Wir sollten wieder viel bewusster genießen!

Bevor ich jetzt mit dem Schreiben loslege, gehe ich noch in die Küche, um mir ein Stück Kuchen zu holen. Ich zähle ja auch zu jenen, die manchmal sehr streng zu sich selbst sein können, wenn es ums Genießen geht. Deshalb praktiziere ich jetzt am besten gleich das, worüber ich nun schreiben werde: Bewusstes Genießen!

Wie oft haben wir ein schlechtes Gewissen, wenn wir uns etwas zum Naschen, zum Schlemmen oder einfach nur Auszeit vom Alltag genehmigen! Wenn wir verreisen, uns etwas Schönes kaufen, faulenzen, länger im Bett bleiben, uns selbst einen Blumenstrauß schenken oder einfach den „lieben Gott einen guten Mann sein lassen“ und in den Tag hinein leben. Klar, das sind meist Ausnahmesituationen und prägen nicht unser Leben. Aber gerade deshalb ist es so wichtig, solche Momente ganz bewusst zu erleben.

Genuss braucht Zeit. Um etwas zu genießen, brauchst du zumindest ein wenig Zeit, selbst wenn es nur ein paar Minuten sind: Ein Sonnenuntergang, ein Lieblingssong, ein kurzer Spaziergang, eine wohltuende Dusche… sie alle bringen Genuss in dein Leben!

Genuss muss erlaubt sein. Wenn du eine Tafel Schokolade verspeist und wegen der Kalorien ein schlechtes Gewissen hast, dann lass es besser gleich sein. Denn schlechtes Gewissen killt jeden Genuss. Stell dir lieber die Frage, woher dieses Verhaltensmuster stammt und lege es ab.

Genuss funktioniert nicht nebenbei. Genuss lässt sich nur im Augenblick erleben, denn sobald er zur Nebensache wird, verliert er an Intensität und Qualität. In Zeiten von Hektik und Stress solltest du dir deshalb Auszeiten bewusst genehmigen, um sie zu genießen. Und seien sie noch so kurz.

Weniger ist mehr. Wenn du zu einer Tasse Tee oder Kaffee eine Handvoll Kekse genüsslich isst, anstatt den ganzen Tag in die Keksschachtel zu greifen, hast du viel mehr davon. Denn es kommt nicht auf die Menge an, sondern auf das, was du beim Essen empfindest.

Genuss ist alltäglich. Es ist wichtig, Genuss ganz bewusst in deinen Alltag zu integrieren. Wenn du immer nur auf außergewöhnliche Ereignisse wartest, zu denen du dir Genuss erlaubst, verschenkst du sehr viel Lebensqualität. Gehe bewusst durchs Leben und werde dir der sinnlichen Genüsse bewusst, die dich täglich umgeben, wie z. B. der Duft von frisch gemahlenem Kaffee oder frisch gebackenem Brot.

In diesem Sinne: Genieße dein Leben!

Inspirationsquelle: E. Koppenhöfe. Kleine Schule des Genießens (Internet)

Frauenbewusstsein

NIMM DIR ZEIT FÜR DEINE WEIBLICHKEIT und kleide dich weiblich(er)

Nein, nix Püppchen, nix Tussi und nix Vamp. Das meine ich nicht, wenn ich von weiblicher Kleidung spreche. Habe auch ich mich jahrelang in praktische Hosen gequetscht, ist seit gut einem halben Jahr endgültig Schluss damit!

Denn ich habe meine große Liebe zu Kleidern und Röcken (wieder)entdeckt. Während es in den letzten Jahren fast nur Miniröcke zu kaufen gibt, für die man die passende Figur haben muss, gibt es nun endlich wieder eine schöne Auswahl an Kleidern und Röcken. Ich liebe sie, weil

  • sie meine Weiblichkeit unterstreichen
  • ich fließende Stoffe mag
  • sie mich nicht im Bund zwicken
  • ich mich in keine Jeans mehr hineinquetschen muss
  • ich mit Kleidern immer gut angezogen bin
  • ich mich damit von der breiten Masse der weiblichen Hosenträgerinnen abheben kann.

90 % der Bevölkerung laufen mit Hosen herum, ich sicherlich nicht mehr. Vielleicht hab ich dir auch Lust auf Röcke und Kleider gemacht? Es lohnt sich, zumindest darüber nachzudenken.

