Frau streut Blütenblätter auf einer Wiese aus Liebe, über dem Bild ist das Symbol des Chakrasymbols gelegt

Was Liebe auf Augenhöhe mit dem 4. weiblichen Chakra zu tun hat

Wenn Frauen zu sehr lieben heißt der Titel eines Weltbestsellers und es wundert mich nicht, dass das Buch so oft gelesen wurde. Denn es dürfte eine typisch weibliche Eigenschaft sein, zu intensiv zu lieben und sich selber in Beziehungen zu verlieren. Aber: Kann man denn überhaupt zu sehr lieben?

Viele Frauen verlieren sich in einer Partnerschaft und geben alles dafür, um akzeptiert und gleichberechtigt behandelt zu werden. Wie oft hoffen sie jahrelang vergebens auf eine ebenbürtige Liebe in ihrer Beziehung! Also auf eine Liebe auf Augenhöhe. Doch wie uns Berichte über sexuelle und sexistische Übergriffe immer wieder zeigen, ist die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau noch immer nicht bei allen angekommen.

WENN HERZ- UND SEXUALCHAKRA VERSCHLOSSEN SIND

Das vierte Energiezentrum im Körper einer Frau liegt im Bereich ihres Herzens und ihrer Brüste und heißt Herzchakra. Es steht energetisch in enger Verbindung mit dem zweiten Chakra, dem Sexualchakra. Während die Gebärmutter manchmal als das „untere Herz“ bezeichnet wird, nennt man das physische Herz, das in der Brust schlägt, das „obere Herz“. Wird eines der beiden Chakren verletzt, wirkt sich das oft auch auf das andere negativ aus.

Wenn eine Frau einen Missbrauch, Inzest oder eine Vergewaltigung durchgemacht hat, verschließt sie meist ihr Herz und somit auch ihr Herzchakra. Aufgrund der gestörten Sexualmoral, die in unserer Gesellschaft noch immer weit verbreitet ist und vielfach auch von einer Frauengeneration an die nächste weitergegeben wird, verschließen viele Frauen instinktiv ihr zweites Chakra und schneiden sich damit von ihrer Sexualität oder von ihren erotischen Bedürfnissen ab. Sie haben gelernt, dass „brave Mädchen“ asexuell sein sollten, und verklemmte Moralisten sprechen immer noch davon, dass weibliche Geschlechtsorgane schlecht, böse oder schmutzig sind.

DU ALS FRAU HAST VIELLEICHT SCHON SÄTZE GEHÖRT ODER GELESEN …

… die so oder so ähnlich lauten:

  • „Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt.“
  • „Ehefrauen müssen ihren Männern jederzeit sexuell zur Verfügung stehen.“
  • „Komm mir nicht mit Liebe, ich will bloß Sex.“
  • „Reg dich doch nicht über diese kleine Affäre auf.“
  • „Du solltest dich nicht so sexy kleiden.“
  • „Wir werden uns niemals scheiden lassen, egal, wie schlecht unsere Ehe ist.“
  • „Es geht mir zwar in der Beziehung schlecht, aber das muss ich wegen der Kinder aushalten.“

WAS HAT DAS NUN MIT DEM VIERTEN CHAKRA ZU TUN?

Weibliche Störungen im Bereich des Herzchakras können häufig dann entstehen, wenn eine Frau nicht genau weiß, wie sie ihre Liebesenergie (Energie des vierten Chakras) und ihre Kreativität oder den Wunsch, sich selbst auszudrücken und ganz sie selbst zu sein (Energie des zweiten Chakras), miteinander verbinden kann. Dazu taucht vielleicht noch ein innerer Konflikt in ihr auf, der aus dem alten Glaubensmuster entstanden ist, dass sie erst dann der Liebe würdig ist, wenn sie von anderen ausreichend gebraucht wird und ihnen auch geben kann, was sie benötigen. Und das sowohl auf der Versorgungsebene (Job, Haushalt, Kochen etc.) als auch auf der sexuellen Ebene.

Frauen, die sich gar nicht um ihre eigenen inneren Bedürfnisse kümmern, sondern hauptsächlich in Tätigkeiten für die Familie aufgehen, die freudlos in ihrem Beruf arbeiten oder Sex auf Anforderung liefern, laufen Gefahr, dass es zu einem Ungleichgewicht ihres Energiesystems kommt. Wenn sie sich dann noch anderen extrem verpflichtet fühlen oder Schuldgefühle entwickeln, weil sie den Erwartungen der anderen nicht immer entsprechen können, schlittern sie nach Jahren des Erduldens womöglich noch in eine Krankheit hinein.

TYPISCHE THEMEN, DIE DAS VIERTE CHAKRA BETREFFEN:

  • In liebloser Partnerschaft leben
  • In „toter“ Partnerschaft ausharren
  • Besser leiden, als sich scheiden
  • Als Frau nicht ernst genommen werden
  • Unterwürfige/dienende Rolle in der Partnerschaft/Familie
  • Sich selbst nichts vergönnen
  • Sich als Sexobjekt fühlen
  • Sex wider den eigenen Wünschen/Bedürfnissen

DIE HEILUNG VON VERLETZUNGEN DER ERSTEN VIER CHAKREN

Die Ärztin Dr. med. Christine Northrup hat in ihrer langjährigen Praxis die Erfahrung gemacht, dass es für Frauen sehr wichtig ist, mit jemandem über ihre Probleme oder unerfüllten Bedürfnisse zu sprechen. Diese Person – das kann eine Freundin, Schwester, Therapeutin oder Ärztin sein – sollte aufmerksam zuhören und ihre Aussagen ernst nehmen. Bei vielen Frauen kann oft erst dann ein Heilungsprozess eingeleitet werden, wenn jemand anderer die erlittenen Verletzungen bestätigt. Das heißt, die Frau muss den Satz „Ja, das ist dir wirklich geschehen!“ von jemand anderem hören, bevor sie sich eingestehen kann, dass sie wirklich verletzt wurde. Denn viele Frauen verdrängen das, was geschehen ist, z. B. mit den Worten: „Es war eigentlich gar nicht so schlimm, dass er …“. Erst wenn sie sich selbst die Erlaubnis geben und anerkennen, dass ihnen Leid angetan wurde oder dass sie in einer unglücklichen Beziehung leben, können sie die Notwendigkeit der Veränderung oder der Heilung anerkennen und annehmen.

Die folgende Aufstellung (nach C.N. Shealy und C.M. Myss, The Creation of Health, 1983) zeigt, welche Störungen mit einem geschwächten vierten weiblichen Chakra im Zusammenhang stehen können:

Organe

  • Herz/Lunge
  • Herzkranzgefäße
  • Schultern
  • Rippen/Brüste
  • Zwerchfell
  • Speiseröhre

Mentale und seelische Bereiche

  • Groll, Furcht, Bitterkeit
  • Kummer; Probleme mit Vergebung
  • Abnehmende Liebe zum Leben
  • Wut/Feindseligkeit/Kritik
  • Fordern und bewerten

Mögliche physische Störungen

  • Stauungsinsuffizienz
  • Herzanfall
  • Herzvergrößerung
  • Asthma/Allergie
  • Lungenkrebs
  • Bronchialprobleme
  • Brustkrebs
  • Probleme mit oberem Rücken und/oder Schultern

WIE KANN MAN NUN DAS VIERTE WEIBLICHE CHAKRA WIEDER IN BALANCE BRINGEN?

