Wer außer dir kennt wirklich deine Bedürfnisse?

Sei gut zu dir! Warum Selbstfürsorge so wichtig ist (02)

Es gibt Zeiten im Leben, in denen kaum Zeit zum Nachdenken bleibt, in denen wir einfach nur funktionieren, um eine Stresssituation gut durchzustehen: Das Neugeborene braucht uns rund um die Uhr, das Kind liegt im Krankenhaus, wir stecken mitten in einem Umzug oder wir lernen Tag und Nacht für eine wichtige Prüfung.

Doch irgendwann sind auch diese Phasen wieder vorbei und das Leben beginnt sich zu normalisieren. Zeit also, um sich endlich wieder um uns selbst zu kümmern. Doch tun wir das dann auch wirklich? Oder bleiben wir im Sog von Verantwortung für andere und in der Vernachlässigung von uns selbst?

Wenn wir von fehlender Selbstfürsorge sprechen, dann reden wir auch von mangelnder Selbstverantwortung. Denn beide sind eng miteinander verbunden. Selbstfürsorge hat natürlich auch ein klein wenig den Touch von Egobefriedigung oder Selbstbezogenheit, da uns unsere Gesellschaft gerne weismachen will, dass wir idealerweise auf uns selbst vergessen sollten, damit das übrige System funktioniert.

Deshalb liegt es wirklich an uns, wie wir mit unseren Bedürfnissen umgehen. Ob wir achtsam sind und sie wahrnehmen und ihnen nachkommen oder uns vom Alltag und seinen Erfordernissen einfach platt walzen lassen. Deshalb sollten wir uns immer wieder bewusst machen, wann wir nach unseren Bedürfnissen leben und handeln und wann nicht. Dazu gehören – ganz wichtig – eine regelmäßige Selbstbeobachtung und Selbsterkenntnis. Doch mehr darüber beim nächsten Mal.

 

 

 

 

 

 

 

Frauenbalance

5 Stolpersteine auf dem Weg zu mehr Authentizität

Authentizität, Echtheit und Ehrlichkeit dir selber gegenüber sind wichtige Voraussetzungen für ein glückliches Leben. Wie aber erkennst du, ob und in welchen Bereichen du vielleicht nicht immer authentisch bist? Hier sind 5 wichtige Stolpersteine, die du nicht übersehen solltest:

  1. Du weißt nicht genau, wer du bist, was du kannst, welche Fähigkeiten du in dir trägst und was du alles zu bieten hast.
  2. Du vergisst auf dich und deine Bedürfnisse, fragst dich selber nicht, was du brauchst und steckst deine Wünsche zurück.
  3. Du bemühst dich, die Vorstellungen anderer zu erfüllen, und bist bestrebt, sie nicht zu enttäuschen.
  4. Du zeigst dich stark und lässt dir nichts anmerken, wenn du emotionale oder physische Schmerzen hast.
  5. Du bist privat oder beruflich in einer Situation, die dich nicht befriedigt, unglücklich oder krank macht. Aber du hast nicht den Mut, daran etwas zu verändern.

Authentizität bedeutet in erster Linie ehrlich zu dir selber zu sein. Und dies zählt zu den wichtigsten Grundpfeilern in deinem Leben. Deshalb: Tanze nach deiner eigenen Musik, und nicht nach der von anderen Menschen!

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Wertvolle Übungen, praktische Tipps, Austausch im geschlossenen Forum mit anderen Frauen und von mir gesprochene Meditationen zu diesem Thema und zu ähnlichen Schwerpunkten findest du seit 01.01.2019 in meinem Conscious Women Circle. Du kannst auch während des Jahres jederzeit in den Circle einsteigen.

 

 

Frauenbewusstsein

Tanzt du zu deiner eigenen Musik oder zu der von anderen?

Die Frau zu sein, die du wirklich bist, ist nicht immer einfach. Das Leben zu führen, das deinem Herzen entspricht, scheint manchmal unmöglich zu sein. Warum eigentlich? Wo ist das Problem?

