Der heilige Gral in den Nebel von Avalon

Heute fasse ich ein heißes Eisen an, denn für viele ist es unbestritten, dass Avalon bzw. Glastonbury eng mit dem Heiligen Gral verbunden ist. Doch fangen wir vielleicht mal ganz von vorne an und stellen wir uns die Frage:

WAS IST DER HEILIGE GRAL ÜBERHAUPT?

Ist er wirklich jener goldene Kelch, aus dem Jesus beim letzten Abendmahl trank und den Joseph v. Arimathäa nach Südengland brachte?

Ist der Heilige Gral der Grund dafür, dass die Chalice Well  in Glastonbury sprudelt und sprudelt, weil der Kelch Christus angeblich unter ihr vergraben liegt? Oder wurde der Kelch im geheimnisvollen Tor versteckt, wie eine Legende erzählt?

Oder befindet er sich vielleicht unter dem Hauptaltar in den Ruinen der Glastonbury Abbey? Oder in der Rosslyn Chapel in Schottland? Oder in Südfrankreich, in den Hügeln rund um Rennes-le-Château? Oder in Montségur, der letzten Katharerbastion nahe der Pyrenäen?

Oder unter dem Kreuzigungshügel von Golgotha? Oder, oder, oder….?

Fest steht zumindest eines: All diese Orte stehen mit unterschiedlichen Gralslegenden eng in Verbindung und jeder beansprucht für sich, der tatsächliche Aufbewahrungsort des Kelchs zu sein.

DER HEILIGE GRAL IM ZUSAMMENHANG MIT KÖNIG ARTUS

Legenden um den Heiligen Gral tauchten erstmals im 12. Jahrhundert im Zusammenhang mit den Artus-Sagen auf. Es wurde überliefert, der Heilige Gral sei ein wundertätiger Kelch, eine Schale oder gar ein Stein, der seinem Besitzer Glückseligkeit, ewige Jugend und Speisen in unendlicher Fülle beschere.

Die Erzählungen, die sich um ihn ranken, haben keltische, christliche und orientalische Wurzeln. Unzählige Pilger- und Kriegszüge ins Heilige Land sowie die Gründungen von Ritterorden gehen auf den Heiligen Gral zurück. Auch in der Musik, in der Literatur und in Filmen steht er immer wieder im Mittelpunkt.

In unserer modernen Zeit rückte der Heilige Gral durch Weltbestseller wie Sakrileg von Dan Brown, Die Nebel von Avalon von Marion Zimmer Bradley oder Das Foucaultsche Pendel von Umberto Eco ins Bewusstsein spirituell interessierter Menschen.

Aber vielleicht wird die fortwährende Suche nach dem Heiligen Gral auf der irdischen Ebene ewig zum Scheitern verurteilt sein? Vielleicht ist der Heilige Gral ein Symbol für etwas ganz Anderes?

DER HEILIGE GRAL UND DIE GROSSE GÖTTIN

Was liegt näher als der Schluss, dass der Heilige Gral ein Sinnbild für den Schoß der Großen Göttin ist, der in alten Zeiten als Höhle, später als Kelch, Kessel oder Salbungsgefäß dargestellt wurde? Wenn man weiß, dass Kelten und Frühchristen Maria Magdalena mit den Göttinnen Brid und Annat in Verbindung brachten, ist es nur mehr ein kleiner Denkschritt bis zur Erkenntnis, dass der Schoß von Maria Magdalena sinnbildlich durch den Heiligen Gral ausgedrückt wird.

MARIA MAGDALENA – DIE SCHALE, DIE „DAS BLUT VON JESUS“ IN SICH TRÄGT

 Wenn man den Begriff San Greal (Heiliger Gral) als Verschlüsselung von Sang Real (königliches Blut) versteht, dann drängt sich auch die Frage auf: Von welchem königlichem Blut ist hier eigentlich die Rede?

