NIMM DIR ZEIT FÜR DEINE WEIBLICHKEIT. Lege deine YANG-Mäntelchen ab

Frauen werden mit weiblichen Attributen und Qualitäten geboren, doch im Laufe ihres Lebens hängen sie sich ein männliches Mäntelchen nach dem anderen um. Denn sie wachsen in einer männlich-geprägten Welt auf und machen oft die Erfahrung, dass es sich einfacher lebt, wenn sie sich männliche Eigenschaften antrainieren.

Nimm dir ein paar Minuten Zeit und überlege, welche männlichen YANG-Mäntelchen du bewusst ablegen oder zumindest einmal „auslüften“ könntest, wie beispielsweise

  • Perfektionismus
  • Leistungsdruck
  • Kontrolle
  • Dominanz
  • Schnelligkeit
  • Anspannung
  • Erfolgsstreben
  • Machtanspruch
  • Strenge oder
  • Prinzipien,

um nur einige zu nennen. Je mehr YANG-Mäntelchen du ablegst, desto mehr YIN-Qualität wirst du darunter entdecken, wie beispielsweise

  • mehr Hingabe als Kontrolle
  • mehr Entspannung als Anspannung
  • mehr Weisheit als Wissen
  • mehr Fantasie als Realität
  • mehr Intuition als Logik
  • mehr Sein als Tun
  • usw.

Wenn du deine weiblichen YIN-Qualitäten bewusst wiederentdecken möchtest, dann findest du im Buch „Das YIN-Prinzip. Entdecke deine weibliche Essenz“ von Daniela Hutter eine Fülle an wunderbaren Impulsen. Ich wünsche dir viel Freude auf deiner Entdeckungsreise zu dir selbst!

 

Frauenbewusstsein

Warum wir immer wieder auf uns selbst vergessen

Sei gut zu dir! Warum Selbstfürsorge so wichtig ist (01)

Gerade wir Frauen haben sehr früh gelernt – oder mit der Muttermilch eingesogen –, dass wir Sorge für andere tragen: für unsere Babys, Kinder, Männer, Familien, Freunde, Tiere oder Pflanzen. Klar gibt es auch fürsorgliche Männer, keine Frage! Ich beobachte jedoch immer wieder, dass gerade wir Frauen in der Fürsorge dabei oft über unsere gesunden Grenzen gehen und auf die Selbstfürsorge völlig vergessen.

Fürsorglich sein bedeutet, sich meist freiwillig und unaufgefordert um die Bedürfnisse anderer zu kümmern. Ja, manchmal sogar die Verantwortung für jemand anderen zu übernehmen, obwohl er sie eigentlich selber tragen könnte oder sollte.

Und dabei übersehen wir ganz leicht die Fürsorge für uns selbst. Denn ein Defizit an Aufmerksamkeit, Zuwendung oder Annehmlichkeiten fällt uns eher auf, wenn es andere betrifft, als wenn es um uns selber geht. Lieber verzichten wir auf etwas, passen uns an oder zwingen uns zu Situationen oder Handlungen, die uns eigentlich gar nicht angenehm sind. Und dann?

Dann sind wir frustriert, ausgepowert, mürrisch, stinksauer oder wütend und wissen oft nicht einmal genau warum. Im schlimmsten Fall leidet unsere Gesundheit unter mangelnder Selbstfürsorge. Doch das zu ändern, liegt ganz alleine an uns! Mangelnde Selbstfürsorge kann man nicht jemand anderem in die Schuhe schieben, denn wir sind selber dafür verantwortlich. Nur auffallen muss uns diese Schieflage in unserem Leben, erst dann können wir wirklich etwas daran verändern. Packen wir es also an!

Mangelnde Selbstfürsorge hat immer auch mit fehlender oder zu schwach ausgeprägter Selbstliebe zu tun. Wenn du dafür eine Hilfe suchst, dann empfehle ich dir mein energetisiertes Symbol / meine energetisierte Essenz „Engel für Liebe und Selbstliebe“.

 

 

 

 

 

 

Frauenbalance

Weißt du wirklich, was dir gut tut?

Sei gut zu dir! Warum Selbstfürsorge so wichtig ist (03)

Selbstfürsorge liegt in unserer Hand, ausschließlich! Das bedeutet, dass wir uns im ersten Schritt selber beobachten sollten,

wer wir sind,

was uns wichtig ist und

was wir brauchen,

um ausgeglichen, zufrieden oder glücklich zu sein.

Und im zweiten Schritt dafür auch sorgen, dass unsere Bedürfnisse weitgehend Erfüllung finden.

