Bring anderen bei, dich richtig zu behandeln

„Du wirst im Leben so behandelt, wie du den Menschen beibringst, dich zu behandeln.“ (Dr. Wayne Dyer)

 Die Art und Weise, wie du von anderen Menschen behandelt wirst, hängt immer davon ab, ob und in welchem Ausmaß du es zulässt, DICH zu behandeln.

Während du als Mädchen noch keinen Einfluss darauf hattest, wer einen Platz in deinem Leben einnimmt, bist du als erwachsene Frau selbst dafür verantwortlich, wen du in dein Leben lässt und wen nicht.

Du bist dafür verantwortlich, anderen zu zeigen, wie sie mit dir sprechen, mit dir leben, mit dir zusammenarbeiten oder wie und auf welche Art und Weise sie dich lieben (sollen); und wo deine Grenzen sind bzw. wie du auf gar keinen Fall behandelt werden möchtest.

Damit gestaltest du dein Leben und deine zwischenmenschlichen Beziehungen aktiv mit und bist anderen nicht auf Gedeih und Verderben ausgeliefert. Wenn du dich immer nur mit dem zufrieden gibst, was andere Menschen (emotional) imstande sind dir entgegenzubringen, kann es sein, dass du darunter leidest.

Deshalb zeige ihnen freundlich aber bestimmt, dass du Achtung, Respekt, Anerkennung und Liebe wertschätzt und erwartest, und bringe ihnen diese Qualitäten ebenfalls auf ehrliche Art und Weise entgegen.

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Wertvolle Übungen, praktische Tipps, Austausch im geschlossenen Forum mit anderen Frauen und von mir gesprochene Meditationen zu diesem Thema und zu ähnlichen Schwerpunkten findest du seit 01.01.2019 in meinem Conscious Women Circle. Du kannst auch während des Jahres jederzeit in den Circle einsteigen.

Frauenbewusstsein

Die bedingungslose Liebe zu meinem Kind hat mir das Herz geöffnet

DAS FRAUEN-INTERVIEW MIT UTE GRABOW

Ute, vor einigen Wochen habe ich eine sehr berührende eMail von dir bekommen. Du hast dich darin bedankt und mir darin erzählt, was dein Leben im Jahr 2005 von einem Tag auf den anderen verändert hat.

Ja, das war die Geburt meines ersten Sohnes im Dezember 2005. Leider hatte er sich im Krankenhaus mit dem Herpesvirus infiziert und bekam infolge dessen eine virale Gehirnentzündung. Neugeborene haben sehr schlechte Chancen, diese Infektion zu überleben. Wenn, dann meist schwerstbehindert. Glücklicherweise wurde mein Kind wieder ganz gesund. Aber die knapp vier Wochen im Krankenhaus mit ihm haben mich komplett verändert. Es war wohl überfällig, mich selber zu hinterfragen und ehrlich zu mir selber zu sein, und dabei hatte ich Beistand und Hilfe von oben. Gott sei Dank.

Ich glaube, die bedingungslose Liebe zu meinem Kind hat mir das Herz geöffnet. Ich hatte das feste Vertrauen, dass er überleben wird, und mein Mann war überzeugt, dass er gesund bleibt. Dieses Vertrauen wurde von der Geistigen Welt unterstützt: Wir hatten den richtigen Chefarzt, der uns immer darin bestärkt hat zu glauben, und liebe Krankenschwestern. Diese Menschen schickte uns – im wahrsten Sinne des Wortes – der Himmel. Diese Verbundenheit und das Vertrauen in Engel bestehen bis heute.

Du warst zum damaligen Zeitpunkt als Vertriebsleiterin einer Versicherung beruflich sehr erfolgreich. Hat Spiritualität vor diesem Ereignis eine Rolle für dich gespielt?

Das hat sie schon. Allerdings mehr im Kopf als im Herzen. Irgendwie war ich immer auf der Suche und hoffte auf „Erleuchtung“ – ohne Bereitschaft, mich selbst ehrlich zu hinterfragen. Nach ein paar Monaten fing ich sogar wieder an, in meinem alten Job zu arbeiten. Aber in mir hatte sich so viel verändert, dass sich das natürlich im Außen spiegelte. Es war nur noch Kampf und Krampf. Irgendwann fragte mich mein Mann spontan, was ich denn machen würde, wenn wir im Lotto gewonnen hätten. Wie aus der Pistole geschossen sagte ich: „Ich würde sofort kündigen und mich selbstständig machen. Ich würde Menschlichkeit in die Finanzbranche bringen.“ Darüber bin ich selber unheimlich erschrocken. Ich wusste doch gar nicht wie! Nur, dass ich es mit der EKS, der Strategie nach Wolfgang Mewes, machen würde. Die Ausbildung dazu hatte ich im Mutterschutz erfolgreich abgeschlossen. Diese Strategie stellt Menschen in den Mittelpunkt aller Überlegungen. Das hat mich damals fasziniert und tut es bis heute.

Wie hast du dein Leben neu ausgerichtet und woher hast du den Mut und die Kraft dafür genommen?

Als sich mein zweiter Sohn ankündigte, wusste ich: jetzt oder nie. Ich hatte immer noch Angst, aber es kam eine größere dazu: Was, wenn ich am Ende meines Lebens sagen muss „Hätte ich es doch zumindest probiert …“? Ich musste es einfach tun und fing in der Elternzeit damit an. Stück für Stück hat sich mein heutiges Konzept entwickelt. Ausnahmslos ausgerichtet auf und entwickelt an den Wünschen, Problemen und Bedürfnissen von Menschen. Das „mir selber treu bleiben“ hat am meisten Mut und Kraft gekostet. Ohne den Rückhalt meines Mannes, meiner tollen Söhne und meiner besten Freundin hätte ich es sicher nie geschafft. Und nicht ohne meine Verbundenheit zur Geistigen Welt. Wirklich haarig für mich war die Erkenntnis, dass ich mir alles im Leben selber kreiere. Allerdings hat mir diese Erkenntnis auch unheimlich viel Freiheit geschenkt: Ich hatte mein Leben selber in der Hand und habe immer und zu jeder Zeit Unterstützung von oben. Auch wenn diese Lösungen nicht immer mit den von mir ausgedachten übereinstimmten, zeigten sie mir deutlich den Weg. Ich bin heute noch nicht da, wo ich hin möchte, aber ich bin wesentlich weiter, als ich mir jemals zugetraut hätte. Dafür bin ich sehr, sehr dankbar.