Im Philippus-Evangelium, Spruch 55, heißt es sinngemäß: „Und die Gefährtin Christi ist Maria Magdalena. Der Herr liebte sie mehr als alle anderen Jünger, und er küsste sie oftmals auf ihren Mund. Die übrigen Jünger […] sagten zu ihm: ‚Weshalb liebst du sie mehr als uns alle?‘“

William Sharp, der große schottische Dichter, schrieb in seinem 1910 veröffentlichten Essay „Iona“, dass der Göttliche Geist einst als Frau wiederkommen und dann das erste Mal Frieden auf der Welt sein werde. An anderer Stelle nannte er diese Frau „Braut Christi“ und „Hirtin“. Beides sind Titulierungen, die vor allem auf Maria Magdalena, die Frau an Jesu’ Seite, hinweisen. Folglich ist damit gemeint, dass genau diese Frau als Göttin anzusehen ist.[1]

Maria Magdalena, deren Leib das heilige Gefäß, der Heilige Gral für Jesus’ Nachkommen war

Maria Magdalena, die im übertragenen Sinn das königliche Blut von Jesus in sich aufnahm.

Maria Magdalena, die ermöglichte, dass sich seine Blutlinie über England und Frankreich ausbreiten konnte und auch nach Jahrtausenden noch immer existiert.

Maria Magdalena…. es gibt noch vieles über dich zu berichten…

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[1]Mailahn, Klaus. Maria Magdalena und Avalon. Aus dem Kapitel „Die Rückkehr der Göttin“

Avalon

Chalice Well – Die heilige Quelle von Avalon

Der romantische Garten von Chalice Well in Glastonbury ist ein Ort des Friedens und der Ruhe. Sein besonderer Reiz liegt nicht nur in der liebevollen Gestaltung, sondern in der hohen Energie und Schwingung, die in diesem bezaubernden Paradies wahrzunehmen sind: Gewundene Wege führen die Besucher zu verschiedenen Plätzen und Terrassen, vorbei an schützenden Bäumen, einladenden Bänken und schönen Aussichtspunkten.

Das Herzstück dieser Gartenanlage ist die Chalice Well (dt. „Kelchquelle“ oder „Gralsquelle“), die als die heilige Quelle von Avalon bezeichnet wird. Rund hunderttausend Lister Wasser steigen dort täglich aus einem drei Meter tiefen Brunnen an die Oberfläche und ergießen sich über Steine in die künstlerisch gestalteten Becken.

Das Wasser aus dem Gralsbrunnen schmeckt köstlich, und jeder der möchte, kann davon trinken und sich etwas abfüllen. Es ist stark eisenhaltig und weist eine rötliche Färbung auf, weshalb man das sprudelnde Gewässer auch Blutsquelle oder Blutsbrunnen nennt. Man sagt, es entspringe dem Schoß von Mutter Erde, genau da, wo Avalon einst war.

Die Quelle der großen Göttin

Bereits vor Tausenden von Jahren verehrten die Menschen hier an diesem Ort die Große Göttin und zelebrierten die Kräfte der Natur; denn Quellen und Brunnen wurden von den Kelten und später von der vorchristlichen Bevölkerung als magisch und lebensspendend angesehen. Auch Druiden siedelten an diesem heiligen Ort in Glastonbury, um ihre Rituale und Prozessionen feierlich zu begehen.

Viele alte Quellen und Brunnen waren einst einer keltischen Göttin geweiht. Die Christen betrachteten die Kelten jedoch als Heiden, widmeten deshalb die Quellen und Brunnen ihren Heiligen und benannten sie entsprechend um.

Die Vesica Piscis

Das Besondere der Chalice Well ist ihre Form, denn ihr Becken besteht aus zwei überlappenden Kreisen, die eine Figur bilden, die wie ein Auge aussieht. Man nennt sie Vesica Piscis. Gemäß der heiligen Geometrie repräsentieren die Kreise zwei Bereiche: das Physische und das Spirituelle.

Der sich überlappende Bereich, also das „Auge“, stellt die Brücke zwischen diesen Welten dar, also das Tor zwischen der physischen und der spirituellen Ebene. Es wird aber auch als Zeichen für die Verbindung zwischen Gott und Göttin oder aber als Symbol für die Heilige Dreifaltigkeit verwendet.

Die Vesica Piscis stellen den Ursprung vieler anderer Formen in der heiligen Geometrie dar und finden sich auch in der Natur wieder. Viele Sakralbauten auf der ganzen Welt wurden mit diesem Symbol geschmückt und das Grundmotiv wird vielfach geometrisch wiederholt, um neue Symbole zu kreieren. Das wohl bekannteste darunter ist die so genannte Blume des Lebens.

