Die Rote Mondin oder: Der weibliche Zyklus (3)

Wenn du dich wieder einmal von deiner Menstruation genervt fühlst, nimm dir ein paar Minuten Zeit und lies dir die folgenden Informationen durch. Versuche, mit deinem Körper Kontakt aufzunehmen und in ihn hineinzufühlen. Auch wenn du denkst, dass er manchmal ein Eigenleben führt: Er steht mit dir und deiner weiblichen Urkraft immer im Einklang! Vielleicht ist es dein Verstand, der sich dagegen sträubt?

Die 4 Phasen deines Menstruationszyklus

Wenn dieser Beitrag zum Thema „Die Rote Mondin“ der erste ist, den du auf meinem Blog entdeckt hast und wenn du mehr über die tiefere Bedeutung deines Menstruationszyklus wissen möchtest (nicht aus medizinischer, sondern aus ganzheitlicher Sicht), dann lade ich dich ein, zuvor noch Teil 1 und Teil 2 als kurze Einführung in die Thematik zu lesen.

Überlege nun: In welcher Phase deines Zyklus befindest du dich gerade?

  • In der 1. Phase, in der Zeit zwischen dem Ende deiner letzten Menstruation bis zum nächsten Eisprung – ODER
  • In der 2. Phase, in der Zeit rund um den Eisprung – ODER
  • In der 3. Phase, in der Zeit zwischen dem Eisprung bis zur nächsten Menstruation – ODER
  • In der 4. Phase, in der Menstruationsphase.

Falls du vielleicht gar nicht weißt, in welcher Phase du dich gerade befindest, weil du deinen Zyklus nie genau beobachtest, dann könnte dich die folgenden Ausführungen vielleicht dazu inspirieren, deinen Körper und seine Energien sowie deine Emotionen während des nächsten Menstruationszyklus genauer zu beobachten:

Die weiblichen Energien in der JUNGFRAU-, MUTTER-, MAGIERIN- und WEISE-ALTE-Phase

Die Jungfrau-Phase: In diesem Abschnitt des weiblichen Zyklus sind die vorherrschenden Energien dynamisch und eher nach außen gerichtet. Wir Frauen sind nicht der Dynamik der Zeugung unterworfen, sondern gehören nur uns selbst. Unser Selbstvertrauen fühlt sich gut an, wir sind gesellig, entschlossen, vielleicht sogar ehrgeiziger als sonst und können uns gut konzentrieren. Diese Phase eignet sich besonders, um neue Projekte zu beginnen. Sie ist die Zeit des Aufbruchs und des Neubeginns.

Die Mutter-Phase: In diesem Abschnitt deines Zyklus – rund um den Eisprung – verändert sich die Energie. Während wir in der Jungfrau-Phase nur uns selbst gehörten, wird nun die Energie für das eigene Selbst schwächer und entwickelt sich in Richtung Selbstlosigkeit, die für eine bevorstehende Mutterschaft wichtig ist. Unsere Sexualität entfaltet sich in einem Gefühl tiefer Liebe und wir sind leicht in der Lage, andere Menschen energetisch zu nähren und zu unterstützen.

Die Magierin-Phase: Nach dem Eisprung – wenn das Ei nicht befruchtet wurde – verändert sich unsere weibliche Energie abermals. Wir Frauen beginnen uns allmählich nach innen zu richten, uns unserer mystischen Seite stärker bewusst zu werden und Träume intensiver zu erleben. Unsere Sexualität wird machtvoll und unsere innere Kraft feurig. Die Energie unterstützt uns auch beim Umsetzen unserer innewohnenden Kreativität. Sobald wir uns allmählich der Phase der Weisen Alten nähern, kann unsere Konzentration nachlassen und wir uns ein wenig unzufrieden oder unausgeglichen fühlen.

Die Weise-Alte-Phase: Während der Menstruation drücken sich unsere Energien auf der intuitiven Ebene aus, die häufig in Träumen Gestalt annehmen. Diese Phase ist eine Zeit der Innenschau, des Rückzugs, des Entspannens, des Leiser-Tretens. Wenn möglich, sollten wir den Alltag etwas langsamer angehen und uns Zeit für uns selbst nehmen. Die sexuelle Energie entfaltet sich so stark wie zur Zeit unserer Mutter-Phase (Eisprung) und wird meist nicht aktiv gelebt, sondern fließt in die Vertiefung unserer Spiritualität ein.