Frauenbewusstsein

Mache es nicht immer allen recht!

„Ich kenne keinen sicheren Weg zum Erfolg, aber einen sicheren Weg zum Misserfolg: Es allen recht machen zu wollen.“ (Plato)

Wie oft wollen wir es anderen Menschen recht machen, weil wir einfach unsere Ruhe haben wollen, Streit und Diskussionen vermeiden möchten oder Liebe und Anerkennung suchen. Obwohl wir es eigentlich längst besser wissen müssten, fallen wir von Zeit zu Zeit immer wieder in dieses alte und wahrscheinlich anerzogene Verhaltensmuster zurück.

Der Wunsch nach Wohlbefinden und Harmonie prägt in besonderem Maße die Natur der Frau und deshalb setzen wir auch alles daran, dass es ja den anderen gut geht und sie sich rundum wohlfühlen. Koste es, was es wolle! Und dafür nehmen wir uns oft zurück, verdrängen unsere Bedürfnisse, beißen uns auf die Zunge und übernehmen für andere Menschen und Situationen Verantwortung, die uns nicht einmal wirklich etwas angehen.

Wahrscheinlich bist du ohnehin schon längst auf dem Weg, dich aus diesem Verhaltensmuster herauszuschälen, oder hast es sogar schon abgelegt und hinter dir gelassen.

Doch stell dir sicherheitshalber von Zeit zu Zeit die folgenden Fragen:

  • Sage ich manchmal JA, obwohl ich eigentlich NEIN sagen will?
  • Ertappe ich mich manchmal dabei, dass ich andere beeindrucken möchte?
  • Will ich vermeiden, dass mich andere für egoistisch halten könnten?
  • Vermeide ich gerne Konflikte?
  • Orientiere ich mein Verhalten stark an der Meinung anderer?
  • Ist es einfacher für mich, jemandem zuzustimmen, als meinen eigenen Standpunkt zu vertreten?
  • Fühle ich mich für das Wohlbefinden anderer zuständig?
  • Übernehme ich die Verantwortung für andere Erwachsene?
  • Versuche ich, traurige oder bedrückte Menschen fröhlich zu stimmen?
  • Sind mir Lob und Anerkennung nahestehender Menschen sehr wichtig?
  • Vergesse ich manchmal, meine Grenzen zu ziehen?

Es ist einfacher, als man denkt, in die Mach-es-allen-recht-Falle zu tappen und dort festzusitzen. Denn es ist manchmal sehr schwierig, die feine Grenze zwischen Selbstbestimmung und Fremdbestimmung wahrzunehmen. Doch sobald du erkannt hast, warum du es allen Menschen recht machen willst, kannst du dein Verhalten leichter erkennen und dann ganz bewusst in eine andere Richtung lenken.

So kommst du wieder aus der Falle:

  • Nimm dir ausreichend Zeit, bevor du JA oder NEIN sagst.
  • Lerne, Gefühle im Zusammenhang mit Unstimmigkeiten oder Konflikten auszuhalten.
  • Fühle dich nicht für alles und jeden verantwortlich.
  • Verliere dich und deine Werte nicht aus den Augen.
  • Stoße nicht immer in das Horn der anderen.
  • Habe den Mut, zu deiner Meinung und zu deinen Bedürfnissen zu stehen.
  • Lerne, Selbstliebe von Egoismus zu unterscheiden.
  • Denke nicht darüber nach, was andere über dich reden könnten.
  • Bleibe dir selber treu.
  • Ziehe deine Grenzen, auch wenn sie anderen missfallen.
  • Lass dich nicht von anderen manipulieren.

Auch wenn es nicht immer leicht ist, antrainierte oder übernommene Verhaltensmuster abzulegen. Es lohnt sich!

 

Frauenbewusstsein

NIMM DIR ZEIT FÜR DEINE WEIBLICHKEIT. Verbinde dich mit den Energien von Mutter Natur.

Hast du dir schon einmal bewusst gemacht, was wir Frauen und die Natur gemeinsam haben? Wir bringen Leben hervor, wir sind bestimmten Zyklen unterworfen und wir stehen energetisch eng mit dem Mond in Verbindung. Und das ist noch nicht alles.

