NIMM DIR ZEIT FÜR DEINE WEIBLICHKEIT und kleide dich weiblich(er)

Nein, nix Püppchen, nix Tussi und nix Vamp. Das meine ich nicht, wenn ich von weiblicher Kleidung spreche. Habe auch ich mich jahrelang in praktische Hosen gequetscht, ist seit gut einem halben Jahr endgültig Schluss damit!

Denn ich habe meine große Liebe zu Kleidern und Röcken (wieder)entdeckt. Während es in den letzten Jahren fast nur Miniröcke zu kaufen gibt, für die man die passende Figur haben muss, gibt es nun endlich wieder eine schöne Auswahl an Kleidern und Röcken. Ich liebe sie, weil

  • sie meine Weiblichkeit unterstreichen
  • ich fließende Stoffe mag
  • sie mich nicht im Bund zwicken
  • ich mich in keine Jeans mehr hineinquetschen muss
  • ich mit Kleidern immer gut angezogen bin
  • ich mich damit von der breiten Masse der weiblichen Hosenträgerinnen abheben kann.

90 % der Bevölkerung laufen mit Hosen herum, ich sicherlich nicht mehr. Vielleicht hab ich dir auch Lust auf Röcke und Kleider gemacht? Es lohnt sich, zumindest darüber nachzudenken.

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NIMM DIR ZEIT FÜR DEINE WEIBLICHKEIT. Tausche Prinzip gegen Spontaneität!

Das Wort Prinzip verkörpert männliche Energie, ebenso wie die Begriffe Regelmäßigkeit, Struktur oder Gesetzmäßigkeit. Hingegen fühlen sich die Worte Spontaneität, Loslassen, Im-Fluss-Sein oder Hingabe ganz anders an, denn sie drücken urweibliche Energie aus.

Nimm dir doch mal wieder ein paar Minuten bewusste Zeit für deine Weiblichkeit und fühle in dich hinein, in welchen Lebensbereichen du vielleicht noch ein paar starke männliche Prägungen erkennen bzw. ablegen möchtest. Stelle dir deshalb ehrlich folgende Fragen:

  • Wie sehr habe ich mein Leben nach Prinzipien anstatt nach Spontaneität und Intuition ausgerichtet?
  • Wie sehr benötige ich Prinzipien für meinen inneren Halt und meine Sicherheit bzw. warum brauche ich sie überhaupt?
  • Wer hat mir jene Prinzipien vorgelebt, die mich heute noch prägen und wie sehr passen sie heute noch zu mir?

Wenn du als Frau mehr YANG- als YIN-betont lebst, weil du dazu erzogen wurdest, nun aber deiner Weiblichkeit wieder mehr Raum geben möchtest, dann beobachte dich selbst. Klar, dass du deine männlichen YANG-Qualitäten nicht alle aufgeben musst, denn du wirst sie immer wieder benötigen.

Doch je mehr du deine Prinzipien beiseite schiebst, um deiner weiblichen Spontaneität und deiner inneren weiblichen Stimme wieder mehr Platz einzuräumen, desto bewusster und erfüllender wirst du deine Weiblichkeit leben können.

Frauenbewusstsein

Der weibliche Weg ist eine bewusste Entscheidung

„Was der weibliche Weg für mich bedeutet“ … darüber habe ich bereits in einem früheren Blogbeitrag geschrieben und versprochen, darauf noch näher einzugehen. Denn dieser weibliche Weg ist für viele Frauen die wichtige und erfüllende Neuausrichtung in ihrem Leben.

Während in längst vergangenen Zeiten Frauen als Große Weise, als Wissende oder als Urfrauen verehrt wurden, mussten sie im Laufe der letzten Jahrhunderte ihren angestammten Platz in der Gesellschaft unfreiwillig aufgeben und den Männern überlassen.

Doch in der jetzigen Zeit der großen Veränderungen taucht in immer mehr Frauen erneut die starke Sehnsucht auf, ihren angestammten weiblichen Platz in der Gesellschaft wieder einzunehmen. Aber sie sind es leid, darum kämpfen zu müssen. Denn Kampf hat nichts mit Weiblichkeit, mit weiblicher Kraft und Stärke und mit weiblicher Weisheit zu tun. Es sind männliche Attribute, die wir Frauen uns angeeignet haben, während wir den weiblichen Weg verlassen haben, um den männlichen zu gehen.