In deinem neuen Beruf coachst und begleitest du andere Menschen. Was möchtest du speziell den Frauen auf ihrem Weg mitgeben, die sich gerade in einer Phase der Neuorientierung und Neuausrichtung befinden?

Arbeitet an euch genauso viel wie an eurer Idee! Erst wenn du dir selber vertraust, können dir andere vertrauen. Dafür brauchst du einen unerschütterlichen Glauben an dich selbst. Und alles, was sich dann zeigt, ist eine Blockade, die dich abhält dein Leben so zu leben, wie du es willst. Es gibt viele Methoden, Blockaden zu lösen. Finde deine und höre immer auf dein Herz. Darüber bist du verbunden und es ist immer ehrlich zu dir – sofern du ehrlich zu dir selber bist. Das hast du in der Hand.

Nicht nur mein Glaube daran, sondern inzwischen auch meine Berufserfahrung als Coach zeigen eindeutig, dass in JEDEM Menschen so viel (ungenutztes) Potenzial steckt, das endlich gelebt werden möchte. Wirklich jeder kann wesentlich mehr, als er glaubt. Dafür brauchen wir jedoch Mut für den eigenen Weg und für eigene Entscheidungen. Der eigene Weg ist niemals eine Autobahn, aber du kannst für andere Menschen eine daraus bauen. Es lohnt sich. Für uns alle.

Frauenportraets

Der weibliche Weg ist eine bewusste Entscheidung

„Was der weibliche Weg für mich bedeutet“ … darüber habe ich bereits in einem früheren Blogbeitrag geschrieben und versprochen, darauf noch näher einzugehen. Denn dieser weibliche Weg ist für viele Frauen die wichtige und erfüllende Neuausrichtung in ihrem Leben.

Während in längst vergangenen Zeiten Frauen als Große Weise, als Wissende oder als Urfrauen verehrt wurden, mussten sie im Laufe der letzten Jahrhunderte ihren angestammten Platz in der Gesellschaft unfreiwillig aufgeben und den Männern überlassen.

Doch in der jetzigen Zeit der großen Veränderungen taucht in immer mehr Frauen erneut die starke Sehnsucht auf, ihren angestammten weiblichen Platz in der Gesellschaft wieder einzunehmen. Aber sie sind es leid, darum kämpfen zu müssen. Denn Kampf hat nichts mit Weiblichkeit, mit weiblicher Kraft und Stärke und mit weiblicher Weisheit zu tun. Es sind männliche Attribute, die wir Frauen uns angeeignet haben, während wir den weiblichen Weg verlassen haben, um den männlichen zu gehen.

Wie finden wir Frauen wieder auf unseren weiblichen Weg zurück?

 Als erstes sollten wir ehrlich erkennen, dass sehr viele von uns seit Jahren weitaus mehr männliche als weibliche Qualitäten entwickelt und gelebt haben. Das ist ein Eingeständnis, das nicht immer angenehm ist, denn es erfordert gleichzeitig eine bewusste Neuausrichtung. Und die erfordert viel an innerer Klarheit, Ehrlichkeit zu sich selbst und schließlich auch aufrichtiges Wollen, was nicht immer einfach ist.

Wir leben in einer Welt der Dualität – auch Polarität oder Gegensätze genannt: Mann – Frau, stark – schwach, dunkel – hell, oben – unten … die Aufzählung ließe sich noch beliebig lange fortsetzen. Die Polarität hat jedoch nichts mit Schwarz-Weiß-Denken zu tun. Die Polarität, von der ich spreche, ist neutral und wertfrei und ein wichtiger Teil unseres dualistischen Weltbildes.

Gegensätzliches erkennen und akzeptieren

„Weiblichkeit wird durch Tiefe, Liebe, Stille und Freiheit gestärkt, Männlichkeit braucht Höhepunkte, Erfolge und Anerkennung.“[1] Was auf den ersten Blick wie eine klischeehafte Aussage erscheint, trifft dennoch den Nagel auf den Kopf. Denn solange wir nicht erkennen, welche Energiemuster männlich bzw. weiblich sind, werden wir auch nicht zwischen „dem männlichen und dem weiblichen Weg“ unterscheiden können. Anhand der folgenden Beispiele soll noch deutlicher werden, was ich damit meine:

Fühlen (YIN, weiblich) – Denken (YANG, männlich)

Klar, das Fühlen ist nicht uns Frauen und das Denken nicht den Männern vorbehalten, aber das Fühlen entspricht der weiblichen Energie und das Denken der männlichen. (Zur Erinnerung zeige ich noch einmal das YIN-YANG-Symbol aus meinem letzten Blog, aus dem ganz klar ersichtlich ist, dass wir Frauen nicht nur weibliche YIN-Eigenschaften – in Rosa dargestellt –, sondern auch männliche YANG-Energien – in Hellgrün dargestellt – leben und entwickeln sollten.)

Stell dir nun als Frau die folgenden Fragen:

  • Wem folge ich stärker: meinem Gefühl (YIN) oder meinem Verstand (YANG)?
  • Habe ich Angst vor Kontrollverlust (YANG), wenn ich meinem Gefühl (YIN) vertraue?
  • Bewerte ich meinen Intellekt (YANG) höher als meine Intuition (YIN)?

Sein (YIN, weiblich) – Tun (YANG, männlich)

Klar können und wollen wir Frauen die Hände nicht in den Schoß legen und darauf warten, bis die Männer etwas (für uns) tun. Doch die weibliche Energie hat immer mit „Sein“ zu tun, wie beispielsweise die Hingabe, die Entspannung oder das In-sich-Ruhen.