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Avalon

Durch die mystischen Wälder von Avalon

Wohlgeformte, kraftvolle Eichen, Eschen, Weißdorn, Birken, Schilf und Weiden – sie alle bildeten bereits vor Jahrtausenden die heiligen Haine von Avalon in der mystischen Landschaft rund um das heutige Glastonbury.

Wie entspannend kann es manchmal sein, seine Gedanken schweifen zu lassen und sich auf eine innere, imaginäre Reise durch diese alten Wälder zu begeben: Durch lichte und schattige Baumlandschaften, barfuß über weiches Moos, den Duft der würzigen Waldluft einatmend.

Die Menschen von Avalon lebten im beständigen Rhythmus und in absoluter Harmonie mit der Natur, sie kommunizierten mit den Pflanzen und Bäumen wie mit Menschen und nutzten die heilende Wirkung der Kräuter. Sie legten spiralförmige Gärten an und praktizierten bereits das, was wir heute als Permakultur bezeichnen würden, also das bewusste Gestalten von natürlichen Kreisläufen innerhalb einer von ihnen angelegten Kulturlandschaft.

Die Frucht des Apfelbaums war heilig

Überall auf der Insel Avalon wuchsen vitale Apfelbäume und ihre prallen Früchte wurde als heilig erachtet. Kein Wunder also, dass Avalon, die die gläserne Insel genannt wurde,  auch den Namen „Apfelinsel“ trug.

Der Legende nach wuchs ein ganz besonderer Apfelbaum hoch oben auf einem Abhang und markierte an dieser Stelle den Eintritt in die Unterwelt. Obwohl der Baum schon einige hundert Jahre alt war, trug er dennoch leuchtende Früchte, die die Naturaltäre von Avalon schmückten.

Auch die riesigen Eichenhaine waren heilig und der avalonischen Göttin Nemetona geweiht. Diese – so sagte man – arbeitet eng mit den Naturwesen zusammen und unterstützt energetisch das gesunde Wachstum von Gräsern, Blumen, Bäumen, Wurzeln und Blättern. Die Priesterinnen Avalons praktizierten ihre feierlichen Riten im Freien, nach Möglichkeit unter den schützenden Zweigen der heiligen Bäume eines Hains.

Heilungsarbeit in den heiligen Hainen

Bereits zu Avalons Zeiten brachte Heilungsarbeit mehr Erfolg, wenn sie unter den ausladenden Bäumen der heiligen Haine praktiziert wurde. Dabei achtete man darauf, dass die heilende Schwingung der Bäume auf die jeweilige Energie des Menschen bzw. auf sein Leiden abgestimmt wurde.

So waren beispielsweise mystische Eichenhaine bei jenen Kranken sehr beliebt, deren Gliedmaßen, Knochen oder Rippen gebrochen waren. Denn die heilsame Energie der Eichen half dabei, dass die Knochen rascher zusammenwuchsen. Die Bäume schenkten den Menschen auch innere Stabilität sowie die Zuversicht, bald wieder zu genesen.

In die Seele der Bäume blicken

Dieses Wissen ging gemeinsam mit Avalon in den dichten Nebeln des Vergessens unter, doch heute, in der Zeit der Transformation und des Bewusstseinswandels kommt es allmählich wieder ans Tageslicht. Immer mehr Menschen kehren sich vom rein naturwissenschaftlichen Denken ab und wenden sich hin zu einer ganzheitlich spirituellen Lebensausrichtung.

Deshalb verwundert es nicht, dass gerade in der heutigen Zeit die Sensibilität für die Natur wieder stärker wird. Ein wunderbares Beispiel dafür ist jener beeindruckende Film, der uns in die Seele der Bäume blicken lässt. Avalon ist nicht verschwunden – Avalon existiert im Hier und Heute!

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Avalon

Frag nicht die anderen – vertraue dir selbst!

„Seid gegrüßt, mein Name ist Larkom! Ihr Menschen stellt uns Engeln oft und oft dieselben Fragen. Es ist ja nicht so, dass wir uns davon genervt fühlen würden, denn das wären menschliche Eigenschaften, die uns eigentlich fremd sind. Doch ihr wollt immer möglichst umgehend Antworten auf eure Fragen, am besten sofort und ohne Umschweife. Denn Nichtwissen bedeutet für viele von euch Energie- und Zeitverlust; es macht euch unsicher, hibbelig oder nervös.

