Bring anderen bei, dich richtig zu behandeln

„Du wirst im Leben so behandelt, wie du den Menschen beibringst, dich zu behandeln.“ (Dr. Wayne Dyer)

 Die Art und Weise, wie du von anderen Menschen behandelt wirst, hängt immer davon ab, ob und in welchem Ausmaß du es zulässt, DICH zu behandeln.

Während du als Mädchen noch keinen Einfluss darauf hattest, wer einen Platz in deinem Leben einnimmt, bist du als erwachsene Frau selbst dafür verantwortlich, wen du in dein Leben lässt und wen nicht.

Du bist dafür verantwortlich, anderen zu zeigen, wie sie mit dir sprechen, mit dir leben, mit dir zusammenarbeiten oder wie und auf welche Art und Weise sie dich lieben (sollen); und wo deine Grenzen sind bzw. wie du auf gar keinen Fall behandelt werden möchtest.

Damit gestaltest du dein Leben und deine zwischenmenschlichen Beziehungen aktiv mit und bist anderen nicht auf Gedeih und Verderben ausgeliefert. Wenn du dich immer nur mit dem zufrieden gibst, was andere Menschen (emotional) imstande sind dir entgegenzubringen, kann es sein, dass du darunter leidest.

Deshalb zeige ihnen freundlich aber bestimmt, dass du Achtung, Respekt, Anerkennung und Liebe wertschätzt und erwartest, und bringe ihnen diese Qualitäten ebenfalls auf ehrliche Art und Weise entgegen.

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Wertvolle Übungen, praktische Tipps, Austausch im geschlossenen Forum mit anderen Frauen und von mir gesprochene Meditationen zu diesem Thema und zu ähnlichen Schwerpunkten findest du seit 01.01.2019 in meinem Conscious Women Circle. Du kannst auch während des Jahres jederzeit in den Circle einsteigen.

Frauenbewusstsein

Wie viel Energie hast du zu verschenken?

„Geben ist seliger denn nehmen!“ – wie oft hast du dieses Bibelzitat schon gehört? Verdrehst du dabei die Augen, wenn du es hörst, oder gibst du sehr gerne?

Sehr gerne?

Zu gerne?

Allzu gerne?

Du weißt, worauf ich hinaus will. Wenn du mehr Geld ausgibst, als du auf deinem Konto hast, rutschst du ins Minus. Wenn du mehr Energie an andere verschenkst, als du unbedingt für dich selber benötigst, rutschst du auch ins Minus. In ein Energieminus. Dann wirst du

unzufrieden

gereizt

schlecht gelaunt

müde

ausgelaugt

frustriert.

Was fällt dir sonst noch ein?

Es ist nicht im Sinne des Erfinders, des Universums oder deines Schöpfers, dass du dich ständig für andere verausgabst. Gut, es gibt Zeiten, in denen man vorübergehend über seine Grenzen gehen muss, weil man vielleicht einen Angehörigen betreuen oder jemand Kranken pflegen muss. Oder weil man seine Kinder versorgt und ihnen alles geben möchte, was sie benötigen. Davon ist jetzt nicht die Rede. Sondern ich frage dich ernsthaft:

Wie viel Energie hast du zu verschenken?

Manchmal geht es nur darum, anderen mitzuteilen, was man möchte oder nicht möchte. Wo seine eigenen Grenzen liegen. Wann man sich überfordert fühlt.

Der Aufgestiegene Meister Nikodemus hat mir folgende Botschaft dazu übermittelt:

„Seid gegrüßt, ich bin Nikodemus. In eurer Konsumgesellschaft wird sehr häufig über Bedürfnisse gesprochen. Meist geht es darum, materielle Wünsche und Bedürfnisse zu befriedigen. Das ist auch in Ordnung so, aber es sind nicht die einzigen Bedürfnisse, auf die ihr achten solltet. Genauso wichtig – wenn nicht sogar wichtiger – sind eure emotionalen Bedürfnisse. Denn jeder von euch hat den Wunsch nach Nähe und Zuneigung, nach Liebe und Verständnis. Da diese Bedürfnisse von euch oft nicht beachtet oder sogar verdrängt werden, versucht ihr, eine Ersatzebene dafür zu finden, um sie auf andere Weise zum Ausdruck zu bringen.

Anders ausgedrückt bedeutet das, dass ihr über eure Bedürfnisse nach Zuwendung, Bestätigung, Aufmerksamkeit oder Anerkennung nicht sprecht, sondern diese über (oft sogar unbewusste oder uneingestandene) Machtspielchen, übertriebene Selbstdarstellung, Ellenbogen-Taktik oder ähnliche Verhaltensweisen zu kompensieren versucht.

Dabei wäre es so einfach, über eure Bedürfnisse zu sprechen, indem ihr beispielsweise sagt: ‚Ich brauche deine Nähe’ oder ‚Bitte hilf mir’ oder ‚Ich brauche mehr Abstand’ oder ‚Damit bin ich überfordert’. Nein, ihr versucht es über die indirekte Schiene. In der Hoffnung, dass euch die anderen verstehen, setzt ihr Zeichen, anstatt eure Bedürfnisse klar auszusprechen. Doch diese Signale werden oft missverstanden, übersehen oder falsch interpretiert. Dann fühlt ihr euch nicht ernstgenommen, nicht akzeptiert oder nicht respektiert. Und damit dreht ihr euch im Kreis.