  • Habe ich Angst, nicht wahrgenommen (YIN) zu werden, wenn ich nicht ständig am Tun und Handeln (YANG) bin?
  • Habe ich das Gefühl (YIN), meine Macht (YANG) an andere abzugeben, wenn ich abwartend in mir ruhe, anstatt aktiv zu sein?

Genießen (YIN, weiblich) – Trainieren (YANG, männlich)

Sportlerinnen machen jetzt wahrscheinlich einen lauten Aufschrei: „Was, wir Frauen sollen nicht mehr (unseren Körper, unsere Fähigkeiten etc.) trainieren?“ Klar könnt ihr trainieren, so viel es euch Spaß macht. Aber spürt ihr den Unterschied zwischen genießen (YIN, passiv) und trainieren (YANG, aktiv) und dem damit verbundenen Zufriedensein (YIN, passiv) und Leistungserfolgen (YANG, aktiv)?

Die Liste der männlichen YANG- und der weiblichen YIN-Energien lässt sich noch weiter fortsetzen, wie beispielsweise:

  • Stille (YIN) – Lärm (YANG)
  • Inhalt (YIN) – Form (YANG)
  • Fülle (YIN) – Schlaksigkeit (YANG)
  • Weichheit (YIN) – Härte (YANG)
  • Innen (YIN) – Außen (YANG)

usw.

Es geht nicht um Schubladendenken …

… sondern darum, dass wir unser weibliches Energiepotenzial wieder bewusster wahrnehmen, wertschätzen, nutzen und ausdehnen. Es geht nicht darum, uns gegen das Männliche aufzulehnen, sondern den männlichen Energien in uns Frauen nicht überdimensional viel Platz einzuräumen.

Wenn du glattes Haar hast, solltest du es lieben, anstatt frustriert auf andere Frauen mit Naturlocken zu schielen. Und wenn dich die Natur mit krausen Haaren ausgestattet hat, warum willst du sie dann unbedingt mit einem Glätteisen zähmen?

Und warum, liebe Frau, willst du unbedingt männliche Eigenschaften leben? Die du dir vielleicht erst mühevoll antrainieren musst? Und die dich letztendlich nicht wirklich glücklich machen.

Viele Frauen würde es glücklicher machen, den eingeschlagenen männlichen Weg wieder zu verlassen und auf den weiblichen zurückzukehren. Ich denke, es lohnt sich zumindest, darüber nachzudenken!

[1] Piontek, Maitreyi D. Weibliches Manifest. Entdecke deine authentische und lustvolle Spiritualität. München: 2009.

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„Bei meinen Frauenshootings liegt der Fokus auf der weiblichen Essenz“

DAS FRAUEN-INTERVIEW MIT Suzy Stöckl

Suzy, als Fotografin arbeitest du heute hinter der Kamera, früher bist du vor der Kamera gestanden. Welche Erfahrungen hast du dir aus deiner Zeit als Model mitgenommen bzw. hat sie dich irgendwie geprägt? Eine der schönen Erfahrungen war das Reisen. Ich bin viel in der Welt herumgekommen, bin zwischen verschiedenen Städten gependelt … das hat meinen Horizont erweitert. Was ich mir noch mitgenommen habe, ist das Wissen darum, wie man sich vor der Kamera fühlen kann, wenn die Energie nicht passt. Auch deshalb lege ich Wert auf eine gute, angenehme Atmosphäre beim Arbeiten. Die Menschen sollen sich gesehen und respektiert fühlen … wir sind ein Team, keine Einzelkämpfer. Eine nicht so angenehme Prägung, die sich auf die Beziehung zu meinen Körper bezieht, ist ein Perfektionismus, dem ich natürlich nicht und im Älterwerden immer weniger Rechnung tragen kann. Ich arbeite daran, mich mit all meinen „Schwachstellen“ anzunehmen.

Wenn man deine Webseite besucht, findet man an ganz prominenter Stelle deine Frauenportraits. Was bedeutet dieser Bereich deiner Arbeit für dich persönlich? Ich habe, was mir ein bisschen leid tut, die tiefe, kraftvolle Ebene des „Frauseins“ recht spät entdeckt. Es ist mir eine Freude und ein Anliegen, Frauen diese Ebene berühren zu lassen, Türen zu Räumen zu öffnen, die sie noch nie oder selten betreten haben.

Sind Männer anders zu fotografieren als Frauen? Wenn ja, was macht den Unterschied aus? Der einfache Unterschied ist, dass Frauen viel mehr Möglichkeiten haben, ihr Äußeres zu verwandeln. Sei es durch Kleidung, Schmuck, Make-up und Frisuren. Wenn ich klassische Porträts mache, ist sonst kein großer Unterschied. Ich bemühe mich, die Essenz des Menschen zum Vorschein zu bringen, da ist das Geschlecht egal. Bei speziellen Frauenshootings, wie „wunderbar-weiblich“ oder meinem Angebot „rising-goddess“ ist das natürlich anders, da der Fokus auf der weiblichen Kraft, der weiblichen Essenz liegt. („Männlichkeitsshootings“ mache ich gar keine 🙂 )

Du beschreibst dich als eine Fotografin, die das, was hinter dem Offensichtlichen, Augenscheinlichen liegt, mit Hilfe ihrer Kamera sichtbar macht. Wie schwierig ist das in einer Zeit, in der vielen Menschen ihre Fassade manchmal wichtiger ist als ihr Wesenskern? Ja, es ist schon so, dass – je mehr ich mich entwickelt habe und meine Aufnahmen mehr „Tiefe“ zeigen – gewisse Tätigkeitsbereiche und Kunden weggefallen sind. Da die Bewusstseinsentwicklung aber voranschreitet, hoffe ich, dass meine Zeit noch kommt. 😉

Was wünschst du dir für die jungen Mädchen von heute? Was ist deine Botschaft an sie? Ich wünsche den jungen Mädchen von heute, dass sie die Zeit erleben dürfen, in der alle Frauen wieder bei ihrer wahren Kraft ankommen und sie gleichberechtigt in der Gesellschaft leben. Meine Botschaft an die jungen Mädchen in unserer Kultur ist, sich mit Lehren und Hilfestellungen zu beschäftigen, die sie dabei unterstützen, in die weibliche Kraft einzutauchen. Diese Lehren findet man nicht unbedingt in Frauenzeitungen oder Sendungen wie „Topmodel“ etc. Die Welt der „Musts“, der  diktierten Schönheitsideale, mag manchmal auch amüsant sein, aber sollte nicht ernst genommen werden. Lasst euch nicht mehr gegeneinander aufhetzen, hört auf, in Konkurrenz zu treten. Denn gemeinsam sind wir stark!