So wollt ihr beispielsweise die großen Zusammenhänge in eurem Leben erkennen und verstehen sowie eure Zukunft weit im Voraus wissen. Denn ihr erhofft euch davon eine Erleichterung bei Entscheidungen. Deshalb beschäftigt ihr euch intensiv mit Astrologie, mit Orakeln oder mit Kartenlegen. Alles in Ordnung, gar keine Frage!

Doch könntet ihr euch das alles ersparen, wenn ihr eurer inneren Stimme ein wenig mehr vertrauen würdet! Wenn ihr euch selbst nicht dauernd unter Druck setzen würdet und Entscheidungen herbeizwingen wollt, obwohl die Zeit dafür noch gar nicht reif ist.

Lehnt euch deshalb entspannt zurück und fühlt in euch hinein! Euer Innerstes kennt all die Antworten auf eure Fragen … natürlich auch die weniger angenehmen. Denn euer Innerstes ist in Wahrheit euer Höheres Selbst, das euch ständig Signale und Impulse sendet. Zwar werden sie manchmal von der Stimme eures Egos, eures Intellekts oder – wenn ihr so wollt – eures Verstandes überlagert, doch in stillen Momenten könnt ihr sie ganz deutlich hören.

Es liegt dann nur mehr an euch, ob ihr die Signale und Impulse verdrängt oder in euer Bewusstsein hereinlasst und wie ihr mit den Informationen umgeht, die in euch hochkommen. Denn was nützen euch die besten eigenen Informationen, wenn ihr sie nicht genug ernst nehmt oder darauf vertraut, sondern wiederum andere um ihren Rat fragt. Das ist meine Empfehlung für euch, seid gegrüßt!“

 

Botschaften

Wann ist Mann ein Mann? oder: Hochsensible Männer

Worin unterscheidet sich männliche von weiblicher Hochsensibilität? Gibt es überhaupt markante Unterschiede? Diese Fragen drängten sich mir beim Durchblättern des Buches Hochsensible Männer: Mit Feingefühl zur eigenen Stärke als allererstes auf.

Wenn man die typischen Merkmale hochsensibler Menschen kennt, dann lassen sie sich – meiner Meinung nach – gleichermaßen bei Männern wie bei Frauen erkennen. Denn die einen wie die anderen reagieren sehr viel intensiver auf körperliche Reize, wie Umweltbelastungen, Lärm, Sonnenstürme, bestimmte Nahrungsmittel, usw. als normal sensible Menschen.

Hochsensibilität hat viele Gesichter

Egal ob Mann oder Frau: Die meisten Hochsensiblen sind empfindsam, wirken oft auf andere menschenscheu, ziehen sich gerne von anderen zurück, meiden Partys, Menschenansammlungen oder Shoppingzentren, um nur einige Stressfaktoren zu nennen. Manche wiederum kommen mit ihren Emotionen nur schwer zurecht, denn sie spüren nicht nur ihre eigenen, sondern auch die emotionalen Belastungen anderer Menschen.

Mentale Hochsensibilität lässt Männer wie Frauen über artgerechte Tierhaltung, alternative Behandlungsmethoden oder Umweltschutz diskutieren bzw. auf die Barrikaden steigen, während sie gleichzeitig für metaphysische Phänomene offen sind und die Existenz von Engeln oder Naturwesen niemals anzweifeln würden.

Was also macht die Hochsensibilität von Männern aus?

Es ist vor allem unsere leistungsorientierte Gesellschaft und die damit verbundene Erwartungshaltung an „richtige Männer“, die Hochsensiblen Stress verursacht.. Sie müssen stark, durchsetzungsfähig, diszipliniert, erfolgreich und vernunftgesteuert sein, um nicht als Schwächlinge abgestempelt zu werden.

Öffentlich gezeigte Gefühle, emotional getroffene Entscheidungen, Rücksichtnahme auf Schwächere oder Tränen werden ihnen als Weichheit oder Verweichlichung angekreidet – oder man bezeichnet sie als schwul.

Wann ist Mann ein Mann?