Es ist gewiss „Zufall“, dass gerade wir Frauen seit jeher die Wirkung und die Heilkräfte der Pflanzen und Kräuter kennen… und das Wissen haben, wie man daraus Salben herstellen, Tee brauen und damit uns und anderen Menschen Linderung verschaffen können.

Heute, in der technikgesteuerten und wissenschaftslastigen Welt, haben freilich viele Frauen ihren natürlichen Bezug zur Natur fast vollkommen verloren. Wie wäre es deshalb, wenn du dir ganz bewusst Zeit nimmst, um

  • einen Baum zu umarmen
  • einen Morgenspaziergang zu machen
  • im Freien zu übernachten
  • Kräuter zu sammeln
  • ein Gartenbeet zu bestellen
  • ein Mondritual mit Freundinnen zu veranstalten
  • in der Wiese zu liegen und ihre kleinen Bewohner zu betrachten
  • barfuß durch das taufrische Gras zu laufen oder
  • einen Wiesenstrauß zu pflücken?

Die Natur kann uns lehren, ganz bewusst im Hier und Jetzt zu sein, zu erfühlen, was ist, und nicht, was irgendwann sein wird oder irgendwann  einmal war. Lassen wir uns wieder mehr auf sie ein und begegnen wir uns dabei selbst. Unaufgeregt. Unangestrengt. Unkompliziert und unserer inneren Stimme folgend. Nehmen wir uns einmal mehr die Zeit für unsere Weiblichkeit…

 

Frauenbewusstsein

NIMM DIR ZEIT FÜR DEINE WEIBLICHKEIT. Tausche Prinzip gegen Spontaneität!

Das Wort Prinzip verkörpert männliche Energie, ebenso wie die Begriffe Regelmäßigkeit, Struktur oder Gesetzmäßigkeit. Hingegen fühlen sich die Worte Spontaneität, Loslassen, Im-Fluss-Sein oder Hingabe ganz anders an, denn sie drücken urweibliche Energie aus.

Nimm dir doch mal wieder ein paar Minuten bewusste Zeit für deine Weiblichkeit und fühle in dich hinein, in welchen Lebensbereichen du vielleicht noch ein paar starke männliche Prägungen erkennen bzw. ablegen möchtest. Stelle dir deshalb ehrlich folgende Fragen:

  • Wie sehr habe ich mein Leben nach Prinzipien anstatt nach Spontaneität und Intuition ausgerichtet?
  • Wie sehr benötige ich Prinzipien für meinen inneren Halt und meine Sicherheit bzw. warum brauche ich sie überhaupt?
  • Wer hat mir jene Prinzipien vorgelebt, die mich heute noch prägen und wie sehr passen sie heute noch zu mir?

Wenn du als Frau mehr YANG- als YIN-betont lebst, weil du dazu erzogen wurdest, nun aber deiner Weiblichkeit wieder mehr Raum geben möchtest, dann beobachte dich selbst. Klar, dass du deine männlichen YANG-Qualitäten nicht alle aufgeben musst, denn du wirst sie immer wieder benötigen.

Doch je mehr du deine Prinzipien beiseite schiebst, um deiner weiblichen Spontaneität und deiner inneren weiblichen Stimme wieder mehr Platz einzuräumen, desto bewusster und erfüllender wirst du deine Weiblichkeit leben können.

Frauenbewusstsein

Der weibliche Weg ist eine bewusste Entscheidung

„Was der weibliche Weg für mich bedeutet“ … darüber habe ich bereits in einem früheren Blogbeitrag geschrieben und versprochen, darauf noch näher einzugehen. Denn dieser weibliche Weg ist für viele Frauen die wichtige und erfüllende Neuausrichtung in ihrem Leben.

Während in längst vergangenen Zeiten Frauen als Große Weise, als Wissende oder als Urfrauen verehrt wurden, mussten sie im Laufe der letzten Jahrhunderte ihren angestammten Platz in der Gesellschaft unfreiwillig aufgeben und den Männern überlassen.

Doch in der jetzigen Zeit der großen Veränderungen taucht in immer mehr Frauen erneut die starke Sehnsucht auf, ihren angestammten weiblichen Platz in der Gesellschaft wieder einzunehmen. Aber sie sind es leid, darum kämpfen zu müssen. Denn Kampf hat nichts mit Weiblichkeit, mit weiblicher Kraft und Stärke und mit weiblicher Weisheit zu tun. Es sind männliche Attribute, die wir Frauen uns angeeignet haben, während wir den weiblichen Weg verlassen haben, um den männlichen zu gehen.

