Der Unterschied zwischen Alleinsein und Einsamkeit

Viele Frauen stecken jahrelang in „toten Beziehungen“ fest, weil sie Angst vor dem Alleinsein haben. Dabei es ist ihnen nicht bewusst, wie einsam sie eigentlich in ihrer Partnerschaft sind.

Was der Unterschied zwischen Alleinsein und Einsamkeit ist

Die folgende kurze Erklärung weist schon auf den Unterschied hin:

Alleinsein findet auf der physisch-körperlichen Ebene statt,

Einsamkeit auf der emotionalen.

 Viele einsame Frauen leben nicht alleine. Sie sind verheiratet, haben eine eigene Familie oder sind den ganzen Tag unter Menschen. Und dennoch fühlen sie sich einsam. Denn sie haben niemanden, mit dem sie sich austauschen können, der sie versteht und sie liebevoll annimmt, so wie sie sind.

Hingegen leben viele Single-Frauen zwar alleine, fühlen sich dennoch nicht einsam. Denn sie führen gute zwischenmenschliche Beziehungen, ein sinnerfülltes Leben, haben Träume und Ziele und wissen mit sich und ihrer Zeit etwas anzufangen.

Was braucht frau um aus der Einsamkeit heraus und in ein sinnerfülltes Alleinsein zu wechseln?

Zu Hause sitzen und Trübsal blasen bringt gar nichts, das ist klar. Sobald eine gewisse Lethargie oder auch ein Portiönchen Selbstmitleid überwunden sind, dann geht es los. Folgende Impulse sind der erste Schritt, um aus der Einsamkeit in einen glücklichen Alleinsein-Modus zu wechseln:

  • Gib deinem Leben einen (neuen) Sinn
  • Suche Gleichgesinnte
  • Verwöhne dich selbst
  • Anerkenne deinen Lebensumstand
  • Wertschätze dich selbst
  • Begegne dir selbst in Meditationen
  • Versuch es mit Yoga
  • Plane Unternehmungen
  • Akzeptiere und wertschätze dein Alleinsein

 

 

Frauenseele

Wie viel von Göttin Hestia steckt in dir?

Wer ist Hestia? Hab ich im Unterricht zu wenig aufgepasst? Diese Fragen blitzten in mir auf, als ich den Namen der griechischen Göttin las. Wie viel von Hestia trage ich in mir und welchen weiblichen Aspekt verkörpert sie in uns Frauen?

Der siebente weibliche Archetypus in meiner Blogreihe ist Hestia gewidmet, die wahrscheinlich nicht so bekannt wie Aphrodite oder Athene ist, weil sie für Weisheit, Zurückgezogenheit, Stille und Kontemplation steht. Also alles Qualitäten, mit denen sich die moderne Frau von heute in der hektischen und schnelllebigen Zeit nicht oder nur teilweise identifizieren kann.

Die weiblichen Archetypen, auch „Göttinnen“ genannt, symbolisieren seit jeher die verschiedenen Aspekte der weiblichen Seele. Und alle Göttinnen-Archetypen zusammen, also Aphrodite, Artemis, Athene, Demeter, Hestia, Hera und Persephone, beschreiben die verschiedenen Seeleneigenschaften einer Frau. Deshalb trägt eine jede von uns auch Hestia-Anteile in sich, und seien sie noch so klein.

Die amerikanische Psychologin Jean Shinoda Bolen ist seit vielen Jahren der weiblichen Seele auf der Spur und veröffentlichte ihre Erkenntnisse in ihrem Weltbestseller „Göttinnen in jeder Frau. Psychologie einer neuen Weiblichkeit“. Durch ihre Beobachtungen konnte sie ihren Leserinnen und natürlich auch ihren Klientinnen helfen, sich selber besser kennenzulernen und ihre unerlösten wie auch ihr erlösten Seelenaspekte zu verstehen.

WIE VIEL VON HESTIA STECKT IN DIR?

Wenn du dich selber besser kennenlernen willst, dann fühle in dich hinein, was von Hestia in dir steckt. Achte darauf, dass du bei deinen Überlegungen, welche Göttinnen-Aspekte von Hestia du in dir trägst, nicht in eine Bewertung oder in ein klischeehaftes Denken hineinrutschst. Meine Angaben sollen dir nur als Inspiration dienen.