Unsere Gesellschaft unterliegt einem enormen Anpassungsdruck, denn die Massenmedien geben vor, was in ist und was out, wer erfolgreich und wer ein „Loser“ ist oder wie die weibliche Idealfigur auszusehen hat. Und wir Frauen spielen dieses Spielchen mit, ohne zu realisieren, was das mit uns macht.

Als Mädchen und Teenager hatten die meisten von uns ein instabiles Selbstbild, denn der Übergang vom Kind zur Jugendlichen und weiter zur erwachsenen Frau ist wie die Verwandlung von einer Raupe zur Puppe und weiter zum Schmetterling. In dieser Zeit waren wir besonders sensibel, emotional verletzbar und unsicher. Wir wollten von anderen akzeptiert und angenommen werden, zu einer Gruppe gehören, weshalb wir begannen, uns anzupassen. Aber Konformität ist der Beginn des Verlustes unserer Authentizität.

Auch als erwachsene Frauen stehen wir unter einem enormen Anpassungsdruck. Egal, ob es um unseren Körper, unsere Arbeitsleistung oder um unsere Rolle als Partnerin und Geliebte geht. Die sozialen Netzwerke und andere Medien betonen immer das Äußere zu Ungunsten innerer Werte – denn nur damit lässt sich Geld verdienen. Sie definieren, was attraktiv, schlank oder sexy ist, und Millionen von Frauen versuchen, diesem Bild zu entsprechen.

Deshalb solltest du daran denken: Eine authentische Frau zu sein, hat mit all diesen Dingen absolut nichts zu tun. Deine Authentizität kannst du nur in dir selber finden!

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Wertvolle Übungen, praktische Tipps, Austausch im geschlossenen Forum mit anderen Frauen und von mir gesprochene Meditationen zu diesem Thema und zu ähnlichen Schwerpunkten findest du seit 01.01.2019 in meinem Conscious Women Circle. Du kannst auch während des Jahres jederzeit in den Circle einsteigen.

Frauenbewusstsein

Bring anderen bei, dich richtig zu behandeln

„Du wirst im Leben so behandelt, wie du den Menschen beibringst, dich zu behandeln.“ (Dr. Wayne Dyer)

 Die Art und Weise, wie du von anderen Menschen behandelt wirst, hängt immer davon ab, ob und in welchem Ausmaß du es zulässt, DICH zu behandeln.

Während du als Mädchen noch keinen Einfluss darauf hattest, wer einen Platz in deinem Leben einnimmt, bist du als erwachsene Frau selbst dafür verantwortlich, wen du in dein Leben lässt und wen nicht.

Du bist dafür verantwortlich, anderen zu zeigen, wie sie mit dir sprechen, mit dir leben, mit dir zusammenarbeiten oder wie und auf welche Art und Weise sie dich lieben (sollen); und wo deine Grenzen sind bzw. wie du auf gar keinen Fall behandelt werden möchtest.

Damit gestaltest du dein Leben und deine zwischenmenschlichen Beziehungen aktiv mit und bist anderen nicht auf Gedeih und Verderben ausgeliefert. Wenn du dich immer nur mit dem zufrieden gibst, was andere Menschen (emotional) imstande sind dir entgegenzubringen, kann es sein, dass du darunter leidest.

Deshalb zeige ihnen freundlich aber bestimmt, dass du Achtung, Respekt, Anerkennung und Liebe wertschätzt und erwartest, und bringe ihnen diese Qualitäten ebenfalls auf ehrliche Art und Weise entgegen.

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Wertvolle Übungen, praktische Tipps, Austausch im geschlossenen Forum mit anderen Frauen und von mir gesprochene Meditationen zu diesem Thema und zu ähnlichen Schwerpunkten findest du seit 01.01.2019 in meinem Conscious Women Circle. Du kannst auch während des Jahres jederzeit in den Circle einsteigen.