Wie finden wir Frauen wieder auf unseren weiblichen Weg zurück?

 Als erstes sollten wir ehrlich erkennen, dass sehr viele von uns seit Jahren weitaus mehr männliche als weibliche Qualitäten entwickelt und gelebt haben. Das ist ein Eingeständnis, das nicht immer angenehm ist, denn es erfordert gleichzeitig eine bewusste Neuausrichtung. Und die erfordert viel an innerer Klarheit, Ehrlichkeit zu sich selbst und schließlich auch aufrichtiges Wollen, was nicht immer einfach ist.

Wir leben in einer Welt der Dualität – auch Polarität oder Gegensätze genannt: Mann – Frau, stark – schwach, dunkel – hell, oben – unten … die Aufzählung ließe sich noch beliebig lange fortsetzen. Die Polarität hat jedoch nichts mit Schwarz-Weiß-Denken zu tun. Die Polarität, von der ich spreche, ist neutral und wertfrei und ein wichtiger Teil unseres dualistischen Weltbildes.

Gegensätzliches erkennen und akzeptieren

„Weiblichkeit wird durch Tiefe, Liebe, Stille und Freiheit gestärkt, Männlichkeit braucht Höhepunkte, Erfolge und Anerkennung.“[1] Was auf den ersten Blick wie eine klischeehafte Aussage erscheint, trifft dennoch den Nagel auf den Kopf. Denn solange wir nicht erkennen, welche Energiemuster männlich bzw. weiblich sind, werden wir auch nicht zwischen „dem männlichen und dem weiblichen Weg“ unterscheiden können. Anhand der folgenden Beispiele soll noch deutlicher werden, was ich damit meine:

Fühlen (YIN, weiblich) – Denken (YANG, männlich)

Klar, das Fühlen ist nicht uns Frauen und das Denken nicht den Männern vorbehalten, aber das Fühlen entspricht der weiblichen Energie und das Denken der männlichen. (Zur Erinnerung zeige ich noch einmal das YIN-YANG-Symbol aus meinem letzten Blog, aus dem ganz klar ersichtlich ist, dass wir Frauen nicht nur weibliche YIN-Eigenschaften – in Rosa dargestellt –, sondern auch männliche YANG-Energien – in Hellgrün dargestellt – leben und entwickeln sollten.)

Stell dir nun als Frau die folgenden Fragen:

  • Wem folge ich stärker: meinem Gefühl (YIN) oder meinem Verstand (YANG)?
  • Habe ich Angst vor Kontrollverlust (YANG), wenn ich meinem Gefühl (YIN) vertraue?
  • Bewerte ich meinen Intellekt (YANG) höher als meine Intuition (YIN)?

Sein (YIN, weiblich) – Tun (YANG, männlich)

Klar können und wollen wir Frauen die Hände nicht in den Schoß legen und darauf warten, bis die Männer etwas (für uns) tun. Doch die weibliche Energie hat immer mit „Sein“ zu tun, wie beispielsweise die Hingabe, die Entspannung oder das In-sich-Ruhen.

  • Habe ich Angst, nicht wahrgenommen (YIN) zu werden, wenn ich nicht ständig am Tun und Handeln (YANG) bin?
  • Habe ich das Gefühl (YIN), meine Macht (YANG) an andere abzugeben, wenn ich abwartend in mir ruhe, anstatt aktiv zu sein?

Genießen (YIN, weiblich) – Trainieren (YANG, männlich)

Sportlerinnen machen jetzt wahrscheinlich einen lauten Aufschrei: „Was, wir Frauen sollen nicht mehr (unseren Körper, unsere Fähigkeiten etc.) trainieren?“ Klar könnt ihr trainieren, so viel es euch Spaß macht. Aber spürt ihr den Unterschied zwischen genießen (YIN, passiv) und trainieren (YANG, aktiv) und dem damit verbundenen Zufriedensein (YIN, passiv) und Leistungserfolgen (YANG, aktiv)?

Die Liste der männlichen YANG- und der weiblichen YIN-Energien lässt sich noch weiter fortsetzen, wie beispielsweise:

  • Stille (YIN) – Lärm (YANG)
  • Inhalt (YIN) – Form (YANG)
  • Fülle (YIN) – Schlaksigkeit (YANG)
  • Weichheit (YIN) – Härte (YANG)
  • Innen (YIN) – Außen (YANG)

usw.

