Artikelserie: Was dir die Welt gerade zeigen will

Es gibt einen Moment in großen Transformationsprozessen, der besonders schwer auszuhalten ist. Und das ist jener Moment, in dem das Alte bereits zerfällt und das Neue noch nicht Form angenommen hat. In dem die Strukturen, die Sicherheit und Orientierung gaben, nicht mehr verlässlich sind, aber noch kein neuer Rahmen sichtbar ist, der sie ersetzen könnte.

Wir befinden uns gerade in diesem Moment, kollektiv und in vielen Bereichen gleichzeitig. Wirtschaftliche Strukturen, die jahrzehntelang stabil schienen, zeigen tiefe Risse. Politische Systeme, die als selbstverständlich galten, verlieren ihre Überzeugungskraft. Gesellschaftliche Übereinkünfte, die lange ohne große Diskussion funktionierten, werden infrage gestellt. Und das alles geschieht gleichzeitig und in einem Tempo, das kaum Zeit zum Verarbeiten lässt.

Was in dieser Zeit an die Oberfläche kommt

Wenn Strukturen zerfallen, dann kommen dabei immer Dinge an die Oberfläche, die vorher verborgen waren. Das ist kein angenehmer Prozess, aber er ist ein notwendiger. Denn was an die Oberfläche kommt, kann wahrgenommen, benannt und transformiert werden, während das, was im Verborgenen bleibt, weiterwirkt, ohne dass man es einordnen oder verändern kann.

Was gerade an die Oberfläche kommt, sind die Widersprüche und Unwahrheiten, auf denen viele der bestehenden Systeme aufgebaut waren. Die Abhängigkeiten, die im Namen von Sicherheit und Fortschritt erzeugt wurden. Die Machtstrukturen, die sich hinter wohlklingenden Narrativen versteckt haben. Das zu sehen ist schwer. Aber es ist auch der Beginn von etwas Neuem, denn Erneuerung beginnt immer mit dem Sehen von dem, was ist.

Buch Ende Gut Alles Gut Warum die Welt gerade Kopf steht und am Ende doch alles gut wird von Ingrid Auer

Was die Geistige Welt über zerfallende Strukturen sagt

Die Geistige Welt hat das, was gerade geschieht, schon vor Jahren so beschrieben: Der Schein wird wegfallen, und nur das Sein wird übrigbleiben. Alles wird sichtbar werden, denn die Wahrheit kommt ans Tageslicht. Das ist eine Aussage, die in allen Lebensbereichen gültig ist.

Auf kollektiver Ebene sehen wir gerade, wie der Schein, also die Fassade von Stabilität, Verlässlichkeit und guter Absicht, bei vielen Systemen und Strukturen wegfällt und das Sein, also das, was wirklich darunter liegt, sichtbar wird. Auf persönlicher Ebene lädt diese Zeit dazu ein, denselben Prozess nach innen zu vollziehen, nämlich zu schauen, welche eigenen Überzeugungen und Muster auf Schein beruhen und nicht auf echtem Sein.

Strukturen zerfallen - Frau fällt

Warum Loslassen keine Niederlage ist

Das Schwierigste in Zeiten des Strukturzerfalls ist oft das Loslassen von dem, was war, auch wenn man längst spürt, dass es keinen Halt mehr gibt. Wir sind an das Vertraute gewöhnt, sogar an vertraute Schwierigkeiten. Und oft fühlt sich das Unbekannte zunächst unsicherer an als das Bekannte, selbst wenn es besser für uns ist.

Aber Loslassen ist der natürliche und notwendige Schritt in jedem echten Übergang. Es schafft den Raum, den das Neue braucht, um entstehen zu können. Die Geistige Welt erinnert uns daran, dass nichts wirklich verloren geht, sondern sich verwandelt. Und dass das, was gerade zerfällt, seinen Auftrag erfüllt hat und damit Platz macht. Für etwas, das dem entspricht, was das Bewusstsein der Menschheit gerade braucht.

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