Jeder Erwachsene trägt Verantwortung für sich selbst und Selbstfürsorge ist eine Form von Selbstverantwortung. Wenn jeder Erwachsene für sich selber gut sorgt, gibt es

weniger Burn-outs,

weniger Stress,

weniger Macht- und Konkurrenzkämpfe und

weniger frustrierte bzw. kranke Menschen.

Deshalb sollten wir uns einmal zurücklehnen und uns ein paar grundlegende Fragen stellen, wie:

  • Habe ich genug Raum zum Atmen, also inneren (und äußeren) Freiraum?
  • Führe ich ein authentisches, erfülltes Leben?
  • Gehe ich mit mir selber respektvoll und wertschätzend um?
  • Lebe ich auf einem Platz, der mich schützt, stärkt und nährt?
  • Habe ich die sozialen Beziehungen, die mich positiv durchs Leben begleiten?
  • Führe ich ein weitgehend selbstbestimmtes Leben?
  • Achte ich auf meine Grenzen?
  • Lebe ich bewusst im Hier und Jetzt oder werde ich „gelebt“?

Wenn wir mindestens eine der Fragen mit NEIN beantworten, dann wissen wir, was zu tun ist: nämlich Ärmel hochkrempeln und uns ehrlich auf das Thema Selbstfürsorge einlassen!

Mangelnde Selbstfürsorge hängt eng mit alten Mustern zusammen, die wir von anderen übernommen haben. Es gilt, sie zu erkennen und dann auch wirklich loszulassen. Wenn du dabei Hilfe suchst, dann empfehle ich dir mein energetisiertes Symbol / meine energetisierte Essenz „Engel für Loslassen“ bzw. die dazu passende Engel-Aura-Essenz „Erzengel Gabriel“.

 

 

 

 

 

 

 

Frauenbalance

Warum Selbstfürsorge nichts mit Egoismus zu tun hat!

Sei gut zu dir! Warum Selbstfürsorge so wichtig ist (04)

Wie oft wird doch Egoismus mit Selbstliebe, mit einem gesunden Selbstwertoder mit Selbstfürsorge verwechselt! Vielen ist das wohl bewusst und dennoch tappen sie immer wieder in diese Gedankenfalle. Kein Wunder, denn – geprägt durch Religionen oder Gesellschaftsnormen – verhalten sich Menschen im Mangeldenken entsprechend ihrer anerzogenen Lebensphilosophie.

Selbstfürsorge bedeutet – wie das Wort schon sagt –, für sich und seine grundlegenden Bedürfnisse zu sorgen. Menschen, die sich selber wenig gönnen, sind meist auch anderen nichts vergönnt, denn ihr Leben wird von Mangelgedanken geprägt. Wie könnte es auch anders sein? Denn wenn sie selbst nicht die Erlaubnis bekommen haben, dass es ihnen gut gehen darf, dann fällt es ihnen naturgemäß auch schwer, anderen die „Erlaubnis“ dafür zu geben.

Wenn du dir nicht sicher bist, ob du dich gerade in Selbstfürsorge übst oder ob du egoistisch bist, dann stelle dir Fragen wie:

·     Schade ich mit meiner Selbstfürsorge jemand anderem?

·     Übertrete ich dabei die Grenzen von jemand anderem?

·     Vernachlässige ich mit meiner Selbstfürsorge etwas oder jemanden?

·     Gestehe ich jemand anderem dasselbe zu wie mir?

Wenn du diese Fragen ruhigen Gewissens mit NEIN beantworten kannst, dann weißt du, dass du mit deiner Selbstfürsorge meilenweit von Egoismus entfernt bist.

 

Frauenbalance

NIMM DIR ZEIT FÜR DEINE WEIBLICHKEIT. Umgib dich mit Frauen

Ich erinnere mich noch gut an die Zeit in meinem Leben, in der ich regelmäßig Frauenabende bei mir zu Hause veranstaltete. Damals war ich alleinerziehende Single-Mom und ich liebte es, in die Energie dieser Frauengruppe einzutauchen.

Dabei war mir gar nicht bewusst, dass wir Frauen immer wieder die Gegenwart von anderen Frauen suchen sollten, um in die uns verbindende Weiblichkeit ganz bewusst und freudvoll einzutauchen. Oder um uns an dem daraus entstehenden weiblichen Energiefeld zu stärken und in ihm aufzutanken.

Dabei müssen diese Frauentreffen nicht einmal ernsthafte und tiefschürfende Gespräche zum erklärten Ziel haben. Nein, es darf auch herzlich gelacht und geblödelt werden. Alleine schon das Zusammensein von Frauen, die einander wertschätzen, einander mögen und für einander da sein wollen, ist ein kostbares Geschenk in unserer männlich geprägten Zeit. Denn – einige Stunden nur mit Frauen zu verbringen, stärkt und nährt die weibliche Urkraft in uns.