Es geht nicht um Schubladendenken …

… sondern darum, dass wir unser weibliches Energiepotenzial wieder bewusster wahrnehmen, wertschätzen, nutzen und ausdehnen. Es geht nicht darum, uns gegen das Männliche aufzulehnen, sondern den männlichen Energien in uns Frauen nicht überdimensional viel Platz einzuräumen.

Wenn du glattes Haar hast, solltest du es lieben, anstatt frustriert auf andere Frauen mit Naturlocken zu schielen. Und wenn dich die Natur mit krausen Haaren ausgestattet hat, warum willst du sie dann unbedingt mit einem Glätteisen zähmen?

Und warum, liebe Frau, willst du unbedingt männliche Eigenschaften leben? Die du dir vielleicht erst mühevoll antrainieren musst? Und die dich letztendlich nicht wirklich glücklich machen.

Viele Frauen würde es glücklicher machen, den eingeschlagenen männlichen Weg wieder zu verlassen und auf den weiblichen zurückzukehren. Ich denke, es lohnt sich zumindest, darüber nachzudenken!

[1] Piontek, Maitreyi D. Weibliches Manifest. Entdecke deine authentische und lustvolle Spiritualität. München: 2009.

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Manchmal „braucht“ es einen lauten Weckruf

„Viele Menschen fühlen sich instinktiv und magisch vom falschen Partner angezogen. Sie suchen Ergänzung – aber meist finden sie eine Ergänzung des Mangels, in der sich die Mängel potenzieren. Zwei Einbeinige kommen zusammen ja nicht schneller voran. Deshalb gehen so viele Beziehungen schief. Unrealistische Partner-Bilder kursieren zuhauf in einer Gesellschaft, die schneller urteilt, als sie denken kann, … die Gefühle mit Sentimentalität und Wirklichkeit mit Fiktion verwechselt.“[1]

Uns Frauen hat die Natur mit der großen Gabe der intuitiven Vorahnung ausgestattet, doch die schlummert sehr oft nur vor sich hin. Das „feminine Wahrnehmungsteleskop“, wie Clarissa Pinkola-Estés es nennt, ist nicht ganz präzise ausgerichtet und die Schärfenadjustierung noch nicht auf Weitsicht eingestellt. Deshalb nehmen wir das Verborgene und Hintergründige in einem potenziellen Partner anfangs oft nur sehr verschwommen wahr. Und drücken diese innere Stimme weg, die mit unseren weiblichen Urinstinkten verbunden ist und uns vor möglichen Beziehungsfallen warnt.

Doch manchmal „braucht“ es einen lauten Weckruf, und der fällt nicht immer angenehm aus. Nämlich dann nicht, wenn wir beispielsweise nach jahrelangem unscharfen Hinschauen unsanft wachgerüttelt und gezwungen werden, ganz genau zu erkennen, an wessen Seite wir unser Leben eingerichtet haben. Manchmal ist diese Erkenntnis mit sehr viel Schmerz und Federn-Lassen verbunden und manchmal kommen wir noch mit dem Schrecken davon.

Deshalb ist es wichtig, dass wir Frauen die in uns angelegte Urnatur mit aller Kraft wiederbeleben, und zwar möglichst schon VOR einem schmerzhaften Weckruf. Egal, wie sehr wir in unseren Kulturen oder Familien daran gehindert wurden, unsere weibliche Urnatur zu leben: Eine Frau, die den tiefen Kontakt zu ihrer weiblichen Seele vorübergehend verloren hat, kann ihn jederzeit wieder aktivieren. Letztendlich geht es um die Entwicklung unseres spirituellen und persönlichen Bewusstseins. Denn diese innere Kraft unterstützt uns immer wieder, uns aus den tiefsten Tiefen unseres Lebens emporzuheben um den Gipfel des Glücks und der Zufriedenheit zu ersteigen.

[1] Zitat aus dem Buch „Der letzte Scheißkerl“ von Roman Maria Koidl

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Warum Weiblichkeit und Feminismus zwei Paar Schuhe sind

Uns Frauen wird ja immer mal wieder vorgeworfen, dass wir alle Feministinnen oder Emanzen seien, nur weil wir uns in den letzten Jahren und Jahrzehnten noch klarer zu unserer Weiblichkeit bekannt haben. Ja, wir leben unser Frausein viel bewusster als noch vor wenigen Jahren und sind gerade dabei, die weiblichen kollektiven Verletzungen der letzten Jahrtausende aufzuarbeiten und zu heilen.