Suzy Stöckl lebt und arbeitet in Wien. Hier kannst du sie auf ihrer Website besuchen: suzystoeckl.com

Frauenportraets

Wie sich Energetik, Bewusstsein und Internetpräsenz wunderbar miteinander verbinden lassen

Das Frauen-Interview mit Karina Schneider

Du bist in der Branche als „Die Schneider“ bekannt. Man sagt ja: Nomen est omen! In deinem Fall trifft das wirklich auf dich zu, denn du „schneiderst“ maßgefertigtes Webdesign für deine KundInnen. Seit wann und warum hat es dich in diese Richtung gezogen? Ich bin seit 2011 mit meiner Agentur „Die Schneider“ selbstständig. Im Marketing habe ich eigentlich schon immer gearbeitet – vorwiegend in IT-Unternehmen. Das Wichtigste aber war mir immer, dass ich mit Menschen zu tun hatte. Nach einer Auszeit im Jahr 2010 und dank der Hilfe von tollen Frauen, die mich gecoacht und bestärkt haben, habe ich 2011 den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Zu Beginn lag mein Fokus auf Marketing, vorwiegend auf der Erstellung von Marketingmaterialien. Doch im Laufe der Jahre habe ich immer mehr entdeckt, dass mein Herz doch „fürs Internet“ schlägt – und das, obwohl ich mir nach meinem Publizistik-Studium (das ich übrigens erfolgreich nicht beendet habe :)) geschworen habe, „nie etwas mit IT zu machen“. Aber das Universum versteht ja kein NEIN … Ich liebe den Umgang mit Menschen, mit Computern und mit Kreativ-Werkzeugen, ich fotografiere gerne und auch gut und in meiner Selbstständigkeit kann ich all meine Skills, Talente und Fähigkeiten einsetzen und ich bin glücklich, wenn ich eine maßgeschneiderte Webseite und einen maßgeschneiderten Social-Media-Auftritt für meine Kunden geschaffen habe. Ich habe mit meiner Agentur ein Mehr an Lebensqualität gewonnen – es ist nicht immer leicht, aber immer gut.

Ich kenne viele Frauen, die ein One-Woman-Business gestartet haben, sich aber mit Internetauftritten oder Social Media überhaupt nicht auskennen. Wären die bei dir richtig? Genau diese Frauen sind eine meiner Zielgruppen. Ich halte immer wieder Workshops rund um das Thema Social Media ab – einerseits um die Angst vor den Sozialen Medien zu nehmen, andererseits um diese nutzbringend fürs eigene Unternehmen einzusetzen. Da geht es nicht darum, virtuos alle möglichen Kanäle zu bespielen, sondern analytisch die bestmögliche Strategie zu entwickeln und die eigenen Zeitressourcen sinnvoll einzusetzen. Auch bei Webseiten unterstützte ich immer wieder One-Woman-Businesses dabei, eine einfache Lösung zu finden, mit der diese Frauen dann selbst umgehen können. Übrigens mache ich alle 2 Monate ein Karma-Projekt: Ich mache für ein One-Woman-Business kostenlos eine Webseite auf Basis von WordPress. Alleinige Voraussetzung: Ich muss das „Projekt“ spannend finden und es muss eine tolle Frau dahinter stehen :). Aber das ist ja meistens der Fall.

Manche Frauen haben ein Problem damit, mit ihrer Persönlichkeit bzw. mit ihren Fähigkeiten an die Öffentlichkeit zu gehen. Kannst du sie dabei unterstützen? Eine meiner Kundinnen hat mir einmal gesagt, ich sei ein Relevanz-Detektor. Ich glaube, das drückt ziemlich gut meine Arbeitsweise aus: Ich kann mich sehr gut in andere Menschen einfühlen und spüre oft, was sie oft nicht ausdrücken können und was relevant für ihren Auftritt in der Öffentlichkeit ist. Meine Erstgespräche führe ich auf einer sehr persönlichen Ebene, um den Menschen kennenzulernen, für den ich z. B. Eine Webseite machen soll. Außerdem versuche ich, die Wünsche und Vorstellungen umzusetzen – geht nicht immer, aber einen guten Kompromiss zwischen Wunsch und Machbarkeit bzw. technischen Standards habe ich noch immer gefunden. Es begeistert mich immer wieder, wenn ich sehe, wie das Endergebnis meinen Kundinnen Freude macht und zu ihrem Erfolg beiträgt.

Einige Frauen vertreten die Meinung, Marketing und Spiritualität ließen sich aus ethischen Gründen nicht miteinander vereinen. Wie siehst du das? Ich bin davon überzeugt, dass Marketing und Spiritualität sich sehr gut vereinbaren lassen. Denn oberflächliches Marketing funktioniert nicht – und gutes Marketing bekommt durch Spiritualität mehr Substanz, Tiefgang und Authentizität. Meiner Meinung nach dient Marketing vor allem dazu, das eigene Angebot publik zu machen und Kundenbeziehungen zu vertiefen und zu verbessern. Im Grunde genommen gehört ja bereits eine Visitenkarte zu den Marketingmaterialien und Mundpropaganda sowie Weiterempfehlungen gehören zu den besten Marketinginstrumenten überhaupt. Also warum sollte man nicht Marketing einsetzen, wenn man spirituell arbeitet? Bildlich gesprochen ist Marketing ja „nur“ ein Werkzeugkasten, aus dem man die nutzbringenden Werkzeuge zum eigenen und dem Wohl anderer einsetzen kann. Übrigens lassen sich auch Management und Spiritualität sehr gut vereinbaren. Ich kenne einige erfolgreiche Manager – sowohl männliche als aus weibliche –, die eine schamanische Ausbildung haben und ihr Wissen und ihre Erfahrungen in ihr Unternehmen einbringen. Spiritualität hat für mich auch mit Achtsamkeit im Umgang mit Menschen und Umwelt zu tun.