Was hält uns eigentlich davon noch ab, von Zeit zu Zeit private Frauentreffen oder kleine Frauenfeste zu organisieren? Oder regelmäßig nur mit Frauen zusammenzusein, um einander Unterstützung, Kraft, Trost und Zuwendung zu schenken? Egal, wo diese Begegnungen stattfinden – ob privat, in einem Restaurant, am Strand oder bei einer Wanderung: Nehmen wir uns doch öfter als bisher bewusste Zeit für unsere Weiblichkeit und tauchen wir gemeinsam in das uns verbindende Frauenenergiefeld ein!

Frauenblog Frauenenergien

Der Pseudo-Weiblichkeits-Wahnsinn

Meine erste Zahnspange bekam ich erst Ende vierzig … Zugegeben, es war eine ästhetische Entscheidung von mir. Mein Zahnarzt unterbreitete mir zwar sämtliche gesundheitliche Aspekte einer Kieferkorrektur, aber die Entscheidung traf ich letztendlich aus einem anderen Grund.

Doch wie sehr hat Ästhetik mit dem weitverbreiteten Schlankheitswahn und dem exzessiv betriebenen Körperkult noch zu tun? Gibt es da irgendwo unsichtbare Grenzen, die in den letzten Jahren in unserer westlichen Welt unbemerkt überschritten wurden?

Tatsache ist, dass …

  • … es noch nie so viele Fotos von superdünnen, superperfekten und superfaltenfreien Mädchen und Frauen im Netz gab wie jetzt, nicht zuletzt dank Photoshop und Fotofiltern wohlgemerkt.
  • … es noch nie so einfach und erschwinglich war, den weiblichen Körper nach dem Allgemeingeschmack zu „gestalten“, also zu waxen, zu zupfen, zu cremen, zu botoxen, zu trainieren oder auszuhungern. Es gibt ja in der Zwischenzeit nicht nur Botox-Partys und Botox-Flatrates, sondern auch Botox-Angebote zu Studententarifen.
  • … die Hemmschwelle für eine Schönheits-OP noch nie so niedrig war wie heute. Brustoperationen, „Schönheitsoperationen“ im Genitalbereich oder gar eine Brustkorboperation, bei der eine Rippe weggeschnitten wird, um die Taille schmaler zu machen, sind längst fester Bestandteil des gängigen Schönheitskults.

Das Interessante daran ist, dass es den meisten Frauen dabei gar nicht darum geht, unbedingt schöner oder schlanker zu sein, sondern mit ihrem gestylten Körper einer bestimmten Gesellschaftsgruppe zugehören zu wollen. Außerdem leiden viele von ihnen unter Kontrollzwängen, die sich auch auf ihren Körper auswirken:

„Frauen wollen mit ihrem Körper eine Haltung ausdrücken, nämlich Kontrolle über ihren Körper zu haben, diszipliniert zu sein, Leistungsbereitschaft zu zeigen. So lange unser Schönheitsideal mit Erfolg und sozialem Status verbunden ist, wird sich das nicht ändern.“[1]

Während die eine Gruppe von Frauen so lange und intensiv trainiert, bis man auf ihrem Bauch eine vertikale Furche sieht, die sogenannte „Ab Crack“, kommt jetzt aber schön langsam eine Gegenströmung in Bewegung. Bloggerinnen rufen dazu auf, den Körper so zu lieben, wie er ist. Sie stehen zu ihrer Cellulite oder zu ihrem Bauch, den ihre Schwangerschaften hinterlassen haben, und zu ein paar Kilos mehr auf Hüften oder Oberschenkeln. Der erst vor kurzem gezeigte Dokumentarfilm „Embrace“ (Dt.: Umarmung) ermutigt Frauen, aus dem Pseudoweiblichkeitswahn auszusteigen.

Mit Weiblichkeit im eigentlichen Sinn hat dieser Wahn ohnehin nichts mehr zu tun, doch solange Frauen nicht verstehen, was Weiblichkeit wirklich bedeutet, wird sich so schnell nichts am weiblichen Körperkult spürbar ändern.

Ein erster Hoffnungsschimmer zeigt sich jedoch am Horizont: Es sind die „Millennials“, also jene Generation, die zwischen 1980 und 2000 geboren wurde. Immer mehr dieser jungen Frauen (und Männer) vertreten einen bewussten und gesunden Lebensstil und sagen NEIN zum Pseudoweiblichkeitswahn. Über sie werde ich in einem meiner nächsten Blogbeiträge berichten.