HESTIA-SEELENASPEKTE: EINE KURZBESCHREIBUNG IM TELEGRAMMSTIL

Frauen mit typischen Hestia-Aspekten sind beispielsweise: Mutter Theresa – Hildegard von Bingen – Amma – Klosterfrauen bzw. alle spirituellen Weisheitslehrerinnen und Heiligen

Typische Themen der Hestia-Frau: Einzelgängerin – „gute“ Ehefrau – hohes Sozialengagement – Herzenswärme – Güte – Abgeklärtheit – innere Weisheit – Spiritualität

Typisch für die Hestia-Frau: „bequeme Kind“ für Erzieher – Bescheidenheit – Zurückgezogenheit – Zurückstehen – Anpassung – Ordnungssinn – frühreif (auf der geistigen Ebene) – „überspringt“ Pubertät – Ehrgeiz – Zuverlässigkeit

Schattenseiten: unfreiwillige Einsamkeit und Isolation – Unverständnis und Nichtakzeptanz durch andere – lebensfremd – auf sich zu wenig achtend – Körperfeindlichkeit

 

Frauenseele

Unterschiedliche Toleranzschwellen – Zündstoff in Beziehungen

Menschen haben unterschiedliches Schmerzempfinden. Während – bei gleicher Schmerzstärke – der eine schon ganz laut „Au“ schreit, zuckt der andere noch nicht einmal mit den Wimpern.

Ähnlich verhält es sich mit der Toleranzschwelle. Es gibt Menschen, die eine sehr niedrige Toleranzschwelle haben und die tun sich im Umgang mit anderen eher schwer. Denn sie haben genaue Vorstellungen davon, wie ein anderer Mensch oder eine Beziehung zu sein hat, nach welchen Regeln sie funktionieren sollte, was im Umgang miteinander akzeptabel ist und was nicht. Sie verfolgen entweder extrem hohe ethische Werte – oder sie sind sehr selbstbezogen.

Menschen mit einer sehr hohen Toleranzschwelle hingegen stehen über den Dingen und sind anderen Menschen und ihrem Verhalten gegenüber sehr großzügig – oder die anderen sind ihnen schlichtweg egal.

Unterschiedlich hohe Toleranzschwellen führen zu Zündstoff in Beziehungen

In Freundschaften und Partnerschaften können unterschiedlich hohe Toleranzschwellen immer wieder zu großen Spannungen führen. Dabei geht es nicht primär um Meinungsverschiedenheiten, wie z. B. ein stark differierendes Weltbild oder eine unterschiedliche Lebensphilosophie, sondern um die Art und Weise, wie mit unterschiedlichen Meinungen und Erwartungen umgegangen wird.

Während ein Partner eine bestimmte Linie strikt vertritt (egal, ob es sich dabei um Kindererziehung, Beziehungsspielregeln oder Essgewohnheiten handelt), dessen Einhaltung er vom anderen mit Bestimmtheit einfordert, ist der andere Partner großzügig und möchte sein Gegenüber in seinem Denken, Tun und Handeln nicht beschränken oder einengen.

Wer tut sich leichter?

Ist es nun besser, eine höhere oder niedrigere Toleranzschwelle zu haben? Diejenigen, die anderen gegenüber großzügig, tolerant und verständnisvoll sind, tun sich sicherlich leichter im Leben. Vorausgesetzt, die Grundlage dafür ist ehrliche Toleranz und nicht Desinteresse am anderen. Diejenigen mit einer sehr niedrigen Toleranzschwelle werden öfter die Erfahrung machen, dass Freundschaften und Beziehungen zerbrechen, weil andere nicht bereit sind, sich ihren Maßstäben anzupassen oder zu beugen.

Beim nächsten Beziehungsknatsch also nicht nur auf die Meinungsunterschiede achten, sondern auch auf möglicherweise unterschiedlich hohe Toleranzschwellen. Nicht zuletzt sollte man aber auch auf eine ausgewogene Toleranz sich selbst gegenüber bedacht sein, denn sie ist die Grundlage für eine gesunde Selbstliebe.

 

Allgemein Frauenseele

Wie viel von Göttin Athene steckt in dir?

Was hat die Göttin Athene mit uns Frauen der heutigen Zeit zu tun? Kennen wir sie nicht aus den griechischen Sagenbüchern? Stimmt! Aber wenn wir verstehen, für welchen Archetypus bzw. für welchen weiblichen Anteil Athene in uns Frauen steht, dann können wir mehr über uns selbst erfahren und unser Verhalten, unsere Bedürfnisse und Qualitäten besser ergründen.