Doch auch unter uns Frauen herrscht immer noch große Verunsicherung, wenn es darum geht, Weiblichkeit, Feminismus und Emanzipation zu unterschieden.

Weiblichkeit

Weiblichkeit hat für mich ganz klar mit dieser weiblichen Urkraft zu tun, die in uns Frauen steckt und die wir nur mit dem Herzen erfahren und erspüren können. Denn Weiblichkeit wird nicht vom Kopf oder vom Verstand gesteuert, sie existiert einfach in uns. Manche nennen es „das Göttlich-Weibliche in jeder Frau“.

Weiblichkeit hat viel mit innerer Weisheit, mit weiblicher Kraft und Stärke zu tun und muss nicht extra antrainiert werden. Allerdings wurde sie über Jahrtausende hinweg so stark von unserer patriarchalen Gesellschaft unterdrückt, dass sie wieder neu belebt werden muss. Denn es ist uns Frauen nicht immer bewusst, wie stark wir noch von noch männlichen Verhaltensmustern geprägt sind, was nicht verwundert, da viele von uns Frauen täglich in einem patriarchalen Umfeld (über)leben müssen.

Feminismus

Es sollte bis März 1971 dauern, dass die Schweizer Frauen erstmals ein Stimm- und Wahlrecht erhielten, dass sie sich jahrelang hart erkämpfen mussten. Und es sollte noch weitere 19 Jahre dauern, bis ihnen dieses Frauenstimmrecht in allen Kantonen tatsächlich auch gewährt wurde! Es brauchte also viel feministischen Kampfgeist, um diese Grundrechte auch für die weibliche Bevölkerung durchzusetzen.

Schon im 18. und 19. Jahrhundert war einigen Frauen klar, dass sie um Akzeptanz und Gleichberechtigung in der Gesellschaft kämpfen mussten. Und seither gehen Feminismus und Emanzipation – also die Befreiung von Unterdrückung – Hand in Hand, um sich für die Würde und die Selbstbestimmung von Frauen einzusetzen.

Wie viel weiblichen Kampfgeist brauchen wir wirklich?

Während Weiblichkeit dem Herzen entspringt, wird Feminismus vom Kopf gesteuert. Beides ist grundsätzlich gut, denn wir brauchen das Herz ebenso wie den Verstand zum (Über-)Leben.

Aber ist es nicht so, dass wir diesen intellektuell geprägten Kampfgeist mehr und mehr in weibliche Weisheit, in weibliche Stärke und in weibliche Gelassenheit umwandeln sollten?

Ist es nicht so, dass wir uns daran erinnern sollten, welch enorme weibliche Urkraft in uns Frauen steckt?

Müssen wir wirklich kämpfen?

Müssen wir wirklich noch um unsere Rechte in der herkömmlichen, männlich geprägten Art und Weise kämpfen? Oder sollten wir uns besser darauf besinnen, dass die innere Neuausrichtung der Frauen und die damit einhergehende Wiederentdeckung der Weiblichkeit sehr viel effizienter, authentischer und kraftvoller sind als jeder Kampf?

Solange wir Frauen an unseren männlich geprägten Verhaltensmustern festhalten, solange wir uns nicht unserer wahren Weiblichkeit besinnen, solange wir den Kampf um Gleichberechtigung als einzige Chance erkennen – um uns durchzusetzen und uns zu behaupten – wird Weiblichkeit nur ein Lippenbekenntnis bleiben.

Es braucht nicht den Kampf, sondern vielmehr weibliche Weisheit, Kraft und Stärke

Glücklicherweise ist schon seit längerer Zeit überall auf der Welt ein verstärktes kollektives Rückerinnern an unsere weibliche Urkraft zu bemerken, auch wenn sie teilweise noch von feministischen Zügen überlagert wird. Denn es haben sich bereits sehr viele Frauen auf den Weg gemacht, ihre eigenen Verletzungen und die im weiblichen Kollektiv zu heilen.