Wie finden wir Frauen wieder auf unseren weiblichen Weg zurück?

 Als erstes sollten wir ehrlich erkennen, dass sehr viele von uns seit Jahren weitaus mehr männliche als weibliche Qualitäten entwickelt und gelebt haben. Das ist ein Eingeständnis, das nicht immer angenehm ist, denn es erfordert gleichzeitig eine bewusste Neuausrichtung. Und die erfordert viel an innerer Klarheit, Ehrlichkeit zu sich selbst und schließlich auch aufrichtiges Wollen, was nicht immer einfach ist.

Wir leben in einer Welt der Dualität – auch Polarität oder Gegensätze genannt: Mann – Frau, stark – schwach, dunkel – hell, oben – unten … die Aufzählung ließe sich noch beliebig lange fortsetzen. Die Polarität hat jedoch nichts mit Schwarz-Weiß-Denken zu tun. Die Polarität, von der ich spreche, ist neutral und wertfrei und ein wichtiger Teil unseres dualistischen Weltbildes.

Gegensätzliches erkennen und akzeptieren

„Weiblichkeit wird durch Tiefe, Liebe, Stille und Freiheit gestärkt, Männlichkeit braucht Höhepunkte, Erfolge und Anerkennung.“[1] Was auf den ersten Blick wie eine klischeehafte Aussage erscheint, trifft dennoch den Nagel auf den Kopf. Denn solange wir nicht erkennen, welche Energiemuster männlich bzw. weiblich sind, werden wir auch nicht zwischen „dem männlichen und dem weiblichen Weg“ unterscheiden können. Anhand der folgenden Beispiele soll noch deutlicher werden, was ich damit meine:

Fühlen (YIN, weiblich) – Denken (YANG, männlich)

Klar, das Fühlen ist nicht uns Frauen und das Denken nicht den Männern vorbehalten, aber das Fühlen entspricht der weiblichen Energie und das Denken der männlichen. (Zur Erinnerung zeige ich noch einmal das YIN-YANG-Symbol aus meinem letzten Blog, aus dem ganz klar ersichtlich ist, dass wir Frauen nicht nur weibliche YIN-Eigenschaften – in Rosa dargestellt –, sondern auch männliche YANG-Energien – in Hellgrün dargestellt – leben und entwickeln sollten.)

Stell dir nun als Frau die folgenden Fragen:

  • Wem folge ich stärker: meinem Gefühl (YIN) oder meinem Verstand (YANG)?
  • Habe ich Angst vor Kontrollverlust (YANG), wenn ich meinem Gefühl (YIN) vertraue?
  • Bewerte ich meinen Intellekt (YANG) höher als meine Intuition (YIN)?

Sein (YIN, weiblich) – Tun (YANG, männlich)

Klar können und wollen wir Frauen die Hände nicht in den Schoß legen und darauf warten, bis die Männer etwas (für uns) tun. Doch die weibliche Energie hat immer mit „Sein“ zu tun, wie beispielsweise die Hingabe, die Entspannung oder das In-sich-Ruhen.

  • Habe ich Angst, nicht wahrgenommen (YIN) zu werden, wenn ich nicht ständig am Tun und Handeln (YANG) bin?
  • Habe ich das Gefühl (YIN), meine Macht (YANG) an andere abzugeben, wenn ich abwartend in mir ruhe, anstatt aktiv zu sein?

Genießen (YIN, weiblich) – Trainieren (YANG, männlich)

Sportlerinnen machen jetzt wahrscheinlich einen lauten Aufschrei: „Was, wir Frauen sollen nicht mehr (unseren Körper, unsere Fähigkeiten etc.) trainieren?“ Klar könnt ihr trainieren, so viel es euch Spaß macht. Aber spürt ihr den Unterschied zwischen genießen (YIN, passiv) und trainieren (YANG, aktiv) und dem damit verbundenen Zufriedensein (YIN, passiv) und Leistungserfolgen (YANG, aktiv)?

Die Liste der männlichen YANG- und der weiblichen YIN-Energien lässt sich noch weiter fortsetzen, wie beispielsweise:

  • Stille (YIN) – Lärm (YANG)
  • Inhalt (YIN) – Form (YANG)
  • Fülle (YIN) – Schlaksigkeit (YANG)
  • Weichheit (YIN) – Härte (YANG)
  • Innen (YIN) – Außen (YANG)

usw.