Die amerikanische Psychologin Jean Shinoda Bolen ist seit vielen Jahren von der weiblichen Seele und ihren Facetten fasziniert und widmete deshalb ihr Berufsleben ganz den Frauen. Ihre Erkenntnisse über die verschiedenen weiblichen Archetypen, die sie aus ihrer Arbeit mit Tausenden von Frauen gewann, schrieb sie in ihrem Weltbestseller „Göttinnen in jeder Frau. Psychologie einer neuen Weiblichkeit“ nieder. Durch ihre Beobachtungen konnte sie ihren Klientinnen noch besser helfen, ihre Stärken zu entdecken bzw. wieder zu erwecken.

Die sogenannten „Göttinnen“ symbolisieren seit jeher die verschiedenen Aspekte der weiblichen Seele. Und alle Göttinnen-Archetypen zusammengefasst, also Aphrodite, Artemis, Athene, Demeter, Hestia, Hera und Persephone, symbolisieren die verschiedenen Seelenlandschaften einer Frau.

WIE VIEL VON ATHENE STECKT IN DIR?

 Wenn du dich selber besser kennenlernen willst, dann fühle in dich hinein, welche Göttin in dir besonders stark ausgeprägt ist. Im Mittelpunkt steht diesmal Athene.

Achte darauf, dass du bei deinen Überlegungen, welche Göttinnen-Aspekte von Athene du in dir trägst, nicht in eine Bewertung oder in ein klischeehaftes Denken hineinrutschst. Meine Angaben sollen dir nur als Inspiration dienen.

ATHENE-SEELENASPEKTE: EINE KURZBESCHREIBUNG IM TELEGRAMMSTIL

Frauen mit typischen Athene-Aspekten sind beispielsweise Intellektuelle, Wissenschaftlerinnen, Politikerinnen, Künstlerinnen oder sonstige Karrierefrauen

Typische Themen der Athene-Frau: gepflegtes Aussehen/klassischer Kleidungsstil – Intellekt – Erfolg – Karriere – Kunst & Ästhetik – Wissensvermittlung – Reduktion auf das Wesentliche – Selbstkontrolle – Effizienz

Typisch für die Athene-Frau: liebt intellektuelle Herausforderungen – nur „Helden“ kommen als Partner in Frage – strebt nach eigener Karriere und Erfolg – kritisch – wählerisch – Distanz zu anderen Frauen – Kinder spielen keine große Rolle – autark – sehr praktisch veranlagt

Schattenseiten: schwach ausgeprägtes Körpergefühl – dominierender Verstand – Kontrollsucht – emotionale Distanz – Intoleranz

In meinem nächsten und letzten Blog-Beiträge  der Reihe der Göttinnen-Reihe werde ich dir die Aspekte von Hestia vorstellen.

 

Allgemein Frauenseele

Friede, Freude, Eierkuchen. Warum Harmoniesucht manchmal einen sehr hohen Preis haben kann

In meiner Kindheit – und die liegt ja jetzt schon eine Weile zurück – gab es Plastikhündchen, die man nur leicht anstupsen musste, und schon wackelten und nickten sie minutenlang mit ihrem Kopf. Genauso kopfnickend und ja-sagend gehen viele von uns Frauen durch das Leben. Weil sie überaus harmoniebedürftig oder sogar harmoniesüchtig sind.

Als „disease to please“ (also die „Um-jeden-Preis-gefallen-wollen-Krankheit“) wurde dieses weit verbreitete Phänomen von der amerikanischen Talkshow-Queen Oprah Winfrey bezeichnet. Davon ganz besonders betroffen sind jene Frauen, die schon in ihrer Kindheit gelernt haben, dass Mädchen lieb, brav und angepasst sein müssen. Die Symptome dieser „Krankheit“ sind hinlänglich bekannt:

  • Sie sagen oftmals JA, obwohl ihr Herz eigentlich ganz laut NEIN rufen möchte.
  • Sie schlucken ihre Emotionen hinunter, anstatt sie auszusprechen.
  • Sie beißen sich eher auf die Zunge, als andere mit ihrer Meinung zu kränken.
  • Sie stecken zurück, um andere glücklich zu machen.
  • Sie verzichten darauf, ihre Wünsche und Bedürfnisse auszusprechen.

Da kann schon mal der Schuss nach hinten losgehen! Denn harmoniesüchtige Menschen lösen in ihren Mitmenschen oft Unverständnis, manchmal sogar Wut oder Ärger aus.