In der Zeit der großen Transformation, in der wir leben, können immer mehr Frauen erkennen, dass es nicht den Kampf, sondern die Weisheit, die Kraft und die Stärke der Frauen braucht, um die Welt in eine Balance zwischen Männlich und Weiblich und damit in eine positive Neuausrichtung zu bringen.

 

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Warum es dir nichts bringt, andere Frauen zu beneiden

„Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Beste, Schönste, Erfolgreichste, Begehrteste oder Klügste im ganzen Land?“ Wie oft taucht diese unausgesprochene Frage auf Facebook, Instagram, Pinterest und in anderen Social Media Kanälen auf! Dabei ist Vergleichen grundsätzlich etwas Positives. Denn es kann uns dabei helfen, uns selbst noch besser kennenzulernen oder uns und unser Verhalten in verschiedenen Lebenssituationen noch besser einzuschätzen.

Der Vergleich mit anderen kann uns auch in Krisenzeiten stärken, nämlich dann, wenn wir erkennen, dass wir mit unseren Problemen nicht alleine sind, sondern viele andere ähnliche Erfahrungen machen oder sich ähnlichen Herausforderungen stellen müssen.

VergleichEN kann konstruktiv oder destruktiv gelebt werden

Konstruktives Vergleichen mit anderen kann uns motivieren, etwas an uns zu verändern oder zu verbessern, wenn wir ehrlich an uns arbeiten. Doch in vielen Fällen entsteht aus unseren Vergleichen irgendwann der blanke Neid. Nämlich dann, wenn wir

… unzufrieden sind

… unsere Talente nicht leben

… uns vom Leben benachteiligt fühlen

… anderen den Erfolg nicht gönnen

… sehen, dass andere unsere Träume leben

… andere glauben lassen, dass es uns sehr viel besser geht, als es tatsächlich der Fall ist.

Am liebsten vergleichen wir uns mit Menschen, die uns sehr ähnlich sind oder die sich in ähnlichen Berufs- oder Lebenssituationen befinden. Und Social Media unterstützt uns tatkräftigst dabei.

Deshalb wäre es eine Überlegung wert, zuerst einmal das eigene Leben zu analysieren, um herauszufinden, ob es sich tatsächlich „lohnt“, andere zu beneiden. Denn was auf den ersten Blick beneidenswert erscheinen mag, sieht auf den zweiten Blick oft ganz anders aus. Denn der Preis dafür, den viele Menschen zahlen müssen, um von anderen beneidet zu werden, ist oft ein allzu hoher. Daher relativieren sich der Vergleich und damit auch der Neid sehr schnell, weil man alle Aspekte berücksichtigen sollte, inklusive der Kompromisse und Opfer, die jemand für sein „beneidenswertes“ Leben erbringen muss.

Frauen-Kooperation statt Frauen-Konkurrenz

Was mir immer wieder einen Stich ins Herz versetzt ist der offensichtliche oder versteckt geführte Konkurrenzkampf unter uns Frauen. Denn so lange wir Frauen einander als Konkurrentinnen sehen, werden wir immer „gewinnen“ oder zumindest besser als die anderen sein wollen. Wir möchten den schönsten Mann, die perfekteste Figur, den makellosesten Teint, die klügsten Kinder oder den lukrativsten Job unser eigen nennen. Dabei lassen wir bei diesem sinnlosen Konkurrieren so viel wertvolle Energie auf der Strecke, was uns letztendlich nicht wirklich glücklicher macht.

Solange wir Frauen miteinander konkurrieren und einander beneiden, solange verschließen wir uns vor unserer weiblichen Urkraft. Denn durch das Konkurrieren und Beneiden lenken wir unsere Energien in eine Richtung, die weder uns noch anderen etwas bringt. Im Gegenteil! Wir legen ein Verhalten an den Tag, das stark von patriarchalen Eigenschaften geprägt ist, und aus dem wir eigentlich immer mehr aussteigen sollten. Denn die weibliche Kraft in jeder Frau ist in der Lage, innere Größe und Individualität zu entwickeln und gleichzeitig anderen Frauen ihr Anderssein und Glücklichsein von Herzen zu vergönnen.