Auch Herbert Grönemeyer, der in seinem Song Männer die Frage Wann ist Mann ein Mann?aufwirft, könnte als Hochsensibler durchgehen. Er singt:

Männer nehmen in den Arm
Männer geben Geborgenheit
Männer weinen heimlich
Männer brauchen viel Zärtlichkeit

Oh Männer sind so verletzlich
Männer sind auf dieser Welt einfach unersetzlich

In Anbetracht dessen, dass unsere testosterongeprägte Gesellschaft gut und gerne ein wenig sanftere, einfühlsamere Energien sehr gut vertragen würde, freue ich mich über jeden einzelnen hochsensiblen Mann, der zu seinen besonderen Eigenschaften steht. Denn ich meine, es ist wirklich allerhöchste Zeit dafür!

Hochsensibilität

Gehe kraftvoll durch stürmische Zeiten und auf inneren Abstand zu Grübeleien

Wie geht es dir, wenn etwas schiefgelaufen ist oder du nicht so gut drauf bist? Beginnst du darüber nachzudenken oder intensiv zu grübeln? In belastenden Situationen ist es besonders schwierig, den „inneren Beobachter“ zum Schweigen zu bringen, denn nicht selten dreht sich unser mentales Hamsterrand Stunden um Stunden, Tage um Tage…

Warum? Weil wir meinen, irgendwo tief in uns drin eine Lösung für unser Problem oder unsere Situation finden zu müssen. Besonders in Krisenzeiten verbohren wir uns in unsere Gedanken, weil wir der Illusion einer Lösungsfindung aufsitzen. Doch das braucht manchmal inneren Abstand – und ausreichend Zeit.

Selbstreflexion ist gut – Gehirn zermartern ist destruktiv

Du hast es vielleicht selber schon erlebt, dass du einen Streit mit einer Freundin nicht und nicht aus dem Kopf bekommst. Du kaust die Situation immer und immer wieder durch, in der Hoffnung herauszufinden, was schief gelaufen ist oder was du hättest besser machen können.

Wenn du dich auf der inneren Suche nach einem befreienden Gedanken (oder einer Erklärung oder einer Ausrede) immer wieder im Kreise drehst, schraubst du dich immer tiefer in dein Problem hinein. Anstatt inneren Abstand zu gewinnen, um neutral über die vergangene Situation nachzudenken, wachsen deine Gefühle der Scham, der Unsicherheit oder der Angst, nicht mehr geliebt zu werden.

Einfach mal alles so stehen lassen, wie es ist

Es ist sicherlich nicht einfach deinen Gedankenfluss zu stoppen, um inneren Abstand zu gewinnen. Aber anstatt dich selbst zu quälen, sag dir doch stattdessen: „Okay, meine Freundin ist jetzt sauer auf mich. Damit muss ich im Moment leben. Aber ich werde zum richtigen Zeitpunkt das Gespräch suchen, um ihr zu erklären, wie es zu diesem Missverständnis gekommen ist.“

Innehalten – durchatmen – raus aus der Selbstbeschuldigung!

Es ist wichtig, zwischen deinen belastenden Gedanken und deiner Selbstverurteilung einen zeitlichen Puffer aufzubauen. Das gelingt mal besser, mal schlechter, keine Frage. Aber es besteht kein Grund zur Annahme, dass du deswegen oberflächlich bist oder etwas verdrängen willst.

Denn es kommt der Zeitpunkt, an dem ehrliche Selbstreflexion leichter möglich ist als in einer aktuell angespannten Situation. Nicht umsonst sagt der Volksmund, man solle zuerst einmal über ein Problem schlafen, bevor man zu handeln beginnt.

Mit etwas zeitlichem Abstand kannst du auch neutraler erkennen, was schief gelaufen ist – und mit einem gewissen emotionalen Abstand wird auch eine ehrliche Selbstreflexion möglich, und zwar ohne nutzlose Selbstvorwürfe.

Achte auf deine Gedanken

Wenn du dir das nächste Mal denkst „Sie grüßt mich nicht, weil sie mich nicht mag“, versuch es stattdessen vielleicht einmal mit: „Sie grüßt mich nicht. Punktum!“ Steig aus deiner Bewertung aus und lass deine negativen Befürchtungen los. Das fühlt sich doch gleich viel besser an, oder?