Wer ständig freundlich und verständnisvoll lächelt und immer Ja sagt, macht sich deshalb bei seinen Mitmenschen nicht beliebter. Im Gegenteil, er verunsichert nur. Denn das Gegenüber spürt meist, wenn die Antworten nicht ganz ehrlich sind. Genauso erkennt man auch an der Körperhaltung, ob jemand wirklich das ausspricht, was er denkt – oder nicht.

Der Schein trügt

Harmoniesüchtige Menschen führen keine ganz aufrichtigen und ehrlichen Beziehungen. Denn sie belügen außer sich selbst auch die anderen, ohne dass es ihnen bewusst wird. Oft steckt hinter ihrem Verhalten der große, unerfüllte Wunsch nach Liebe und Zuwendung, nach Akzeptanz und nach Angenommenwerden. Nach außen zeigen sie ihre Friede-Freude-Eierkuchen-Fassade und im Inneren beginnt es, gefährlich zu brodeln. Meist fällt der Partner aus allen Wolken, wenn es dann doch einmal zu einem Temperamentsausbruch oder schlimmstenfalls gar zu einer Trennung kommt.

Reibungsverluste

Ein wichtiger Grund für Frauen, Harmonie um jeden Preis zu bewahren, ist die Angst vor dem Verlassenwerden oder Alleinsein. Vielleicht hatten sie in ihrer Kindheit noch den Mut zu sagen, was sie stört oder was ihnen nicht passt, und mussten dann ganz entsetzt erfahren, dass ihre Ehrlichkeit Konsequenzen hatte: Vielleicht wurden sie dafür gemaßregelt oder sogar aus einer Gruppe oder ihrem Freundeskreis ausgeschlossen.

Grenzen setzen

Harmoniesüchtige Menschen haben nie gelernt, anderen Grenzen zu setzen, im Gegenteil. Durch ihr Verhalten senden sie missverständliche nonverbale Einladungen aus, ihre Belastbarkeit, ihre Hilfsbereitschaft oder ihre Gutmütigkeit auszuloten, um nicht zu sagen auszunutzen. Harmoniesüchtige sind deshalb sehr oft müde oder erschöpft, ohne dass es einen erkennbaren Grund dafür gibt. Doch diese mentalen und emotionalen Grenzüberschreitungen sind oft mit einem drastischen Energieverlust verbunden, auch wenn sich dieser häufig auf der unbewussten Ebene abspielt.

Aufrechnen

Barbara Berckhan hat ein bemerkenswertes Buch mit dem Titel „Jetzt reicht’s mir!“ geschrieben und darin bezeichnet sie Harmoniesüchtige als „Rabattmarkensammler“. Warum? Weil viele von ihnen ein Elefantengedächtnis haben und sich alle Gefälligkeiten, die sie anderen angedeihen ließen, auf ewig merken und innerlich aufrechnen. Das Fatale dabei ist jedoch, dass das Verhalten von Harmoniesüchtigen von ihren Mitmenschen nicht als Selbstaufopferung verstanden wird. Sie können auch nicht ahnen, was sich in deren Köpfen in Wahrheit abspielt. Doch irgendwann kommt das Fass zum Überlaufen oder ein Emotionsfunke bringt die Harmoniesüchtige zur Explosion. Und das ist destruktiver als eine rechtzeitig angebrachte Kritik, eine abgeschlagene Bitte oder ein ehrliches Nein.

Was also tun?

Wenn du dich als Harmoniesüchtige erkannt hast, dann solltest du dir zuerst bewusst machen, dass Beziehungen nicht daran zerbrechen, dass du mal laut deinen Frust von der Seele schreist oder heftig auf den Tisch haust. Das ist jedenfalls besser, als zu schweigen und deinen Ärger und deine Wut runterzuschlucken. Denn das gefährdet auf Dauer jedes Miteinander. Denn es geht darum, den Mund aufzumachen und

  • Nein sagen zu lernen,
  • deine eigene Meinung zu vertreten,
  • dich rechtzeitig abzugrenzen,
  • zu deinen Gefühlen zu stehen und
  • aus deiner Opferrolle auszusteigen.

Nicht einfach, ich weiß! Doch langfristig wirst du ein glücklicheres und harmonischeres Zusammenleben erfahren, wenn du nicht so lange zuwartest, bis du am Explodieren bist. Glaube mir, auch ich übe mich noch ständig daran!