Es geht nicht um Schubladendenken …

… sondern darum, dass wir unser weibliches Energiepotenzial wieder bewusster wahrnehmen, wertschätzen, nutzen und ausdehnen. Es geht nicht darum, uns gegen das Männliche aufzulehnen, sondern den männlichen Energien in uns Frauen nicht überdimensional viel Platz einzuräumen.

Wenn du glattes Haar hast, solltest du es lieben, anstatt frustriert auf andere Frauen mit Naturlocken zu schielen. Und wenn dich die Natur mit krausen Haaren ausgestattet hat, warum willst du sie dann unbedingt mit einem Glätteisen zähmen?

Und warum, liebe Frau, willst du unbedingt männliche Eigenschaften leben? Die du dir vielleicht erst mühevoll antrainieren musst? Und die dich letztendlich nicht wirklich glücklich machen.

Viele Frauen würde es glücklicher machen, den eingeschlagenen männlichen Weg wieder zu verlassen und auf den weiblichen zurückzukehren. Ich denke, es lohnt sich zumindest, darüber nachzudenken!

[1] Piontek, Maitreyi D. Weibliches Manifest. Entdecke deine authentische und lustvolle Spiritualität. München: 2009.

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Was der weibliche Weg für mich bedeutet

„Ingrid, was bedeutet eigentlich der ‚weibliche Weg‘?“ wurde ich erst vor kurzem von einer lieben Freundin gefragt. Nun, ich kann den weiblichen Weg natürlich nur so erklären, wie ich ihn verstehe und empfinde. Aber um die Frage besser zu beantworten, möchte ich anhand der YIN-YANG-Symbolik[1] aufzeigen, welche drei Arten von Weiblichkeit von uns Frauen hauptsächlich gelebt werden:

 Die „Mehr-YANG-als-YIN“-Frauen

Jede Frau trägt neben ihren weiblichen Energien in einem gewissen Ausmaß auch männliche in sich, genauso wie Männer auch einen weiblichen Anteil in sich tragen. Doch in den letzten Jahrzehnten (wahrscheinlich sogar Jahrhunderten) haben wir Frauen uns so viele männliche Eigenschaften und Qualitäten antrainiert bzw. von unserer patriarchal geprägten Gesellschaft übernommen, dass uns gar nicht mehr bewusst ist, dass wir viel mehr männliche YANG-Energie (in meiner Abbildung in Mintgrün dargestellt) leben, als uns eigentlich gut tut.

Und so werden wir wohl noch eine ganze Weile damit beschäftigt sein, unseren männlichen YANG-Anteil wieder auf ein natürliches Maß zu reduzieren, um unserem YIN-Anteil (in der Abbildung in Rosa) wieder mehr Raum zu verschaffen.

Die „YIN-YIN“-Frauen

Beautiful blonde bride in pink dress. Wedding. Just married

Die herausgeputzten Püppchen und sich hilflos gebärdenden Weibchen, die ohne Mann das eigene Leben nicht stemmen können, gibt es erstaunlicherweise immer noch. Lieber begeben sie sich in eine männliche Abhängigkeit, als die Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Sie richten sich als schmückendes Beiwerk ihrer Männer her und definieren sich und ihre Persönlichkeit über die soziale Position und die Höhe deren Bankkonten. Deshalb ist auch der männliche YANG-Anteil dieser Frauen kaum vorhanden und auf eine unnatürliche Größe zusammengeschrumpft.

Die „Mehr-YIN-als-YANG“-Frauen

Beautiful woman

Die wieder erwachende Weiblichkeit in unserer Zeit bewirkt, dass wir Frauen unserem lange verdrängten und nur schwach ausgeprägten YIN-Anteil endlich wieder mehr Raum, Aufmerksamkeit und Bewusstsein schenken. Wir lassen uns wieder mehr von unserer weiblichen Intuition führen und lieben es, ganz bewusst Frau zu sein. Dabei darf freilich auch der natürliche YANG-Anteil bewusst gelebt werden, denn Weiblichkeit schließt YANG-betonte Qualitäten, wie beispielsweise zielgerichtetes Handeln oder Logik, nicht aus.