So wie bei allen anderen Chakren haben wir auch beim vierten Chakra verschiedene Möglichkeiten der Stärkung und Ausbalancierung, wie beispielsweise:

  • auf der energetischen Ebene durch Körperübungen oder Yoga
  • mit Hilfe von Körper-Energie-Arbeit
  • mit Hilfe von Meditationen
  • auf der seelischen Ebene durch Gesprächstherapie, Familienstellen, Kinesiologie, astrologische Beratungen etc.
  • auf der mentalen Ebene durch positives Denken, Mentaltraining etc.
  • auf der spirituellen Ebene durch Transformation karmischer Blockaden, alter Eide oder Schwüre mit Hilfe von spirituellen Hilfsmitteln
Gesundheitsberufe
Frau steht auf einem Feld mit einem Cardigan.

Was Selbstermächtigung mit dem 3. weiblichen Chakra zu tun hat

Manche Frauen fühlen sich im wörtlichen Sinn häufig ohn-mächtig, also ohne eigene Macht. Denn sie haben nie gelernt, zu ihren Bedürfnissen zu stehen, und sind deshalb außerstande, sich selbst die Ermächtigung für ihre eigenen Handlungen und Entscheidungen zu erteilen.

Während das erste weibliche Chakra mit Erdung und Zentrierung, aber auch mit den Prägungen durch die Sippe zu tun hat, das zweite weibliche Chakra mit emotionalen Sicherheiten sowie Kreativität und Kindern in Verbindung steht, geht es im dritten weiblichen Chakra um persönliche Macht und Eigenermächtigung. Das Energiezentrum befindet sich im Bereich oberhalb des Nabels und wird auch Sonnengeflecht oder Solarplexus genannt. Wenn wir nervös sind oder Angst haben, spüren wir, dass sich die Bauchregion im Bereich des Nabelchakras, wie es auch genannt wird, unangenehm zusammenzieht.

FRAUEN WURDEN ÜBER LANGE ZEIT NUR ÜBER KOCHKÜNSTE, HAUSHALTSFÜHRUNG UND KINDERERZIEHUNG DEFINIERT!

Über Jahrhunderte hinweg wurde die Persönlichkeit einer Frau einzig und allein danach beurteilt, ob und wie sie anderen Menschen dienlich war bzw. wie sie sich in den Familienverband einordnen konnte. Somit wurden viele Frauen lediglich nur anhand ihrer hausfraulichen oder mütterlichen Eigenschaften und Fähigkeiten beurteilt und dann auch entsprechend behandelt. Die individuelle Persönlichkeit durfte meist nicht gelebt werden und wenn, dann oft nur fernab der Öffentlichkeit. Wie sich das auf den kollektiven weiblichen Selbstwert auswirkte und noch immer auswirkt, brauche ich wohl nicht näher zu erörtern.

DU ALS FRAU HAST VIELLEICHT SCHON SÄTZE GEHÖRT ODER GELESEN …

… die so oder so ähnlich lauten:

  • „Frauen gehören zu den Kindern/in die Küche/an den Herd.“
  • „Frauen brauchen keinen Beruf zu erlernen.“
  • „Frauen sollten sich nicht in die familiären Angelegenheiten einmischen.“
  • „Frauen brauchen keine Hobbys. Sie sollten sich besser um die Kindererziehung kümmern.“
  • „Er ist der Herr im Haus.“
  • „Männer sind für die Finanzen zuständig.“
  • „Die Verantwortung für die Familie trägt der Mann.“
  • „Männer wissen besser, was Frauen brauchen.“

WAS HAT DAS NUN MIT DEM DRITTEN CHAKRA ZU TUN?

Stärke oder Schwäche des dritten weiblichen Chakras hängen mit Leistungsfähigkeit und Kompetenz bzw. mit Minderwertigkeit und Unmündigkeit zusammen. Und natürlich mit der Eigenermächtigung. Das bedeutet, dass wir Frauen (wie natürlich auch die Männer) die Entscheidungsmacht über uns und unser Leben haben müssen. Hingegen bedeutet Fremdermächtigung, dass wir die Erlaubnis für Entscheidungen, die uns und unser Leben betreffen, freiwillig oder unfreiwillig an andere abgegeben haben.

Frühere Frauengenerationen gaben sich meist damit zufrieden, dass es ihre Lebensaufgabe war, anderen zu dienen und sich den Familienmitgliedern samt deren Bedürfnissen unterzuordnen. Deshalb wurden viele Frauen bereits in ihrer Herkunftsfamilie nicht unterstützt oder darin bestärkt, innerhalb der Familie selbstbestimmt zu leben, ihre individuellen Fähigkeiten zu entwickeln und zum Ausdruck zu bringen.

TYPISCHE THEMEN, DIE DAS DRITTE WEIBLICHE CHAKRA BETREFFEN:

  • Fremdbestimmung
  • Nicht gelebte Selbstermächtigung
  • Fehlendes Vertrauen
  • Mangelnder Selbstwert
  • Ohnmacht (ohne Macht)
  • Unterwürfigkeit
  • Machtmissbrauch erdulden
  • Dienende Rolle einnehmen

SCHAM UND WEIBLICHE SEXUALORGANE

Ein weiteres Problem für viele Frauen ist die Scham, die sich energetisch auf die unteren drei weiblichen Chakren belastend auswirken kann. Dies kann vielfach mit religiösen Moralvorstellungen zusammenhängen, die die Sexualität im Allgemeinen und weibliche Geschlechtsorgane im Besonderen als schmutzig oder unmoralisch betrachten.

Diese Glaubensmuster wurden über viele Jahrhunderte hinweg in die Moralvorstellungen vieler Familien und Sippen integriert, als unumstößliche Tatsache betrachtet und von einer Generation zur nächsten als „alleinige Wahrheit“ weitergegeben. In der Zwischenzeit ist diese Scham im morphogenetischen Feld der Frauen längst abgespeichert. Es wird noch sehr viel Aufklärungsarbeit erfordern, um sie von dort wieder herauszulösen.

Die folgende Aufstellung (nach C.N. Shealy und C.M. Myss, The Creation of Health, 1983) zeigt, welche Störungen mit einem geschwächten dritten weiblichen Chakra im Zusammenhang stehen können:

Organe

  • Bauchregion
  • Oberer Darmbereich
  • Leber, Gallenblase
  • Nieren
  • Bauchspeicheldrüse
  • Nebenniere
  • Milz
  • Mittlere Wirbelsäule

Mentale und seelische Bereiche

  • Schuldzuweisungen
  • Schuldgefühle
  • Probleme mit Sexualität, Geld Kontrolle in Beziehungen
  • Macht/Steuerung in der physischen Welt

Mögliche physische Störungen

  • Arthritis
  • Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre
  • Probleme mit Dickdarm/Darm
  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse, Diabetes
  • Chronische oder akute Verdauungsstörung

WIE KANN MAN NUN DAS DRITTE WEIBLICHE CHAKRA WIEDER IN BALANCE BRINGEN?