 

Frauenseele

Wie viel von Göttin Hera steckt in dir?

„In allererster Linie repräsentiert der Hera-Archetypus die Sehnsucht einer Frau nach dem Status der Ehefrau“[1], las ich neulich in einem Buch. „Wie unzeitgemäß ist das denn?“, höre ich gleich einige meiner weiblichen Geschlechtsgenossinnen fragen. Denn die Anzahl der Frauen, die die Ehe für ein überholtes Konzept halten, ist in den letzten Jahren deutlich angestiegen.

Die Psychologin Jean Shinoda Bolen kennt jedoch das Leiden vieler „Hera“-Frauen, die in ihrem Leben keinen Mann finden, der für sie eine wichtige Rolle spielt und die sehr unter diesem Umstand leiden. Ja, manche von ihnen schämen sich sogar dafür. Denn sie haben den starken Drang nach einer festen Beziehung, der sie in den Stand der Ehefrau „erhebt“ und ihnen das Prestige und die Ehre einer verheirateten Frau vermittelt. Nur mit jemandem zusammenzuleben ist ihnen viel zu wenig.

Wie du in meinen Blogbeiträgen nachlesen kannst, trägt jede Frau nicht nur einen, sondern mehrere weibliche Archetypen in sich. Deshalb gibt es den einen klassischen Typus natürlich nicht. Denn auch die typischste „Hera“-Frau trägt Anteile von Aphrodite, Artemis, Demeter oder Persephone in sich, und das macht sie dann so einzigartig.

Um uns und unsere Verhaltensmuster besser zu verstehen, hat Jean Shinoda Bolen die verschiedenen weiblichen Persönlichkeitsaspekte nach Göttinnen benannt und in ihrem Buch „Göttinnen in jeder Frau. Psychologie einer neuen Weiblichkeit“ portraitiert. Und nicht nur die weiblichen Aspekte, sondern auch die männlichen. Nachzulesen in ihrem Buch „Götter in jedem Mann: Besser verstehen, wie Männer leben und lieben“.

Doch nun schauen wir einmal, wie sich die Hera-Persönlichkeitsaspekte in uns Frauen zeigen können. Achte jedoch darauf, dass du bei deinen Überlegungen, welche Göttinnen-Aspekte du in dir trägst, nicht in eine Bewertung oder in ein klischeehaftes Denken hineinrutschst. Meine Angaben sollen dir nur als Anregung dienen.

HERA-SEELENASPEKTE: EINE KURZBESCHREIBUNG IM TELEGRAMMSTIL

Frauen mit besonders typischen Hera-Aspekten: z. B. Nancy Reagan, die sich ausdrücklich als Ehefrau von Ronald Reagan definierte, sowie zahlreiche andere Frauen aus verschiedenen Gesellschaftsschichten und Zeitepochen

Typisch für die Hera-Frau: Ausbildung ist zweitrangig – lebenslange Suche nach dem Idealmann – definiert sich über den Ehemann – stellt sich in der Beziehung/ in der Familie in den Hintergrund – verzichtet auf Beruf/Karriere zugunsten der Ehe – hält am Idealbild ihrer Ehe/ihres Mannes um jeden Preis fest – Mann ist unumstrittener Lebensmittelpunk – Sexualität kann zur Pflichterfüllung werden – hält an der Ehe fest, auch wenn diese gescheitert ist

Schattenseiten: Verdrängung eigener Bedürfnisse – Unselbstständigkeit – wenig oder keine Eigenverantwortung – Entscheidungsunfähigkeit – Anpassung – Unterwürfigkeit – wenig eigene Interessen – steckt in Opferrolle fest – fordert und manipuliert im Verborgenen – lebt ihre Schattenseiten sehr verdeckt aus

In einem meiner nächsten Blog-Beiträge werde ich dir die Göttinnen-Aspekte von Athene vorstellen.

[1] Vgl. dazu: Murray Stein „Hera“, Spring 1977, S. 108

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Wie viel von Göttin Persephone steckt in dir?

Seit Jahrzehnten ist Jean Shinoda Bolen von der weiblichen Seele und ihren Facetten fasziniert und widmete deshalb ihr Leben als Psychologin ganz den Frauen. In ihrem Buch „Göttinnen in jeder Frau. Psychologie einer neuen Weiblichkeit“ entwarf sie bereits in den 1980er-Jahren eine sehr bildhafte Betrachtungsweise, bei der sie sich auf die Archetypen der griechischen Göttinnen stützte. Nämlich auf jene Frauenbilder, die seit über 3000 Jahren in unserer menschlichen Vorstellungswelt lebendig sind.