 

Resilienz

5 Aktivitäten, die man mit Hochsensiblen besser unterlassen sollte

Egal, ob du hochsensibel oder hochsensitiv bist, die Wahrscheinlichkeit ist sehr groß, dass du gewisse Aktivitäten einfach nicht ausstehen kannst.

Ich wusste lange Zeit nichts von meiner Hochsensibilität – und ich zähle sicher nicht zu den Hoch-Hoch-Sensiblen, aber ich verstehe heute um vieles besser als früher, warum ich bestimmte Situationen schon als Kind oder Jugendliche überhaupt nicht ausstehen konnte.

Warum? Keine Sorge, ich bin sicherlich nicht hysterisch, aber es gibt gewisse Geräusche, Energien und Stimmungen, bei denen ich einfach nur reißaus nehmen will. Diese wären:

  1. Smalltalk und andere sinnentleerte Gespräche

Ich erinnere mich noch an die Zeit, in der ich meinte, aus gesellschaftlichen Gründen „Smalltalk führen“ zu müssen. Um darin wirklich gut zu werden, kaufte ich mir sogar ein entsprechendes Übungsbuch. Vergebens! In der Zwischenzeit gehe ich einfach nicht mehr auf Events, bei denen Bla-bla-bla-Gespräche an der Tagesordnung sind.

  1. Krimis, Grusel- und Horrorfilme

Es ist wirklich der blanke Horror für mich, Krimis, Grusel- und Horrorfilme anzusehen – ich kann es einfach nicht. Dabei geht es gar nicht so sehr um Angst, als vielmehr um die Energien, die von diesen Filmen ausgehen. Ich kann sie förmlich spüren, körperlich, wie eine dunkle, zähe, unangenehme Energiemasse. Diese negativen Energien machen sicherlich auch vor Hartgesottenen nicht Halt, auch wenn sie es nicht wahrnehmen.

  1. Unangenehme Geräusche

Neben mir einen Apfel geräuschvoll essen, einen Kaugummi schmatzend kauen oder ein Bonbon laut lutschen… das geht gar nicht. Da muss ich aufstehen und den Raum verlassen, denn gewisse Geräusche tun mir physisch weh. Für andere Hochsensible ist (selbst eine dezente) Parfümwolke, Kugelschreiber-Klicken oder ein kratzender Pullover der blanke Horror. Tja, so verschieden sind wir eben.

  1. Überlaufende Open-Air-Konzerte

Oh mein Gott! Für mich der Albtraum schlechthin. Nicht einmal als Teenager brachten mich zehn Pferde auf Veranstaltungen dieser Art, da blieb ich in den Augen meiner Freunde lieber uncool. Das Gedränge, Geschiebe, Geschrei, Gebrüll – der Geruch, der Lärm und sonstiges, das ich lieber gar nicht erwähnen möchte. Erst als meine Kinder Teenager waren, begleitete ich sei einmal auf ein Open-Air-Konzert und musste erkennen, dass mich mein Instinkt schon in meiner Jugend nicht getrügt hatte.

  1. Kopfmassagen

Lange war es mir unangenehm, doch seit einiger Zeit sage ich schon beim Haarewaschen vorbeugend zu meinem Friseur: „Und bitte wieder keine Kopfmassage!“ Das, was meine Freundinnen sehr genießen, was sie beinahe zum Schnurren bringt, kann ich überhaupt nicht ausstehen: Auf meinem Kopf herumwühlen und mit mehr oder weniger Druck meine Kopfhaut massieren. Vielleicht hängt es auch damit zusammen, dass ich fremde Menschen samt ihren Energien nicht in mein Kronen-Chakra spüren möchte, doch egal, was es ist: Kopfmassagen sind ein für allemal tabu!

Na, hast du dich in der einen oder anderen Darstellung wiedergefunden? Vielleicht in anderen Varianten? Willkommen im Club! Ich habe gelernt, zu meiner hochsensiblen Eigenheiten zu stehen, denn lieber lasse ich mich als Mimose bezeichnen als mich einmal wider besseren Wissens unwohl zu fühlen!