So wie bei allen anderen Chakren haben wir auch beim dritten Chakra verschiedene Möglichkeiten der Stärkung und Ausbalancierung, wie beispielsweise:

  • auf der energetischen Ebene durch Körperübungen oder Yoga
  • mit Hilfe von Körper-Energie-Arbeit
  • mit Hilfe von Meditationen
  • auf der seelischen Ebene durch Gesprächstherapie, Familienstellen, Kinesiologie, astrologische Beratungen etc.
  • auf der mentalen Ebene durch positives Denken, Mentaltraining etc.
  • auf der spirituellen Ebene durch Transformation karmischer Blockaden, alter Eide oder Schwüre mit Hilfe von spirituellen Hilfsmitteln
Gesundheitsberufe
Junge Pflegerin hilft alter Frau beim Gehen, eine Herzensangelegenheit, steigert die Herzensqualität

Warum Herzensqualität in Gesundheitsberufen so wichtig ist

„Beschütze vor allem dein Herz, denn es ist die Quelle des Lebens.“ König Salomon

Dass das menschliche Herz weit mehr als nur eine physische Pumpe ist, die dich am Leben erhält, wissen auch die Wissenschaftler. Sie haben entdeckt, dass das Herz ein eigenes Nervensystem hat, ähnlich wie das Gehirn. Das Herz fühlt also nicht nur, nein, es „denkt“! Seine Zellen haben ein eigenes Gedächtnis, können Informationen speichern und austauschen. Dadurch entsteht ein mächtiges Energiefeld, das wir selbst positiv oder negativ aufladen. Es zieht Menschen in unser Leben, die mit uns in Resonanz gehen.

Schütze dein Herz!

Doch es gibt noch eine metaphysische Ebene deines Herzens, denn es steht im Mittelpunkt deines Seins. Es ist sozusagen deine Essenz. Es legt fest, wer du bist, wie du fühlst, was du dir wünschst, wen du liebst, wie du gibst, wem du gibst, wie du vergibst, warum du vergibst, was du (fest-)hältst und was du loslässt. Deshalb ist es wichtig, auf dein Herz gut achtzugeben und es zu schützen.

Du schützt es, indem du

  • ein positives Selbstbild aufbaust
  • deinen Selbstwert stärkst
  • Menschen loslässt, die dir nicht guttun
  • authentisch bist und dir selber treu bleibst
  • die Verantwortung für dich selbst übernimmst
  • dich um deine Bedürfnisse kümmerst
  • deine Gefühle nicht verschließt

Dein Herz zu schützen, bedeutet weise zu sein. Sie macht einen Teil deiner Herzensweisheit aus!

Hör auf dein Herz!

„Zum Herzen führen nicht große Straßen, sondern die stillen Wege.“ Türkisches Sprichwort

Ein weiterer Aspekt deiner Herzensweisheit ist, deinem Herzen und seinen Impulsen zu folgen. Deshalb ist es wichtig, in dich hineinzuhören, was dir dein Herz sagen möchte. Denn es ist DEINE Weisheit, die du in dir trägst; du hast sie dir in vielen Inkarnationen erworben.

Um die Botschaften deines Herzens zu hören, brauchst du vielleicht ein wenig Stille oder Rückzug. Manchmal reicht schon ein In-sich-Hineinhören oder eine Meditation; in großen Lebenskrisen oder bei wichtigen Entscheidungen kann es hilfreich sein, aus dem Alltag auszusteigen, um sich auf eine Reise nach innen zu begeben. Vielleicht bei einem Selbsterfahrungs-Retreat, auf einer Pilgerwanderung, einer Reise, die du ganz alleine unternimmst, einer Meditationswoche in einem Kloster oder einer ganz bewussten Auszeit daheim.

Es ist wichtig, dass du mit deinem Herzen wieder bewusst in Kontakt trittst, seine Stimme hören kannst und deinem Herzenskompass folgst. Dabei hat dein Verstand Sendepause, denn es geht vielmehr um Hineinspüren, Loslassen, Authentizität, Begrenzungen loslassen und um Mut für Neues.

Wenn sich plötzlich mehrere Optionen vor dir auftun, dann lausche still in dich hinein, verbinde dich – wenn du möchtest – mit deinen geistigen Führern. Nimm dir vor allem Zeit, um zu spüren, was dir dein Herz sagen möchte. Du wirst es zur gegebenen Zeit so klar und deutlich wissen, dass du keine Zweifel mehr hast. Dann steh auf und gehe, wohin dein Herz dich trägt.

Lebe aus deinem Herzen heraus!

  • Wofür brennst du?
  • Womit identifizierst du dich?
  • Was ist dein größter Herzenswunsch?
  • Du hast keine Ahnung?

Du hast alles mit in dieses Leben gebracht, was dich ausmacht. All deine Potenziale, deine Fähigkeiten, deine Eigenschaften, deine Leidenschaften, … Wo hast du sie versteckt oder vergraben? Und warum?

Ein erfülltes Leben zu leben bedeutet, das Potenzial deines Herzens zu entfalten und für eine Sache zu brennen. Im Großen oder im Kleinen. An der Öffentlichkeit oder nur für dich allein. Es geht nicht darum, auf der Bühne nach Beifall zu heischen, sondern begeistert zu sein von dem, was du tust. Dich voll zu engagieren, dich für einen guten Zweck einzusetzen, etwas zum Positiven zu verändern und – vielleicht sogar gemeinsam mit anderen – über dich selbst hinauszuwachsen.

Der Psychoanalytiker Viktor Frankl bezeichnet die Fähigkeit des Menschen, seinem Herzen zu folgen, aus sich herauszutreten und sich etwas Größerem hinzugeben, als Selbsttranszendenz. Dieses so nüchtern klingende Wort bedeutet nichts anderes als aus dem Herzen heraus zu leben und dabei ein tiefes Gefühl von Sinnhaftigkeit zu erfahren.

Gesundheitsberufe
Frau im Sonnenuntergang, Lichtarbeiter

Lichtarbeiter, was ist los mit euch?

„Wir beobachten seit geraumer Zeit von einer höheren Warte aus, was sich bei euch auf Erden gerade abspielt und entwickelt. Und viele von euch beklagen sich darüber, dass Ängste geschürt werden, dass mit Ängsten manipuliert wird oder dass mit Ängsten Druck gemacht wird.

Dazu möchten wir euch heute erklären, dass ihr der Angst gar nicht ausgeliefert seid. Denn Angst funktioniert nur, wenn sie auf ein geeignetes Resonanzfeld stößt, ansonsten geht sie ins Leere.

Angst hat eine bestimmte Frequenz, die einen gleichschwingenden Nährboden benötigt, um überhaupt weiterexistieren zu können. Wenn ihr innerlich bereit seid, in ein Angstfeld einzusteigen, dann spürt ihr sie, sonst nicht.

Viele von euch versuchen zurzeit, Informationen zu vermeiden, die in ihnen Angst auslösen könnten. Sie hören ganz auf, Nachrichten zu hören oder zu lesen, weil sie Angst vor der Angst haben.

Lichtarbeiter, was ist mit euch los?

Ihr solltet lernen zu selektieren und zu filtern, die wichtigen Informationen herauszusaugen und die anderen in den Müll zu werfen. So werdet ihr Herr über die Manipulationen, die euch so lange gefügig gemacht haben und die ihr jetzt endgültig ablegen könnt.

Angst an sich kann euch nicht manipulieren, denn ihr entscheidet, was sie mit euch macht – oder nicht macht. Dazu bedarf es allerdings eines gewissen Bewusstseins und vielleicht  braucht es auch ein wenig „Arbeit“ an euch.

Es ist aus menschlicher Sicht allzu verständlich, dass ihr an manchen Tagen nicht so stabil seid wie sonst, dass ihr emotional schwächer oder empfindlicher seid oder dass ihr weniger Kraft in euch spürt. Deshalb ist es immens wichtig, gerade in herausfordernden Zeiten eure seelischen Muskeln zu stärken und zu trainieren, sei es durch Meditationen oder durch Atemübungen, durch positive Affirmationen oder andere Methoden.

Ihr befindet euch im Aufstiegsprozess auf einen höheren Bewusstseinslevel und der ermöglicht euch, eure Angst zu transformieren: in Freude, in Liebe, in Zuversicht. Noch nie konntet ihr in so kurzer Zeit aus dem Angstfeld aussteigen, auch wenn es vielleicht paradox klingen mag. Die aktuelle Zeitqualität und die hochschwingenden Energien machen es euch möglich.