In ihrer Arbeit mit Tausenden von Frauen verwendete Bolen die archetypischen Göttinnen einerseits als hilfreiche Kürzel, um die verschiedenen weiblichen Verhaltensmuster und Persönlichkeiten zu beschreiben und zu analysieren. Andererseits konnten die Göttinnenbilder ihr und ihren Klientinnen helfen, ihre Stärken zu entdecken und wieder wachzurufen.

In meinem Blog habe ich genau aus diesem Grund bereits einige der weiblichen Archetypen in Form von Göttinnen dargestellt, bevor ich nun mit Persephone fortsetzen möchte. Diese Göttinnen-Archetypen sollen und können uns Frauen der Selbstreflexion, der Selbsterkenntnis und der Weiterentwicklung dienen.

PERSEPHONE-SEELENASPEKTE: EINE KURZBESCHREIBUNG IM TELEGRAMMSTIL

Typische Eigenschaften der Persephone-Frau: Unsicher – scheu – zurückhaltend – unentschieden – passiv – angepasst – gefügig – bindungsschwach – Unkenntnis der eigenen Stärken und Qualitäten.

Aber auch: große Bereitschaft, in die Tiefen der Seele abzutauchen – Schwächen in Stärken umwandeln – Hochsensibilität – besonderer Zugang zur eigenen Seele und Spiritualität

Typisch für die Persephone-Frau: Jugendliches Aussehen und Verhalten – Anpassungsbereitschaft – Introvertiertheit – ausgezeichnete Beobachtungsgabe – inneres Wissen – ausgeprägte Intuition – ungewöhnliche psychologische Fähigkeiten – hohe Sensitivität

Schattenseiten der Persephone-Frau: Passivität – Ziellosigkeit – Antriebslosigkeit – Bindungsunfähigkeit – Realitätsflucht – Machtlosigkeit – Manipulation – Narzissmus

In einem meiner nächsten Blog-Beiträge werde ich dir die Göttinnen-Aspekte von Hera vorstellen.

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Die drei K – oder: Wo wir Frauen unsere Weiblichkeit verloren haben

„Die drei K – Kirche, Küche, Kinder – die [noch vor wenigen Jahren und Jahrzehnten] zur Identität jeder Frau gehörten, wurden jetzt abgelöst von drei neuen K: Karriere, Kampf und Kompromisslosigkeit.“[1] Diese Aussage trifft natürlich längst nicht auf jede von uns Frauen zu, doch sie regt zumindest zum Nachdenken an.

Ob bewusst oder unbewusst … viele Frauen kämpfen täglich ums Überleben in einer männlich dominierten Gesellschaft. Dabei müssen wir uns in die leistungsorientierte Männerwelt einfügen und uns mit ihr identifizieren, um im Job die gleichen Chancen zu haben und um wirtschaftlich überleben zu können. Dass wir uns für diesen täglichen Kampf eine männlich geprägte „Rüstung“ zugelegt haben, die wir dann in unserer Freizeit nicht mehr ablegen, weil sie uns gar nicht mehr auffällt, verwundert mich nicht. Und dass wir in diesem Überlebenskampf unsere femininen Eigenschaften und Qualitäten verleugnen oder unterdrücken (müssen), fällt uns längst nicht mehr auf.

Das Idealbild des weiblichen Körpers orientiert sich am männlichen

Denken wir an das Idealbild des weiblichen Körpers, das viele Frauen kritiklos übernommen haben: Die meisten von uns möchten keine weiblichen Rundungen, denn der Körper sollte nach Möglichkeit männlich-schlaksig oder zumindest männlich-schlank sein. Nur der Busen darf nach wie vor ruhig etwas üppiger ausfallen. Warum? Weil dies der Wunschvorstellung vieler Männer entspricht … Also eine weitere Fremd- statt Selbstbestimmung?

Der Verlust der Weiblichkeit zieht sich durch viele Lebensbereiche. Denn wir haben längst gelernt, wie wir auf Knopfdruck funktionieren, wie wir uns durchsetzen und wie wir mit Disziplin und Willensstärke den Männern um nichts nachstehen. Dabei vergessen wir völlig auf unsere innere weibliche Kraft und Stärke, die so ganz anders gelebt wird und ihren Ausdruck findet als die männliche.