Frauenbewusstsein

Lass los und schließe Frieden mit deiner Vergangenheit

„Du wirst nicht durch deine Vergangenheit definiert, doch sie beinhaltet etwas, aus dem du etwas lernen und dich weiterentwickeln kannst.“ (Unbekannt)

Würdest auch du das eine oder andere in deinem Leben gerne ungeschehen machen? Vielleicht eine Entscheidung, eine Handlung oder ein Ereignis? Willkommen im Kreis von uns Frauen, die wir alle die Möglichkeit haben, das Geschehene in der Vergangenheit zu belassen, aber den Lernschritt, der dahinter steckt, konstruktiv in die Gegenwart und Zukunft zu integrieren.

Es zählt sicherlich zu den besonderen Herausforderungen in deinem Leben, die Vergangenheit loszulassen, ohne zu bedauern, ohne dich schuldig oder dich als Opfer zu fühlen.

Doch deine Vergangenheit beinhaltet gleichzeitig wertvolle Lektionen, wenn du bereit bist, sie unter dem richtigen Blickwinkel zu sehen.

Wenn du jedoch an vergangenen Erfahrungen festhältst, kannst du nicht weiter vorankommen. Deshalb ist es wichtig,

  • daran zu arbeiten, um nicht in der Vergangenheit stecken zu bleiben,
  • zu akzeptieren, was sich nicht mehr ändern lässt,
  • zu entdecken, wie du deine Selbstvorwürfe loslassen kannst, bzw.
  • zu lernen, einen tieferen Sinn hinter allem Geschehenen zu erkennen.

Wenn du weniger oft auf die Vergangenheit zurückblickst, kannst du sie allmählich in Frieden ruhen lassen und dadurch mutig und freudig auf das Leben zugehen, das noch vor dir liegt.

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Wenn du mit diesem Thema in Resonanz gehst, einen Lösungsansatz suchst oder lange bestehende Blockaden auflösen möchtest, dann bist du in meinem Conscious Women Circle  genau richtig! Er ist seit 01.01.2019 online. Alle bisherigen Inhalte des Jahres sind selbstverständlich inkludiert und verfügbar. 

Wertvolle Übungen, praktische Tipps, von mir gesprochene Meditationen, Austauschforen mit gleichgesinnten Frauen, umfangreiche Informationen zu ähnlichen Schwerpunkten und vieles mehr erwartet dich.

Ich freue mich auf dich!

Herzlichst, Ingrid  

 

 

Frauenbewusstsein

Warum du weniger leisten und öfter mal Unsinn treiben solltest

Weißt du, wie es sich anfühlt, wenn dir jemand aus dem Herzen spricht? Wenn du das Gefühl hast, der andere blickt durch deine Augen und deine Seele in die Welt und schreibt darüber, als würde er deine Worte verwenden? Honigperlen ist ein Blog, der mir mega-gut gefällt, und die Autorin war sofort damit einverstanden, dass ich diesen Artikel von ihr in meinem Blog veröffentliche. Voilà! Viel Freude damit! Ingrid 

„Ohne Fleiß kein Preis,“ ein Lebensmotto, das mir quasi in die Wiege gelegt wurde und mich seit meiner frühen Jugend begleitete. So glaubte ich doch tatsächlich jahrzehntelang daran, dass ich durch stetiges Engagement, Überstunden, permanente Weiterbildungen und das wiederholte Übertreffen meiner eigenen Leistungen ein erfolgreiches Leben führen würde.

Die Wahrheit holte mich ein als mich das Leben vor einiger Zeit in die Knie zwang und mir eine Auszeit bescherte, in der das Innehalten, Nichtstun und Neuorientieren sich nicht mehr vermeiden ließ.

Gruppenzwang – immer etwas leisten

Aber wieso beugte ich mich derart lange dem Gruppenzwang unserer Leistungsgesellschaft? Und wieso tun es Millionen Menschen und vielleicht auch du mir gleich? Längst geht es nicht mehr darum sich bloß seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Es geht darum etwas aus sich zu machen, sich zu beweisen, stolz auf sich zu sein und allen anderen damit zu zeigen: „Ich hab´s drauf.“

Selbstwert – leisten um zu gelten

Aber was reitet uns? Warum machen wir uns derart von Leistung abhängig?