Auch wir sind mit euch, wir helfen euch, wenn ihr es möchtet. Ich bin der Sprecher einer großen Gruppe von Erzengeln und Aufgestiegenen Meistern. Mein Name ist Erzengel Ariel. Wir sind mit euch! Seid gegrüßt!“

Botschaften
Eine Frau mit gefalteten Händen, Schuld

Warum „Schuld“ nur ein Produkt menschlichen Denkens ist

Die Themen Schuld und Vergebung sind in unserer Gesellschaft stark mit negativen oder belastenden Emotionen besetzt. Denn sie wurden jahrhundertelang „missbraucht“, um künstlich Abhängigkeiten und Machtverhältnisse unter den Menschen zu schaffen.

Denken wir nur an den „strafenden Gott“, in dessen Namen unzählige Menschen gefoltert, ausgebeutet oder getötet wurden und heute immer noch werden. Oder an den Ablasshandel im Mittelalter, über den – bei entsprechend hohen Bußgeldern – den reumütig Zahlenden die Sünden erlassen wurden.

Schuld, Buße und Sühne – Energien der „alten Zeit“

In meiner Kindheit wurden wir im katholischen Religionsunterricht zwangsweise zur Beichte in die Kirche geschickt, wo wir unsere Sünden bekennen und Buße tun mussten. Es verwundert also nicht, dass so mancher Erwachsene lebenslang nachhaltig irritiert ist und mit Schuld und Schuldgefühlen überhaupt nicht zurechtkommt.

Deshalb finde ich es an der Zeit, dualistische Strukturen und Glaubensmuster kritisch zu hinterfragen und zu entscheiden, ob sie für uns noch richtig und wichtig sind oder ob wir sie endgültig verabschieden sollten.

Verantwortung anstatt Schuld

Vom spirituellen Standpunkt aus betrachtet, gibt es keine Schuld, sondern „nur“ Verantwortung! Wenn wir vom Einser-Programm ins Zweier-Programm wechseln, werden wir erkennen, dass es keine Opfer und keine Täter im herkömmlichen Sinn gibt. Dieses Thema wird auch im Buch „Ich bin das Licht“ von Neale Donald Walsh beschrieben. Eine bessere Erklärung für die Opfer-Täter-Vereinbarungen zweier Seelen vor ihrer Ankunft hier auf der Erde gibt es meiner Meinung nach nicht!

Sich und anderen zu vergeben, ist unumgänglich notwendig, wenn man auf seinem spirituellen Entwicklungsweg weiter vorankommen möchte. Denn das Festhalten an Schuldzuweisungen oder an Selbstvorwürfen ist absolut kontraproduktiv.

Wie aber kann man aus Schuldgefühlen bzw. (Selbst-)Beschuldigungen aussteigen? Zuerst sollte man sich bewusst machen, dass alles, was jemandem widerfährt, mit ihm selbst in Resonanz steht, also nach dem Gesetz von „Ursache und Wirkung“ funktioniert. In diesem Sinne gibt es auch kein „Opfer“, sondern dem Menschen widerfährt das, womit er in Resonanz steht bzw. was er selbst kreiert und dadurch angezogen hat. Das mag ein wenig nach Ausrede klingen, wenn man an das viele Leid in der Welt denkt. Diejenigen, die sich mit den karmischen Gesetzmäßigkeiten auseinander gesetzt haben, werden dieser Betrachtungsweise leichter zustimmen können.

Aus Be- und Verurteilungen aussteigen

Als Nächstes geht es darum, aus Be- und Verurteilungen auszusteigen, was vielen Menschen allerdings sehr schwerfällt. Sie tragen Wut und Rachegefühle in sich oder können sich Fehler selbst nicht verzeihen. Beide Haltungen sind kontraproduktiv und bringen nichts, denn diese Gefühle führen einzig und alleine in eine emotionale Sackgasse. Wenn Menschen über viele Jahre aus diesen Emotionen nicht herausfinden, können sie zu körperlichen Krankheiten oder zu Depressionen führen.

Deshalb kann es hilfreich sein, schuldbeladene Situationen aus der Vogelperspektive, aus dem Blickwinkel des Zweier-Programms zu betrachten und zu erkennen, dass hinter allem eine göttliche Vollkommenheit steht. Auch wenn es schmerzhaft ist, kann man in den meisten Situationen einen höheren Sinn oder einen wichtigen Lernschritt erkennen. Das erfordert jedoch absolute Ehrlichkeit zu sich selbst. Sie ist die Voraussetzung für bedingungsloses Vergeben. Nur so kann man seinen inneren Frieden wiederfinden.

PS: Da diese Thematik eine besonders bedeutungsvolle Rolle in der spirituellen Weiterentwicklung jedes Menschen einnimmt, habe ich dazu eine geführte Meditations-CD mit dem Titel „Engel helfen dir zu vergeben“ herausgebracht.

Gesundheitsberufe
Eine Frau im Schneidersitz, Hand liegt auf der Brust, am Boden ist ein Teppich, darüber liegt ein Chakrensymbol

Das 1. weibliche Chakra oder: Wenn deine Patientin oder Klientin Probleme in den unteren Körperregionen hat

Weibliche Chakren – gibt es so etwas überhaupt? Vielleicht war das dein erster Gedanke, als du die Überschrift dieses Artikels gelesen hast. Du weißt natürlich, dass es Energiezentren im Körper gibt, die eng mit unseren Prägungen und Erfahrungen zusammenhängen. Das betrifft natürlich alle Menschen, egal ob männlich oder weiblich. Doch als Frau interessiert mich ganz besonders, was Chakrenblockaden mit uns Frauen macht. Was ist typisch? Wo kann man ein Muster erkennen?  Wie kann man darauf eingehen bzw. es aufarbeiten?

Die bekannte amerikanische Frauenärztin Dr. Christiane Northrup schreibt dazu in ihrem Buch[1]: „Die meisten Blockierungen sind emotionaler Natur. Man kann sich das Energiesystem wie einen Fluss vorstellen. … Der Abfall schwimmt so lange mit dem Fluss, bis er auf ein Hindernis, etwa einen umgestürzten Baum oder ähnliches trifft und sich darin sammelt. Mit der Zeit können solche Sammelstellen im Energiefluss des Körpers zu physischen Beschwerden kommen.“

WAS SIPPENZWANG MIT DEM ERSTEN WEIBLICHEN CHAKRA ZU TUN HAT

Sobald ein kleiner Krebs, der mit anderen Krebsen in einem Eimer festgehalten wird, über den Rand des Behälters kriechen möchte, um zu fliehen, ziehen ihn die anderen Krebse immer wieder zurück.

Was hat das nun mit uns Frauen zu tun und im Speziellen mit unserem ersten Chakraalso dem Energiezentrum am Ende unseres Steißbeins, über das wir Erdenergien[2] aufnehmen? Nun, das erste (weibliche) Chakra hängt ganz eng mit unserem Sippenbewusstsein zusammen.

Dabei stehen nicht die Liebe, die Fürsorge oder die Zärtlichkeit an erster Stelle, sondern die Loyalität. Die Sippe konzentriert sich nicht auf ein individuelles Bedürfnis, sondern auf die Bewahrung und das Überleben des Kollektivs und der Familie. Selbst wenn die Sippe von Liebe und Zusammenhalt spricht, dann meint sie in Wirklichkeit die verpflichtende Sippenbildung, die nichts mit Zuneigung oder Liebe zu tun hat.