Management statt Sinnlichkeit

Wir Frauen müssen sehr gut durchorganisiert sein, um nicht nur uns, sondern auch unsere Kinder, den Haushalt und teilweise auch unsere Männer zu managen … damit das System „Familie“ nicht zusammenbricht. Wo bitte bleibt da Zeit für unsere Sinnlichkeit?

Der nachhaltige Verlust der Weiblichkeit macht uns Frauen jedoch nicht glücklich, denn er führt uns immer weiter weg von unserem weiblichen Potenzial und den Qualitäten, die unser Frausein ausmachen. Aber auch die Männer betrifft dieser Wandel und führt letztendlich zu Verunsicherung zwischen den Geschlechtern. Denn das, was Frauenrechtlerinnen einst für ihre Geschlechtsgenossinnen erkämpften, wurde für sie in der Zwischenzeit teilweise zu einem Bumerang.

Die Lösung? Ich habe sie nicht! Denn zurück zu Kirche, Küche und (nur) zu Kindern ist für die meisten von uns auch keine Option.

Ist die „Neue Frau“ im Entstehen?

Vielleicht kann eine Lösung darin liegen, uns im ersten Schritt unserer vermännlichten Weiblichkeit bewusst zu werden und im zweiten Schritt diese Vermännlichung wieder abzulegen und durch unser weibliches Potenzial zu ersetzen.

Vielleicht liegt die Lösung aber darin, ein neues Frauenbild zu schaffen, das es bisher noch gar nicht gab?

Wir leben in einer Zeit von großen Umbrüchen und Neuerungen, warum sollte es diese nicht auch im Bereich des FrauSeins geben? So wie die Kinder der Neuen Zeit noch vor wenigen Jahren niemandem aufgefallen sind, so könnte auch die „Neue Frau“ im Entstehen sein. Es liegt an uns, ob wir in Zukunft unsere männlichen Verhaltensmuster und Prägungen beibehalten wollen oder ob wir sie ablegen und uns auf unsere weibliche Urkraft rückbesinnen – und diese letztendlich in unser modernes Leben als Frau integrieren.

[1] Bust, Astrid Leila. Weiblichkeit leben. Die Hinwendung zum Femininen. Ellert & Richter Verlag, S. 22.

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Wie viel von Göttin Demeter steckt in dir?

Ich kenne Frauen, die ziehen Kinder wie mit einem unsichtbaren Magneten an. Dabei spielt es keine Rolle, ob es ihre eigenen oder fremde Kinder sind, denn die laufen ihnen ganz von alleine hinterher. Auch unter meinen Freundinnen gibt es einige Frauen, die in ihrem Beruf mit Kindern vollkommen aufgehen.

Über viele Jahrhunderte hinweg wurde jedes Mädchen zu einer Demeter erzogen, denn es stand außer Zweifel, dass es als erwachsene Frau in die Mutterrolle schlüpfen würde. Damals war es eher die große Ausnahme oder gar ein Makel, wenn eine Frau keine Kinder hatte und deshalb keine Mutter wurde. Heute ist das freilich anders.

Die verschiedenen Göttinnen bzw. die damit verbundenen Seelenbilder (Archetypen) können uns Frauen aufzeigen, welche typisch weiblichen Eigenschaften und Qualitäten wir in uns tragen. Dabei ist es wichtig, weder in ein Klischee-Denken abzurutschen noch irgendeinen Göttinnen-Aspekt hochzustilisieren. Denn alle weiblichen Archetypen repräsentieren nicht nur Licht-, sondern auch Schattenseiten, die es ehrlich zu erkennen und zu bearbeiten gilt.

Deshalb: Achte darauf, dass du bei den Überlegungen, ob und welche Göttinnen-Aspekte von Demeter du in dir trägst, nicht in eine Bewertung rutschst. Meine Angaben sollen dir nur als Gedankenimpulse dienen.

DEMETER-SEELENASPEKTE: EINE KURZBESCHREIBUNG IM TELEGRAMMSTIL

Bekannte Frauen mit besonders typischen Demeter-Aspekten: Ganz ehrlich, dazu fällt mir gar keine Frau ein, die eine ganz typische „Demeter“ ist und in der Öffentlichkeit steht. Ich denke deshalb eher an jene Frauen, die ihr Leben in den Dienst von Kindern stellen und sich für sie und ihr Wohlbefinden einsetzen bzw. für ihre Rechte kämpfen.