Es ist das Prinzip unserer modernen Leistungsgesellschaft, das uns maßgeblich beeinflusst: Jeder, egal woher er stammt, kann es schaffen. Jeder kann also zum Gewinner werden, es liegt in seiner Verantwortung. Diesen Druck spüren wir alle, egal ob bewusst oder unbewusst. Wer also nichts aus sich macht, gilt nicht nur als Versager, sondern ist auch noch selbst daran Schuld.

Kurzum bedeutet das, dass wir uns über unsere Leistungen, den damit einhergehenden Status oder sogar über unseren Wohlstand definieren. Sind diese Faktoren nicht zu unserer Zufriedenheit, so hat das Auswirkungen auf unseren Selbstwert. Wenn wir nichts oder nicht genug leisten, haben wir das Gefühl auch nichts zu gelten, ein niemand oder nicht wertvoll für unsere Mitmenschen zu sein. Ein bedingter Selbstwert also. Oder sogar eine bedingte Selbstliebe.

Leben statt streben!

Mit meinem neuen Leitsätzen „Ohne Fleiß viel Preis“ und „Leben statt streben“ mache ich mich davon unabhängiger. Knüpfe meinen Selbstwert und meine Selbstliebe an keinerlei Bedingungen mehr und habe nur dann Erfolg, wenn es leicht geht.

Das widerstrebte meinen ursprünglich angelernten Glaubenssätzen anfangs natürlich enorm. Durch welche Gedanken und Methoden ich es dennoch geschafft habe, erzähle ich in den nächsten vier Schritten. Vielleicht möchtest auch du dir diesbezüglich neue Überzeugungen, die deine Selbstliebe fördern, Glücksgefühle entfachen und außerdem dein Leben entstressen, aneignen.

  1. Ohne Fleiß viel Preis – Anstrengung bringt´s nicht

Eine Anekdote erklärt’s am besten: In meinem ersten Job war ich als Sekretärin tätig. Und ich war mit Abstand die schlechteste Sekretärin, die man sich vorstellen kann. All die Fähigkeiten, die eine gute Verwaltungskraft auszeichnen, hatte ich einfach nicht. Also strengte ich mich umso mehr an. Ich arbeitete länger und härter, um meiner Position zu entsprechen. Verschwendete Zeit, kann ich euch sagen. Irgendwann wurde ich zwar durchschnittlich gut in diesem Job, aber leicht von der Hand ging er mir nie. Ich war mit meiner Jobwahl einfach auf dem Holzweg.

Heute weiß ich, dass besonders erfolgreiche Menschen nicht jene sind, die sich ihr Leben lang abrackern und ständig anstrengen, sondern jene, denen ihre Tätigkeit leicht fällt, weil sie Freude daran haben. Die richtige Tätigkeit, das richtige Hobby oder die richtige Sportart erkennen wir also daran, dass sie uns liegt und sich nicht anstrengend anfühlt.

Mit den Worten meines Mentallehrers: Wenn´s leicht geht, ist´s richtig, wenn´s schwer geht, bist du auf dem Holzweg.

Tipp: Mach‘ mehr von den Dingen, die dir leicht von der Hand gehen und Freude bereiten. Und mach‘ weniger von all jenen, die du als anstrengend und nicht erfüllend empfindest.

  1. Durcharbeiten bringt nichts – Mach‘ eine Inspirationspause

Es ist keine einfache Aufgabe eine Tätigkeit zu finden, die einem leicht von der Hand geht und bei der sich außerdem Freude auftut. Die nötige Zeit um uns Gedanken darüber zu machen, fehlt oft. Wir schuften 40-50 Stunden die Woche, schmeißen nebenher den Haushalt, bilden uns weiter und laufen hektisch zwischen Familien- und Freundeskreistreffen und Verpflichtungen hin und her. Wann also sollten wir uns Gedanken über unsere Freuden, Talente oder gar unseren Lebensplan machen? So kann es geschehen, dass das Leben an uns vorbeizieht und wir am Ende resigniert feststellen, dass wir nicht das Leben lebten, das uns glücklich gemacht hätte.