VIELE FRAUEN HABEN SCHON SÄTZE GEHÖRT ODER GELESEN,

die so oder so ähnlich lauten:

  • „Du liebst mich nicht wirklich, denn sonst würdest du die Familie und mich öfter besuchen.“
  • „Wenn du mich wirklich lieben würdest, dann hättest du sicherlich keine Probleme mit meinen Eltern.“
  • „Die Familie muss zusammenhalten und deshalb wirst auch du meine kranke Mutter pflegen.“
  • „Du kannst doch nicht wegfahren und uns ein paar Tage einfach alleine lassen.“
  • „Das entscheidest nicht du, sondern wir alle gemeinsam.“
  • „Du kannst dich doch nicht mit diesen Frauen treffen! Wer weiß, wie die dich beeinflussen.“
  • „Selbstbewusste Frauen sind egoistisch.“
  • „Solange du in meinem Haus wohnst, wirst du das tun, was ich dir sage.“
  • „Du kannst doch keine Therapie machen, sonst lässt du dich womöglich auch noch scheiden.“

Gehen wir noch einmal zurück zu den Krebsen. Wenn einer von ihnen den Eimer verlassen möchte, dann reagieren die anderen genauso wie die Sippe auf eine Frau, die sich von den zu engen Familienmustern befreien möchte. Auch hier versuchen in der Regel die Familienmitglieder – zumindest anfänglich -, ihre Bemühungen zu sabotieren.

WAS HAT DAS NUN MIT DEM ERSTEN WEIBLICHEN CHAKRA ZU TUN?

Unser erstes Chakra wird von der Erziehung in den ersten Lebensjahren beeinflusst, also beispielsweise von unserer Familie, von der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Rasse, von der Religion, vom sozialen Status, in dem wir aufwachsen, sowie von allen Prägungen unserer Sippe, wie sie von Generation zu Generation weitergegeben werden.

Das hat jetzt weniger mit Vererbung als mit dem kollektiven morphologischen Bewusstseinsfeld zu tun, in dem sich unsere Herkunftsfamilie befindet und in dem die Grundsätze unserer Sippe abgespeichert sind.

Die meisten Familien haben nicht die Absicht, ihre Mitglieder bewusst einzuschränken oder zu verletzen, sondern sie geben einfach ihre „Erkenntnisse“ weiter, die sie für die alleinige Wahrheit halten. Auch wenn es um schmerzhafte oder einengende Strukturen geht, sind sie meist nicht bereit, sie kritisch zu überdenken oder loszulassen. „Das haben wir immer schon so gemacht …“ Wer von uns Frauen kennt diesen Satz nicht?

Dieses Sippenbewusstsein oder diese Sippenverdrängung kann sogar so weit gehen, dass Mütter oder Familien den Töchtern nicht glauben, wenn sie sexuell belästigt oder vergewaltigt wurden oder inzestuöse Handlungen über sich ergehen lassen mussten. Wie oft kommt es vor, dass man dem Täter eher Unschuld zugesteht, als dass man der betroffenen Frau Glauben schenkt. Und das nicht nur in frauenfeindlichen Kulturen.

TYPISCHE THEMEN, DIE DAS ERSTE WEIBLICHE CHAKRA BETREFFEN …

… sind gleichzeitig auch die Grundlage für typisch weibliche Krankheitsbilder:

  • Übernommene Probleme aus der Ahnenreihe oder Sippe
  • Unbearbeitete Probleme mit den Eltern
  • Inzest (betrifft auch das zweite Chakra)
  • Misshandlungen oder Vernachlässigung in der Kindheit
  • Einengende Glaubenssätze, die von einer Generation zur nächsten weitergegeben werden (z. B. Du bist ein dummes/böses/nichtsnutziges Mädchen; du musst dich für dein Geschlecht und deinen Körper schämen; du bist ein Mädchen und brauchst kein Studium; Frauen müssen der Familie/den Männern dienen; Männer kommen immer zuerst etc.)

UNGLEICHGEWICHTE IM ERSTEN WEIBLICHEN CHAKRA

Die folgende Aufstellung (nach C.N. Shealy und C.M. Myss, The Creation of Health, 1983) zeigt, welche Störungen aufgrund eines über einen langen Zeitraum hindurch geschwächten weiblichen Chakras auftreten können:

Organe

  • Physische Stütze des Körpers
  • Hüftgelenke
  • Kreuzbein

Mentale und seelische Bereiche

  • Sicherheit und Geborgenheit in der Welt;
  • Unfähigkeit, für die Befriedigung der Grundbedürfnisse zu sorgen
  • Mangelnde Durchsetzungsfähigkeit
  • Sehnsucht nach einem Zuhause
  • Keine Unterstützung durch andere

Mögliche physische Störungen 

  • Chronische Schmerzen im unteren Rücken
  • Ischias
  • Krampfadern
  • Tumore/Krebs im Mastdarm

WIE KANNST DU DAS ERSTE WEIBLICHE CHAKRA IN BALANCE BRINGEN?

Dafür gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, wie beispielsweise:

  • auf der energetischen Ebene durch Körperübungen oder Yoga
  • mit Hilfe von Körper-Energie-Arbeit
  • mit Hilfe von Meditationen
  • auf der seelischen Ebene durch Gesprächstherapie, Familienstellen, Kinesiologie, astrologische Beratungen etc.
  • auf der mentalen Ebene durch positives Denken, Mentaltraining etc.
  • auf der spirituellen Ebene durch Transformation karmischer Blockaden, alter Eide oder Schwüre mit Hilfe von spirituellen Hilfsmitteln

[1] Northrup, Cr. med. Christiane. Frauenkörper – Frauenweisheit.  München 2000, S. 91

[2] Der japanische Wissenschaftler Michio Kushi (1926-2014), eine Kapazität auf dem Gebiet der Makrobiotik und der Energetik, wies darauf hin, dass die Zentripetalkraft der Erde durch die Füße in den Körper aufwärts steigt.

Gesundheitsberufe
Eine Frau sitzt auf einer Tribüne mit roten Zöpfen ohne Schwächen zu zeigen

Wie deine Patienten oder Klienten ihre Schwächen in Stärken umwandeln

Du hast Patienten oder Klienten, die ganz besonders viel Aufmerksamkeit von dir verlangen und dir in vielen Fällen sogar noch Energie abziehen. Inzwischen weißt du, dass dieses Verhalten auf ihre Kindheit zurückzuführen ist. Die Frage ist: Wie gehst du damit um? Lässt sich dieses Verhalten noch verändern? Oder vielleicht sogar in positive Eigenschaften umwandeln?

Mein voriger Beitrag stand im Zeichen der Opfer- und Täterrollen, die deine Patienten oder Klienten (aber natürlich auch andere Menschen) immer wieder einnehmen. Erinnere dich in diesem Zusammenhang noch einmal daran, dass jedes „Opfer“ seine Energien anderen (unbewusst) zur Verfügung stellst und jeder „Täter“ die ihm fehlenden Energien (unbewusst) von anderen abzieht. Dadurch entstehen Machtverhältnisse und Abhängigkeiten, die man durchschauen und erkennen muss, um sie endgültig zu beenden.

Menschen wetteifern miteinander, weil sie durch die Energien der anderen einen energetischen, körperlichen, emotionalen oder mentalen „Aufschwung“ erfahren. Dabei erhoffen sich die meisten Menschen, dass sie von anderen Personen ausreichend Zuwendung, Aufmerksamkeit und Liebe bekommen. Das alles sind Verhaltensmuster, die sie aus unserer Kindheit mitbringen. Ausgehend vom Zusammenleben mit ihren Eltern oder anderen Erwachsenen, bringen sie aus dieser Zeit mehr oder weniger perfektionierte Methoden mit, um an die Energien anderer heranzukommen.