[1] Eva Barlösius, Soziologin (BRIGITTE 19/2017, S. 110).

Frauenkoerper

DIE WOLFSFRAU: Warum das Auf und Ab in der Liebe ein Teil unseres Lebens ist

Viele Frauen hängen der romantischen Vorstellung nach, dass ihre Beziehungen – und insbesondere ihre Liebesbeziehungen – auf immer und ewig glücklich und harmonisch sein müssen. Dabei vergessen oder verdrängen sie, dass das Auf und Ab des Lebens ein essenzieller Teil ihres Beziehungslebens ist. Sie empfinden es vielleicht sogar als Strafe oder als ungerechtes Schicksal, wenn es nach einem Hoch in der Liebe wieder eine Weile geradeaus oder gar abwärts zu gehen scheint. Dabei unterstützt sie ihre angeborene weibliche „Instinktnatur“, die ihnen hilft, alle positiven wie negativen Erfahrungen in sich zu integrieren und auch schwierige Situationen auszuhalten. Theoretisch jedenfalls.

Die partnerschaftliche Liebe im Wandel unseres Lebens

Denken wir einmal an die verschiedenen Wachstumsphasen in der Natur. Ein Same fällt auf fruchtbaren Boden, keimt, wächst, bildet Stängel, Blätter bzw. Blüten und zieht sich im Herbst und im Winter wieder zurück, um im nächsten Frühling erneut aus der Erde hervorzukommen und sich im bevorstehenden Vegetationszyklus kraftvoll zu entfalten.

Ähnlich der Natur gibt es auch in der Liebe Phasen des Entstehens, des Wachsens, des Vergehens und des Neuwerdens. Dabei fällt es uns oft schwer, das Abklingen einer Liebe auszuhalten, weil wir oft nicht wissen, ob das Ende einer Partnerschaft gekommen ist oder ob es weitergehen wird. Oder ob es überhaupt noch Sinn macht, an der Beziehung festzuhalten. Oder ob wir an den Fortbestand unserer Partnerschaft glauben dürfen und deshalb an ihr arbeiten sollen. Was aber, wenn die Beziehung wirklich tot ist, oder wir so sehr verletzt wurden, dass wir einfach nicht mehr weitermachen wollen?

Clarissa Pinkola-Estés hat in ihrem Weltbestseller „Die Wolfsfrau“ zu dieser Thematik eine Erzählung aufgeschrieben, die zu meinen Lieblingsgeschichten zählt. Sie mag auf den ersten Blick vielleicht ein wenig gruselig anmuten, denn sie erzählt von einer bedingungslosen Liebe zwischen einem jungen Fischer und einer Skelettfrau, die er durch seine Liebe wieder zum Leben erweckt. Hier ist eine Kurzfassung der Geschichte:

Die Erzählung

Ein Vater stößt seine Tochter wegen eines Vergehens von einer Klippe ins Eismeer. Sie ertrinkt und die Fische nagen sie völlig ab, bis nur mehr ihr Skelett übrig bleibt. Eines Tages zieht ein junger Fischer ins Land und geht nichtsahnend in die Bucht zum Fischen. Aber es ist kein riesiger Fisch, sondern das Skelett des Mädchens, das er aus dem Wasser zieht. Er rennt davon, aber das Skelett bleibt an der Angelleine hängen und will sich nicht abschütteln lassen. In seinem Iglu angekommen fällt er vor Erschöpfung in einen tiefen Schlaf. Als er aufwacht, entdeckt er den Skeletthaufen neben sich liegen. Nach einigem Zögern ordnet er die halbe Nacht lang das Gerippe der Frau, wickelt sich danach in ein warmes Fell und schläft wieder ein. Während er da liegt und träumt, läuft eine helle Träne über seine Wange. Das sieht die Skelettfrau und kriecht heimlich an seine Seite, bringt ihren Mund an seine Wange und trinkt die Träne. Dann beginnt die Skelettfrau über dem Herzen des Mannes auf seiner Brust mit ihren kalten Knochenhänden zu trommeln und zu singen. Da setzen sich Fleisch und Haut an ihren Knochen an, Haare, Augen, Nase, Ohren, breite Hüften, große Brüste, starke Hände und viele Fettpolster. Sie singt ihm die Kleidung von seinem Leib und kriecht unter seine Decke. Von diesem Tag an bleiben sie zusammen und leiden nie mehr Mangel, da sie von den Freunden der Frau, den Geschöpfen des Wassers, bis an ihr Lebensende mit Nahrung versorgt werden.