 

 

Hochsensibilität

Gehe kraftvoll durch stürmische Zeiten und reduziere deine „Gedanken-Angst“

„Du bist nicht deine Gedanken!“ Hast du diesen Satz schon mal gehört? Glaub mir, da ist was dran! Denn die meisten Ängste entstehen im Kopf und haben oft mit der Realität überhaupt nichts zu tun! Deshalb kann es hilfreich sein, deine Gedankenwelt einmal zu erforschen, um dahinterzukommen, wie du sie erfolgreich entrümpeln kannst.

Bist du der Meinung, dass deine Gedanken ein Teil von dir sind, weil sie in dir entstehen? Weil sie ein Teil von DIR sind?

Das stimmt zwar, doch sie entspringen immer deinen Glaubensmustern und Vorstellungen, die du von dir und deinem Leben hast – oder die andere von dir und deinem Leben haben. Damit sind wir schon beim Punkt: Glaubensmuster und Vorstellungen sind Erwartungen, die überhaupt nichts mit der Realität zu tun haben müssen.

Identifiziere dich nicht mit deinen Gedanken!

Ich kenne es von mir: Die meiste Zeit gehen irgendwelche Gedanken in meinem Kopf herum, und seien es nur Ideen, Überlegungen oder noch zu Erledigendes.

„Es gibt nichts, was wir so oft und so ausgiebig tun wie denken. Unser Gehirn versucht ständig, alles zu erklären, zu verstehen, zu analysieren. Warum geschieht das? Warum passiert jenes? Und wie kann ich das einordnen? Das ist auch ganz logisch. Denn wenn wir die große, unübersichtliche Welt besser im Griff haben und verstehen, können wir letztlich leichter überleben.“[1]

Dabei ist das Denken an sich nicht das Problem, sondern die Tatsache, dass wir uns mit unseren Gedanken zu 100 % identifizieren.

  • Weil wir wir keinen Abstand zu unseren Gedanken haben
  • weil wir zu wenig darüber reflektieren und zu wenig selbstreflektiert sind
  • weil wir glauben, all unsere Gedanken entsprächen den Tatsachen
  • weil wir …

Gehe auf Abstand zu deinen Gedanken!

Deinem eigenen Kopfkino mit mehr Distanz zu begegnen und deinen Gedanken nicht mehr so viel Bedeutung beizumessen, kann sehr hilfreich im Zusammenhang mit Angstbewältigung sein. Dabei sollte es dein erster Schritt sein, dich in die Rolle eines inneren Beobachters zu begeben.

Stell dir für einen Augenblick vor, du stehst neben dir und versuchst aus dieser neutralen Position heraus wahrzunehmen, was dein Kopfkino gerade veranstaltet. Werde zu deinem Selbst-Beobachter!

Versuche nun, deine Gedanken nüchtern zu betrachten, indem du dir sagst: „Aha, das sind also meine Befürchtungen!“ oder „Das also denke ich über diese Situation“ oder „Das sind ja gar nicht meine Gedanken, sondern die von ….“

Manchmal relativieren sich bereits dabei bereits deine Ängste und Sorgen, weil sie „in ihre Bestandteile zerlegt“ werden – und weil für dich dadurch klar erkennbar wird, dass deine Gedanken an Schwere verlieren, sobald sie von dir nicht mehr als die Wahrheit wahrgenommen werden.

 

 

 

[1] Viktoria Susovits, FLOW Nr. 31

Resilienz

Warum Hochsensible ihrem Partner erklären sollten, wer sie sind

Viele Hochsensible wussten bis vor kurzem nicht einmal selber, wer und warum sie so sind, wie sie sind. Nach den ersten wichtigen Schritten des Sich-selber-besser-Verstehens ist es deshalb wichtig, auch mit dem Partner darüber zu sprechen.

Hochsensible sehnen sich – ebenso wie andere Menschen auch – nach Harmonie, Liebe, Nähe, Zugehörigkeit und emotionaler Sicherheit. Aber viele von ihnen benötigen (mindestens) im gleichen Maß auch Ruhe, Rückzug oder Alleinsein.

Da die Sinne von Hochsensiblen feiner ausgeprägt sind, ermüden sie oft schneller oder leiden unter belastenden Energien oder Anspannungen, die sie in ihrem Umfeld wahrnehmen. Manche von ihnen brauchen immer wieder längere Rückzugsphasen, um im Alltag überhaupt zurecht zu kommen und um ihre Eindrücke zu verarbeiten.