Der erste wichtige Schritt, um sich von diesen Verhaltensmustern zu befreien, ist das Bewusstmachen. Erst wenn die aus der Kindheit oder aus früheren Leben mitgebrachten Defizite oder gar Verlustängste erkannt werden, kann ein Kontrollverhalten durchschaut und versteckten Manipulationen verstanden werden. Danach wird der Klient oder Patient in der Lage sein, die damit verbundenen Kontrolldramen dauerhaft zu beenden.

Angst als Grundlage von Kontrolldramen

Kinder können ohne Eltern/Erwachsene nicht überleben. Das wissen und spüren sie genau. Sie brauchen Nahrung, Kleidung sowie einen Platz zum Wohnen und Aufwachsen, genauso aber natürlich elterlichen Schutz, Geborgenheit, Liebe sowie Unterstützung in allen Situationen des täglichen Lebens. Wenn Kinder eine dieser „Energiequellen“ nicht bekommen, kreieren sie die ersten Kontrolldramen, um an sie heranzukommen.

Spätestens als Erwachsene sollten sie jedoch erkennen, dass es nicht der Energie anderer Menschen bedarf, um überleben zu können, sondern dass es jedem Menschen möglich ist, jederzeit auf eine universelle Energiequelle zurückzugreifen.

Das bedeutet, dass sie spätestens im Erwachsenenalter die alten Kontroll- und Überlebensmuster ihrer Kindheit loslassen müssen und ihre Ängste transformieren sollten, um sie mit ihrer eigenen inneren Quelle sowie mit der göttlichen Quelle in Verbindung zu kommen.

Die Umwandlung von Kontrolldramen in positive Eigenschaften

Vom Einschüchterer zur Führungspersönlichkeit:

Sobald der Einschüchterer seine Energie nicht mehr von seinen „Untergebenen“ bezieht, sondern aus der göttlichen Quelle, gewinnt er an Selbstvertrauen und kann seine Dominanz, die er auf andere ausübt, beenden. Damit steigt er aus seinem Kontrolldrama aus und nutzt seine Ressourcen für sich und andere positiv.

Vom Vernehmungsbeamten zum Berater:

Ein Vernehmungsbeamter, der alles wissen möchte und deshalb scheinbar andere kontrolliert, kann – wenn er seine Kontrolldramen transformiert – seine Neugierde und vielseitigen Interessen dahingehend ausrichten, dass er sein erworbenes Wissen beispielsweise als Berater, Lehrer oder Anwalt positiv einsetzt.

Vom Unnahbaren zum Freien Denker:

Ein unnahbarer Mensch wird leicht zum Außenseiter. Transformiert er seine Blockaden und verbindet er sich mit der göttlichen Quelle, kann er über seine Intuition ein für andere Menschen neues Wissen in die Welt bringen. Menschen, denen es gelingt, ihre innere Weisheit und Kreativität in ihr Leben zu integrieren, sind oft als Philosophen, Heiler oder Künstler sehr erfolgreich.

Vom Armen Ich zum Reformierer:

Ein Mensch, der sich als Armes Ich fühlt, braucht besonders viel Zuwendung von außen. Zumindest ist das seine Meinung! Sobald er jedoch erkennt, dass diese Energie nicht zwingend von anderen Menschen, sondern aus der göttlichen Kraftquelle bzw. aus ihm selbst kommen kann, wird es ihm möglich, aus seiner schwachen Rolle auszusteigen. Da er als Armes Ich vielleicht schwierige Situationen wie Scheidung, Krankheit, Jobverlust, Isolation, Erniedrigung etc. durchlebt hat, ist er in seiner neuen Rolle besonders dafür prädestiniert, anderen zu helfen und sie in schwierigen Lebenssituationen zu beraten und zu begleiten.

Zugegeben, nicht jeder Patient oder Klient möchte Berater, Freigeist, Reformierer oder Führungspersönlichkeit werden. Darum geht es auch nicht, denn diese Bezeichnungen stehen nur plakativ für Persönlichkeitsmerkmale. Vielmehr geht es darum, ihre Kontrollmechanismen zu erkennen und abzulegen bzw. in positive, stärkende Eigenschaften umzuwandeln.

Dazu gehört, dass sie ihre Vergangenheit klären und sich mit ihr aussöhnen, beispielsweise indem sie anerkennen, was ihre Eltern geleistet haben, auch wenn sie Fehler im Umgang mit ihren Kindern gemacht haben.

Fazit: Unsere Herkunft, unser Elternhaus, unsere Sippe – sie alle haben uns geprägt. Möglicherweise haben wir uns in der Kindheit auch gewisse Kontrollmechanismen oder Kontrolldramen angeeignet, die uns ein Leben lang begleiten, falls wir sie nicht transformieren.

Die Erkenntnis daraus: Oft übernehmen beide Elternteile (oder bei Abwesenheit eine andere, nahestehende Person) einander ergänzende Kontrolldramen und dienen so ungewollt den Kindern als Vorbild. Dadurch übernehmen die Kinder einerseits unbewusst das Verhalten der Eltern, das sich ja in bestimmten Situationen scheinbar bewährt hat, und andererseits weichen sie den gegen sie selbst gerichteten Kontrolldramen der Eltern durch ein eigenes Ergänzungsdrama aus.

Reflektiere über folgende Fragen: Beobachte, welchen Kontrollmechanismus du selbst anwendest. Von wem du ihn übernommen hast. Welches ungelebte positive Potenzial in ihm steckt, wenn du diesen Mechanismus transformierst.

Wie erlebst du das in der Arbeit mit deinen Patienten oder Klienten? Welchen Machtkämpfen setzt du dich deinen Patienten oder Klienten aus? Was spiegeln sie dir? Welches Verhalten erinnert dich an dein eigenes/deine Kindheit? Wie sehr steigst du noch auf ihre Dramen ein? Kannst du mit ihnen an ihren Kontrolllmechanismen arbeiten?

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Eine Frau liegt in der Hängematte am Strand neben dem Meer und sie lässt Gedanken kreisen

Wie Gedanken den Heilungsverlauf beeinflussen können

Du hast einen Patienten oder Klienten, der unbewusst an seinen Krankheitssymptomen festhält, obwohl all seine medizinischen Werte anzeigen, dass sein Körper eigentlich gar nicht mehr krank ist. Und du stellst dir die Frage, wie er aus seinen Glaubenssätzen wieder aussteigen kann, die seinen Heilungsverlauf blockieren – oder woher seine mentalen Beschränkungen wohl kommen?

Die Menschheitsgeschichte – und damit auch indirekt unsere Vergangenheit – wird von einem Kampf um Macht und Einflussnahme dominiert. Viele waren arm, und aus der Überzeugung heraus, in einer Welt des Mangels und der Begrenzung zu leben, setzten sich einengende Glaubensmuster in ihnen und in ihrem Körper fest. Und diese Glaubensmuster und einengenden Denkstrukturen begleiten uns noch heute.

DEN SINN DES LEBENS AUS DEN AUGEN VERLOREN

Das Bewusstsein der Menschen war einst mit dem schöpferischen Prinzip und dem Verehren des Göttlichen eng verbunden. So verwundert es auch nicht, dass das früheste Weltbild der Menschen ein von einer Muttergöttin geprägtes war. Die Große Mutter schenkte ihnen das Leben, sie nährte und versorgte sie.