Die tiefere Bedeutung

Die Kernaussage dieses Märchens ist das Auf und Ab in der Liebe, denn sie benötigt viel Weisheit sowie die Akzeptanz der Leben-Tod-Leben-Natur einer Beziehung. Das bedeutet nicht, dass jemand sterben muss, sondern dass Beziehungen immer wieder unterschiedlichen Zyklen unterliegen. Wir sollten uns bewusst machen, dass dauerhafte Bindungen oft viele kleine unvermeidliche „Tode“ und überraschende „Wiedergeburten“ beinhalten können.

Das Entwirren der Knochen ist die Arbeit, um die es in einer Beziehung geht. Erst wenn die Partner erkennen, dass Leidenschaft nicht etwas ist, das man sich „holt“, sondern etwas, das in Zyklen kommt, verstehen sie, dass sich Beziehungsarbeit lohnt. Und dass die Skelettfrau mit dem Fischer schläft, steht symbolisch dafür, dass im Leben zweier Menschen – auch nach schwierigen Situationen – immer wieder Liebe und Hingabe entstehen oder weiherhin bestehen können.

Womit gehst du in Resonanz?

Lies meine Fragen durch und beobachte, welche Gefühle in dir hochkommen? Vielleicht magst du dazu auch deine Gedanken aufschreiben:

_ An welchem Punkt in deiner Beziehung stehst du gerade?

_ Wie realitätsnah ist deine Erwartung an eine Beziehung?

_ Träumst du noch vom Märchenprinzen oder hast du erkannt, dass er bereits da ist, obwohl er auf den ersten Blick nicht als solcher zu erkennen war?

_ Wie siehst du deine Rolle als Märchenprinzessin an der Seite deines Partners? Erfüllst du sie?

_ Hast du schon einmal eine Beziehung beendet, weil du dachtest, nach dem „Tod“ der Beziehung gäbe es keine Neugeburt mehr?

_ Bist du schon einmal zu früh aus einer Beziehung ausgestiegen und hast es anschließend bereut?

_ Bist du in einer Beziehung, die tot ist, in der sich aber keine Neugeburt mehr abzeichnet?

_ Bist du bereit, für deine Beziehung die Knochen aufzusammeln, zu sortieren und wiederzubeleben?

Überwindung des toten Punktes

Die Voraussetzung für eine dauerhafte Liebe ist die Akzeptanz einer unsichtbaren Dritten. Die „Skelettfrau“ oder „Frau Tod“ ist im Märchen die symbolhafte Verkörperung unserer Leben-Tod-Leben-Natur. Sie begleitet uns durch das ganze Leben in unterschiedlichen Bereichen, nicht nur in unserer Beziehung. Denn wenn wir an einem toten Punkt angekommen sind oder das Vertrauen in die Beziehung verloren ging, dann brauchen wir die „Skelettfrau“. Sie muss eingeladen, willkommen geheißen und umarmt werden, damit die Liebe wieder zurückkehren und von Dauer sein kann. Dann geht es darum, die „Knochen unserer Beziehung“ mit viel Weisheit vor uns auszubreiten, zu sortieren und schließlich mit neuer Haut, Fleisch, Muskeln, Haaren und Augen zu versehen. Nicht immer schaffen wir das alleine, doch dafür gibt es Menschen, die uns begleiten und unterstützen können.

 

Frauenblog Frauenherzen

DIE WOLFSFRAU: Mit Blindheit geschlagen

Viele Frauen sind sehr sensitiv und spüren ganz genau, was für sie im Umgang mit Männern gut  ist und was nicht. Und dennoch kann es dazu kommen, dass sie gegen ihr eigenes Gefühl handeln oder sich dazu verleiten lassen, ein Risiko bewusst einzugehen. Vielleicht aus Neugierde, aus Unvorsichtigkeit, aus Abenteuerlust, aus Protest oder weil sie ganz einfach gelernt haben, immer nett zu sein und sich den Wünschen der anderen unterzuordnen. Nicht immer geht die Geschichte gut aus, wie im Märchen vom Grafen Blaubart zu erfahren ist.

Es wird schon nicht so schlimm sein…

Die Psychoanalytikerin Clarissa Pinkola Estés sammelte jahrzehntelang Geschichten, Mythen und Märchen über die Urnatur der Frauen und veröffentlichte sie in ihrem Weltbestseller Die Wolfsfrau – Die Kraft der weiblichen Urinstinkte.

Die zweite Erzählung in ihrem Buch handelt von Graf Blaubart, dem es gelingt, eine junge Frau zu verführen, die in ihrer Kindheit nicht gelernt hat, hinter die Fassade von anderen Menschen zu blicken um ihren wahren Charakter zu erkennen.