Manche Frauen haben Angst, dass sie vor lauter Fokussierung auf ihre Weiblichkeit ihre männlichen Qualitäten ganz verlieren könnten. Diese Angst kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. Im Gegenteil! Wir Frauen haben uns in den letzten Jahrzehnten so viel männliche Energien und Verhaltensmuster antrainiert, dass uns gar nicht mehr bewusst ist, wie sehr wir von diesen männlichen YANG-Energien geprägt sind.

Der weibliche Weg

… ist eine bewusste Entscheidung und Entwicklung wieder zu mehr YIN-Energie, als sie derzeit von uns Frauen gelebt wird. Es bedarf eines weiblichen Bewusstwerdungsprozesses und einer Neuausrichtung, die ihren Ursprung im Herzen hat, um nicht Gefahr zu laufen, erneut allzu sehr YANG-geprägt zu sein. Worauf es auf diesem weiblichen Weg ankommt, das kannst du in einem meiner nächsten Blogbeiträge lesen.

[1] Yin und Yang sind zwei Begriffe der chinesischen Philosophie und stehen für polar einander entgegengesetzte und dennoch aufeinander bezogene Kräfte oder Prinzipien. Ein weit verbreitetes Symbol dafür ist das Taijitu, in dem das weiße Yang (hell, hart, heiß, männlich, aktiv, Bewegung) und das schwarze Yin (dunkel, weich, kalt, weiblich, passiv, Ruhe) gegenüberstehend dargestellt werden (Quelle: Wikipedia).

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NIMM DIR ZEIT FÜR DEINE WEIBLICHKEIT. Verbinde dich mit deinen Ahninnen!

„Was gehen mich meine Vorfahren an, ich lebe doch Hier und Jetzt?“ Diese Frage mag auf den ersten Blick vielleicht ihre Berechtigung haben. Aber nur so lange, bis dir bewusst ist, dass alles mit allem und jeder mit jedem energetisch verbunden ist, der zu deiner Ursprungsfamilie gehört.

Du nimmst einen Platz in deiner Ahnenreihe ein, wie eine einzelne Perle auf einer langen Perlenschnur. Deshalb bist du auch Teil des Energiefeldes deiner weiblichen Vorfahrinnen.

Die Verbindung mit diesen Frauen – egal, ob du sie persönlich kennst oder nicht – beinhaltet immer ein großes Potenzial an Heilung. Und zwar für das gesamte weibliche Energiefeld deiner Familie. Dabei brauchst du nicht einmal zu wissen, welche der Frauen welches Leben führte oder mit welchen Herausforderungen zu kämpfen hatte, oder ob sie eine starke oder eher schwache Persönlichkeit war. Denn es geht in erster Linie darum, dass weibliche Feld deiner Familie neu auszurichten.

Nimm dir deshalb Zeit für deine weibliche Ahnenreihe und verbinde dich gedanklich mit ihr. Schicke positive und liebevolle Gedanken an jene Frauen, die vor dir ihren Weg gegangen sind und baue bewusst eine wertschätzende Verbindung zu ihnen auf. Du kannst dafür meine energetisierten Symbolkarten zur Hilfe nehmen oder ein eigenes Ritual mit Kristallen, Blumen oder Kerzen gestalten. Wie das aussehen könnte, das wird dir deine weibliche Intuition zeigen. Lass dich einfach von ihr führen!

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Warum Weiblichkeit und Feminismus zwei Paar Schuhe sind

Uns Frauen wird ja immer mal wieder vorgeworfen, dass wir alle Feministinnen oder Emanzen seien, nur weil wir uns in den letzten Jahren und Jahrzehnten noch klarer zu unserer Weiblichkeit bekannt haben. Ja, wir leben unser Frausein viel bewusster als noch vor wenigen Jahren und sind gerade dabei, die weiblichen kollektiven Verletzungen der letzten Jahrtausende aufzuarbeiten und zu heilen.

Doch auch unter uns Frauen herrscht immer noch große Verunsicherung, wenn es darum geht, Weiblichkeit, Feminismus und Emanzipation zu unterschieden.

Weiblichkeit

Weiblichkeit hat für mich ganz klar mit dieser weiblichen Urkraft zu tun, die in uns Frauen steckt und die wir nur mit dem Herzen erfahren und erspüren können. Denn Weiblichkeit wird nicht vom Kopf oder vom Verstand gesteuert, sie existiert einfach in uns. Manche nennen es „das Göttlich-Weibliche in jeder Frau“.