Du bietest auch energetisches Marketing an. Was genau verstehst du darunter? Ich habe 2008 meine Ausbildung zur Feng-Shui-Beraterin am DFSI abgeschlossen. Mein Lehrer Thomas Fröhling hat uns damals erklärt, dass Feng Shui „energetisches Management“ ist. Daraus entwickelte sich „Energetisches Marketing“. Es ist für mich die Kombination des Wissens von Feng Shui und Marketing. Einer der Grundsätze von Feng Shui lautet: Energie folgt der Aufmerksamkeit –, und wenn man es genau betrachtet, ist es ja auch Ziel von gutem Marketing, auf Produkte und Dienstleistungen aufmerksam zu machen. Durch die Kombination von Farben, Formen, Maßen und Symbolen kann man auch in Marketingmaterialien – sowohl on- als auch offline – Feng Shui anwenden. So ist z. B. jeder Branche ein bestimmtes Element zugeordnet und auch jedem Menschen. Durch die richtige Kombination kann man sein Unternehmen erfolgreicher machen und die Energie nutzen, sodass vieles einfacher und leichter geht.

Karina Schneider lebt und arbeitet in Wien. Sie arbeitet vorwiegend mit One-Woman-Unternehmen und Kleinstbetrieben und setzt gemeinsam mit ihren Kunden und Kundinnen Web- und Social Media um, die maßgeschneidert zu ihnen passen. Wenn es ihre Zeit erlaubt, ist sie mit ihrer Kamera, einer alten Canon EOS 450, unterwegs, um Unmengen von Fotos zu schießen, oder sie widmet sich ihrem Garten.

 

Frauenportraets

Was Elfen und kleine Mädchen mit Hochsensibilität zu tun haben

Du kennst sie sicher, die kleinen Mädchen, die uns ganz stark an Feen oder Elfen erinnern. Sie haben oft eine sehr zarte und beinahe durchsichtige Haut und eine ätherische Ausstrahlung, die nicht von dieser Welt zu kommen scheint. Die meisten dieser Kinder (natürlich sind auch Buben unter ihnen) leben – wie in einer großen Schutzblase – in ihrer eigenen Welt, die nicht viel mit der irdischen gemeinsam hat.

Vielleicht warst du auch solch ein Mädchen und hast schon damals mehr gefühlt und wahrgenommen als die meisten Menschen um dich herum. Für dich war das normal, doch irgendwann hast du bemerkt, dass du anders als die anderen bist. Wie bist du damit umgegangen?

  • Wolltest du unbedingt so wie deine Freundinnen sein ?
  • Hast du dir einen Schutzpanzer zugelegt?
  • Hast du aufgehört darüber zu sprechen, was du alles sehen oder fühlen kannst?
  • Kamst du dir sehr einsam vor?
  • Fühltest du dich von anderen unverstanden, abgelehnt oder ausgeschlossen?

Als Vierjährige lebte auch ich in einer eigenen Welt, die meinen Eltern nicht zugängig war. Ich sprach mit meinen unsichtbaren Freunden, den Engeln, aber auch mit meinem „Mann“ Willy – und ich genoss diesen Zustand sehr. Über viele Jahre hinweg zog ich mich immer wieder von anderen zurück – und während meine SpielkameradInnen im Freien herumtobten, saß ich in meinem Zimmer, träumte, zeichnete, malte und schrieb meine Fantasiegeschichten in ein dickes Heft.

Heute würde man Kinder wie dich und mich in die Kategorie der Hochsensiblen stecken, was ihnen auch nicht wirklich weiterhilft. Außer ihr engstes Umfeld – inklusive ihrer Lehrer – würde verstehen, was es mit solch hochsensiblen Menschen auf sich hat.

Mit Tests herausfinden, ob man hochsensibel ist

Der Anthroposoph Rudolf Steiner war einer der ersten, der erkannte, dass es hochsensible und hochsensitive Menschen gibt. Aber erst seit einer Veröffentlichung von Dr. Elaine N. Aron im Jahr 1997 kann man mit Hilfe von speziellen (Selbst)Tests herausfinden, ob man zu den Hochsensiblen gehört oder nicht. Und damit begann nicht nur ein neues Schubladen-Denken, sondern es bot sich auch erstmals die Gelegenheit, sich und sein Anderssein zu begreifen, besser zu verstehen und zu akzeptieren.

In der Zwischenzeit findet man eine Unzahl an Büchern in Bücherregalen (nicht nur in meinem), die uns genau erklären, worin die besonderen Eigenschaften, Fähigkeiten und Chancen von hochbegabten, hochsensiblen und hochsensitiven (medial veranlagten) Menschen liegen und wie sie sich von einander unterscheiden.

Hochsensiblen pfeift ein rauer Wind entgegen

Es ist wahrlich nicht immer einfach, mit dieser Andersartigkeit zu leben. Besonders in der rauen Welt der Wirtschaft pfeift uns ein Wind entgegen, der Hochsensiblen oft die Luft zum Atmen nimmt. Deshalb möchten sie ihr Anderssein mit noch mehr Leistung kompensieren, weil sie sich von der breiten Masse der „Normalos“ nicht unterscheiden wollen und genauso wie sie akzeptiert werden möchten.