Die Erzählung

Graf Blaubart, ein gescheiterter Zauberer und Anhänger der schwarzen Magie, ist ein Schürzenjäger. Er versucht, drei Schwestern mitsamt ihrer Mutter aufgrund seiner Erzählungen und seines Reichtums zu beeindrucken. Ja, es gelingt ihm sogar, die jüngste der drei Töchter zu heiraten. Als er eines Tages verreist, überreicht er seiner Frau einen Schlüsselbund und verbietet ihr aber, den kleinsten Schlüssel zu benützen. Sie lädt jedoch ihre Schwestern ein und die Frauen öffnen alle Türen im Schloss, hinter denen sich große Schätze verbergen.

Als sie mit dem letzten, kleinsten Schlüssel die verbotene Türe aufschließen, entdecken sie lauter Frauenleichen. Blaubart bemerkt nach seiner Rückkehr ihren Ungehorsam und wird so wütend, dass er seine Gemahlin töten möchte. Da rufen die Schwestern ihre Brüder herbei, die in letzter Sekunde in das Schloss kommen und Blaubart in einem Kampf vernichten.

 Die tiefere Bedeutung

Blaubarts Frau steht symbolhaft für alle Frauen auf der Welt, die eigentlich bereits in ihrer Kindheit hätten lernen sollen, dass …

… es „Raubtiere“ gibt, denen man zum Opfer fallen kann

… es Menschen gibt, deren Schliche man nicht so leicht durchschauen kann

… es charakterschwache Menschen gibt, die sich einfach nicht verändern können/wollen

… sie einen gewissen Bewusstseinsgrad erreichen müssen, um sich von anderen nicht blenden zu lassen, auch nicht durch Reichtum oder Macht.

Womit gehst du in Resonanz?

  • Von welcher Art Mann fühlst du dich am stärksten angezogen? Warum?
  • Was hat dir deine Mutter in Bezug auf die Wahl deines Partners vorgelebt?
  • Wurdest du zum Nettsein erzogen? Oder hat dich deine Mutter dazu angehalten, auch NEIN zu sagen und zu den damit verbundenen Konsequenzen zu stehen?
  • Wurdest du auf ein „Leben in freier Wildbahn“ vorbereitet oder bist du (über)behütet aufgewachsen?
  • Liebst du das Abenteuer und das Risiko oder bist du eher vorsichtig?
  • Reizt dich das Verbotene?

Ehrliches Hinter-die-Fassaden-blicken

Pinkola-Estés: „Nicht wenige Frauen haben die Blaubart-Geschichte buchstäblich am eigenen Leib erfahren. Sie heiraten, ohne jemals in die Tücken des Räubers eingeweiht worden zu sein, und suchen sich einen Partner, der sie zuerst manipuliert, dann beherrscht und schließlich körperlich und seelisch attackiert.

Selbstverständlich betrachten sie es dann als ihre heilige Pflicht, diesen armen, kranken Mann durch ihre Liebe von seinen Neurosen und Wahnideen zu heilen, und verbringen zwischenzeitlich viel Zeit damit, sich geflissentlich einzureden, dass sein unheimlicher blauer Bart bei günstigen Lichtverhältnissen beinahe elegant wirkt.“[1]

Es bedarf eines gewissen Levels an Bewusstsein, den wir erreichen müssen, um „nein“ zu sagen, und das fordert sehr häufig von uns, unsere Komfortzone zu verlassen. Auch wenn die Versprechungen eines Menschen sehr verlockend sind oder die Vorteile einer Beziehung unwiderstehlich zu sein scheinen: Der Preis dafür könnte allzu hoch sein und unser ganzes Leben zu unserem Nachteil verändern!

[1] Pinkola-Estés, C. : „Die Wolfsfrau“, München 1993, S. 55

Frauenseele

DIE WOLFSFRAU: So wichtig ist deine weibliche Intuition

Du kennst sie sicherlich, diese tonlose, innere Stimme in dir… Deine weibliche Intuition, die sich immer wieder Gehör verschaffen möchte. Sie begleitet jede Frau und kann ihr mit fast unheimlicher Präzision sagen, was Wahrheit und was Täuschung ist. Die weibliche Intuition ist wie ein Kompass, der uns Frauen genau anzeigt, welche Richtung wir einschlagen sollen oder wem wir vertrauen können und wem nicht. Aber:

_ Hören wir überhaupt diese innere Stimme?

_ Und falls wir sie wahrnehmen: Hören wir auch wirklich auf sie?

_ Verdrängen wir unsere innere Stimme, weil das, was sie uns sagt, unbequem, mit einer unangenehmen Konsequenz oder mit einem Verzicht verbunden ist?