Weiblichkeit hat viel mit innerer Weisheit, mit weiblicher Kraft und Stärke zu tun und muss nicht extra antrainiert werden. Allerdings wurde sie über Jahrtausende hinweg so stark von unserer patriarchalen Gesellschaft unterdrückt, dass sie wieder neu belebt werden muss. Denn es ist uns Frauen nicht immer bewusst, wie stark wir noch von noch männlichen Verhaltensmustern geprägt sind, was nicht verwundert, da viele von uns Frauen täglich in einem patriarchalen Umfeld (über)leben müssen.

Feminismus

Es sollte bis März 1971 dauern, dass die Schweizer Frauen erstmals ein Stimm- und Wahlrecht erhielten, dass sie sich jahrelang hart erkämpfen mussten. Und es sollte noch weitere 19 Jahre dauern, bis ihnen dieses Frauenstimmrecht in allen Kantonen tatsächlich auch gewährt wurde! Es brauchte also viel feministischen Kampfgeist, um diese Grundrechte auch für die weibliche Bevölkerung durchzusetzen.

Schon im 18. und 19. Jahrhundert war einigen Frauen klar, dass sie um Akzeptanz und Gleichberechtigung in der Gesellschaft kämpfen mussten. Und seither gehen Feminismus und Emanzipation – also die Befreiung von Unterdrückung – Hand in Hand, um sich für die Würde und die Selbstbestimmung von Frauen einzusetzen.

Wie viel weiblichen Kampfgeist brauchen wir wirklich?

Während Weiblichkeit dem Herzen entspringt, wird Feminismus vom Kopf gesteuert. Beides ist grundsätzlich gut, denn wir brauchen das Herz ebenso wie den Verstand zum (Über-)Leben.

Aber ist es nicht so, dass wir diesen intellektuell geprägten Kampfgeist mehr und mehr in weibliche Weisheit, in weibliche Stärke und in weibliche Gelassenheit umwandeln sollten?

Ist es nicht so, dass wir uns daran erinnern sollten, welch enorme weibliche Urkraft in uns Frauen steckt?

Müssen wir wirklich kämpfen?

Müssen wir wirklich noch um unsere Rechte in der herkömmlichen, männlich geprägten Art und Weise kämpfen? Oder sollten wir uns besser darauf besinnen, dass die innere Neuausrichtung der Frauen und die damit einhergehende Wiederentdeckung der Weiblichkeit sehr viel effizienter, authentischer und kraftvoller sind als jeder Kampf?

Solange wir Frauen an unseren männlich geprägten Verhaltensmustern festhalten, solange wir uns nicht unserer wahren Weiblichkeit besinnen, solange wir den Kampf um Gleichberechtigung als einzige Chance erkennen – um uns durchzusetzen und uns zu behaupten – wird Weiblichkeit nur ein Lippenbekenntnis bleiben.

Es braucht nicht den Kampf, sondern vielmehr weibliche Weisheit, Kraft und Stärke

Glücklicherweise ist schon seit längerer Zeit überall auf der Welt ein verstärktes kollektives Rückerinnern an unsere weibliche Urkraft zu bemerken, auch wenn sie teilweise noch von feministischen Zügen überlagert wird. Denn es haben sich bereits sehr viele Frauen auf den Weg gemacht, ihre eigenen Verletzungen und die im weiblichen Kollektiv zu heilen.

In der Zeit der großen Transformation, in der wir leben, können immer mehr Frauen erkennen, dass es nicht den Kampf, sondern die Weisheit, die Kraft und die Stärke der Frauen braucht, um die Welt in eine Balance zwischen Männlich und Weiblich und damit in eine positive Neuausrichtung zu bringen.

 

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NIMM DIR ZEIT FÜR DEINE WEIBLICHKEIT. Deinen Körper verwöhnen

In der Hektik des Alltags bleibt uns Frauen meist nur wenig Zeit, um sich uns und unserer Weiblichkeit bewusst zu werden und sie ein wenig zu „zelebrieren“.