Dann wurde dieses weiblich geprägte Weltbild von einem patriarchalen abgelöst. Damit hatte die Menschheit ihren geschützten Platz in der Mitte des göttlichen Universums verloren und es begann das Zeitalter der naturwissenschaftlichen Entdeckungen.

Die Technologien, die in den letzten 100 Jahren entwickelt wurden, um das Leben bequemer und „sicherer“ zu gestalten, haben uns nicht freier gemacht, sondern uns lediglich in der Illusion festgehalten, dass wir den vermeintlichen Mangel und die tief in uns vorhandene Unsicherheit kontrollieren können.

Mit der fortschreitenden Entwicklung der Technologie wird den Menschen aber allmählich immer mehr der Verlust dessen bewusst, was den wahren Grund ihrer Existenz und auch den Halt ihres Lebens ausmacht, da sie eine zunehmende Leere in sich selbst verspüren. Damit wächst das Bedürfnis, den tieferen Sinn des Lebens zu erkennen und zu verstehen.

DAS LEBEN AUS EINER HÖHEREN EBENE BETRACHTEN

Entsprechend der Entwicklung der Menschheit tauchen die angelernten Weltbilder und Überlebensmuster auch in unserem eigenen Leben auf. Wir sollten deshalb unser Leben immer wieder ganz bewusst von einer höheren Ebene aus betrachten, um die Muster und Glaubenssätze zu erkennen, die uns bisher wie ein Autopilot durchs Leben gesteuert haben.

Kommen wir noch einmal zurück zu deinem Patienten oder Klienten, der unbewusst an seinen Krankheitssymptomen festhält. Sobald er erkennen kann, dass sein Heilungsprozess eng mit seinen mentalen Beschränkungen zusammenhängt, wird er in der Lage sein – oder zumindest mit fachlicher Hilfe versuchen – auf seinen Genesungsverlauf einen bewussten, positiven Einfluss zu nehmen. Damit transformiert er unbewusste Blockaden im Heilungsverlauf.

Fazit: Es ist also an der Zeit, unsere mentalen Beschränkungen und unsere alten Glaubensmuster durch neue Verhaltensformen zu ersetzen, die uns nicht nur gedanklich, sondern auch emotional frei machen und uns die Macht über unser Leben wieder zurückgeben – sowie die Macht über unseren Körper und damit auch über unsere Gesundheit.

Die Erkenntnis daraus:  Unser Verhalten steht in einem bestimmten Zusammenhang mit unseren kollektiven, historisch gewachsenen Erfahrungen. Dabei haben wir von unseren Vorfahren und der Gesellschaft, in der wir aufwuchsen, Denkstrukturen und Glaubenssätze übernommen, die unbedingt zu hinterfragen und gegebenenfalls abzulegen sind.

Reflektiere über folgende Fragen: Welche Überzeugungen und Prägungen wurden durch dein Elternhaus, deine Ahnenreihe oder dein soziales Umfeld geschaffen? Wie stark schränken sie dich in deinem Alltag, in deinem Beruf oder vielleicht in deinem Heilungsprozess ein?

Wie lebst du das in der Arbeit mit deinen Patienten oder Klienten? Wie sehr sind sie offen für spirituelle Gespräche und Zusammenhänge? Hast du den Mut, dazu öffentlich zu stehen? Ist dir bewusst, dass deine Patienten oder Klienten nicht „zufällig“ zu dir gekommen sind, weil es auf einer höheren Ebene keine Zufälle gibt? Gibt es den einen oder anderen, der eine Botschaft für dich hat? Warum ziehst du gerade deine Patienten oder Klienten an? Was verbindet euch? Worin gehst du mit deinen Patienten oder Klienten in Resonanz?

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Rothaargige Frau sitz auf einer Straße am Boden, seitlich scheint die Sonne herein, Energie

Wie du energiesaugende Patienten oder Klienten durchschaust

Du kennst sie sicher, denn sie tauchen immer wieder in deinem Leben auf. Die Rede ist von Patienten oder Klienten, die besonders viel Aufmerksamkeit von dir verlangen und in vielen Fällen dir sogar noch Energie abziehen. Ohne dass du es gleich bemerkst.

Menschen in Gesundheitsberufen haben es sich zum Ziel gesetzt, anderen zu helfen, sie zu unterstützen oder auf ihrem Genesungsprozess zu begleiten. Dabei ist es ihnen meist nicht bewusst, dass viele ihrer Patienten oder Klienten im Mangeldenken oder in einer mentalen Begrenzung verharren. Sie haben sich unbewusst vom Fluss des Lebens abgeschnitten und sind damit „gezwungen“, sich die fehlende Energie von anderen zu holen.

Wie wird man zum Energieräuber?

Entscheidend für den Umgang mit Energie ist die Konditionierung, die jemand in seiner Kindheit durch sein Elternhaus erhalten hat: Bekam er nur dann Zuwendung von seinen Eltern, wenn er ihre Erwartungen erfüllte?  In diesem Fall glaubt er auch heute noch, nur dann Energie zu bekommen, wenn er die Bedürfnisse der anderen befriedigt, sich für sie aufopfert oder keine Grenzen setzt.

Wurde er hingegen geliebt und bedingungslos so angenommen, wie er ist, dann ist er als Erwachsener in der Lage, auch ohne eine romantische Beziehung und die Energie eines anderen Menschen voller Lebensfreude zu leben. Wurde ihm in der Kindheit Sicherheit und Vertrauen geschenkt? Wenn nein, dann versucht er auch heute sein Leben und andere Menschen zu kontrollieren.

Was sind Kontrollmuster?

Vielleicht hast du schon den Begriff des Kontrollmusters oder Kontrolldramas gehört. Als solches wird jener Prozess bezeichnet, mit dem jemand in zwischenmenschlichen Beziehungen Energien von anderen zieht bzw. an sich bindet. Dies geschieht meist auf der unterbewussten Ebene. Die Kontrolle über andere kann dabei auf eine aktive/aggressive oder passive Art und Weise erfolgen.

Es gibt vier Grundformen von Kontrolldramen sowie ihre „Ausführer“. Dabei ist zu bedenken, dass jeder ein entsprechendes Gegenüber braucht, an dem diese Kontrollmuster ausgelebt werden können.

Der Einschüchterer

Der Typ „Einschüchterer“ steht immer im Mittelpunkt. Er ist laut, autoritär, unflexibel, sarkastisch und kommandiert andere herum. Er wendet manchmal physische Gewalt an, fällt durch häufige Drohungen, Zorn-, Wut- oder Temperamentsausbrüche auf und schüchtert damit sein Umfeld immer wieder ein. Dadurch bekommt er Aufmerksamkeit und damit natürlich auch die Energie von anderen Menschen. Sein idealer Ergänzungstyp ist das Arme Ich (siehe weiter unten).

Der Vernehmungsbeamte

Der Typ „Vernehmungsbeamte“ bezieht seine Energie aus der Aufmerksamkeit anderer Menschen, deren Handlungen er ständig hinterfragt. Er sucht immer nach Möglichkeiten, anderen zu beweisen, dass sie im Unrecht sind und er im Recht ist. Durch sein ständiges Sticheln, Kritisieren, Beurteilen, Herumnörgeln und durch seinen Sarkasmus bekommt er viel Beachtung, da ihn die anderen aus Angst vor ständiger Kritik nicht mehr aus den Augen lassen. Sie fühlen sich unentwegt beobachtet und überwacht. Sein idealer Ergänzungstyp ist das Arme Ich und der Unnahbare (siehe unten).

Der Unnahbare 

Der Unnahbare lebt in einer Welt von inneren Konflikten, Selbstzweifeln, Ängsten und Befürchtungen. Er wirkt oft distanziert, abweisend und abgehoben oder ist häufig einsam, weil er Angst hat, dass ihm andere ihren Willen aufdrängen wollen oder dass er und seine Entscheidungen in Frage gestellt werden.