Womit gehst du in Resonanz?

Lies meine Fragen durch und beobachte, welche Gedanken und Gefühle dabei in dir hochkommen. Vielleicht magst du sie auch aufschreiben:

  • Nimmst du dir an deinen Tagen ausreichend Zeit für dich selbst?
  • Kannst du die unterschiedlichen Zeitqualitäten nachvollziehen, die während des Menstruationszyklus auftreten können?
  • Oder nimmst du deinen weiblichen Zyklus nur auf der körperlichen Ebene wahr?
  • Was an Empfindungen oder Erfahrungen gibst du an deine Tochter weiter? Wie vermittelst du ihr die Zeit der Menstruation?
  • Fühlst du dich von den mystischen Aspekten des weiblichen Zyklus angesprochen oder möchtest du dich ausschließlich mit den körperlichen beschäftigen?

Wenn du das energetisch-spirituelle Wissen über den Menstruationszyklus noch weiter vertiefen möchtest, dann empfehle ich dir das Buch „Roter Mond. Von der Kraft des weiblichen Zyklus“ von Miranda Gray, auf dessen Grundlage ich diesen Blog geschrieben habe.

 

 

 

 

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Die Rote Mondin oder: Der weibliche Zyklus (2)

Lange Zeit war es richtiggehend peinlich, unangenehm, unpassend oder überhaupt tabu über den Menstruationszyklus zu sprechen, der das Leben aller Frauen über Jahrzehnte hinweg begleitet oder manchmal sogar richtiggehend prägt.

Doch diese Tabuisierung beschränkt sich keineswegs auf die älteren Generationen vor uns oder auf Kulturen, die leider von einem ausgesprochen negativen Frauenbild geprägt sind. Die Thematisierung des weiblichen Zyklus wird selbst heute in unserer modernen und aufgeschlossenen Gesellschaft noch immer unter sehr vielen Frauen im gebärfähigen Alter vermieden.

Monatshygiene – ein altmodisches Wort

Es war die so genannte „Monatshygiene“, die uns zumindest eine gewisse Bewegungsfreiheit verschaffte, und die heute aus dem Frauenalltag mitsamt seinen Herausforderungen nicht mehr wegzudenken ist. Die Verwendung von Tampons (die ersten gab es bereits vor 4000 Jahren, die aus Blättern und Naturfasern in Handarbeit hergestellt wurden, aber seit rund 70 Jahren werden sie aus Baumwolle industriell gefertigt) lässt uns Frauen beinahe vergessen (sofern wir keine Menstruationsbeschwerden haben), dass unser Körper während der Periode Höchstarbeit leistet.

Dennoch gibt es auch im Zusammenhang mit der Verwendung von Tampons neue Erkenntnisse, über die man meiner Meinung nach zumindest nachdenken sollte.

Die 4 energetischen Phasen des weiblichen Menstruationszyklus

Viele Frauen befinden sich seit einigen Jahren in einem großen Veränderungsprozess oder Bewusstseinswandel, der uns wieder einen  natürlichen Zugang zu unserem weiblichen Körper samt seinen Energiezyklen eröffnet. Dabei greifen wir auf das alte Wissen und auf die Weisheit früherer Frauengenerationen zurück, die in Mythen und Legenden von den lebenserfahrenen Alten an ihre Töchter und Enkeltöchter  weitergegeben wurden.

Unser Menstruationszyklus wird in 4 Phasen durchlebt und steht häufig eng mit den Zyklen des Mondes in Verbindung:

  • Die 1. Phase – etwa vom Ende der Menstruation bis zum Eisprung – entspricht energetisch dem Mädchen/der Jungfrau und wird als dynamisch, inspirierend und generativ (auf die Fortpflanzung bezogen) beschrieben.
  • Die 2. Phase – die Zeit rund um den Eisprung – entspricht energetisch der Mutterschaft, wobei es um die Kraft und die Fähigkeit des Nährens und Bewahrens geht.
  • Die 3. Phase – die Zeit vom Eisprung bis zur Menstruation – entspricht den Energien von „Hexen, Magierinnen, Verführerinnen oder bösen Stiefmüttern“, denn ihre Energie entspricht der Magie, der Sexualität oder der Kreativität.
  • Die 4. Phase – die Zeit der Menstruation – wird mit der Energie der weisen Alten in Verbindung gebracht, die sich aus der äußeren Welt nach innen zurückzieht, um ihre innewohnende Kreativität zu leben.