Die Wilde Frau und ihre Intuition

Unsere Intuition, unsere innere Stimme, ist wie eine geheime Botschafterin, die uns einen direkten Zugang zur Psyche unserer inneren „Wilden Frau“ ermöglicht. Sie spricht in Form von Eingebungen zu uns.

Die facettenreiche Psyche der „Wilden Frau“ wird von der Psychoanalytikerin Clarissa Pinkola Estés in ihrem Weltbestseller Die Wolfsfrau – Die Kraft der weiblichen Urinstinkte genau beschrieben. Sie sammelte dafür jahrzehntelang Geschichten, Mythen und Märchen aus aller Welt, um uns mit Hilfe dieser symbolhaften Erzählungen einen tiefen Zugang zur weiblichen Seele zu ermöglichen.

Die dritte Erzählung dieses Buches handelt von „Vasalisa, der Weisen“. Einer Geschichte über die Einweihung der Frau in das untergründige Reich ihrer eigenen Intuition.

Die Erzählung

Als Vasalisas Mutter ist im Sterben liegt, schenkt sie ihr eine Puppe, die genauso aussieht wie ihre Tochter. Sie soll die Puppe füttern und immer bei sich behalten. Als der Vater wieder heiratet, bekommt Vasalisa eine Stiefmutter und zwei Stiefschwestern, die sie quälen. Eines Tage schicken sie Vasalisa von zu Hause fort und in den Wald.Dort findet das Mädchen mit Hilfe ihrer Puppe die Hexe Baba Yaga, bei der sie wohnen darf. Vasalisa bekommt von ihr viele Aufgaben gestellt, die sie erfüllen muss, wobei sie immer Unterstützung von ihrer Puppe bekommt.

Doch eines Tages wird Vasalisa auch von der Hexe wieder weggeschickt und als Abschiedsgeschenk bekommt sie einen glühenden Totenkopf mit auf den Weg. Als sie zu wieder bei ihrer Stiefmutter und den Stiefschwestern ankommt, hegen diese bereits neue Vernichtungspläne gegen sie. Der glühende Totenkopf wird aber zum Verbündeten von Vasalisa und greift in die Situation ein. Denn als das Mädchen am nächsten Morgen aufwacht, ist von der Stiefmutter und von den Stiefschwestern nur noch ein Häufchen Asche übrig.

Die tiefere Bedeutung

Die Kernaussage dieses Märchens ist die Kraft der weiblichen Intuition, die in der Erzählung als segensreiches Vermächtnis von der Mutter auf die Tochter, also von einer Generation auf die nächste übertragen wird. Diese kann natürlich aufgrund fehlender Einsicht verdrängt oder verschüttet werden, jedoch niemals verlorengehen.

Das Märchen beschreibt auch einen Einweihungsprozess, bei der die Kandidatin bestimmte Prüfungen bestehen muss. Wenn alle Aufgaben erfüllt sind, entwickelt sie eine neue Beziehung zur eigenen Intuition und aktiviert dabei viele unentwickelte Aspekte ihrer eigenen Seele.

Womit gehst du in Resonanz?

Lies meine Fragen durch und beobachte, welche Gefühle in dir hochkommen? Vielleicht magst du dazu auch deine Gedanken aufschreiben:

_ Sagst du einfach JA, wenn dir jemand etwas Unerwartetes anbietet und du nicht NEIN sagen kannst/willst, obwohl deine innere Stimme dich davor warnt?

_ Hörst du bei der Partnerwahl auf deine Intuition oder lässt du dich von Äußerlichkeiten blenden?

_ Stellst du dir von Zeit die Zeit die Frage, was du eigentlich wirklich willst?

_ Weißt du genau, was dir gut tut und was nicht? Und wer dir gut tut und wer nicht?

_ Gibst du deinem Ego Macht über deine Gefühle?

_ Lebte dir deine Mutter in deiner Kindheit vor, Entscheidungen aus dem Bauch heraus zu treffen?

_ Gibt es in deiner Familie intuitiv-weise Frauen?

_ Hast du Kontakt zu deiner inneren Wilden Frau?

Ein gutes Unterscheidungsvermögen zu entwickeln ist eine der schwierigsten Aufgaben überhaupt, denn es erfordert Mut, Willenskraft und seelische Substanz, und es bedeutet, immer wieder zu verzichten und abzuwarten, bis sich das bietet, was man wirklich will. Nirgends tritt dieser Lernprozess deutlicher zutage als bei der Wahl eines Geliebten oder Partners.