Der Künstler und Glückslehrer Stefan Sagmeister bringt die Lösung auf den Punkt: „Sieben Jahre arbeiten, ein Jahr Inspirationspause.“ Und obwohl mir klar ist, dass ein Jahr Auszeit nicht für jeden leist- bzw. machbar ist, können wir von Stefans Theorie profitieren.

Tipp: Mach‘ eine Auszeit, um dein Leben nicht zu verpassen! Eine Auszeit kann auch mal ein langes Wochenende mit dir alleine, ein paar Stunden pro Monat oder eine Woche bewusster Nichts-Tun-Urlaub sein. In dieser Auszeit widmest du dich deinen Wünschen, deinen Talenten, deinen Träumen und Ideen.

  1. Nichts tun und Unsinn treiben bringt´s

Eine Auszeit vom Streben kann man sich auch gönnen, indem man Dinge tut, die eigentlich nichts bringen. Wer öfter mal nichts tut oder sogar Unsinn treibt, generiert damit neue Gedanken und lädt außerdem leere Batterien wieder auf. Abgesehen davon erschafft man damit echte Lebensfreude-Momente.

Überleg mal: An welche Ereignisse in den letzten Jahren erinnerst du dich besonders gut? Ist es nicht die eine Party auf der du bis 5 Uhr morgens getanzt hast, als wärst du nochmal 16? Ist es nicht der eine Tag, an dem du mit Freunden Brettspiele aus deiner Kindheit bis zum Umfallen gespielt hast, der Fallschirmsprung oder der Disneyland Besuch?

  • Nichts tun oder kindlichen Unsinn treiben macht aus zwei Gründen Sinn. Zum einen entstehen dabei ähnliche Effekte wie bei der Meditation, wodurch sich Geist und Körper entspannen und du Stress vorbeugst. Zum anderen unterbrichst du deine alltags- und vernunftsgedrillten Gedankenkreisläufe, wodurch sich neue Ideen und positive Gedanken auftun, die Glücksgefühle nähren.

Tipp: Sei öfter mal wie ein Kind und mach sinnlose Dinge, die dir Freude bereiten.

  1. Für Glück muss man nichts leisten

Eine der nachhaltigsten Erkenntnisse, die ich in meinem Auszeitjahr hatte, war, dass ich gar keinen Erfolg für mein Glück brauche. Ich habe in diesem Jahr aufgehört mich über Leistung zu definieren. Ich habe erkannt, dass es soviel mehr im Leben gibt. Man kann Erfüllung und Sinn in den unterschiedlichsten Lebensbereichen finden.

In der Familie, in der Partnerschaft, in einer Freundschaft, in einem Hobby, in der Kunst, im Sport, in den Genüssen des Lebens oder aber auch im Nichtstun.

Wie viel Erfolg und Strebsamkeit man für einen gesunden Selbstwert braucht, ist dennoch von Mensch zu Mensch völlig unterschiedlich. Eines aber ist sicher. Kaum jemand wird im Sterbebett sagen: Ach hätte ich doch bloß mehr Überstunden gemacht oder öfter geputzt. Vielleicht sollten wir uns gerade deshalb von den weniger strebsamen Menschen, die sich selten anstrengen, dafür aber oft Unsinn treiben, inspirieren lassen.

Tipp: Mach häufiger jene Dinge, von denen sich dein „80-jähriges Ich“ wünschen würde sie öfter getan zu haben.

Die Autorin dieses Artikels, Melanie Pignitter, ist diplomierte Mental- und Kommunikationstrainerin. Medial bekannt wurde sie durch ihren außergewöhnlich positiven Umgang mit ihrer Krankheit, sowie durch ihren Lebensfreude-Blog: www.honigperlen.at

Frauenseele

Wie Intimfitness mit dem Beckenboden und erfüllter Sexualität zusammenhängt

DAS FRAUEN-INTERVIEW MIT ANASTASIA ROMANOVA.

Anastasia, ich arbeite gerade für meinen eWorkshop zum Thema HEILE DEINE WEIBLICHEN CHAKREN die Unterlagen für das 1. weibliche Chakra aus. Zur selben Zeit kommst du auf mich zu und erzählst mir über deine Arbeit. Sie hat ja genau mit diesem 1. Chakra, dem Wurzelchakra, und den damit verbundenen Organen und Muskeln zu tun. Warum ist es so wichtig, dass Frauen darüber Bescheid wissen?