Typische Themen/Rollen der Demeter-Frau: Erfüllung durch Schwangerschaft & Mutterschaft – Vollblut-Mutter – Ernährerin – Versorgerin – Verteidigerin – Beschützerin; Hebamme – Kinderkrankenschwester – Kinderärztin – Kindergärtnerin – Lehrerin – Nanny – Köchin – Sozialarbeiterin – Kinderdorf-Mutter etc.

Typisch für die Demeter-Frau: Mütterlich – sich sorgend – pflegend – nährend – umsichtig – ausgeprägte Mutterinstinkte – beschützend – verwöhnend – großzügig

Schattenseiten: Gluckenhaftes Verhalten – sich grämend – übertrieben fürsorglich – emotional manipulativ – moralisierend – zu Depressionen neigend – sich in Opferrolle flüchtend – Partnerschaft wegen Mutterschaft vernachlässigend

In einem meiner nächsten Blog-Beiträge werde ich dir die Göttinnen-Aspekte von Athene vorstellen.

Bildquelle: koeniglicherbeobachter.blogspot.com

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Wie viel von Göttin Artemis steckt in dir?

Die amerikanische Psychologin Jean Shinoda Bolen war eine der ersten, die die verschiedenen weiblichen Seelen-Aspekte mit den griechischen Göttinnen in Verbindung brachten. Da jede Göttin bestimmte weibliche Eigenschaften verkörpert – also die Licht- und die Schattenseiten in jeder Frau – kann die Beschäftigung mit den weiblichen Göttinnen-Aspekten für uns Frauen sehr aufschlussreich sein. Vor allem dann, wenn wir uns selber noch besser kennenlernen möchten.

Wenn du mehr über dich erfahren willst, dann können dir die Göttinnen-Aspekte bzw. die damit verbundenen Seelenbilder (Archetypen) sehr gut auf die Sprünge helfen. Denn wenn du all deine Göttinnen-Aspekte in dir auf deine ganz persönliche Art und Weise vereinst, dann wirst du als jene einzigartige Frau und „Göttin“ von anderen wahrgenommen, die du nun einmal bist. Dabei ist es wichtig, nicht nur deine Licht-, sondern auch deine Schattenseiten zu erkennen und zu bearbeiten.

Achte darauf, dass du bei den Überlegungen, welche Göttinnen-Aspekte von Artemis du in dir trägst, nicht in eine Bewertung oder in ein klischeehaftes Denken hineinrutschst. Meine Angaben sollen dir nur als Anregung dienen.

ARTEMIS-SEELENASPEKTE: EINE KURZBESCHREIBUNG IM TELEGRAMMSTIL

Frauen mit besonders typischen Artemis-Aspekten: Angelina Jolie (als Flüchtlingssonderbotschafterin) – Jeanne d’Arc (französische Befreiungskämpferin) – Florence Nightingale (Begründerin der Krankenpflege) – Berta Cáceres (Menschenrechts- und Umweltaktivistin) – Gloria Steinem (Feministin und Frauenrechtlerin) – Hildegard von Bingen (Universalgelehrte) – Maria Montessori (Ärztin und Reformpädagogin) – Simone de Beauvoir (feministische Schriftstellerin) – Dian Fossey (Zoologin und Verhaltensforscherin)

Typische Themen/Rollen der Artemis-Frau: Single-Dasein/Verzicht auf Partnerschaft – Unabhängigkeit (von Männern) – Projektleiterin – Umweltaktivistin – Arbeit hat großer Stellenwert – ausgeprägtes Selbstbewusstsein – Reise- und Entdeckerlust – Leistungsbereitschaft – hohe Kompetenz in dem, was sie tut – soziales Engagement – Lesbe – große Schwester – Feministin – weiblicher Kumpel

Typisch für die Artemis-Frau: burschikos – alleinstehend – mutig – selbstbestimmt – zielgerichtet – unabhängig – keine oder seltene Beziehung zu einem Mann (und wenn, dann eher schwesterlich) – wettbewerbsorientiert – leistungsorientiert – sich selbst verteidigend – hilft missbrauchten Frauen – naturbezogen – Wissenschaftlerin – Reisende (an kein Heim gebunden)

Schattenseiten: Unbarmherzigkeit – Verachtung für Verletzlichkeit – Unnahbarkeit – Kühle – Wutpotenzial – zurückweisend – verletzend

In einem meiner nächsten Blog-Beiträge werde ich dir die Göttinnen-Aspekte von Demeter vorstellen.

 

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