Manche von euch empfinden es als Schwäche, über ihre Bedürfnisse zu sprechen. Sie scheuen sich davor, andere um etwas zu bitten oder einzugestehen, dass es ihnen nicht gut geht. Andere wiederum vergreifen sich im Ton, wenn sie über ihre Bedürfnisse reden – und dann werden ihre Worte als Befehle oder Übergriffe aufgefasst.

Bedürfnislosigkeit wurde über viele Jahrhunderte, wenn nicht sogar noch länger, zu einer Tugend hochstilisiert, Anspruchslosigkeit wurde wertgeschätzt. Das ist eine falsch interpretierte Form von Bescheidenheit, die niemandem nützt, sondern nur frustriert oder unglücklich macht. Der Mensch ist nicht in diese Welt gekommen, um in Armut zu leben – außer er hat sich das definitiv in diesem Leben als Lernaufgabe vorgenommen –, sondern um Zufriedenheit und Ausgeglichenheit zu erfahren. Wohlstand und Fülle sind eine weiterentwickelte Form davon, die natürlich auch gelebt werden darf. Doch das ist eine andere Geschichte.

Meine Aufgabe ist es, euch dabei zu helfen, eure Bedürfnisse äußern zu lernen und zu ihnen zu stehen, auch wenn es anfangs für euch vielleicht ungewohnt oder unbequem ist. Ich bin an eurer Seite! Seid gegrüßt!

Ich bin Nikodemus!“

Botschaften

Mütter & Töchter

Sie lieben einander.
Sie lieben und brauchen einander.
Sie lieben und unterstützen einander.
Sie lieben und ignorieren einander.
Sie lieben und nerven einander.
Sie lieben und hassen einander.
Sie lieben und bekämpfen einander.

Kaum eine andere emotionale Verbindung zwischen zwei Menschen kann so stark polarisieren wie die zwischen Müttern und Töchtern. Söhne beginnen bereits in ihrer frühen Kindheit, sich von ihren Müttern abzugrenzen und sich dem Vater oder anderen männlichen Bezugspersonen als Vorbild zuzuwenden. Meist wird das von den Müttern gut akzeptiert, da sie ja selber möchten, dass aus ihren kleinen Söhnen eines Tages große, unabhängige und starke Männer werden.

Anders verhält es sich bei ihren Töchtern

Für Töchter stellen Mütter von klein auf den Inbegriff des weiblichen Seins dar. Viele Mädchen identifizieren sich mit ihren Müttern, nehmen sie als Vorbild, ahmen sie nach – oder lehnen sie aufgrund von Enttäuschungen oder körperlichen/seelischen Verletzungen vollkommen ab.

Mütter nähren ihre Töchter: Sie schenken ihnen Nestwärme, Trost, Zuspruch, Verständnis und sind ihre engsten Vertrauten. In den Augen kleiner Mädchen wissen Mütter alles, glätten die Wogen, zaubern in der Küche und sind erfolgreich im Beruf.

Mütter bestärken ihre Töchter darin, in die von ihnen vorgelebte Frauenrolle zu schlüpfen, weil sie sich damit auskennen und identifizieren können. Doch irgendwann, spätestens in den Jahren der Pubertät, verändert sich das einstmals so innige Verhältnis.

Töchter lösen sich von ihren Müttern und liefern ihnen oft erbitterte Ablöse-Kämpfe. Der Loslass-Prozess, den ihre Brüder schon von klein auf Schritt für Schritt immer wieder wie selbstverständlich durchlebten, kommt auf Mütter und Töchter erst in der Pubertät zu. Manchen Frauen jedoch gelingt es bis ins hohe Erwachsenenalter nicht, sich von ihren Müttern ohne verletzende Emotionen und ohne Schuldgefühle zu entkoppeln.

Bereits zu diesem Zeitpunkt sind die Weichen in der Erziehung der Mädchen gestellt. Sie ist prägend für ein ganzes Leben. Ob Mütter das Frausein ihrer Töchter bestärken oder schwächen, beflügeln oder beschneiden, entscheidet sich bereits in den ersten Lebensjahren. Wie sehr frau mit diesen Prägungen umgehen lernt oder sie eines Tages ganz ablegen kann, hängt ganz individuell von jeder einzelnen ab.

Hast du dir schon einmal die folgenden Fragen gestellt?

Wer ist meine Mutter eigentlich?
Warum ist sie so, wie sie ist?
Worin hat sie mich enttäuscht?
Worin habe ich sie enttäuscht?
Worunter leidet sie?
Habe ich eine Wunschvorstellung von meiner Mutter?
Idealisiere ich sie?

Wenn du die Beziehung zu deiner Mutter besser verstehen, verändern, festigen, heilen oder lösen möchtest, dann hast du die Möglichkeit, an meinem eWorkshop „Meine Mutter & Ich“ teilzunehmen, an dem ich gerade arbeite. Alle Details dazu findest du in den kommenden Frauen-Newsletter.

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