Eine der wichtigsten Entscheidungen hochsensibler Menschen mag es sein, sich so anzunehmen, zu respektieren und zu lieben, wie sie sind. Auch wenn ihre Sensibilität in manchen Lebensbereichen Einschränkungen nach sich ziehen kann, bringt sie doch auch außergewöhnliche Fähigkeiten mit sich. Denn wer kann schon ganz genau fühlen oder wissen, was andere gerade denken, wie doppeldeutige Botschaften wirklich gemeint sind, was als nächstes geschehen oder wie eine noch nicht getroffene Entscheidung ausgehen wird? Meist sind es die Mädchen, die Elfen und die Hochsensiblen, die mit Hilfe ihrer Gaben mit anderen Bewusstseinsebenen verbunden sind, und von dort ihre Informationen beziehen.

Wenn du dich selbst zu den Hochsensiblen zählst und deine Erfahrungen mit mir und den anderen teilen willst, dann schreib sie doch ganz einfach darunter! Dankeschön!

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Wie viel von Göttin Artemis steckt in dir?

Die amerikanische Psychologin Jean Shinoda Bolen war eine der ersten, die die verschiedenen weiblichen Seelen-Aspekte mit den griechischen Göttinnen in Verbindung brachten. Da jede Göttin bestimmte weibliche Eigenschaften verkörpert – also die Licht- und die Schattenseiten in jeder Frau – kann die Beschäftigung mit den weiblichen Göttinnen-Aspekten für uns Frauen sehr aufschlussreich sein. Vor allem dann, wenn wir uns selber noch besser kennenlernen möchten.

Wenn du mehr über dich erfahren willst, dann können dir die Göttinnen-Aspekte bzw. die damit verbundenen Seelenbilder (Archetypen) sehr gut auf die Sprünge helfen. Denn wenn du all deine Göttinnen-Aspekte in dir auf deine ganz persönliche Art und Weise vereinst, dann wirst du als jene einzigartige Frau und „Göttin“ von anderen wahrgenommen, die du nun einmal bist. Dabei ist es wichtig, nicht nur deine Licht-, sondern auch deine Schattenseiten zu erkennen und zu bearbeiten.

Achte darauf, dass du bei den Überlegungen, welche Göttinnen-Aspekte von Artemis du in dir trägst, nicht in eine Bewertung oder in ein klischeehaftes Denken hineinrutschst. Meine Angaben sollen dir nur als Anregung dienen.

ARTEMIS-SEELENASPEKTE: EINE KURZBESCHREIBUNG IM TELEGRAMMSTIL

Frauen mit besonders typischen Artemis-Aspekten: Angelina Jolie (als Flüchtlingssonderbotschafterin) – Jeanne d’Arc (französische Befreiungskämpferin) – Florence Nightingale (Begründerin der Krankenpflege) – Berta Cáceres (Menschenrechts- und Umweltaktivistin) – Gloria Steinem (Feministin und Frauenrechtlerin) – Hildegard von Bingen (Universalgelehrte) – Maria Montessori (Ärztin und Reformpädagogin) – Simone de Beauvoir (feministische Schriftstellerin) – Dian Fossey (Zoologin und Verhaltensforscherin)

Typische Themen/Rollen der Artemis-Frau: Single-Dasein/Verzicht auf Partnerschaft – Unabhängigkeit (von Männern) – Projektleiterin – Umweltaktivistin – Arbeit hat großer Stellenwert – ausgeprägtes Selbstbewusstsein – Reise- und Entdeckerlust – Leistungsbereitschaft – hohe Kompetenz in dem, was sie tut – soziales Engagement – Lesbe – große Schwester – Feministin – weiblicher Kumpel

Typisch für die Artemis-Frau: burschikos – alleinstehend – mutig – selbstbestimmt – zielgerichtet – unabhängig – keine oder seltene Beziehung zu einem Mann (und wenn, dann eher schwesterlich) – wettbewerbsorientiert – leistungsorientiert – sich selbst verteidigend – hilft missbrauchten Frauen – naturbezogen – Wissenschaftlerin – Reisende (an kein Heim gebunden)

Schattenseiten: Unbarmherzigkeit – Verachtung für Verletzlichkeit – Unnahbarkeit – Kühle – Wutpotenzial – zurückweisend – verletzend

In einem meiner nächsten Blog-Beiträge werde ich dir die Göttinnen-Aspekte von Demeter vorstellen.

 

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Es gibt sie, die glücklichen Single-Frauen!

Hast du schon mal vom Domtreppenfegen gehört? Das ist ein alter Brauch in Deutschland, bei dem ein Single-Mann an seinem 30. Geburtstag „so lange eine öffentliche Treppe fegen muss, bis ihn eine Jungfrau küsst und ihn damit von seiner Aufgabe entbindet“. Diesen Brauch gibt es übrigens auch für 30-jährige Single-Frauen, die zwar nicht Domtreppen fegen, sondern stattdessen die Klinken an den Domtüren putzen müssen. Auch sie können von einer männlichen Jungfrau erlöst werden. Doch seit einiger Zeit werden in beiden Fällen auch Jungfrau-Geborene akzeptiert, falls sich keine jungfräulichen Zeitgenossen finden sollten. 😉

Viele von uns kennen jene Abschnitte in ihrem Leben, in denen sie – freiwillig oder unfreiwillig – eine Zeit lang als Single verbrachten. Andere wiederum haben sich ganz bewusst für ein Single-Leben entschieden. Für beide Arten von Singles gilt:

Alleine zu leben bedeutet nicht zwangsweise, einsam und unglücklich zu sein

Ich möchte ganz besonders jene Single-Frauen ansprechen, deren Wunsch es niemals war, alleine zu leben. Vielleicht hatten sie aufgrund einer Trennung, einer Scheidung oder nach dem Ableben ihres Partners gar keine andere Wahl. Vielleicht haben sie sogar eine solch schlimme Beziehung hinter sich, dass sie sich schworen, niemals mehr ihr Leben mit einem Partner teilen zu wollen.

Häufig braucht es Monate oder Jahre, bis sich Singles mit ihrem neuen Leben arrangieren. Und oft erkennen sie die Vorteile nicht, die ein Single-Dasein mit sich bringen kann. Denn nach einer Trennung oder einem Todesfall nehmen Wut, Trauer oder Enttäuschung sehr viel Raum in ihrem Leben ein. Doch mit der Zeit können Singles ihrem Alleinsein durchaus sehr positive Seiten abgewinnen.