– Clarissa Pinkola-Estés

 

 

Frauenblog Frauenseele

DIE WOLFSFRAU: Was auf dem Weg vom Mädchen zur Frau verloren ging

Erinnerst du dich noch an das wissbegierige und vielleicht sogar kecke kleine Mädchen, das du vor Jahren einmal warst? An deine Unbekümmertheit, Natürlichkeit und Unverblümtheit? An deinen Mut, deine Kühnheit und deinen Entdeckungsdrang? An deine unkomplizierte Art, dein Lachen, deine Neugierde, dein Staunen und deine Wissbegierde?

Hast vielleicht auch du auf dem Weg vom Mädchen zur Frau deine ur-weiblichen Eigenschaften verdrängt oder sind sie im Laufe deines Lebens verloren gegangen? Vielleicht weil du damit schlechte Erfahrungen gemacht hast? Vielleicht weil du dich anderen zu sehr untergeordnet oder angepasst hast? Oder weil du vielleicht den Kontakt zu deiner „inneren Frau“ verloren hast?

Die Wilde Frau in uns

Die Psychoanalytikerin Clarissa Pinkola Estés sammelte jahrzehntelang Geschichten, Mythen und Märchen über die Urnatur der Frauen und veröffentlichte sie in ihrem Weltbestseller Die Wolfsfrau – Die Kraft der weiblichen UrinstinkteDie erste Erzählung handelt von „La Loba“, der Wolfsfrau, der Wilden Frau in uns, von der aufgrund unserer Lebenserfahrungen irgendwann einmal nicht mehr viel übrig blieb, die aber jederzeit zu neuem Leben erweckt werden kann.

Die Erzählung

La Loba (span: die Wolfsfrau) ist eine alte, fette und am ganzen Körper behaarte Frau, die in einer Höhle in der Wüste wohnt. Sie sucht ständig nach Knochen, Schlangenhäuten und Aas, um Wolfsskelette zusammenzustellen. Danach hält sie ihre faltigen Hände darüber und singt dazu. Im gleichen Augenblick setzt das Gerippe wieder Fleisch und Haut an, wird zu einer Wölfin und springt durch den Canyon davon. Nun verwandelt sich das Tier in eine Frau, die laut auflacht, sich schüttelt und am Horizont verschwindet.

Die tiefere Bedeutung

Das Sammeln der Gebeine und das „Singen über den Knochen“ bedeutet im übertragenen Sinn, den emotional abgestorbenen, verwundeten oder verletzten weiblichen Teilen der Seele sowie den weiblichen, emotionalen „Überresten“ neues Leben einzuhauchen. Deshalb ist jede Frau dazu aufgefordert, seelische Tiefenarbeit an sich selbst zu leisten, wodurch sie in ihre eigene Kraft gehen und ihre seelischen Wunden heilen kann.

Womit gehst du in Resonanz?

Lies meine Fragen durch und beobachte, welche Gefühle in dir hochkommen? Vielleicht magst du dazu auch deine Gedanken aufschreiben:

  • Wie sehr hast du als kleines Mädchen deine weibliche Urnatur in dir gespürt und wie intensiv fühlst du sie noch heute?
  • Wie viel von deiner „Wilden Inneren Frau“ ist im Laufe deines Lebens aufgrund von Verletzungen, Enttäuschungen oder anderen schwierigen Lebenssituationen verschüttet worden oder verloren gegangen?
  • Von welchen Emotionen, die dich ganz besonders als Frau ausmachen, hast du dich abgeschnitten, um sie nicht mehr zu spüren?
  • Fühlst du deine spirituelle weibliche Macht und Stärke oder hast du sie an andere abgegeben?

Mit der Kraft und DER Weisheit unserer weiblichen Urnatur

Wir Frauen tragen eine starke weibliche Urkraft in uns, die uns immer wieder aufrichten wird, was immer uns auch widerfährt. Diese Innere Wilde Frau hilft uns, zu unseren weiblichen Urinstinkten zurückzufinden. Dafür ist es von Zeit zu Zeit notwendig, unseren Seelenhaushalt ehrlich zu inspizieren und zu überprüfen, wie sehr wir unsere weibliche Urnatur verleugnen oder bereits verschüttet haben.

Wir Frauen tragen ein großes Potenzial in uns, das uns immer wieder ermöglichen wird, einen neuen Zugang zu unserer weiblichen Urnatur zu bekommen. Wenn wir unseren weiblichen Urinstinkten folgen und ihnen in unserem Leben ausreichend Platz einräumen, dann werden wir als lachende Wolfsfrau immer wieder neu aufstehen und neue Horizonte werden sich vor uns auftun. Egal, was uns im Leben bisher alles widerfahren ist!

 

Frauenblog Frauenseele