Kläre deinen Partner über deine Hochsensibilität auf

Innere und äußere Rückzuge können Freundschaften und vor allem partnerschaftliche Beziehungen ganz schön auf die Probe stellen. Denn dein Gegenüber kann dieses Verhalten – klarerweise – als Desinteresse, Lustlosigkeit, Sprunghaftigkeit oder gar als Ablehnung interpretieren. Nur wenn dein innerer Rückzug von deinem Partner verstanden und akzeptiert wird, kann eure Beziehung auf Dauer funktionieren.

Deshalb ist es wichtig, deine Empfindungen und Bedürfnisse deinem Partner gegenüber ehrlich auszusprechen; ihn bitten, sich mit dem Thema Hochsensibilität auseinanderzusetzen. Vielleicht bietest du ihm eine gute Lektüre dazu an, denn viele Partner fühlen sich hilflos oder vermuten, dass es sich bei Hochsensiblen nur um launenhafte Mimosen handeln könnte.

Wirf nicht gleich die Flinte ins Korn!

Wenn du mit einem Partner zusammenlebst, der wenig Verständnis für deine Bedürfnissen hat, dann versuche immer wieder mit ihm darüber zu sprechen. Manchmal kann es auch sinnvoll sein, auf professionelle erfahrene Unterstützung von Paartherapeuten oder Coaches zurückzugreifen. In vielen Fällen ist es jedoch die falsche Entscheidung, eine Partnerschaft aufgrund von Hochsensibilität zu beenden, außer es liegen noch andere, triftige Gründe vor. Aber das wissen die Betroffenen meist ohnehin selbst, wenn sie ehrlich genug mit sich und ihrem Partner umgehen.

Wenn du Unterstützung benötigst, um dich energetisch abzugrenzen, empfehle ich dir die Engel-Aura-Essenz „Energetische Abgrenzung“, wenn für deine Partnerschaft liebevoll begleitende Energien suchst, könnte die Engel-Aura-Essenz „Erzengel Chamuel“ die richtige für dich sein.

Hochsensibilität
Angst

Gehe kraftvoll durch stürmische Zeiten und stehe zu deiner Angst

„Du bist stark genug, um der Angst gegenüber zu treten. Sie möchte dich nicht verletzen und sie wird dir nichts anhaben.“ (Linda Rosenbaum)

Vielleicht befindest du dich gerade in einer schwierigen oder herausfordernden Lebenssituation? Vielleicht musst du stark sein, Mut und Kraft aufbringen – und dich mit deiner Angst auseinandersetzen?

Mir ist noch niemand begegnet, der immer angstfrei und voll Vertrauen durchs Leben geht. Angst zählt ja angeblich zu jenen großen Lernerfahrungen, die wir uns als „Trainingsprogramme“ für unser Leben vorgenommen haben,

Deshalb brauchst du dich weder für deine Angst zu schämen, noch an dir zweifeln und auch nicht deinen Selbstwert daran messen. Im Gegenteil: Du solltest stolz auf dich sein, dass du durch diesen Prozess bewusst hindurchgehst.

Unterdrückte Angst ist wie ein Ball unter Wasser

Wenn du an deinen Ängsten arbeiten willst, dann ist der erste wichtige Schritt die Erkenntnis, dass du sie nicht bekämpfen solltest! Nimm deine Angst an und akzeptiere sie – zumindest als einen Aspekt deines jetzigen Lebensabschnitts. Das bedeutet jedoch nicht, dass du auf Dauer vor deiner Angst klein beigeben sollst.

Wenn du jedoch gegen deine Angst ankämpfst oder sie verdrängen willst, wird sie noch stärker, denn Druck erzeugt Gegendruck bzw. Verdrängen erzeugt ein Empordrängen. Denke an einen Wasserball, den du unter die Wasseroberfläche drücken willst, dann weißt du, was es mit dem Ankämpfen gegen die Angst auf sich hat.

Deshalb stehe zu deiner Angst und blicke ihr ins Auge, so sehr du dazu fähig bist. Denn das ist der allererste Schritt im Umgang mit ihr, bevor die nächsten Schritte folgen können. (Fortsetzung folgt)

Resilienz