Das Märchen vom großen Glück in der Paarbeziehung

Viele Mädchen wachsen mit der Vorstellung auf, dass es als Erwachsene unbedingt eine Paarbeziehung braucht, um glücklich zu sein. Dabei erkennen sie (noch) nicht, dass Partnerschaften von der Gesellschaft viel zu häufig idealisiert oder überbewertet werden. Denn sehr viele Frauen leben mit einem anderen Menschen zusammen und fühlen sich dennoch unglaublich einsam. Leider entwickeln sich viele Ehen im Laufe der Jahre zu reinen Zweckgemeinschaften, weil das Haus abbezahlt, die Kinder großgezogen oder der äußere Schein bewahrt werden muss.

Ich wage sogar zu behaupten, dass es weitaus weniger „tote“ Partnerschaften gäbe, wenn jeder junge Mensch – egal ob Mann oder Frau – nach seiner Ausbildung zumindest zwei Jahre lang als Single leben würde. Weil er oder sie früh genug lernen würde, auch alleine glücklich zu sein. Deshalb bin ich auch davon überzeugt, dass es insgesamt weniger Trennungen gäbe, weil bereits junge Menschen lernen würden, auf eigenen Beinen zu stehen, für sich die Verantwortung zu übernehmen und mit sich alleine etwas anzufangen wüssten.

Doch die meisten Menschen, die ich kenne, haben niemals gelernt, alleine zu leben und auf sich gestellt zu sein, ohne diesen Umstand als großes Manko oder als Ungerechtigkeit des Schicksals zu empfinden. Sehr viel lieber wohnen sie im Hotel Mama, in einer WG, in einem Studentenheim oder mit einem Partner, der sie unglücklich macht.

Singles befinden sich nicht im Dauer-Katastrophenzustand

Singles haben es in unserer Gesellschaft nicht immer einfach. Denn die meisten Zeitgenossen gehen davon aus, dass Zweisamkeit die Norm und Single-Sein ein bedauernswerter oder zumindest bedenklicher Zustand ist. Sie nehmen an, dass sich Singles permanent im Dauer-Katastrophenzustand befinden, da sie es „bisher nicht geschafft haben, eine richtige Beziehung zu führen“. Und sie vermuten, dass mit Singles etwas überhaupt nicht stimmen kann.

Auch wenn Singles gerne Singles sind, werden andere immer wieder Argumente finden, die gegen ein Leben alleine sprechen. Und nicht nur das: Singles werden manchmal sogar als Menschen zweiter Klasse behandelt.

Was lässt sich also dagegen tun? Falls du davon betroffen bist, dann lass die folgenden Impulse ein wenig auf dich wirken:

  • Umgib dich nur mit Menschen, die dir wirklich wichtig sind, denen du vertrauen kannst und die du wertschätzt
  • Sprich ganz offen über die Vor- und Nachteile deines Alleinseins
  • Gib unmissverständlich zu verstehen, dass dich Fragen nach deinem Single-Dasein nerven
  • Erzähle ehrlich, warum es mit der Liebe nicht geklappt hat oder warum du keinen Partner möchtest
  • Sag ganz unverblümt, dass dich Vorurteile im Zusammenhang mit deinem Single-Dasein verletzen

Aber achte auch darauf, dass du nicht in eine Rechtfertigungsfalle tappst! Wenn jemand dich und dein Single-Dasein nicht verstehen kann oder will, dann nützen auch die besten Erklärungen nichts.

Und wenn du selber mal wieder einen deiner Singles-Blues-Tage hast, dann denk daran: Single-Sein bedeutet Freiheit, Unabhängigkeit und Selbstbestimmung. Wie viele unglückliche Nicht-Singles beneiden dich insgeheim darum, auch wenn sie es niemals zugeben würden!

Falls du deine Erfahrungen zu diesem Thema mit mir und anderen teilen möchtest, dann schreib einfach einen Kommentar darunter. Vielen Dank!

 

Frauenblog Frauenherzen

Mütter & Töchter

Sie lieben einander.
Sie lieben und brauchen einander.
Sie lieben und unterstützen einander.
Sie lieben und ignorieren einander.
Sie lieben und nerven einander.
Sie lieben und hassen einander.
Sie lieben und bekämpfen einander.

Kaum eine andere emotionale Verbindung zwischen zwei Menschen kann so stark polarisieren wie die zwischen Müttern und Töchtern. Söhne beginnen bereits in ihrer frühen Kindheit, sich von ihren Müttern abzugrenzen und sich dem Vater oder anderen männlichen Bezugspersonen als Vorbild zuzuwenden. Meist wird das von den Müttern gut akzeptiert, da sie ja selber möchten, dass aus ihren kleinen Söhnen eines Tages große, unabhängige und starke Männer werden.

Anders verhält es sich bei ihren Töchtern

Für Töchter stellen Mütter von klein auf den Inbegriff des weiblichen Seins dar. Viele Mädchen identifizieren sich mit ihren Müttern, nehmen sie als Vorbild, ahmen sie nach – oder lehnen sie aufgrund von Enttäuschungen oder körperlichen/seelischen Verletzungen vollkommen ab.

Mütter nähren ihre Töchter: Sie schenken ihnen Nestwärme, Trost, Zuspruch, Verständnis und sind ihre engsten Vertrauten. In den Augen kleiner Mädchen wissen Mütter alles, glätten die Wogen, zaubern in der Küche und sind erfolgreich im Beruf.

Mütter bestärken ihre Töchter darin, in die von ihnen vorgelebte Frauenrolle zu schlüpfen, weil sie sich damit auskennen und identifizieren können. Doch irgendwann, spätestens in den Jahren der Pubertät, verändert sich das einstmals so innige Verhältnis.