 

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Was Elfen und kleine Mädchen mit Hochsensibilität zu tun haben

Du kennst sie sicher, die kleinen Mädchen, die uns ganz stark an Feen oder Elfen erinnern. Sie haben oft eine sehr zarte und beinahe durchsichtige Haut und eine ätherische Ausstrahlung, die nicht von dieser Welt zu kommen scheint. Die meisten dieser Kinder (natürlich sind auch Buben unter ihnen) leben – wie in einer großen Schutzblase – in ihrer eigenen Welt, die nicht viel mit der irdischen gemeinsam hat.

Vielleicht warst du auch solch ein Mädchen und hast schon damals mehr gefühlt und wahrgenommen als die meisten Menschen um dich herum. Für dich war das normal, doch irgendwann hast du bemerkt, dass du anders als die anderen bist. Wie bist du damit umgegangen?

  • Wolltest du unbedingt so wie deine Freundinnen sein ?
  • Hast du dir einen Schutzpanzer zugelegt?
  • Hast du aufgehört darüber zu sprechen, was du alles sehen oder fühlen kannst?
  • Kamst du dir sehr einsam vor?
  • Fühltest du dich von anderen unverstanden, abgelehnt oder ausgeschlossen?

Als Vierjährige lebte auch ich in einer eigenen Welt, die meinen Eltern nicht zugängig war. Ich sprach mit meinen unsichtbaren Freunden, den Engeln, aber auch mit meinem „Mann“ Willy – und ich genoss diesen Zustand sehr. Über viele Jahre hinweg zog ich mich immer wieder von anderen zurück – und während meine SpielkameradInnen im Freien herumtobten, saß ich in meinem Zimmer, träumte, zeichnete, malte und schrieb meine Fantasiegeschichten in ein dickes Heft.

Heute würde man Kinder wie dich und mich in die Kategorie der Hochsensiblen stecken, was ihnen auch nicht wirklich weiterhilft. Außer ihr engstes Umfeld – inklusive ihrer Lehrer – würde verstehen, was es mit solch hochsensiblen Menschen auf sich hat.

Mit Tests herausfinden, ob man hochsensibel ist

Der Anthroposoph Rudolf Steiner war einer der ersten, der erkannte, dass es hochsensible und hochsensitive Menschen gibt. Aber erst seit einer Veröffentlichung von Dr. Elaine N. Aron im Jahr 1997 kann man mit Hilfe von speziellen (Selbst)Tests herausfinden, ob man zu den Hochsensiblen gehört oder nicht. Und damit begann nicht nur ein neues Schubladen-Denken, sondern es bot sich auch erstmals die Gelegenheit, sich und sein Anderssein zu begreifen, besser zu verstehen und zu akzeptieren.

In der Zwischenzeit findet man eine Unzahl an Büchern in Bücherregalen (nicht nur in meinem), die uns genau erklären, worin die besonderen Eigenschaften, Fähigkeiten und Chancen von hochbegabten, hochsensiblen und hochsensitiven (medial veranlagten) Menschen liegen und wie sie sich von einander unterscheiden.

Hochsensiblen pfeift ein rauer Wind entgegen

Es ist wahrlich nicht immer einfach, mit dieser Andersartigkeit zu leben. Besonders in der rauen Welt der Wirtschaft pfeift uns ein Wind entgegen, der Hochsensiblen oft die Luft zum Atmen nimmt. Deshalb möchten sie ihr Anderssein mit noch mehr Leistung kompensieren, weil sie sich von der breiten Masse der „Normalos“ nicht unterscheiden wollen und genauso wie sie akzeptiert werden möchten.

Eine der wichtigsten Entscheidungen hochsensibler Menschen mag es sein, sich so anzunehmen, zu respektieren und zu lieben, wie sie sind. Auch wenn ihre Sensibilität in manchen Lebensbereichen Einschränkungen nach sich ziehen kann, bringt sie doch auch außergewöhnliche Fähigkeiten mit sich. Denn wer kann schon ganz genau fühlen oder wissen, was andere gerade denken, wie doppeldeutige Botschaften wirklich gemeint sind, was als nächstes geschehen oder wie eine noch nicht getroffene Entscheidung ausgehen wird? Meist sind es die Mädchen, die Elfen und die Hochsensiblen, die mit Hilfe ihrer Gaben mit anderen Bewusstseinsebenen verbunden sind, und von dort ihre Informationen beziehen.

Wenn du dich selbst zu den Hochsensiblen zählst und deine Erfahrungen mit mir und den anderen teilen willst, dann schreib sie doch ganz einfach darunter! Dankeschön!

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