Deshalb sollten wir unsere Aufmerksamkeit immer wieder auch auf die kleinen Situationen des Alltags lenken, in denen wir ganz mit und bei uns selbst bleiben können, wie beispielsweise auf die Zeit, die wir unter der Dusche verbringen. Dabei sollten wir unseren weiblichen Körper ganz bewusst wahrnehmen, ihn wertschätzen und ein wenig verwöhnen.

Es ist wichtig, dass wir ihn immer wieder liebevoll als einen Tempel unserer weiblichen Seele wahrnehmen, egal, wie groß oder klein, wie dick oder dünn, wie straff oder weniger straff unser Körper ist.

Ich persönlich liebe den Duft von Rosen und verwende ausschließlich Duschbäder, die möglichst naturnahe, mit biologischen Inhaltsstoffen oder überhaupt vegan hergestellt werden. Auch wenn sie etwas teurer als die Massenware aus dem Supermarkt sind, ziehe ich sie diesen vor.

Da ich eine sehr trockene Haut habe, dusche ich zuerst mit einem Ölduschbad (oder verwende biologisches Kokosöl, dem ich zuvor Meersalz zugefügt habe) und danach genieße ich noch einen kurzen Schauer mit einem Blüten-Duschbad.

Nach dem Abtrocknen sprühe ich noch meine Aura-Essenz „Sara-la-Kali“ über dem Kopf in mein feinstoffliches Energiefeld. Diese Essenz aktiviert auf der energetisch-spirituellen Ebene all die weiblichen Aspekte, die wir Frauen in uns tragen, und aus verschiedenen Gründen irgendwann verschüttet haben.

So kann der Tag mit einem bewussten Fokus auf unsere Weiblichkeit beginnen bzw. abends sanft ausklingen.

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Frauen – wer seid ihr?

Als weibliche Geschlechtsgenossin – und eine sensitive noch dazu – fühle ich sehr häufig eine große Unzufriedenheit, mit der viele Frauen durch ihr Leben wandeln. Viele von ihnen spüren sich selbst nicht mehr, weil sie irgendwann in ihrer Kindheit beschlossen haben, sich von ihren Gefühlen abzukoppeln. Ich kenne viele Frauen, die Schlimmes als Kind erlebt und erfahren haben, und deshalb wundert es mich nicht, dass sie ihre Empfindungen in einer emotionalen Schublade wegsperren.

Dabei wäre es gerade in unserer heutigen Zeit so wichtig, wieder an unsere innere weibliche Kraft und Weisheit anzuknüpfen, die uns schon durch so viele Inkarnationen begleitet haben; die durch unsere Lebenserfahrungen gewachsen und in uns abgespeichert sind. Stattdessen verleugnen wir – bewusst oder unbewusst – unsere Weiblichkeit und ordnen uns – manchmal Zähne knirschend, manchmal ohne Wenn und Aber – immer wieder dem vorherrschenden männlichen Prinzip unter.

Nur weil wir einen weiblichen Körper haben, bedeutet das noch lange nicht, dass wir unsere Weiblichkeit auch wirklich leben. Überlegen wir doch einmal: Wir werden von einem überwiegend männlich-geprägten Erziehungssystem geformt und über-leben in einer Welt, in der Wettbewerb, Kampf, Streben, Macht oder Leistungsdruck an der Tagesordnung stehen. Wollen wir das wirklich?

Die meisten Frauen, die ich kenne, sind in ihrem Herzen unglücklich, weil sie sich immer wieder einer männlich dominierten Gesellschaft anzupassen oder unterzuordnen versuchen. Einige von ihnen sind aufgestanden, um ihre unterdrückte Weiblichkeit mit aller Vehemenz einzufordern. Doch dabei bedienen sie sich wieder männlicher Attribute und Verhaltensmuster. Ist das wirklich die Lösung, die wir wollen?

Ich denke, erst wenn wir Frauen beginnen, uns auf unsere inneren Werte, Fähigkeiten, Qualitäten, Energien und Gefühle rückzubesinnen, werden wir erkennen, dass wir der ergänzende Pol zum männlichen sind. Erst dann können wir die Waagschalen zwischen Männlich und Weiblich wieder in die Balance bringen. Was also ist zu tun? Beobachten wir uns einmal ganz bewusst, in welchen Situationen wir allzu männliches Verhalten an den Tag legen. Ich fange am besten gleich einmal damit an!

Gedankensplitter