Ich werde in meinem dritten Blogeintrag aus dieser Serie näher auf diese 4 Phasen eingehen. Willst du dich mit dieser Thematik noch intensiver beschäftigen, dann empfehle ich dir das Buch von Miranda Gray: „Roter Mond. Von der Kraft des weiblichen Zyklus“, das mich zu meinem heutigen Beitrag inspiriert hat.

 

Frauenblog Frauenkoerper

Die Rote Mondin oder: Der weibliche Zyklus (1)

Wenn wir als blutjunge Mädchen von „Tante Mona aus Arizona“ sprachen, dann war das das Codewort, wenn wir uns über unsere Menstruation austauschten und Umstehende nichts davon mitbekommen sollten. Sie ging uns gewaltig auf die Nerven, da wir uns von ihr in unserer Bewegungsfreiheit eingeschränkt fühlten, denn nicht wenige von uns litten in dieser Zeit auch unter körperlichen Problemen.

Menstruation: Heilig oder unrein?

Was uns Mädchen damals natürlich in keinster Weise bewusst war (wir waren noch viel zu jung und hatten auch von unseren Müttern diesbezüglich keinerlei Informationen bekommen): Die Zeit der Menstruation wurde schon in alten Kulturen anerkannt und geachtet und die Frauen entwickelten eigene Praktiken, um mit diesen starken Energien kreativ umzugehen.

Doch die patriarchalischen Gesellschaften, die diese Macht der Frauen als gefährlich ansahen, brachten die Menstruation in Misskredit. Und so wurde aus dem Zyklus der Frau, der einst als heilig galt, etwas Unreines. Diese Menstruationstabus waren jedoch keineswegs auf primitive Gesellschaften oder die Vergangenheit beschränkt, sondern sie gibt es noch heute in verschiedenen Religionen und Gesellschaftsschichten.

Bewusstes Erleben

Das spirituelle Bewusstsein, das sich unter immer mehr Frauen ausbreitet, zieht auch eine völlig neue Betrachtungsweise des weiblichen Zyklus nach sich. Deshalb sollten die Energien während des Menstruationszyklus bewusst akzeptiert und nicht unterdrückt werden. Also

  • Die Schwankungen auf der energetischen und emotionalen Ebene zulassen
  • Dem inneren Bedürfnis nach Rückzug oder Nähe nachgeben
  • Die Entwicklung eines stärkeren weiblichen Bewusstseins genießen
  • Den Gleichklang zwischen dem Mondzyklus und dem eigenen Zyklus wahrnehmen
  • etc.

Miranda Gray beschreibt in ihrem Buch „Roter Mond. Von der Kraft des weiblichen Zyklus“ vier verschiedene Energien, die während des Menstruationszyklus spürbar werden. Ich werde darüber in einem meiner nächsten Blogs berichten.

Womit gehst du in Resonanz?

Lies meine Fragen durch und beobachte, welche Gefühle in dir hochkommen? Vielleicht magst du dazu auch deine Gedanken aufschreiben:

  • Was wurde dir als Mädchen über die Menstruation vermittelt?
  • Kannst du dich noch an deine erste Menstruation erinnern?
  • Wie empfindest du deine Menstruationstage?
  • Verdrängst du deine Menstruation oder erlebst du sie bewusst?
  • Beneidest du Männer, weil sie nicht unter den Beschwerden der Menstruation leiden müssen?
  • Kannst du während deines Zyklus (Eisprung, nach dem Eisprung, Regelblutung, Zeit vor dem nächsten Eisprung) unterschiedliche Qualitäten deiner Energien erfühlen?