Aus diesem Grund bittet er andere nicht um Hilfe und meint, alles alleine bewältigen und erledigen zu müssen. Er möchte sich auch nicht durch Versprechen binden, gibt ausweichende Antworten, geht keine Verpflichtungen ein und vermeidet deshalb oft Zugeständnisse an andere.

In vielen Fällen empfindet sich der Unnahbare selbst als arm, übersieht aber dabei, dass seine unerfüllten Hoffnungen und Wünsche an seiner distanzierten Art liegen. Durch das Bemühen der anderen, ihn zu verstehen und an ihn heranzukommen, bezieht er seine Energie. Seine idealen Ergänzungstypen sind das Arme Ich, der Einschüchterer, der Vernehmungsbeamte und der Unnahbare (siehe unten). 

Das Arme Ich

Der Typ des „Armen (verbitterten) Ich“ bezieht seine Energie von anderen, indem es ständig Mitleid erweckt. Typische Verhaltensweisen sind (gespielte) Gesten der Verzweiflung, Überforderung, lautes Seufzen, Zittern, Weinen … durch die es seine Hilfsbedürftigkeit und Verletzlichkeit signalisiert. Das Problem ist jedoch, dass es nicht wirklich an der Lösung seines Problems interessiert ist. Erkennen das seine Mitmenschen nicht, kann ihre Hilfsbereitschaft, ihr Entgegenkommen oder ihre grenzenlose Hilfestellung vom Armen Ich ausgenutzt werden.

Manche Vertreter des Typs „Armes Ich“ verstärken ihre Opferrolle, indem sie sich ein stärkeres (oder dominanteres Gegenüber) aussuchen, von dem sie sich folglich bedroht fühlen. In manchen Situationen kann es sogar vorkommen, dass sich das Arme Ich beim Einschüchterer entschuldigt, wenn es von ihm bedroht wird. Seine idealen Ergänzungstypen sind der Einschüchterer, der Vernehmungsbeamte und der Unnahbare.

Wenn jemand bewusst oder unbewusst Energien von anderen Menschen „absaugt“, kann es ihm nicht gelingen, sich nach innen und nach oben auszurichten. Der erste wichtige Schritt, um sich von diesen Verhaltensmustern zu befreien, ist das Bewusstmachen. Erst wenn er seine – aus der Kindheit oder aus früheren Leben mitgebrachten – Defizite oder gar Verlustängste erkennt, kann er sein Kontrollverhalten durchschauen und seine versteckten Manipulationen begreifen. Danach wird er in der Lage sein, die damit verbundenen Kontrolldramen dauerhaft zu beenden. Mehr dazu in einem nächsten Blogbeitrag.

Fazit: Solange wir nicht bewusst im Fluss des Lebens sind, oder – anders ausgedrückt – mit der „Göttlichen Quelle“ verbunden sind, holen wir uns die nötige Energie von anderen Menschen.

 Die Erkenntnis daraus: Achte besonders in angespannten Situationen oder in Konflikten darauf, was mit den Energien der Beteiligten passiert. Speziell dann, wenn du spürst, dass du Energie verlierst, steige aus dem „Kampf“ aus. Erlaube anderen, auf ihrem Standpunkt zu beharren, ohne dass du energetisch darauf einsteigst.

Reflektiere über folgende Fragen: Wie sehr ist dir bewusst, dass Energie ziehende Personen (inklusive dir selbst) ihre verloren gegangenen Energien nicht vom Universum oder aus sich selbst, sondern von anderen Menschen zurückbekommen möchten? Wie wichtig ist es dir, eine Situation oder Meinung kontrollieren zu müssen (und dadurch gegebenenfalls Energie zu verlieren)?

Wie erlebst du das in der Arbeit mit deinen Patienten oder Klienten? Welchen Machtkämpfen setzt du dich deinen Patienten oder Klienten aus? Erkennst du das Verhalten einiger in den oben beschriebenen vier Grunddramen? Wie sehr ist es wichtig, dich nicht nur mental, sondern auch energetisch abzugrenzen? Gelingt es dir meist, eine Ebene des „Erwachsenen“ einzunehmen oder kippst du in die Ebene der Kontrolldramen?

Gesundheitsberufe
Mann in Arztkittel meditiert am Schreibtisch, Gesundheitsberuf

Warum es spirituelles Bewusstsein in Gesundheitsberufen braucht

Du hast es sicherlich selbst schon bemerkt: Die Anforderungen an die verschiedenen Gesundheitsberufe haben sich in den letzten Jahren sehr stark verändert. Denn der Mensch und sein Körper befinden sich in einem noch nie dagewesenen Transformationsprozess. Ich spreche jetzt nicht von LGBTQ, sondern von der „Geburt des Neuen Menschen“, wie sie die amerikanische Wissenschaftlerin Barbara Marx Hubbard so einzigartig beschrieben hat. Deshalb liegt es auf der Hand: Je höher das Bewusstsein eines Patienten oder Klienten ist, desto höher sollte auch das Bewusstsein des ihn zu behandelnden Arzt oder Therapeuten sein, um überhaupt eine echte Hilfestellung geben zu können.

Die Erkenntnis, dass sich der Mensch und mit ihm sein Körper tiefgreifend verändern, macht längst vor Ärzten, Heilpraktikern und anderen Menschen in Gesundheitsberufen nicht halt. Deshalb ist es an der Zeit, das bisherige Verständnis von Heilung zu überdenken und neu zu definieren bzw. den Anforderungen der Neuen Zeit anzupassen. Menschen, die anderen bei physischen oder psychischen Problemen helfen wollen, sollten erkennen und akzeptieren, dass nicht sie heilen, sondern einen Selbstheilungsprozess im Körper ihres Klienten einleiten oder auslösen können.

Das gilt auch – streng genommen – für die Verabreichung von Medikamenten, denn diese können Krankheitsbilder oder Krankheitssymptome verändern und verbessern. Wenn man jedoch Heilung als einen ganzheitlichen Prozess betrachtet, in dem der physische Körper, die emotionale Ebene, die mentale Ebene und die spirituelle Ebene des Menschen miteinbezogen werden, dann kann medikamentöse oder chirurgische Heilung immer nur einen Teilbereich des gesamten Genesungsprozesses ausmachen.

Wenn die Patienten spiritueller als ihre Behandler sind

Mediziner und Heilpraktiker lernen in ihren jahrelangen Ausbildungen unglaublich viel und sammeln in der Praxis reichlich Erfahrung, womit und wie sie kranken Menschen helfen können. Das ist nicht in Frage zu stellen. Die Schulmedizin und die traditionellen alternativen Behandlungsmethoden, die die Säulen unseres jetzigen Gesundheitssystems bilden, haben sich ja ständig weiterentwickelt, doch es braucht noch mehr.

Parallel zu wissenschaftlichen Forschungen und ganzheitlichen Behandlungsmethoden wird es immer wichtiger, sich auch den spirituellen Aspekten der Heilung zu öffnen. Sonst können Menschen in Gesundheitsberufen ihren Patienten oder Klienten eines Tages nicht mehr optimal helfen, weil sie selber ein sehr viel niedrigeres (spirituelles) Bewusstsein haben als diese. Das wird in Zukunft ein immer wichtigeres Thema, und das haben auch schon viele in Gesundheitsberufen Tätige bemerkt. Deshalb öffnen sich immer mehr für die Integration der Spiritualität in ihre bisherigen Behandlungsweisen.

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