Das 1. Chakra verbindet uns mit der Energie der Mutter Erde und hilft, die Quelle zu finden, die uns mit Gesundheit und Schönheit füllt. Medizinisch gesehen gibt ein starker Beckenboden dem ganzen Rumpf und Rücken Halt und sorgt für die richtige Positionierung der Wirbelsäule, entlang der die lebenswichtigen Signale laufen. Die Vaginalmuskulatur der Frau hat auch Bedeutung für das 2. Chakra, für Kreativität und die Fähigkeit, Vergnügen zu schenken, sowie für die natürliche Produktion der Hormone, die unsere besondere weibliche Ausstrahlung ausmachen.

Das Thema Beckenbodenmuskulatur ist ja immer noch für viele Frauen ein Tabuthema, vielleicht auch deshalb, weil es eng mit unserer weiblichen Sexualität zusammenhängt. Wie reagieren Frauen auf deine Arbeit, wenn sie zum ersten Mal davon hören?

Die erste Reaktion ist immer positiv und mit viel Neugier verbunden, aber nur die wenigsten entscheiden sich sofort für das Training. Oft reift dieser Wunsch einige Wochen und sogar Monate in ihnen, weil sie sich erstmal von den alten Glaubenssätzen lösen müssen, und das ist nicht einfach. Bewusst steuerbare Vaginalmuskulatur sorgt für die wahre Gleichberechtigung im sexuellen Dialog, aber sind wir wirklich so weit?

Auf deiner Homepage schreibst du, dass durch Intimfitness, also z. B. Beckenbodentraining, körperliche Krankheiten vermeidbar bzw. ohne Medikamente und Operationen heilbar sind. Kannst du das näher erklären?

Erstens halten starke und elastische Vaginal- und Beckenbodenmuskeln innere Organe auf der richtigen Stelle – genauso wie es der Rücken mit der Wirbelsäule tut – und zweitens sorgen sie für eine gute Durchblutung im Becken, für eine ausgewogene Hormonproduktion und ein gereinigtes, mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgtes Gewebe der inneren Organe. In vielen Kulturen, besonders in Asien, werden Übungen für die Intimmuskulatur von der Mutter an die Tochter weitergegeben, so wie bei uns Kinder ihre Zähne richtig putzen lernen. „Ganz zufällig“ haben dort die Frauen wesentlich leichtere natürliche Geburten und einfachere Wechseljahre. Die jahrhundertelange Tabuisierung des Sexualbereichs und die daraus folgende Schwächung dieses wichtigen Körperteils haben dramatische Folgen für uns Frauen sowie für die Männer, aber heute steht uns das Wissen wieder zur Verfügung.

Wie wirkt sich ein gesunder und gut trainierter Beckenboden, der auf der energetischen Ebene mit dem 1. Chakra eng verbunden ist, auf die weibliche Sexualität aus?

Ich zeige Frauen nicht nur, wie sie ihren Beckenboden, sondern auch die steuerbare Vaginalmuskulatur trainieren können. Dadurch spüren sie intensiver, mögliche Schmerzen beim Sex treten gar nicht mehr auf und sie beginnen, ihre Sexualität (noch) mehr zu genießen. Die unteren zwei Chakren sind die Basis für das Glück, aber das ist noch nicht alles. Auch das Herz und die Weisheit gehören dazu und daran muss die moderne Frau auch viel arbeiten.

Vielen Dank und alles Gute weiterhin für dein Projekt!

Anastasia Romanova kommt ursprünglich aus Russland und lebt in Deutschland. Sie hat es sich mit großer Leidenschaft zur Aufgabe gemacht, Frauen über Intimfitness zu informieren und sie auch zu trainieren. Dadurch eröffnet sie ihnen die Möglichkeit zu mehr Gesundheit, leichterer Schwangerschaft und Geburt sowie zu einer erfüllteren Sexualität.

Allgemein Frauenkoerper