Töchter lösen sich von ihren Müttern und liefern ihnen oft erbitterte Ablöse-Kämpfe. Der Loslass-Prozess, den ihre Brüder schon von klein auf Schritt für Schritt immer wieder wie selbstverständlich durchlebten, kommt auf Mütter und Töchter erst in der Pubertät zu. Manchen Frauen jedoch gelingt es bis ins hohe Erwachsenenalter nicht, sich von ihren Müttern ohne verletzende Emotionen und ohne Schuldgefühle zu entkoppeln.

Bereits zu diesem Zeitpunkt sind die Weichen in der Erziehung der Mädchen gestellt. Sie ist prägend für ein ganzes Leben. Ob Mütter das Frausein ihrer Töchter bestärken oder schwächen, beflügeln oder beschneiden, entscheidet sich bereits in den ersten Lebensjahren. Wie sehr frau mit diesen Prägungen umgehen lernt oder sie eines Tages ganz ablegen kann, hängt ganz individuell von jeder einzelnen ab.

Hast du dir schon einmal die folgenden Fragen gestellt?

Wer ist meine Mutter eigentlich?
Warum ist sie so, wie sie ist?
Worin hat sie mich enttäuscht?
Worin habe ich sie enttäuscht?
Worunter leidet sie?
Habe ich eine Wunschvorstellung von meiner Mutter?
Idealisiere ich sie?

Wenn du die Beziehung zu deiner Mutter besser verstehen, verändern, festigen, heilen oder lösen möchtest, dann hast du die Möglichkeit, an meinem eWorkshop „Meine Mutter & Ich“ teilzunehmen, an dem ich gerade arbeite. Alle Details dazu findest du in den kommenden Frauen-Newsletter.

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Bewusstseinsveränderung fängt schon beim Kochlöffel an

Das Frauen-Interview mit ALEXANDRA RAMPITSCH

Alexandra, du bist heute hauptberuflich als Ernährungsberaterin tätig. Was war der Auslöser dafür? Ich war in meinem Marketingjob unzufrieden und unterfordert. Außerdem war ich neugierig, ob ich mit mir selber als meine eigene Chefin gut auskommen würde und ob meine kaufmännische Ausbildung mir bei meiner Buchhaltung helfen kann. Da ich durch Ernährungsumstellung an mir selber positive körperliche Erfahrungen gemacht habe, wollte ich dieses Wissen öffentlich weitergeben und nicht mehr nur im privaten Kreis. Und da die Energien, die frau aussendet, ja ihresgleichen suchen und finden, funktioniert das mit der Ernährungsberatung recht gut. Über meinen eigenen Entwicklungsweg bin ich im Zusammenhang mit Ernährung auch zu Frauenthemen gekommen.

Bemerkst du, wenn es um Fragen der Ernährung geht, einen Unterschied zwischen den verschiedenen Generationen? Ja, die Unterschiede sind schon da. Das Ernährungsbewusstsein ist besonders bei Schwangeren sehr stark ausgeprägt und meist ändert eine Jungmama selbst ihr Essverhalten, sobald sie ihrem Baby Beikost zu füttern beginnt. Damit erleichtert sie nicht nur ihrem Kind, sondern auch sich selbst den Umgang mit gesundem Essen. Andererseits beobachte ich, dass Frauen, die kurz vor der Menopause stehen, auch sehr veränderungswillig sind, was ihre individuelle Ernährung betrifft. Denn es ist ihnen ab einem gewissen Zeitpunkt einfach wichtig, sich mit sich selbst näher zu beschäftigen und sich selber noch mehr wertzuschätzen. Dazu gehört auch bewusste Ernährung, die sie in ihre persönliche Prioritätenliste ganz weit oben stellen. Und wir Frauen wissen, dass die Signale, die unser Körper uns sendet (z. B. Kopfweh, Regelschmerzen, nächtliches Wachwerden, spontanes Schwitzen etc.) eine Veränderung fordern, die oft mit der Ernährungsumstellung beginnt und in neuen Denkweisen mündet.

Was ist dein persönliches Anliegen im Zusammenhang mit Ernährung? Ernährung ist sehr individuell. Jede von uns ist auch in ihrer Ernährung einzigartig. Da dürfen wir ruhig auf unser Bauchgefühl vertrauen, sofern wir gut in unserer Mitte verankert sind. Unser Körper spricht ja laufend mit uns, zeigt uns deutlich, wo wir mal genauer hinschauen sollten. Ein Beispiel dazu: Wenn mir kalt ist, esse ich gekochte, wärmende Speisen, um meinem Körper Wärme zuzufügen, und keinen kühlenden Salat, rohes Obst oder Joghurt, auf das wir in der kühlen Jahreszeit sowieso keinen Gusto haben.

Was kochst du für dich am liebsten und warum? Am allerliebsten koche und esse ich meine KRAFTsuppen. Da kann ich beim Gemüseschnipseln so richtig gut entspannen und brauche an nichts zu denken. Das Umrühren im Kochtopf ist für mich oft die einzige Auszeit am Tag, die ich mir gönne. Das erdet mich gut. Und wenn die Gewürze dann zu duften beginnen, freu ich mich schon auf das gemeinsame Essen mit meiner Familie. So ein Kraftsüppchen gibt mir ein angenehm wohliges Gefühl in meiner Mitte und viel Energie an anstrengenden Tagen.

Alexandra Rampitsch lebt in Kärnten (Österreich), ist diplomierte Ernährungsberaterin nach der Traditionellen Chinesischen Medizin in ihrer eigenen Praxis sowie online tätig (eSeminare, Webinare). Sie hat sich in ihrer Arbeit auf Frauenthemen spezialisiert und berät ernährungstechnisch z. B. bei Zyklusunregelmäßigkeiten, bei schmerzhafter Menstruation, bei unerfülltem Kinderwunsch, in der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Fragen zur Beikost für Babys oder in den Wechseljahren. Alexandra ist nach eigenen Worten Mama eines 3-jährigen „Herzensöffner-Buben“ und verheiratet mit dem „geduldigsten aller Männer“. In ihrer Freizeit ist sie in ihrem Bauerngarten und als Kräuterhexe leidenschaftlich tätig (www.apfelbaum.cc).

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