Mit der Kraft und Weisheit unserer weiblichen Urnatur

Es ist nun endlich an der Zeit, unseren weiblichen Zyklus mit neuen Augen zu betrachten. Während sich die Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten immer mehr den männlichen Erfordernissen zugewandt hat und wir Frauen unsere Bedürfnisse den Anforderungen der männerdominierenden Gesellschaft untergeordnet haben (wir haben unsere Menstruation quasi weggesperrt, weil sie uns hinderlich war und uns in der Erfüllung unserer körperlichen Leistungsfähigkeit hinderlich war), tritt unter uns Frauen mehr und mehr ein immer stärkeres weibliches Bewusstsein  zutage.

Sobald wir aber unseren weiblichen Zyklus als urweibliche Energiequelle und als Quelle weiblichen spirituellen Bewusstseins begreifen, wird der Menstruationszyklus ein wertgeschätzter Teil unseres Lebens sein, den wir nicht mehr aus unserem Alltag ausgrenzen möchten.

 

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„Für mich ist das Weibliche unser Sein und Fühlen“

Das Frauen-Interview mit SonJa Ziemann

SonJa, deine Göttinnen-Bilder haben es mir angetan! Wann und wie bist du darauf gekommen, Göttinnen zu malen? 2008 war ich auf einem Engelworkshop und meine damalige Übungspartnerin sagte mir, sie sehe eine Muttergöttin neben mir und diese teile uns mit, ich würde eines Tages Göttinnen „ins Leben zaubern“… Zu dieser Zeit konnte ich noch nicht so viel damit anfangen, da ich damals nur Engel malte. Doch 3 ½ Jahre später wurde ich langsam an die Malerei weiblicher Körpern herangeführt (anders kann ich es nicht beschreiben …). Irgendwie interessierte ich mich als Malerin immer mehr für weibliche Körper. Ja und so begann mein Weg im Jahr 2012 als „Göttinnen-Zauberin“, wie ich mich heute bezeichne. Ich wurde und werde ganz sanft an die Hand genommen und geführt … von der großen Muttergöttin.

Was bedeutet für dich der Begriff „Göttin“? Was verbindest du persönlich damit? Für mich ist die Göttin das Weibliche in uns, in Männern wie in Frauen. Das Weibliche ist für mich unser Sein und Fühlen, während ich dem Männlichen in uns das Tun und Denken zuordne.

Ich mag diese runden, weiblichen Formen der Göttinnen-Körper, sie strahlen so viel Sinnlichkeit aus. Gibt es Botschaften, die du mit diesen Bildern transportieren möchtest? Mit der Botschaft, die hinter meinen Bildern steckt – und die nicht von mir, sondern durch mich kommt –, möchte die große Göttin sagen: „Lebe dich selbst und nicht das, was man dir beigebracht hat und was du leben sollst!“ Die Göttinnen, die durch mich in diese Welt gezaubert werden, wollen uns allen Mut machen, ganz die zu sein, die sich tief in uns verbergen und die sich schon lange danach sehnen, gesehen und gelebt zu werden! Als kleine Kinder wussten wir noch sehr genau, wer wir sind, was wir können und was wir wollen. Dieser Teil von uns möchte frei sein, spielen, Spaß haben und glücklich sein als der, der du bist.

Man kann von dir sein eigenes, persönliches Göttinnen-Bild malen lassen. Was brauchst du dazu und wie entsteht dann dein Malprozess? Für andere Menschen die persönliche innere Göttin zu malen, die sich durch mich zeigt, ist eine der schönsten Erfahrungen für mich. Dabei entsteht ein sehr starker Kontakt mit dem Göttlichen, sodass mein innerer Kritiker keinerlei Macht mehr über mich und meine Malerei hat. Nach einer glückseligen Zeit des Malens kommt dann irgendwann der Zeitpunkt, an dem ich merke, dass das Bild fertig ist. Und dann „reist“ das Göttinnen-Bild zu ihrer menschlichen Göttin (oder auch zu Männern, denn auch die haben schon ihre innere Göttin bestellt). Für mich bedeutet das Malen der Göttinnen einfach nur pure Freude, Göttlichkeit, Gnade und Glück!

Wenn du noch mehr über SonJa und ihre Göttinnen wissen möchtest, dann besuche sie einfach hier. Für das Malen einer persönlichen Göttin braucht sie Vor- und Nachnamen, das Geburtsdatum sowie ein Porträt- oder ein Ganzkörperbild.

 

Frauenportraets