aus dem Strudel fremder Energien heraus.
Das Zweite ist Erdung im wörtlichen Sinn, also die bewusste Verbindung mit dem Körper und mit der Erde. Wenn du merkst, dass die Unruhe von außen kommt, hilft es, die Aufmerksamkeit bewusst in den Körper zu bringen, die Füße auf dem Boden zu spüren, tief und bewusst auszuatmen und eine Hand auf das Herz zu legen. Das sind keine spirituellen Übungen für besondere Momente, sondern sehr praktische Wege, das Nervensystem zu beruhigen und die Energie wieder nach innen und nach unten zu bringen.
Das Dritte ist eine bewusste Entscheidung darüber, wie viel Kontakt du mit dem kollektiven Angstfeld haben möchtest. Das bedeutet nicht, die Welt zu ignorieren, aber es bedeutet, bewusst zu wählen, wann und wie lange du Nachrichten liest und wie du danach wieder zu dir zurückfindest.

Der innere Anker
Es gibt einen Ort in dir, den das kollektive Angstfeld nicht erreichen kann, und das ist jener Ort, an dem du mit deiner eigenen Seele verbunden bist. Er ist immer da, auch wenn er in turbulenten Zeiten schwerer zu finden ist, auch wenn der Lärm von außen so laut ist, dass deine innere Stimme kaum zu hören ist.
Dieser innere Ort ist dein Anker in einer Zeit des Wandels, und ihn zu pflegen ist keine Nebensache, sondern das Wichtigste, was du gerade tun kannst. Ein Mensch, der in seiner eigenen Frequenz bleibt, während das kollektive Feld in Aufruhr ist, verändert das Feld um sich herum. Auf eine sanfte Art und ohne etwas zu erzwingen, aber beständig und real. Das ist dein Beitrag in dieser Zeit, und er beginnt nicht mit einer großen Geste im Außen, sondern mit dem stillen Entschluss, immer wieder zu dir zurückzukehren, egal wie unruhig es draußen wird.
Ingrid Auer ist international anerkannte spirituelle Lehrerin, Bestseller-Autorin und Channel-Medium, die seit den 1990er Jahren als eine Pionierin auf dem Gebiet der spirituellen Heilung arbeitet. Sie bietet Seminare und Workshops zu Themen wie Engel, Aufgestiegene Meister, Lemurische Göttinnen und spirituelle Heilarbeit an. Ingrid Auer ist bekannt für ihre tiefgründigen Einsichten in spirituelle Zusammenhänge und ihre Arbeit zur Unterstützung des individuellen und kollektiven Bewusstseinswandels.
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